In aller Herrgottsfrühe (sprich: 4:45 Uhr) aufgestanden, um pünktlich 6:29 Uhr mit dem ICE vom Berliner Hauptbahnhof nach München zu fahren. „Pünktlich“ hieß, mit ca. 20 Minuten Verspätung– es befanden sich nicht authorisierte Personen auf der Strecke, was immer das heißen mag.
Die Fahrt nach München war völlig unspektakulär, wir saßen zu viert in einem Abteil hinterm Fahrerstand, erzählten und spielten auch zwei, drei Runden UNO. Ich klickte mich noch durch meine Ausschreibungen (ansonsten muss ich das Montag mit der x-fachen Menge machen) und beantwortete ein paar Mails, ließ das aber auch nicht ausarten.

In München Abklatsch mit den Kollegen der Münchner Niederlassung, gemeinsame Fahrt nach Sonthofen. Dankenswerterweise hatten die Münchner uns Fresspakete mitgebracht (hatten wir auch angeleiert, wir denken ja mit), das wäre sonst eine sehr hungrige Fahrt geworden. Bisschen im Bus eingenickert, ansonsten durch Insta gescrollt und ein bisschen mit der Sitznachbarin geschnackt.

Sonthofen: Die Firma hat einen großen Hotelkomplex für uns gemietet, damit die Kollegen aus allen Niederlassungen– USA, Japan, Tschechien, Frankreich, Deutschland– zusammenkommen können. Eigentlich findet das Event immer Anfang des Jahres statt, da aber immer noch das Damokles-Schwert Corona über uns hing wurde entschieden, das in einer Jahreszeit zu veranstalten in der nach den Erfahrungen der letzten paar Jahre das Gröbste vorbei ist.
Wir kamen jedenfalls an, wurden verköstigt und dann warteten wir, dass etwas passiert. 15 Uhr sollte eigentlich das reguläre Programm starten, das war in punkto Zeitplan ggf. ein wenig sehr ambitioniert. Die Anreise einiger Reisegruppen verzögerte sich, und so verschob sich alles nach hinten. Wir machten uns trotzdem gegen 15 Uhr auf zu einer Almhütte, an der unser Geschäftsbereich gemeinsam zusammenkommen und workshoppen sollte.




Gegen 16 Uhr gings dann los mit einem etwas zusammengestrafften Programm, das uns die nächsten zwei Stunden beschäftigen sollten. Wir beschäftigen uns in Grüppchen mit den Corporate Values der Firma, besprachen diese, ergänzten sie mit Beispielen und gaben Anregungen zur weiteren Ausgestaltung.
Anschließend gings wieder zurück zum Hotel; kurzes Zimmerbeziehen und dann ab zum Essen. Ich war zu dem Zeitpunkt schon ziemlich durch, das Abendbrot war dann nicht mehr ganz so schön– obwohl das Essen super war. Alle x-hundert Kollegen fanden sich gemeinsam in einem großen Saal ein– es war unfassbar laut, wuselig und warm. Ich verstand nichtmal meine Banknachbarin im Gespräch mit ihrer Gegenüber; alle Geräusche verschmolzen zu einem großen lauten Rauschen. Als ich hinreichend satt war, schmiss ich also das Handtuch, unterhielt mich vor dem Hoteleingang noch kurz mit ein paar rauchenden Kollegen und zog mich aufs Zimmer zurück.
Die Landschaft hier ist wunderschön. Ich bin unfassbar begeistert von den Bergen, Hügeln und den vielen kleinen und großen Bächen. Auf dem Rückweg von der Almhütte sahen wir wieder Bergkühe mit ihren charakteristischen Glocken- sehr pittoresk.


Eine Antwort auf „Donnerstag, 11.05.2023“
Ich wär definitiv auch durch gewesen nach der Fahrt! Hätte man auch anders planen können aufgrund der weiten Anreise für alle.