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Journal Samstag, 1.8.2015

Sinngemäß schrieb ich vor ein paar Tagen, dass ein Säugling, der

mit hochroten Kopf und quiekend schnaufend grunzend pfeifend ächzend stöhnend glucksend

zu furzen versucht, ja ganz putzig sein kann und daher nicht unbedingt nervt. Zu diesem Zeitpunkt war ich nicht müde.

Um 4 Uhr heute morgen schon. Und Zehn nach Fünf auch. Und um 6:45 Uhr immer noch. Ich revidiere mich also: Es nervt doch ein wenig. Und das glückselige Lachen, nachdem die Luft vorerst raus war, war ganz nett, aber eine durchschlafene Nacht wäre definitiv netter gewesen.

Aber: Da kann man nichts machen (außer Bauchmassagen, gut zureden, ein wenig schaukeln und sich immer wieder daran erinnern, dass der kleine Igel nichts dafür kann und in diesem Moment wesentlich schlimmer dran ist).

¯_(ツ)_/¯

Etwas Gutes hatte das frühe Aufstehen dann aber: Zu so früher Stunde waren unsere Lieblingsbrötchen beim Bäcker unseres Vertrauens noch nicht ausverkauft. Der angenehmere Teil des Tages begann also mit einem ausgiebigen Frühstück, dem Baby-Bespaßen und ein wenig Internet-Gucken folgten.

Gegen  11 Uhr ging es dann zum allsamstäglichen Wocheneinkauf. Jott hatte dankenswerter Weise schon am Vorabend einen Essensplan für die kommende Woche erstellt, so dass ich nur noch die entsprechenden Zutaten und sonstige Lebensmittel notieren und aufbrechen musste. Bei Netto (ehemals Plus, nicht der mit dem schwarzen Hund) war es dann wundersamer Weise verblüffend leer, so dass der Einkauf schnell über die Bühne ging. Sehr angenehm, so kann das immer.

Wieder zu Hause wurden alle Einkäufe verstaut, dann ging es kurz darauf mit Frau und Kind die bei Netto nicht vorrätigen Lebensmittel einkaufen. Es ist immer noch ein kleines Abenteuer (huckeliges Kopfsteinpflaster, hohe Bordsteinkanten, hundekackeübersäte Bürgersteige, enge Gänge im Discounter, im Weg rumstehende Menschen…), die Stadt mit einem Kinderwagen zu erfahren.

Zurück vom Einkauf war Zeit für ein wenig Faulenzen, bis dieses vom DHL-Boten unterbrochen wurde der neuen Kaffee (Yukro, Yachi Kachise– ich hatte zwar eine andere Sorte bestellt, diese aber versehentlich nicht geliefert bekommen-) und das heiß und innig ersehnte „Schöne Töchter„-Buch vom genialen Flix lieferte.

Für einen längeren Blick ins Buch blieb keine Zeit, wir waren zum Kaffee mit Bekannten verabredet um ihnen das Kind vorzustellen. Also rein ins verbeulte Auto, einmal nach Neukölln gefahren und dann bis in die frühen Abendstunden bei Kaffee und Kuchen im Garten gesessen und erzählt. So ein Garten ist eine wunderbare Sache- wir brauchen sowas auch. Und das dazugehörige Häuschen ebenfalls. Bleibt die Frage, wo es herkommt.

Nachdem wir wieder zu Hause waren, machte Jott Bruschetta, ich bespaßte den Igel und danach wurde ein relativ hohler Spielfilm auf der Couch angesehen.

Schöner Samstag. Sehr schöner Samstag.

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