Schlecht geschlafen. Ich konnte nicht einschlafen, als ich dann schlief schnarchte Jott ständig. Gegen 5 Uhr wütend ins Wohnzimmer um wenigstens noch eine Stunde bis zum Weckerklingeln Ruhe zu haben.
Streit, Ärger und Verdruss am Morgen. G baut beim Frühstück aus Cornflakes-Packungen eine Mauer vor sich, weil J nicht ständig zu ihr rüber gucken soll und ist zickig. J streitet alles ab, macht aber Stielaugen. M hat Kopfschmerzen, J beschuldigt ihn der Simulation. Später Diskussion im wettergerechte Kleidung und wieso Mütze/Schal/Handschuhe blöd sind, nicht passen usw. usf.
Jott brach am späten Vormittag nach Frankfurt auf und wird dort bis Freitag netzwerken, Workshops leiten und besuchen und die familienfreie Zeit genießen.
Arbeitstechnisch gabs heute noch genug zu tun, ein bisschen hatte sich in den vergangenen drei Wochen angesammelt, das konnte ich abarbeiten. Mal schauen wie es morgen aussieht.
Termine für Hautkrebsscreening UND Ü35 Gesundheitscheckup vereinbart wie so ein organisierter und vorsorgender Mensch.
Das hab ich gut gemacht.
Gegen 16 Uhr wollte ich den Zwillingen mit M entgegenlaufen um nochmal ein bisschen an die frische Luft zu kommen und ein paar Schritte zu laufen. Leider liefen sie genau heute einen anderen Weg als sonst, wir verpassten uns. Ich bekam dann einen Anruf von der Mama des Nachbarsmädchen mit dem G immer spielt mit der Info, dass die beiden mich suchen. Haben sie gut gemacht, ich eher weniger– damit muss ich ja rechnen, dass sie auch mal andere Wege nehmen. Immerhin waren die beiden recht entspannt, ich lobte sie für ihre gute Idee zur Nachbarin hochzulaufen und mich anrufen zu lassen.
In irgendeiner eigentlich banalen Netflix-Serie am Rande mitgehört wie über eine Person gesagt wird, dass sie sich lauter „Projekte“ schafft um die eigentlichen Baustellen zu vermeiden/umgehen. Das resonierte in mir, mache ich das vielleicht auch? Der Sport, Italienisch lernen, die ritualisierte Alltagsbewältigung…
Apropos richtige Baustelle: Solange die Kinder nach ihrer Ankunft zu Hause ihren Kram abschmeißen wo sie gerade stehen und sich keinen Deut um Schule/Aufgaben kümmern, muss aus meiner Sicht ein Erwachsener zu Hause sein der sie einfängt/antreibt. Aktuell übernehm ich das an mindestens 3/5 Tagen. Das könnte ich nicht machen, wenn ich irgendwo neu anfange und erst gegen Abend aus einem Büro nach Hause komme– und wenn man irgendwo neu anfängt, sollte man sich schon gerade am Anfang viel und oft sehen lassen um Kontakte zu knüpfen und richtig anzukommen. Das ist gedanklich eine sehr große Hürde für mich.

Eine Antwort auf „Montag, 06.01.2025“
Halt, stopp, nein, das sind doch keine Baustellen Herr Paul! Sport und Italienisch lernen ist etwas, das sie für sich machen und das ihnen gut tut. Solche „Inseln“ brauchen sie in ihrem Alltag mit Job und Familie ganz dringend und der Sport trägt ja auch zur Gesundheit bei. Liebe Grüße, Vera