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Elternzeit 2017

Journal Freitag, 8.9.2017

M ist heute im Kindergarten gestolpert und böse auf die Nase, oder vielmehr die Wange, gefallen. Er hat eine große Schürfwunde am linken Auge, und das Auge ist ein bisschen zugeschwollen. Es sieht schlimmer aus als es ist, aber mein erster Impuls in der KiTa war „Mein armes kleines Baby“ rufen und auf die Knie zu sinken…

M trägts mit Fassung. Schmerzen hat er offenbar auch nicht. Und beim abendlichen Zähneputzen dachte er allen Ernstes, dass sein Auge so rot ist, weil er sich mit roter Beete (gabs zum Abendbrot) eingesaut hat. Kann also tatsächlich nicht so schlimm sein.

Die Eingewöhnung lief auch heute super. M ist im Endeffekt eingewöhnt: Er isst verschiedene Mahlzeiten in der KiTa, schläft dort, vertraut unterschiedlichen Betreuern und knüpft allmählich Kontakte zu anderen Kindern. 👍🏻👍🏻👍🏻

Montag machen wir’s nochmal so wie heute: ~7:30 Uhr inne KiTa, ~15 Uhr abholen. Und den Rest der Woche hol ich ihn dann zwischen 16 Uhr und 17 Uhr ab- vielleicht sogar mal mit den Zwillingen.

Am Nachmittag ein kurzer Schreckmoment: Während Jott in der Küche die Kaufland-Lieferung verräumte, unterhielt ich mich im Wohnzimmer mit einer Bekannten von Jott, die mit ihrer Babytochter (in etwa so alt wie die Zwillinge) zu Besuch war. Auf dem Boden wuselten die Babytochter der Bekannten, M und J herum. G verortete ich bei Jott in der Küche. Umso erstaunter war ich, als ich G eine Weile weinen hörte und mich wunderte, weshalb Jott sie denn nicht tröstete… Als ich zum Nachsehen in die Küche ging, wunderte ich mich: Keine G zu sehen. Jott wunderte sich über mich, denn sie dachte, dass G bei mir sei- war sie aber eben nicht. Nur- wo war G denn und weshalb weinte sie immer noch? Beim Durchsuchen der Wohnung dann die Entdeckung: Sie hatte sich beim Toilettenpapierzerpflücken im Badezimmer eingesperrt. Da saß sie nun, aufgestützt auf unseren Badmülleimer, eingekeilt zwischen Toilette und Tür, inmitten eines großen Bergs von Klopapierfitzeln, kam nicht vor und nicht zurück und wusste nicht weiter, weil die Tür zugefallen war. Ich schob also gaaaaanz vorsichtig die Tür und G auf, schlüpfte ins Bad, nahm das Kind hoch, zupfte Toilettenpaperreste von ihr ab und rettete sie.

Wir sollten wohl darauf achten, dass wir die offenen Türen mit Türstoppern blockieren.

Wer auch immer sich Babybekleidung mit winzigen richtigen Knöpfen ausdenkt, hat wohl keine Kinder. Ich schmiss heute wutentbrannt einen Body weg, weil ich die durch J vollgekotzten und damit unglaublich glitschigen Knöpfe einfach nicht aufbekam.
Dann doch lieber Minidruckknöpfe, auch wenn die ebenfalls nicht immer das Gelbe vom Ei sind.

Beim Wäschefalten Babysachen in 74 aussortiert. Sie werden so schnell groß 🎆🎉🎇

Alle drei Kinder waren gegen 4:30 Uhr wach. Prinzipiell nicht soooo schlimm, sie schliefen auch recht fix wieder ein. Aber: Das war eine halbe Stunde vor Weckerklingeln und nochmal hinlegen lohnt sich dann nicht mehr… Unschön.

Vormittag nahmen wir mit den Zwillingen einen erneuten Termin bei der Schreiambulanz wahr. Diesmal lag der Fokus auf Jott und mir als Paar. Auch diesmal müssen wir uns noch etwas sortieren.

G spricht inzwischen einige Worte nach: Mama, Papa und Hatschi. J schafft „Mamamama“ und „Papapapapa“, das aber in beachtlicher Lautstärke.

Weil das vor kurzem auf Twitter die Runde machte: Die Wahlprogramm-Inhalte zum Thema Bildung übersetzt in Leichte Sprache.

Wer auch die anderen Inhalte, oder zumindest die wichtigsten, in Leichter Sprache lesen möchte- das ist nämlich auch für Menschen, die nicht darauf angewiesen sind, mitunter erhellend- findet auf der Bundestagswahl-2017-Website der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg Links zu entsprechenden PDF-Dateien.

Was schön war: Rumalbern mit den Zwillinge beim Füttern. Und Ms Gesangseinlage beim Abendessen.

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