Punkt Sechs von der Klingelhose geweckt worden. Zu M geflitzt, mit ihm aufs Klo gegangen. Parallel wachte J auf. Beide Jungs nochmal ins Bett geschickt. M schlief wieder ein, J legte sich zumindest hin. Ich konnte nicht sofort wieder einschlafen, weil draußen Kinder spielten– um 6! Irgendwelche Eltern machen das seit ein paar Wochen am Wochenende, die schicken ihre Kinder raus… Vermutlich, damit alle was davon haben und nicht nur sie.
J jedenfalls wollte dann halb Sieben aufstehen und durfte ins Wohnzimmer gehen und sich den Fernseher einschalten, während ich mich wieder hinlegte und diesmal richtig einschlief. Beim nächsten Augenöffnen war es acht Uhr– Jott und die Kinder waren allesamt schon wach. Offenbar hatte es M gegen sieben Uhr aus dem Bett getrieben, Jott stand dann mit ihm gemeinsam auf.
Vormittags wieder zum Schwimmen mit den Kindern gefahren. Diesmal zur Begeisterung der Kinder mit dem Fahrrad (funktionierte sehr gut). Heute fand die letzte Schwimmstunde vor den Ferien statt, einige Kinder– unter anderem M– wurden aufs Seepferdchen geprüft. M schaffte es offenbar nicht, zumindest hatte er nach dem Training keinen Seepferdchen-Aufkleber und keine Urkunde. Ganz schön bitter, er ist mittlerweile ein Jahr dabei.
Der Trainer will sich nächste Woche zur kommenden Saison melden, mal schauen was da rauskommt.
Zu Hause dann Eierkuchen und Mittagsruhe. Jott fühlte sich erkältet, also bereitete ich alles für einen Nachmittagsausflug der Kinder und ich zur Kameruner-Badestelle vor. Nach dem obligatorischen Mittagsruhe-Film fuhren wir mit dem Fahrrad zur Kameruner-Badestelle. Die Kinder planschten, ich schaute zu bzw. passte auf– lesen oder auf dem Smartphone spielen traue ich mich noch nicht. Auch wenn sie im flachen Wasser baden und ihre Schwimmflügel anhaben, ist mir das noch zu heikel– sie sind ständig in Bewegung, machen Blödsinn, tauchen sich unter… Das möchte ich gern im Blick haben.

Beim Baden fuhren mehrere Partyboote mit unfassbar lauter Musik vorbei, da muss irgendwo ein Techno- oder House-Festival gewesen sein die über die Spree zum Müggelsee und zurück schipperten.
Als die Boote wieder zurück fuhren, machten wir uns auf den Heimweg. Die Kinder waren knülle, fuhren aber anständig.
Zu Hause dann Eskalation; die Kinder hatten den ganzen Tag über ständig gestänkert, gestritten, sich gegenseitig angeschwärzt und geneidet und setzten das direkt nach Ankunft fort. Natürlich verbunden mit dem typischen leiernden „Mamaaaa…“ bzw. „Papaaaaa…“. Mir platzte die Hutschnur, bzw. wie J feststellte war ich „auf 800“. Anstrengende Brut.
Abends nur noch komatöses auf der Couch liegen und OC California mit Jott gucken (das haben wir beide als Teenager geschaut, perfekte „Kopf aus“-Unterhaltung).
Jott wird wohl wirklich krank, sie hatte am Nachmittag sogar einen Corona-Test gemacht… Vielleicht wirds ja über Nacht wie durch ein Wunder besser, wir wollen morgen nämlich eigentlich gemeinsam an den Badesee im FEZ.


