Kein Magen-Darm, aber dafür den Magen verdorben.
(Zum Glück. Nicht auszudenken, wenn ich die Kinder und Jott angesteckt hätte.)
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Alles außer Sitzen war heute etwas anstrengend, mir war doch recht elend. Dank Aktivkohletabletten musste ich wenigstens nicht alle halbe Stunde aufs Klo rennen, das hat die Sache sehr entspannt.
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Die Zwillinge werden von Tag zu Tag toller:
- J. hat heute eine Dreiviertel Drehung geschafft
- G. rudert vor Freude mit den Armen, wenn sie einen von uns ins Sichtfeld bekommt
- J. und G. kommunizieren über Glucksen mit uns, wenn wir mit ihnen Geräusche machen
- J. schlief heute sowohl in seiner Wippe, als auch auf der Spieldecke, als auch im Bett ein- nur mit Nuckel und Kuscheltier und ohne, dass Jott oder ich großartig etwas machen mussten.
- G. schlief ebenfalls ebenfalls in Wippe und Bett, brauchte aber noch das Händchenhalten mit uns.
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Irgendwann in meinen noch recht frühen Internettagen, es war so 2007, glaube ich, wurde mir die Band Equilibrium empfohlen. Damals hörte ich die ein bisschen und vergaß sie recht schnell wieder, es war nicht meine Musik (zu dem Zeitpunkt hörte ich eher Rock, Punk Rock und Ska, Metal war mir meist zu hart). Vor ein paar Wochen nun shufflete mir Spotify ein paar Tracks von Equilibrium in mein Mixtape-Radio. Und was soll ich sagen, ich bin angefixt. Ganz toll find ich derzeit das hier:
Wenn Sie Pagan Metal/ Power Metal mögen, hören Sie doch rein.
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Gelacht (ich brauch das nämlich auch, sehr oft sogar. Jott nicht ganz so oft, sie ist deutlich sozialer als ich).
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In der Timm-Thaler-Rezension von Herrn Buddenbohm eine interessante Feststellung gelesen:
Wobei, das wurde mir dann erst im Gespräch nach dem Film klar, meine Generation mit dem Teufel selbst noch mehr Inhalt verbunden hat. Da müsste man vermutlich kulturgeschichtlich weit ausholen, aber offensichtlich ist es so, dass der Teufel als Inbegriff des Bösen, als höllisches Drohszenario und Fürst der Finsternis, als Gottseibeiuns mit Heulen und Zähneklappern einfach nicht mehr recht zieht.
[…] Mittlerweile haben sich so viele Horrorfilmbösewichte in Zeichentrick-, Sammelkarten- oder Plüschpuppenversionen in den Kinderzimmern angesiedelt, da muss man schon etwas auffahren, um noch wohliges oder wirklich furchtsames Schaudern zu erzeugen. Der Teufel jedenfalls ist heute eher eine der Figuren aus dem Kasperletheater, und das ist nun einmal albern und etwas für kleinere Kinder. Da hat sich etwas verschoben, das Böse ist heute anderswo, es ist nicht mehr unten in der Hölle.
Da habe ich mir noch nie drüber Gedanken gemacht, aber beim Lesen dann doch: Wenn ich an das ultimativ Böse denke, dann ist das nicht der Teufel. Sondern eher jemand wie Voldemort, oder Sauron, oder eben tatsächlich einer der unzähligen Bösewichte aus diversen Filmen, Serien und Büchern. Ich glaube, das liegt an der Vielzahl von Optionen, die es mittlerweile für das Böse gibt (ohne da allzu fundiert Ahnung zu haben), sowie ihrer Abbildung- etwas Greifbares, Sichtbares macht nicht soviel Angst wie die Idee des Teufels, die es vor vielleicht 100 Jahren noch gab.
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Sterben tut weh: Ein Palliativmediziner redet Klartext ist ein ausgezeichnetes Interview mit Prof. Sven Gottschling über seinen Beruf als Palliativmediziner, über Schmerzen, und letztendlich auch den Tod.
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Über Geduld bei trotzenden Kindern. Meine große Schwäche. Ich bin nicht geduldig. Ich bin sehr schnell sehr angenervt. Gut zu sehen, dass es anderen genauso geht. Inklusive schlechten Gewissen.
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Was schön war: Nicht mehr alle halbe Stunde aufs Klo zu müssen. Es sind die einfachen Dinge…

