Die Nacht im Kinderzimmer verbracht. Nachdem G mehrmals relativ kurz hintereinander jammerte, zog ich um. Ab da gings dann, wenn man von gelegentlichen Tritten absieht. Dafür konnte ich aber bis acht Uhr liegen bleiben– allerdings ohne G und J, die hatten sich davor rausgeschlichen ohne das ich es bemerkte.
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Vormittags gingen wir auf den Kodak-Spielplatz. Ohne J, der hatte kurz vor Losgehen einen Meltdown weil er nur zwei Spielzeuge mitnehmen durfte und nicht sein zum Beutel gezupftes T-Shirt voll. Dementsprechend war es etwas ruhiger– kein Streiten um einen Platz im Wagen, keine „Die Jungs schaukeln sich gegenseitig hoch“-Situation.
Kurz vor Verlasssen des Spielplatzes gabs dann leider einen Zwischenfall: G stürzte beim Schweinebaumeln vom Fahrradständerbügel und bremste ihren Sturz mit dem Gesicht. Ergebnis: Eine dicke fette Schramme zwischen Nase und Oberlippe und eine Beule, die ungelogen die halbe Stirn einnimmt. Das wars zum Glück auch. Wir beobachteten sie den restlichen Tag und achteten auf eventuelle Desorientiertheit, träge Pupillen und Übergeben, aber nichts davon trat ein. Nach dem Mittagsschlaf war sie frisch und munter und ganz die alte (abgesehen von mehrmaligen „Meine Schnuti tut weh“).
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Nachmittags kamen meine Eltern vorbei, um sich Enkel und neue Wohnung anzugucken. Nach Kaffee und Kuchen spazierten wir die fünf Schritte zur neuen KiTa und anschließend weiter zum Abenteuerspielplatz. Dabei fiel mir wieder auf, wie super die Lage ist. Gute Sache.
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Wieder zu Hause waren die Kinder, allem voran M, nur schwer auszuhalten. Der ist seit Wochen punktuell unausstehlich, so auch heute. Das sieht dann so aus, das er mit einem fetten Grinsen im Gesicht das Gegenteil von dem macht, um das wir ihn bitten, er uns anstänkert, ärgert und teils auch beleidigt und tatsächlich in einem Maße provoziert, das es echt schwer fällt ihn nicht einfach vor die Tür zu setzen. Er holt vermutlich gerad nach, was er in der Trotzphase ausgelassen hat.
Wirksame Strategien dagegen hab ich keine, weder Ignorieren noch Schreien noch Drohen das Aufzeigen von Konsequenzen helfen.
Hoffentlich geht diese Phase bald vorüber.



4 Antworten auf „Journal Samstag, 17.8.2019“
Wieso nur das Aufzeigen von Konsequenzen? Gibt es dann Konsequenzen? Und wenn ja welche? Die haben keine Wirkung?
Beleidigung würde ich mir nicht gefallen lassen.
Es gibt Konsequenzen (reingehen/rausgehen/Entzug bzw. Wegnahme von XYZ etc.), aber die scheinen ihm gerade am Allerwertesten vorbei zu gehen.
Schweinebaumeln???
Was das Kind links (G) macht.

Mit Armen und Beinen an einer Stange/Tau festhalten und runterbaumeln.