Große Überraschung: Der Weihnachtsmann war offenbar über Nacht gekommen! Als G uns beim Frühstückstischdecken half (Jott hatte sie nicht ganz ohne Hintergedanken dazu aufgefordert), machte sie große Augen, wir wunderten uns auch sehr, und dann galoppierte G los um die Jungs zur Bescherung abzuholen. Es folgte eine 30-minütige Geschenkeschlacht, nach der das Wohnzimmer wie ein Schlachtfeld aussah (muss so!), dann frühstückten wir und verbrachten einen chilligen Vormittag, weil die Kinder mit ihren Geschenken beschäftigt waren.
Vor dem Mittag kam auch Jotts Mama vorbei; auch bei ihr war der Weihnachtsmann gewesen und hatte etwas für die Kinder abgeliefert.

Jott schenkte mir ein Adesso-Abo, ich freu mich :) Die mit „einfach“ gekennzeichneten Texte versteh ich gut, bei „medium“ hab ich ein wenig zu kämpfen und an die „schweren“ Reportagen hab ich mich noch nicht rangetraut, aber ich hab ja auch noch Zeit bis zur nächsten Ausgabe.

Von mir bekam sie einen Herzenswunsch– eine (so nenn ichs lapidar) Bastelmaschine zum Plotten, Schneiden und für div. andere DIY-Anwendungen.
Unser Heiligabendessen: Kartoffelsalat mit Würstchen (in zwei Varianten). Die Kinder durften Spezi trinken und waren davon fast so begeistert wie von ihren Geschenken (Cola gibts sonst nicht).

Durften zum Nachtisch nicht fehlen: Die Mohnpielen.
Nachmittags wagten wir es und gingen mit den Kindern und Jotts Mama in den Gottesdienst. Wir wollten mal ausprobieren, ob das mittlerweile wieder geht– die Kinder sind ja nun nicht mehr ganz klein, unsere Hoffnung war das sie die knappe Stunde schon durchhalten werden ohne das es zur Tortur wird. Außerdem hatten sie im Religions- und Lebenskundeunterricht natürlich über Weihnachten gesprochen, also dachten wir das sie da ggf. auch „andocken“ können. Für Jott und mich wars gleichzeitig eine Köpenicker Premiere, wir sind ja „nur“ Weihnachtschristen und waren demnach auch zum ersten Mal überhaupt in Köpenick im Gottesdienst bzw. besuchten das Gemeindehaus (die Kirche in der Altstadt wird renoviert, deswegen fand dort kein Gottesdienst statt).
Der Gottesdienst war dann tatsächlich sehr schön, obwohl er im Zeichen dieses insgesamt doch eher durchwachsenen Jahres stand, wie auch der Pfarrer in seiner Predigt immer wieder betonte. Zentrales Thema: Nicht die Hoffnung und den Glauben an das Licht verlieren. Das, find ich, kann man als Bild auch ohne weiteren Bezug zum Glauben an- und mitnehmen.
Die Kinder machten sich ganz gut, einzig M musste seine Langeweile sehr deutlich zur Schau stellen.
Zu Hause verlief der restliche Abend dann sehr unprätentiös, aber dafür angenehm ruhig: Da die Geschenkeorgie schon durch war, spielten die Kinder Tablet, wir aßen irgendwann die Reste vom Mittag mit ein paar Beilagen und dann gingen die Kinder, beinahe zur selben Zeit wie sonst, ins Bett.
Später besiegte Jott ihre Mama und ich Jott bei Mario Kart, parallel las ich in meiner neuen Zeitung. Kurz vor der Zubettgehzeit versenkte sich Jott dann in ihrer neuen Cricut, und sie dabei strahlen und sich freuen zu sehen war die beste Sache am ganzen Tag.


Die Morgenbescherung könnten wir nächstes Jahr eigentlich genau so wiederholen– das war unser entspanntester und ruhigster Heiligabend seit Jahren.




