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Donnerstag, 10.06.2021

Morgens Zahnarzt, die Kinder und ich gingen zur obligatorischen halbjährlichen Kontrolle. Bislang hatten wir das immer mit zwei Erwachsenen gemacht, heute aber nicht– ich wollte das mal allein ausprobieren. Es lief super, die Kinder kennen das Prinzip Zahnarzt ja mittlerweile und erzählten auch direkt bei Betreten der Praxis der Empfangs-Dame das sie ja schonmal da waren und das sie dann gleich eine Überraschung bekämen (hrmpf).

M meldete sich freiwillig als erster und legte sich allein auf den Zahnarztstuhl, M und G schauten neugierig und ein bisschen skeptisch zu. Bei den beiden sollte dann auch ich auf den Stuhl mit rauf, es war aber alles unproblematisch– die Untersuchung lief jeweils wie am Schnürchen. M bekam Fluorid-Creme auf zwei Stellen aufgetragen und bei G bekam ich den Hinweis, doch mal beim Kieferorthopäden mit ihr vorbei zu schauen (direkt einen Termin für nächste Woche vereinbart), aber ansonsten war alles tippitoppi in Ordnung. Das haben die drei super gemacht :) Und aussuchen durften sie sich dann auch jeweils eine kleine Überraschung aus dem Fundus der Praxis, das trugen sie stolz vor sich her auf dem anschließenden Weg in die KiTa.


Beim Frühstück mit Jott diskutiert, ob man altern merkt. M wird sechs, wir sind also offenbar auch sechs Jahre älter als vor seiner Geburt. Aber… Ich merk das nicht. Ich kann nicht sagen, dass ich mich mit 34 anders fühle als mit 28 (vielleicht müder, aber das ist wohl eher der Kinder-Effekt). Jott sagt, dass sie sich „angekommen“ fühlt und gut in ihrer Rolle als Beinahe-Schulkind-Mutter. Mir gehts, glaub ich, auch so, mich beschäftigt aber trotzdem die Frage ob man das Altern selbst spürt oder z.B. nur in den Reaktionen von anderen? Ich sehe zwar im Spiegel, das ich z.B. deutlich weniger Haare insgesamt habe und der Weiß-Anteil höher ist, aber… ich fühl mich nicht älter.

(viele Worte um immer wieder das selbe auszudrücken)


Heute Mittag versucht, einen Termin zum Babygucken bei meinem Bruder und seiner kleinen Familie zu vereinbaren. Dabei festgestellt, dass das gar nicht so einfach ist– Jott und ich sind in den nächsten Wochen ganz schön eingebunden. Vor allem weil wir gern erstmal zu zweit hinfahren wollen, direkt zu fünft einreiten ist vielleicht doch noch etwas viel…


Gegen Mittag Live-Fotos von der Sonnenfinsternis bekommen. S, die eine Hälfte unseres regelmäßigen Sonntags-Besuchs, fotografiert gern und viel und ließ es sich nicht nehmen, heute die Sonne zu knipsen. Ich war angemessen beeindruckt und fragte mich aber auch, was ich eigentlich für coole Hobbys habe– mir fällt nichts ein, von dem ich irgendwas erzählen könnte.


Mittag: Kartoffeln mit Quark


Ein sehr abwechschlungsreicher Arbeitstag. Viel Kleinkram, einige größere Themen. Heute hatte ich mein erstes 1:1 mit meinem neuen Teamleiter, Thema war unter anderem Zeiterfassung– er war ein bisschen überrascht davon, wie kleinteilig meine Arbeit ist. Er hat ausgerechnet, dass ich gemäß Zeiterfassung ca. 40 Minuten eine Aufgabe bearbeite, ehe ich die nächste Aufgabe bearbeite. Das deckt sich mit meinem Kopf-Gefühl + der Beobachtung, dass ich am Ende des Tages zwischen 8 und 15 Zeitbuchungen in meiner App habe.

Kurz angerissen ob das gut oder schlecht ist– konnte ich nicht direkt beantworten, es ist auf jeden Fall ein stetiger Wechsel und ein ziemlicher Krampf das alles festzuhalten.

