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Elternzeit 2017

Journal Donnerstag, 17.8.2017

Am Abend bekam ich einen Link zu einer Online-Gallery mit den Ergebnissen unseres Fotoshootings vom Dienstag geschickt. Da sind so unglaublich viele tolle Bilder dabei, es ist der Wahnsinn. Jott und ich müssen uns nun einigen, welche der Bilder wir bearbeitet und in hoher Auflösung zugesandt bekommen wollen… DAS wird eine schwierige Aufgabe.

J ist seit ein paar Tagen ab ungefähr 16 Uhr zu nichts mehr zu gebrauchen und gibt nur Ruhe (zumindest meistens), wenn er Körperkontakt mit Jott oder mir hat. Das ist aus vielerlei Gründen nicht so einfach machbar, und so quengelt, nölt und schreit er ab dieser Zeit ziemlich oft und bringt mich und auch Jott- die ja bei sowas extrem hart im Nehmen ist- an die Grenzen unserer Geduld.
Wir vermuten, dass er kurz vor einem Entwicklungssprung steckt, er zeigt nämlich zusätzlich zur schlechten Laune die selben Verhaltensweisen auf wie auch bei früheren Schüben.
Hoffentlich ist’s bald wieder vorbei.

M und ich verbrachten heute viel Zeit miteinander: Am Vormittag waren wir auf einem nahe gelegenen Spielplatz, am Nachmittag spielten wir im Hof mit den Kindern unserer Nachbarn von oben. M war ungemein aktiv, er rannte und spielte enorm ausdauernd. Ich dachte tatsächlich irgendwann, dass er mitten beim Rennen einfach umfällt und einschläft, aber so war es natürlich nicht (ich bin etwas neidisch- vermutlich entspricht die Strecke, die er heute gemacht hat, bei Erwachsenen einem Marathon). Dafür war er beim Baden und Abendessen etwas ruhiger als sonst, wir scheinen ihn gut ausgepowert zu haben.

Das gute (oder schlechte?) an Zwiebelsaft? Der latente Zwiebelgeschmack, der bei mir unweigerlich mit „Pizza“ verknüpft ist. Ich habe also den ganzen Tag Appetit auf Pizza…

G hat sich heute erstmals hingesetzt. Vermutlich nur aus Versehen, aber wir lassen das mal trotzdem gelten. Jott hat’s festgehalten, inklusive des überraschten Gesichtsausdrucks.

M kann alleine schaukeln. Ein weiterer Schritt in Richtung „Am Spielplatzrand sitzen und den Kindern zugucken, ohne irgendwas machen zu müssen“ ist getan.

(Jajaja, ich weiß ja das die Zwillinge das erst auch noch können müssen)

Alle Kinder schliefen heute Nacht durch (also, bis 5 Uhr- aber immerhin!). Wir haben das farbig im Kalender markiert.

Die kleine Tochter unserer Nachbarn von oben ist ein halbes Jahr älter als die Zwillinge, aber kleiner und wesentlich leichter. Das ist beim Spielen von Vorteil: Sie hochzuwerfen und herumzuwirbeln ist erheblich einfacher als mit unseren beiden Riesenbabys, denen es außerdem noch entwicklungsbedingt an Körperspannung fehlt.

Erster Tag ohne unterdrückende Medikamente. Hurra 🎉

33 Dinge, die man NICHT machen muss, um eine gute Mutter zu sein – Fand ich auch als Vater (musste jetzt sein) witzig.

Es gibt keine Argumente mehr gegen Fahrradhelme: Helm auf und keine Diskussion mehr!

Was schön war: Mit M auf dem Spielplatz schaukeln, balancieren (er sagt immer „Ich balanciere wie eine Giraffe“, fragen Sie mich nicht wie er darauf kommt), Pausen machen (das war ein bisschen niedlich, immer wenn ich sagte „Ich muss mich mal hinsetzen“, kam er angedackelt, setzte sich neben mich und erzählte ein bisschen) und Unfug treiben.

2 Antworten auf „Journal Donnerstag, 17.8.2017“

Hallo Paul,

ich möchte zum Thema Fahrradhelm diesen Artikel vom Guardian empfehlen: https://www.theguardian.com/lifeandstyle/2017/mar/21/bike-helmet-cyclists-safe-urban-warfare-wheels
Die passendste Passage ist diese hier: „…in the Netherlands, perhaps the least perilous country for cyclists in the world, helmets and hi-vis are almost unknown. You don’t make cycling safe by obliging every rider to dress up as if for urban warfare. You do it by creating a road system that insulates them from fast-moving and unpredictable road traffic.“

Ich trage selbst auch einen Helm und bin in unseren Straßensystem auch dafür. Nur sollte man nicht immer über Helme diskutieren, sondern wie man unser System für Radfahrer stressfreier und einfacher macht. Wenn ich wenig Kollisionen mit dem Autoverkehr habe bzw. bei Autofahrern eine höhere „Awareness“ für Radfahrer habe, brauche ich mich auch nicht mehr so viele Gedanken um Unfälle machen.
Denn ehrlich: ich trage den Helm nur wegen der Autofahrer und deren Rücksichtslosigkeit.
Schon traurig.

Übrigens haben wir uns jetzt ein Lastenrad Pedelec gekauft, ich bin gespannt wie das wird, denn die Autofahrer hier (ländliche Gegend) unterschätzen so ein Gefährt und sind so ungeduldig nur weil sie ein größeres Gefährt haben.

Viele Grüße

Prinzipiell stimme ich Ihnen da zu. Der Verkehr muss Radfahrerfreundlicher gemacht werden, damit er sicherer ist, und dazu gehört eben auch die Schaffung von „Awareness“ für Radfahrer bei Autofahrern. Aber selbst wenn wir Zustände (im positiven Sinne) wie in den Niederlanden oder Kopenhagen/ Dänemark haben, bin ich immer noch für das Tragen eines Helmes. Auf dem Fahrrad sitze ich hoch über dem Boden und erreiche andere Geschwindigkeiten als als Fußgänger, gerade auch mit eBikes. Dadurch ist das Verletzungsrisiko allgemein bei Unfällen (es reicht ja schon, auf nassen Boden auszurutschen… es muss nicht zwangsläufig ein Auto beteiligt sein) wesentlich erhöht, und ein Helm kann die Folgen eines Unfalls stark abmildern.
Abgesehen davon: Wenn mehr Leute Fahrrad fahren, wird auch die Rate von Fahrrad-zu-Fahrrad-Unfällen steigen. Ich kenne keine Statistiken aus den Niederländen/ Kopenhagen zu dieser Art von Unfällen, kann mir aber vorstellen, dass auch dort ein Helm vor schwerwiegenden Verletzungen schützen kann.

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