Kategorien
WMDEDGT?

Journal Montag, 5.10.2015 – WMDEDGT 10/15

[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ und ist so ’ne Tagebuch-Blog-Aktion. Mehr Infos und Beteiligte gibts bei Frau Brüllen.]

6:22 Uhr Wecker klingeln, 6:28 Uhr aufstehen, 6:38 Uhr aus der Dusche kommen, anziehen, in die Küche taumeln, Kaffee und Frühstück zubereiten, nebenbei den Geschirrspüler aus- und wieder einräumen, diversen Kram zusätzlich per Hand abwaschen. Beim Frühstücken WR473 mit Freibäcker Arnd Erbel fast zu Ende hören.

Halb Acht tappst die schlaftrunkene Jott mit einem ebenso schlaftrunkenen Herrn Schnuffke in den Armen in die Küche. Ich nehme ihr das Kind zum Wickeln ab und beschnuffle das warme, muschelige und noch sehr verschlafene Baby (OH GOTT DAS IST DAS ALLERBESTE AUF DER GANZEN WELT). Dann Windeln wechseln und das Kind für den Tag anziehen, anschließend der inzwischen frisch gewaschenen Jott zum Stillen in die Arme drücken.

Um kurz vor Acht verlasse ich das Haus, nehme kurz nach Acht Uhr die S-Bahn Richtung Innenstadt, steige gegen zehn vor halb Neun am Ostkreuz in die Stadtbahn um und zehn nach halb Neun Uhr am Alexanderplatz wieder aus. Dann zu Fuß weiter Richtung Gendarmenmarkt.

Kurz vor Neun schlage ich im Büro auf, begrüße die schon anwesenden Teammitglieder und beginne mit der Arbeit. Weil meine Teamleiterin sich verspätet, leite ich gegen 10 Uhr unser tägliches Morgenmeeting, verteile ein paar Aufgaben, bespreche anstehende Termine mit dem Team und schicke dann alle anderen inklusive mir an die Arbeit zurück. Kurz danach eine Mini-TelKo mit dem Dienstleister unseres Kunden, bei der wir ein paar Detailfragen zu einer Programm-Schnittstelle abklären. Anschließend die aus der TelKo resultierenden Erkenntnisgewinne in ToDos packen, nebenbei gleich noch den Status des einen aktuellen Projekts aktualisieren und mich freuen, dass nur noch zwei kleinere Aufgaben offen sind.

Direkt danach aktualisiere ich meine allgemeine Projekte-Stände-Liste, kommuniziere das Ergebnis an meine Teamleiterin und erfahre nebenbei vom Chef, dass unser Feedbackgespräch verschoben werden muss. Also mehrere Ausweichtermine genannt, den neuen Gesprächstermin in Sack und Tüten gebracht und 13:10 Uhr mit der Mittagspause begonnen. Weil das Feedbackgespräch inkl. Mittagessen geplant war, ich also kein Essen mitgebracht hatte, muss ich zum Bäcker unten im Haus gehen, wo die Schlange einmal quer durch den Laden reicht und ich fast eine Viertelstunde warten muss bis ich bedient werde.

Von Jott kommt die Info, dass Herr Schnuffke zu Mittag Möhrenbrei aß und sehr begeistert davon war.

13:50 Uhr ist die Pause zu Ende, ich sitze wieder am Rechner und mache irgendwelchen Kram an den ich mich nicht mehr erinnere. Kurz nach Drei dann der Nachmittagskaffee und die Einarbeitung in ein neues Projekt, bei dem ich auf eigenen Wunsch hin seit langer Zeit wieder aktiver mitentwickeln werde. Zwischendurch immer mal wieder Team-Rückfragen beantworten, Anrufe führen/ entgegennehmen und Mails verwalten. Mittendrin schickt Jott ein Video von Herrn Schnuffke, in dem zu sehen ist wie er sich in einem Anlauf vom Rücken auf den Bauch dreht. 18:12 Uhr verlasse ich das Büro, telefoniere auf dem Weg zum Alex mit Jott und kläre ab, was ich für das heutige Abendessen mitbringen kann. Eigentlich hatten wir bei Rewe Lebensmittel bestellt, aber aus Geiz eine Lieferzeitspanne zwischen 14:30 Uhr und 21 Uhr angegeben (so kostet die Lieferung nur 2,nochwas Euro und nicht 5 oder so). Ich beschließe, dass wir das nicht mehr machen, sondern dann so richtig dekadent die kürzere Zeitspanne wählen. Wenn schon, denn schon.