Ein bisschen geschockt gewesen, als er sagte das sein altes 13-Mensch-Team im Monat ca. 550 – 600 Zeiteinträge produziert die er reviewen muss– und durch mich ca. 180 neue dazu kamen.
Meine direkte PL-Kollegin im selben Projekt-Kontext kommt allerdings auf ungefähr die selbe Zahl, ich bin also kein Einzelfall. Ziemlich irre, das wirft natürlich die Frage auf was mit diesem kleinteiligen Projektkram gerissen werden kann und ob es nicht effizienter ist, auf größeren Projekten mehr Zeit zu verbringen.


Aus Eltern­perspektive wäre mein Kind geimpft. Klarer Fall. Dieses Risiko möchte ich nicht.

Aus dem sehr lesenswerten Interview mit Christian Drosten -> Herr Drosten, woher kam dieses Virus?

6 Antworten auf „Donnerstag, 10.06.2021“

Ich fühle mich mit 37 eigentlich auch noch wie mit Mitte 20, als ich das erste Kind bekommen habe.
Zwei Situationen der letzten Wochen haben dem Gefühl aber die Wahrheit aufgedrückt:
1. 23-jähriger Neffe einer Freundin siezte mich
2. EV in der neuen Schule des großen Kindes. Ich sehe 3 junge Menschen und frage mich, was wohl die Abiturienten zu berichten haben. Stellt sich raus, dass es die KlassenleiterInnen sind.

FYI: Zum Thema “Soll man Kinder impfen?“ der Podcast mit Alexander Kékulé (im PDF ab Seite 5):
https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/kekule-corona/kekule-corona-kompass-einhundertsiebenundachtzig-100.html
(Auszug)
STIKO-Mitglied Rüdiger von Kries hat im RBB dazu folgendes sehr inte-ressantes gesagt: Rüdiger Kries (O-Ton)
„Wir haben einen guten Impfstoff, keinen Zweifel. Der Impfstoff ist wirksam. Aber es gibt eben drei Kriterien, die unserer Entscheidung zugrunde liegen. Das eine ist, handelt es sich um eine schwere Erkrankung für die sich impfen lohnt? Zweitens habenwir einen wirksa-men Impfstoff? Und drittens, können wir die Risiken abschätzen? Es ist völlig klar wir haben einen wirksamen Impfstoff. Es ist klar wir haben eine Erkrankung, die durchaus in der Liga der Erkrankungenspielt, gegen die wir impfen, also wie Rota zum Beispiel und Windpocken.

** Aber wir wissen praktisch nichts über die Risiken dieses Impfstoffs. **

Wir haben mit neuen Impfstoffen durchaus unliebsame Erfahrungen gemacht, die wir eigentlich nicht gewünscht haben. Wir hatten mit dem Schweinegrippe-Impfstoff das Problem der Narkolepsie. Und die betraf genau die Altersgruppe, bei der jetzt die Impfung diskutiert wird. Also die Jugendlichen, die 12 bis 15-Jährigen genau die war häufig betroffen. Und das haben wir überhaupt nicht vorhersehen können.“

Danke! Ich finde sehr gut, dass wenigstens die Stiko (!) so entschieden hat! Ich kann und will das gar nicht für meine Kinder entscheiden, wenn ich es auch für mich selbst entschieden habe.

Sei froh, Du bist erst 34. Ich bin 43, meine Kinder zwischen 8 und 16, und ja: ich merke das Alter. Sehe nicht mehr so gut, brauche mehr Erholungszeit, immer öfter „ist irgendwas“. Zum Beispiel könnte ich mir nicht mehr vorstellen, jetzt ein Baby oder Kleinkind zu haben, und beneide die Leute nicht, die ü40 nochmal Eltern werden.

Mein jüngstes Kind bekam ich mit 38. Da hätten einige Kita-Eltern schon meine Kinder sein können. Trotz gefühlt größerer Abgeklärtheit ging die allgemeine Belastbarkeit langsam zurück. Die Natur hat das schon ganz gut eingerichtet, dass das Kinderkriegen im höheren Alter schwieriger wird. Da sollte der Mensch nicht hineinpfuschen. Ich kriege das K….n, wenn ich von 65jährigen Müttern lese, aber auch von Vätern Ü70…

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