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Journal Montag, 28.11.2016

Habemus Trockner! Jott und ich trafen uns heute nach der Arbeit vor der Köpenicker Saturn-Filiale, legten uns eine Mini-Strategie zurecht, wendeten die an und erwarben unser Wunschmodell samt Transport und Installation nochmals reduziert. Hurra!
Am Donnerstag wird der Trockner geliefert, wir freuen uns auf die erste Fuhre Wäsche, die trocknerweich aus der Maschine kommt.

Endlich wieder Weihnachtslieder! Seit letzten Freitag schwirrte mir Hark! The Herald Angels sing als Ohrwurm im Kopf herum, am Sonntag kam Oh Holy Night hinzu. Und da die Adventszeit nun offiziell begonnen hat, kann ich spöttisch-fragende Blicke von Jott ignorieren und weiter Weihnachtslieder vor mich hin summen.

Am vergangenen Samstag kam endlich jemand, um das leckende Wasserrohr in unserem Keller abzudichten. Der ganze Vorgang hatte sich gezogen, weil die Sachlage kompliziert war: Die Eigentümerin des Hauses hatte im Sommer des vergangenen Jahres an der Hausverwaltung vorbei eine Firma beauftragt, Geschäftsräume im Erdgeschoss in Wohnraum umzuwandeln. Im Zuge dessen wurden neue Abwasserrohre im Keller verlegt.
Bei einem dieser Abwasserrohre war eine Dichtung falsch herum gesetzt- fragen Sie nicht-, und das führte dazu das ein und ein Viertel Jahr später mit einem Mal das Dusch-Abwasser der Nachbarn unter uns in unseren Keller lief (zum Glück war es die Dusche und nicht das Klo- so roch es immer nett nach Shampoo).
Weil der damals tätigen Firma wohl das Recht auf Nachbesserungen zugebilligt werden musste, die sich aber nicht meldeten, und die Hausverwaltung nicht involviert war, passierte eine ganze Weile nichts. Ich musste erst ein wenig beim Hausmeister drängeln, bevor der Haus- und Hof-Sanitärbetrieb eingreifen durfte. Und eben das passierte am vergangenen Samstag.

Für ein Kinderbett war es da allerdings schon zu spät- das hatte einen Tag lang in der Wasserpfütze gestanden, bevor wir über das laufende Wasser informiert wurden und es retten konnten. Die Beine waren da schon aufgequollen, nachdem ich es in Sicherheit gebracht hatte bildete sich in den feuchten Stellen Schimmel. Das wird uns die Hausverwaltung ersetzen müssen…

Ich betrieb die letzten Tage ein wenig Frustshopping und habe nun ein Bartöl, Beard Balm, eine Wildschweinborstenbartbürste (was für ein wunderschönes Wort!) und Nagelhautcreme (die ist bei mir immer trocken und lädt dadurch zum Herumfitzeln und -pulen ein).
Vor allem in Bartöl, Beard Balm und Wildschweinborstenbartbürste setze ich große Hoffnungen: Vielleicht wird der Bart mit regelmäßiger Anwendung mal nicht-struppig, sondern geschmeidig und glatt. Die Testphase starte ich nach dem Scheren Stutzen morgen früh.

Herr Schnuffke entspannt sich bei meinen Eltern. Leider ist keine Besserung der Augen in Sicht, daher wird meine Mama morgen zu meiner ehemaligen Kinderärztin gehen und ihn untersuchen lassen. Mal schauen, was die rausfindet.
Ich mache mir jedenfalls Sorgen, dass wir dem Kind zu viel zumuten (lange Fahrtzeiten zur und von der KiTa, lange Zeit in der KiTa, nicht genügend Zeit zur Stressverarbeitung) und es das durch diese Bindehautentzündung kompensiert.

Ich habe ein furchtbar schlechtes Gewissen, weil meine Mama eingesprungen ist und das kranke Kind betreut, während ich im Büro bin. Ich sollte mich doch um das kleine kranke Mäuschen kümmern…

Mein Tag startete heute morgen wie zu Ausbildungszeiten: Mit einer gut 90-minütigen Bahnfahrt nach Berlin rein. Es ist fast zehn Jahre her, dass ich diese Fahrten regelmäßig auf mich nahm, aber die Pendler-Bahn-Atmosphäre ist immer noch die selbe: Gespenstisch still für so viele Menschen, alle sind mit ihren Zeitungen/ Büchern/ elektronischen Endgeräten (da hat sich die Zahl sehr zugunsten letzterer verschoben in den letzten zehn Jahren) beschäftigt.
Ich genoss die ruhige Fahrt ohne Umsteigen sehr und las meinen Feedreader beinahe leer.

Was schön war: Wieder bei Jott sein.

4 Antworten auf „Journal Montag, 28.11.2016“

Glückwunsch zum Trockner! Ich bin auch erstaunt, wieviel aufhebens um Telefone und Schreibmaschinen gemacht wird, während die wirklich wertvollen weissen Gadgets ein Schattendasein fristen. Spätestens wenn Herr Schnuffke Liebelingsklamotten hat, die um-bö-düngt morgen wieder sauber sein müssen, weil das Kind sich sonst für die Kita nicht anziehen lässt, ist ein Trocker jedem MP3-Player und iPhone haushoch überlegen. Ich spreche da aus Erfahrung. :D

Danke! Mich erstaunt es ebenso- das sind doch die Geräte, die den Alltag unglaublich erleichtern- und gerade die interessieren niemanden. Ich freu mich beispielsweise mehr über unsere irgendwann kommende Waschmaschine mit Zeitschaltuhr etc. als über ein neues Smartphone…

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