Gegen halb Sieben steige ich am Alex in die S-Bahn, verpasse am Ostkreuz um eine Minute meine Bahn an den Stadtrand, warte neun Minuten auf die nächste Bahn und komme kurz nach Sieben am Heimatbahnsteig an. Schnell einkaufen, dann nach Hause. Vor der Tür steht das Rewe-Lieferauto. Also hoch in die Wohnung flitzen, Frau und Kind hallo sagen und zurück an die Tür laufen um dem Lieferanten öffnen. Einkäufe entgegen nehmen, dem Lieferanten ein Zwei-Euro-Stück Trinkgeld mitgeben (ich weiß nie, ob das angemessen ist- prinzipiell bezahle ich ja gerade für die Leistung, mir die Einkäufe in die Wohnung liefern zu lassen, aber die Lieferanten werden mit Sicherheit nicht üppig bezahlt und freuen sich vermutlich über Trinkgeld- ich hoffe halt, dass sie sich von zwei Euro nicht verarscht fühlen) und dann die Einkäufe verräumen und die Küche vom Tag aufräumen. Zwischendrin kommt Jott wieder reingetappst, drückt mir das nicht schlafen wollende Kind in die Arme und beginnt, das Abendessen zu machen. Es gibt Röstbrot mit selbstgemachter Avocado-Creme.

Nach dem Abendessen, es ist so gegen 20:15 Uhr, wird das Kind nochmal gestillt. Dabei tut es so, als ob es tief und fest schlafen würde, nur um kurz nach dem ins Bett legen zu jammern. Ich biete Jott an, das Kind in der Trage umherzutragen, damit es einschläft. Also stapfe ich von 20:40 Uhr bis 21:15 Uhr durch die verdunkelte Wohnung, höre dabei die aktuelle Episode „Die Show nur für Fans“ (Achtung, Link führt zu einer MP3-Datei, die automatisch abspielt) von Sanft und Sorgfältig und versuche, möglichst wiegend zu laufen.

Gegen viertel Zehn versuchen wir, das selig schlafende Kind aus der Trage in den Schlafsack zu legen. Natürlich wacht es dabei auf. Jott nimmt sich der Sache an und kuschelt das Kind eine weitere halbe Stunde in den Schlaf, während ich auf die Couch gehe, ein Eis esse und etwas verschnaufe. Als das Kind endlich richtig schläft und Jott wiederkommt, gucken wir noch eine halbe Stunde eine Wiederholung von The Big Bang Theory und beschließen dann, ins Bett zu gehen. Beim Aufstehen fällt mir ein, dass ich den Tag noch verbloggen möchte, mache dies und gehe also erst gegen 23:15 Uhr ins Bett.

Ende Jelände.

2 Antworten auf „Journal Montag, 5.10.2015 – WMDEDGT 10/15“

Hatten Sie sich nicht irgendwann den Arbeitstag mal in Büro- und Homeoffice-Teile aufgeteilt um nachmittags etwas früher gehen zu können? Das scheint in der letzten Zeit nicht mehr der Fall zu sein, wenn ich das richtig interpretiere.

Das mache ich seit einiger Zeit nicht mehr. Das frühere nach Hause kommen war sehr angenehm, aber es kam eben auch immer das Gefühl „Herrje, jetzt muss ich mich nochmal überwinden und an den Rechner setzen“ mit nach Hause. Und das war auf Dauer unschön, die Abende waren dadurch verloren.
Wenn ich „normal“ arbeite, komme ich zwar später nach Hause, weiß aber das ich nichts mehr machen muss und die freie Zeit genießen kann.

Antworte auf den Kommentar von Frau Em Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert