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Dienstag, 03.08.2021

Dreiviertel Sechs das erste Mal vom langsam heller werdenden Lightstrip geweckt worden. Den ignoriert, die Augen wieder zugemacht. Sechs Uhr klingelt der Wecker. Schnell ausgeschaltet, noch ein bisschen gedöst, Viertel Sieben aufgestanden. Kurzer Besuch im Bad, ab in die Küche, ein Glas Wasser trinken und die Essensbüchsen für die Kinder vorbereiten. M hatte gestern noch Hunger und möchte heute mehr. Mittendrin von eben jenem M gerufen worden. Die Windel ist durch, das Bett ist nass. Das Kind leise ins Bad geschickt, sein Bettzeug untersucht/abgezogen und in die Kammer gebracht. Direkt Waschen geht nicht, die Maschine ist mit vorbereiteter 40°-Wäsche voll. Also davor gelegt, den schimpfenden M– er möchte auch Sportsachen anziehen wie seine Geschwister, er hat aber heute im Gegensatz zu den beiden keinen Sport– beruhigt; weiter Essensdosen vorbereiten. Mittendrin steht Jott auf, macht sich fertig, weckt dann die Zwillinge und zieht die Kinder an/putzt ihnen die Zähne. Ich brauche ewig für die Frühstücks- und Vesperbüchsen, bin auch sehr vorsichtig weil weder der Kopf noch große motorische Geschicklichkeit beim Umgang mit den Messern schon voll da sind.

Irgendwann Aufbruch zur KiTa mit G und J. M wird heute von Jott in die Schule gebracht.

Am Mirabellenbaum auf dem Weg zur Kita genascht. Beim Umkleiden trödeln die Zwillinge herum, eine andere Mutter mit ebenfalls einem Zwillingspärchen kommt. In die KiTa-Gruppe kommt zum neuen KiTa-Jahr noch ein weiteres Zwillings-Paar, nun sind es drei. G und J freuen sich über die anderen „Zwingelige“. Abschied (Knutschi, High Five, Ghettofaust, Umarmung und Rausschubsen), danach stehen sie an der zum Lüften offenen Tür der Feuertreppe, warten bis ich auf der Straße vorbei laufe. Wir winken uns lange zu, das machen sie gern und freuen sich dabei immer.

Zu Hause kurzes Telefonat mit Jott über Ms Abgabe. Dann Betten machen, lüften, Frühstück vorbereiten, auf Klo, den Tagesspiegel-Checkpoint-Newsletter zum Start in den Tag lesen, Kaffee kochen, Spüler ausräumen, Frühstücken, ein schlechtes Gewissen haben weil ich seit halb Acht wieder zu Hause bin und nicht sofort produktiv bin, sondern eine Dreiviertelstunde lang rumtrödele bevor ich an den Schreibtisch gehe.


Großer Block Arbeit. Das, was ich gestern verschlumpfte, war ich heute produktiver– hoffentlich in echt und nicht nur gefühlt (wobei– reicht mir auch).


Halb vier mit schlechter Laune (Arbeit… die letzte halbe Stunde hätte es nicht gebraucht) losgeradelt und M von der Schule abgeholt. M saß den Rückweg über auf dem Gepäckständer, hatte Spaß und lobte meine Fahrkünste („Papa, Du fährst schon echt gut Fahrrad! Bestimmt so gut wie ich wenn ich 8 bin!“). Von der Schule zur KiTa, von der KiTa nach Hause. Kurze Pause, dann wieder los– wir brauchten noch Brot und Obst und Vespersnacks, denn die Kinder futtern schon wieder als ob sie sich demnächst verpuppen möchten. Beim Bäckerauto am Bahnhof ein kurzer Schnack, drei Schweineohren und getauschtes Münzgeld für mich (ich brauch öfter mal Münzen, z.B. als Trinkgeld für Bringmeister– das krieg ich bei der Bank nicht, aber beim Bäckerauto und beim Obststand und bei Imbissständen im Tausch gegen Scheine); dann weiter zu Rewe und Lebensmittel kaufen. Dank essender Kinder sehr unstressig, lediglich beim Einpacken drängelten sie sich dann weil jeder mehr als der/die andere in den Wagen legen wollte.

Zu Hause alles verräumt, Kinderstreit um die Boxsack-Nutzung mit der Drohung, das Scheißding abzuhängen, beendet. Kinderrucksäcke ausgeräumt, Mittagessengeschirr abgespült, die heimkehrende Jott begrüßt und dann mit G und J noch eine halbe Stunde Fußball vor dem Haus gespielt. Mittendrin schoss J, Ballzauberer und Hochschuss-Künstler, den Ball über den Zaun zum Nachbargrundstück und war dann ganz aufgeregt als er rüberklettern und den Ball wieder holen durfte. Eifersucht und Traurigkeit bei G, weil sie auch rüberklettern wollte. Es ist nicht einfach.

18:30 Uhr Abendbrot, dann Kinder bettfertig machen, eine Folge Elefant und nebenbei Wäsche legen (ich)/Kinderklamotten rauslegen + Ms Bett neu beziehen (Jott). Gegen 20 Uhr wieder an den Rechner, Vorbereitungen für morgen erledigen & Zeiten erfassen (das hab ich die letzten Woche wieder arg schleifen lassen und will mehr hinterher sein). 21:30 Uhr den Arbeitsrechner zugeklappt, zu Jott ins Wohnzimmer geschaut, festgestellt das für heute noch ein Set Krafttraining ansteht und das eingeschoben. 22:15 Uhr Duschen, Zähneputzen, Blogbeitrag fertig schreiben. 23 Uhr Bett.

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