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Freitag, 28.05.2021

„Seit wann bist Du so ein evil P(rojekt)L(eiter) geworden?“ gehört und drüber nachgedacht, ob das gut oder schlecht ist. Hintergrund war die Durchführung einer Aufgabe durch einen Entwickler, den ich nicht mit Wischiwaschi-Aussagen zur Durchführung „davonkommen“ lassen konnte, sondern im Sinne der Erledigung der Aufgabe festnageln musste um weiter planen zu können. Aus Entwickler-Sicht nervt der „evil PL“ natürlich (kenne das selbst von früher), wenn da immer jemand ist der konkrete, klare Ansagen, Commitments und Termine einfordert– auch für Sachen, die sich gar nicht so genau sagen lassen (wie oft muss man zum Lösen einer Aufgabe herumprobieren, frickeln, falsche Wege einschlagen um den richtigen zu finden) & und der so lange nachbohrt und nachhakt bis dann auch tatsächlich ein halbwegs belastbarer Plan entsteht.

Andererseits– und das musste ich auch lernen– geht es eben überhaupt nicht ohne. Weder ganz allgemein auf Arbeit oder im Projekt oder eigentlich irgendwo im Leben.

Nach ein bisschen nachdenken glaube ich, beschäftigt mich an der Aussage am meisten die dahinterstehende Unterscheidung/Trennung. Ich war ja mal Entwickler, „einer von ihnen“, und möchte natürlich noch dazugehören bzw. eben nicht als „der böse Projektleiter“ gelten, der mit Projektleiter-Nachfragen rumnervt.


Mittag: Vegetarischer Döner mit Halloumi. Ich wusste gar nicht, dass die Döner-Bude am S Köpenick das anbietet- auf den Schildern steht nur Feta– und war höchst erfreut, als der Dönermann fragte ob Feta oder Halloumi (immer #teamhalloumi).


16:00 Uhr den Laptop zugeklappt und mit J zum Fußballtraining gefahren. Sie spielten zum ersten Mal auf dem großen Rasenplatz. J war begeistert- „Papa, das ist ein richtiger Fußballplatz wo Leute zugucken können. Hast Du sowas schonmal gesehen?!“ (Hab ich, ich war sogar mal bei Hertha im Olympiastadion– ist allerdings schon ungefähr 20 Jahre her).


J kann, wenn er weiter Fußball spielen will, nächstes Jahr mit seiner Gruppe in die G-Jugend aufrücken. Ich musste mich bei seiner Trainerin erstmal erkundigen was das heißt, ich hab da mangels Interesse/Alltagsberührung keine Ahnung von (hab mir direkt das Augenrollen der engagierten Fußball-kundigen anwesenden Eltern vorgestellt). Die G-Jugend ist die jüngste Altersstufe im Fußball-System, wir müssten J im Verein anmelden & er wäre dann „drin“ und würde, so er nicht aufhört, weiter mit seinem Fußball-Verein aufwachsen, durch die verschiedenen Altersstufen durchlaufen und irgendwann leistungsorientiert trainieren.

Wobei die G-Jugend wohl im Endeffekt vom Erleben her für die Kinder noch nicht soviel anders als die jetzige Fußball-Gruppe ist; viel lockeres Spiel, noch kein Leistungsanspruch. Es gäbe offenbar am Wochenende Turniere, wo die Kinder in Zweier- oder Dreier-Teams gegen andere Mannschaften spielen. Schon richtig mit Auswärtsspielen, allerdings erstmal noch auf Köpenick begrenzt.

J findet das alles gut und will weiter Fußball spielen, ihm macht das sehr viel Spaß.


Nach der Heimkehr und dem Abendbrot die Laufpläne für den Abend beerdigt (keine Lust, k.o.) und stattdessen mit Jott Vampire Diaries geguckt/Hearthstone gespielt. Gegen halb Zehn nochmal an den Arbeitsrechner gegangen und Tickets für die Entwickler für nächste Woche aufbereitet (ich hab Mo – Mi Urlaub) und Sachen gemacht zu denen ich während der Arbeitszeit nicht kam. Bis ~23:30 Uhr, das war super produktiv. Ich mag dieses späte, konzentrierte Arbeiten– niemand stört, ich kann mir Zeit nehmen für die Sachen die ich wichtig finde; zudem „funktioniere“ ich spät deutlich besser als früher.

An sich natürlich trotzdem nicht so richtig vereinbar mit dem Alltag, am nächsten Tag muss es ja wieder früh weitergehen.


Seit zwei Tagen bin ich Mitglied einer Telegram-Gruppe, wo automatisiert auf freie Doctolib-Termine für Covid-Impfung hingewiesen wird.

Wichtigstes Learning: Es geht da wirklich um Sekunden, um so einen Termin zu kriegen. Also: Sobald die Notification da ist, muss ich auf den Link klicken und dann am besten nicht auf die erste verfügbare Uhrzeit klicken, sondern (bei mehreren) ab der Hälfte. Dann besteht mit ein bisschen Glück und wenn das Netz stabil bleibt, zumindest die Chance bis zum 2. Schritt der Terminbuchung zu kommen.

Bislang war ich erfolglos, aber vielleicht hab ich in den nächsten Tagen mehr Glück.

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