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Journal Donnerstag, 18.10.2018

Erster Morgen, an dem es bei Verlassen des Hauses noch wirklich stockfinster war. Es dämmerte erst, als ich in der S-Bahn stand.

Von den bislang erreichten Wochenstunden her muss ich morgen nicht mehr arbeiten. Vom Projektstand her schon (bitte selbstständig Umplumps-Geräusch einfügen).

Ein ganzes gutes frisches Brot im Büro vergessen. Sehr ärgerlich. Die Kollegen freuten sich, die durften das nach Hause mitnehmen. Und bei uns hatte Jott zum Abendessen Nudeln gekocht, es war also nicht weiter wild.

Ganz ganz großer Schreckmoment beim Kinder abholen: Während ich Js Windel wechselte, plünderten G und J die Brotdosen und sahen auch in meinem abgestellten Rucksack nach, ob da noch was essbares drin ist. Was zu futtern fanden sie nicht, dafür aber einen Blister Ibu 400. Als ich mit J wiederkam, lag besagter Blister angebrochen auf dem Boden, G kniete davor. Das er angebrochen war, wusste ich– das war ich selbst–, aber ich war mir ob der Menge der fehlenden Tabletten nicht klar. Auf meine Frage, ob sie Tabletten gegessen hatten, bejahte M– G habe eine gegessen. G verneinte allerdings… Nach ein bisschen überlegen– Ibuprofen bekommen die Kinder ja auch schon, aber nicht in dieser Dosierung…– rief ich sicherheitshalber beim Giftnotruf (endlich zahlt es sich aus, die Nummer eingespeichert zu haben, yay…) an und wurde ganz schnell beruhigt. G könne maximal ein bisschen Bauchschmerzen kriegen, aber sonst sei das unbedenktlich. Puh! Ich war trotzdem etwas durch den Wind. G und M zum Glück nicht.

Es zeigt sich einmal mehr: So doof kann man gar nicht denken, dass nicht doch was passiert. Auch wenn glücklicherweise nichts passiert ist.

Übers recht haben (rechthaben?). Die Maus hat einen Punkt, wie man so schön sagt.

Hat gedauert, aber dann hab ich „Gesignation“ verstanden (Gelassenheit + Resignation). Vielleicht, nein, bestimmt! ist das hier auch eine weiter ausbaufähige Lösung.

Das Nuf und Herr Buddenbohm schreiben beide über normale Menschen und ich wurde bei ihren Schilderungen erinnert, weshalb ich eigentlich doch ganz gern in Berlin lebe.

Was schön war: Die Zwillinge ließen sich anstandslos und komplett ohne Geschrei von mir ins Bett bringen.

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