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Donnerstag, 23.01.2025

Ganz schlechte Nacht. Jott ist krank, sie schnarchte wie eine Bande besoffener Piraten. Die neuen Ohrnupsies halfen dagegen, aber… ich hörte J nicht, als der gegen Viertel/Halb Sechs rief weil ihm übel ist. So musste dann Jott hoch, während ich nur verdutzt hochschaute als sie mit einem Mal hochsprang.


Aus Js „Mir ist schlecht“ wurde im Laufe des Morgens/Vormittags mehrfaches Übergeben und Abgeschlagenheit. Keine Schule für das Kind. Wir vermuten Magen-Darm, ich näherte mich dem Kind und seinen Ausscheidungen nur noch mit FFP2-Maske und Desinfektionsspray– ein Magen-Darm-Infekt fehlt mir gerade noch.

Im Laufe des Tages gings J besser, vermutlich hatte er am Vormittag alle Erreger ausgekotzt. Gegen Abend hatte er zumindest Appetit/Hunger auf normale Kost, was wir etwas skeptisch beäugten, ihn aber (im Rahmen) machen ließen.


Eskalation am Abend. G kam trotz mehrfacher Aufforderung nicht zum Abendessen weil sie sich nicht vom Tablet lösen konnte. Irgendwann sagte ich ihr dann, dass sie gern bleiben könne wo sie ist– wir würden ohne sie anfangen. Zehn Minuten später kam sie, kippte ihre Mappe aus und suchte erst dort, dann IM MÜLLEIMER nach etwas essbaren für sie– weil wir sie ja nicht beim Familienabendessen dabei haben wollten. Was ist da bloß falsch verdrahtet? Im weiteren Verlauf steigerte sie sich in einen Bock hinein und war nicht mehr zugänglich– dabei hätte sie sich nur für ihr Verhalten entschuldigen müssen und hätte etwas essen können. Aber nein, herumschreien, toben und sich verweigern ist natürlich besser.
J stieg irgendwann ein und verweigerte sich ebenfalls, offenbar weil er seiner Schwester beistehen wollte– er hörte ebenfalls nicht, klaubte Reste unserer Honigmelone zusammen und blieb in Gs Nähe, um ihr notfalls etwas zu essen geben zu können. Verbalisieren, was er da tat bzw. weshalb er nicht hören, konnte er natürlich nicht…
(im Nachgang liest sich das lieb und süß, aber währenddessen war es der Horror– Jott und ich krank und die Zwillinge spielen Scheibe…) Es dauerte jedenfalls eine Weile, bis Jott die Situation wieder einrenken konnte.


Das war so ein Tag, an dem ich mir sehr eindringlich gewünscht habe komplett allein zu leben. Keine Kinder, niemand der kotzt/schnieft/hustet/was will– nur himmlische Ruhe zum selber wieder auf die Beine kommen.

Eine Antwort auf „Donnerstag, 23.01.2025“

Jonathan Haidt: Generation Angst. Ich habe dieses Buch über die schädlichen Konsequenzen des Medienkonsums erst jetzt gefunden, es wirkt aber auch persönlich bei mir, obwohl ich schon alt bin.

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