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Elternzeit 2017

Journal Freitag, 1.9.2017

Es ist September! Weil ich den Monatsausblick im August schön fand, mach ich das nochmal.

Im September werde ich…

  • … zwei Geburtstage im Familienkreis feiern
  • … wieder arbeiten gehen
  • … mit Jott zusammen hoffentlich ein Auto finden
  • … wieder mit M zum Friseur gehen und ihn hoffentlich überzeugen können, sich die Haare schneiden zu lassen
  • … auf dem KiTa-Flohmarkt viele Herbstsachen für die Kinder kaufen
  • … mich über das Herbstwetter freuen
  • … gespannt auf Ms Musik-„Unterricht“ einmal die Woche sein

Alle drei Kinder schliefen in der Nacht in ihren eigenen Betten. Bis dreiviertel Sechs! Jott und ich wurden nicht ein einziges Mal geweckt.

Wir haben den Tag bereits rot im Kalender markiert.

M ist so niedlich: „Ich bin ein Löwe. Und Du bist ein Löwe. Ein großer Löwe! Ich bin ein kleiner Löwe. Und Mama auch. Und die Babys. Du bist eine Giraffe! Mama ist ein Elefant! Und G ist eine Giraffe und J ist eine Giraffe auch! Ich bin ein Löwentiger! Löwentiger machen UARRR [formt die Hände zu Klauen und hebt sie auf Kopfhöhe]“.

Ein hallo also aus der Giraffenelefantenlöwentigerfamilie.

G bekommt ihren zweiten Zahn, er guckt schon ein bisschen raus. Und sie kann alleine aufstehen. Sie zog sich heute am Sessel im Kinderzimmer hoch.

J und G essen gern das Papaya-Eis von Da Dalt. J mit einem Gesicht, als ob er im Himmel auf Erden sei, G teilweise angeekelt- aber sie aß es trotzdem-, teilweise leicht begeistert.

Und apropos Essen: Die Zwillinge aßen heute beim Abendbrot mit. Es gab Brot, Käse, grüne Gurken, Gewürzgurken (auf die fuhr und fährt M unwahrscheinlich ab) und Wurst. Die Kinder fanden es großartig, vor allem G mit ihren anderthalb Mausezähnen.

Der Küchenboden schrie danach allerdings „Putz mich!“…

Das war das Werk EINES Zwillings. Der andere Platz sah genauso aus.

#fuermehrrealitaetaufelternblogs

Ich bin mir nicht sicher, ob ich stark genug bin, diesen Anblick Tag für Tag für das nächste halbe Jahr zu ertragen.

M hatte heute eine Mordsgaudi beim Straßenbahnfahren. Er machte nämlich Pupsgeräusche. Immer und immer wieder. „Pft pft pft pft. Das ist lustig! Alle Leute lachen, Papa!“ – „Alle Leute lachen, Papa!“ war keine Feststellung, sondern ein Befehl an die anderen Leute in der Straßenbahn.

Bei den Vorbereitungen zum Küche wischen entdeckte ich im Halblicht unterm Fensterbrett etwas längliches, grünes, RAUPENFÖRMIGES. Als ich es mit einem Messer anpiekste- wohl etwas zu doll-, „bewegte“ es sich- ganz klar, das musste eine Raupe sein. Sehr, sehr angeekelt (ich VERABSCHEUE Raupen) hob ich also die Raupe mit dem Messer auf, um sie zu entsorgen- und bemerkte beim Hochkommen unter besseren Lichtverhältnissen, dass…

… es ein staub-gesprenkelter Gurken-Schnitz war, vor dem ich mich geekelt hatte. Weil er da offenbar schon etwas länger lag, hatte er eine leicht gummiartige Konsistenz, die ich beim Anpieksen mit Raupe gleich setzte…

Ich bin schon ein echter Held.

Ich ärgere mich immer sehr über Rezepte, in denen Zubereitungsschritte fehlen. Für das Linsen-Spinat-Dal, dass ich heute kochte, wird ein Liter Gemüsebrühe benötigt. Aber steht irgendwo, dass man die zur Vorbereitung ansetzen soll? Nee. Stattdessen taucht die olle Gemüsebrühe in Schritt 2 mir nichts, dir nichts auf und ist einfach da. Pffff.

Eventuell bin ich kein sonderlich organisierter Mensch. Organisierte, oder auch nur mitdenkende, Menschen hätten vermutlich die Gemüsebrühe bereits bei den Vorbereitungen zubereitet…

Das Dal kann ich trotzdem sehr empfehlen. Das wirds hier wieder geben.
Man muss auch, trotz der Linsen, gar nicht allzu sehr davon pupsen.

Was schön war: Nachmittags bei besten Wetter- ~20°C, leichter Wind, stark bewölkt- eine große Runde mit den Zwillingen spazieren gehen.

11 Antworten auf „Journal Freitag, 1.9.2017“

Glückwunsch zur durchschlafenen Nacht! Bin neidisch.
Das mit dem Boden, wie soll ich sagen – es empfiehlt sich einfach, als Teil des Abendrituals das Fegen des Bodens zu etablieren. Für ein paar Jahre :-D

Ein Schaumstoff-Besen ist schon bestellt, damit sollten auch durchgeweichte Brotstückchen kein Problem sein… Ich hoffe allerdings, dass es wirklich bei ca. 1/2 Jahr bleibt und die Zwillinge dann, so wie M in dem Alter, ordentlich essen.

Brave Kinder, wenigstens gönnen sie euch nach dem Tag Erholung.
Wir hatten aus genau diesem Grund eine Wachstuchtischdecke unter dem Hochstuhl liegen, vielleicht ist das ja auch eine Lösung für euch?

Wow das klingt ja gut bei euch! Haben die Zwillinge auch Gurken und Käse und Wurst gegessen? Das find ich super und werde heute Abend meinem kleinen Milchbreiverweigerer auch mal so was anbieten! LG Mamamaj

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