(Über)Leben mit drei Krachmachern: Kinder, Beruf und alles was dazwischen passt
Schlagwort:Schwarzrain
Schwarzrain ist ein Pen & Paper Rollenspiel, dass ich mit den Kindern spiele. Es ist lose in den Forgotten Realms (Dungeons and Dragons) angesiedelt. Ich habe das Setting, die Charaktere und die Regeln stark vereinfacht, um mit den Kindern schnell ins Spiel zu kommen und gemeinsam ein Abenteuer zu erleben.
Ein bisschen angeschlagen aufgewacht, den Tag daher ruhig angehen lassen. Ich möchte im Urlaub (wir fahren morgen) gern fit sein, daher hieß es heute Füße hochlegen und so gut es eben geht zur Ruhe kommen.
Morgens das warme Bad genossen. Die Heizung im gesamten Objekt war seit Anfang Oktober auf Grund zweier Rohrbrüche ausgefallen, wir hatten auch eine halbe Woche kein warmes Wasser. Am 14.10. wurde die Heizungsanlage erstmals repariert, am 16.10. fiel sie wieder aus, am gestrigen 17.10. wurde sie wieder repariert. Hoffen wir mal, dass sie nun wieder zuverlässig läuft.
Zum Mittagessen gab es auf Kinderwunsch Tortellini al Forno, es schmeckte tatsächlich allen (kommt ja leider nicht so oft vor).
Am späten Nachmittag spielten die Kinder und ich eine Runde Dungeons & Dragons. Wir begannen mit einem kurzen Recap der vergangenen Sitzungen (zuletzt spielten wir Anfang August, das ist echt schon eine Weile her), dann setzte die heutige Handlung ein. Die Kinder entschieden, dass ihre Charaktere nicht nach Niewinter reisen, sondern sich auf die Suche nach den Kobolden machen möchten. Nach ein wenig Geplänkel im Dorf zogen sie Richtung Schwertberge, an deren Fuß sie während ihrer Rast von mehreren (großen) Spinnen überfallen wurden. Gerade, als sie dachten, sich aller Spinnen erwehrt zu haben, tauchte eine weitere gigantische Spinne auf, die sie einzuspinnen begann. Mit schwindenden Sinnen hörten sie gerade noch so das Geräusch mehrerer abgeschossener Pfeile… Mit diesem Cliffhanger hörten wir nach gut 90 Minuten auf.
J verabschiedete sich mitten in der Runde, aber M und G waren Feuer und Flamme und möchten gern weiterspielen. Ich auch, mir bereitete das meistern viel Freude. Ich werd mir in der Urlaubswoche überlegen, wie es weitergeht :)
Gute Ratschläge von jemandem, der gerade 40 geworden ist. Beides richtig und wichtig.
Vormittags Bibliothek, aus dem Vorsatz nichts für mich auszuleihen wurde nichts. Aber wenn sie die beiden Bücher von Yuval Noah Harari doch gerad da haben… Mein Alibi ist, dass ich die eigentlich für die Kinder ausleihe, sie demonstrativ offen liegen lasse und hoffe, dass die Kinder sie dann lesen.
Den Tag ansonsten ruhig angegangen. Es war warm, die Waschmaschine lief im Dauereinsatz, wir waren k.o.…
Nachmittags mit M und G (J hat sich ausgeklinkt) das Schwarzrain-Abenteuer weiter gespielt. Ihre Charaktere wurden auf dem Rückweg vom Bauernhof von verzauberten Ranken überrascht, die beiden mussten sich mit ihren Fähigkeiten freikämpfen. Im Anschluss socialisten sie ein wenig in Schwarzrain selbst; M lässt sich nun vom Dorfschmied Shuriken anfertigen und möchte dafür ins fünf Tage entfernte Niewinter reisen um Eisenerz zu besorgen, während G sich einen Gürtel herstellen lässt. Ihre eigentliche Quest, die Suche nach den dunklen Gestalten die Schweine & Korn eines Bauern gestohlen haben, verschoben sie nach hinten. Mal schauen ob ich als Spielleiter eingreife und sie sanft in die richtige Richtung nudge oder ob ich sie einfach frei herumreisen lasse.
Im Anschluss eine kurze Sporteinheit auf dem Wuhlespielplatz. So richtig in Fahrt kam ich nicht, es war zu warm, ich war immer noch k.o.… Aber die Rückenübungen taten gut.
Den Abend zur freien Verfügung gehabt und vor lauter Sachen die ich gern machen möchte (Baldurs Gate spielen, mich weiter in Dragonlance vertiefen, Ideen für Schwarzrain nachgehen, bloggen, ein D&D-Soloabenteuer spielen…– Freizeitstress, furchtbar) mich beinahe selbst blockiert. Es wurde dann bloggen und ein bisschen im Internet Zeit verplempern, das musste auch mal wieder sein.
Nach dem Frühstück eine Session Schwarzrain eingeschoben. Ich hatte mir die letzten Tage die Handlung grob im Kopf zurechtgelegt und formulierte beim Spielen aus.
Wir spielten ein gutes Dreiviertelstündchen und trieben die Handlung voran:
—
Die Helden brachen, nachdem sie die Krähe Schnarrbein gefunden hatten, zum Hof von Bauer Rembold auf um sich den Ort des Geschehens (verschwundene Schweine und Korn-Säcke, dunkle Gestalten) mal aus der Nähe anzuschauen. Auf dem Weg wurden sie von einem kleinen Wildschwein über den Haufen gerannt, dass sich allen Versuchen, es zum Haustier zu machen widersetzte. Eine dünne Rauchsäule in den dunklen Bergen schien sich als Luftspiegelung zu entpuppen. Auf dem Hof lernten sie den Bauern, seine Frau und die beiden Kinder kennen, fanden mit Müh und Not verwischte Spuren die sie aber leider nicht zuordnen konnten und machen sich nun wieder auf den Weg zurück ins Dorf Schwarzrain, um dem Chronisten Meister Tolan die Spuren zu beschreiben in der Hoffnung, dass der ihnen vielleicht einen Hinweis geben kann.
—
Das ganze funktionierte sehr gut, auch ohne große Vorbereitung. Die Kinder tun sich noch sehr schwer damit, in die Rollen ihrer Charaktere zu schlüpfen und ingame miteinander zu sprechen. Vielleicht zeige ich ihnen mal ein paar YouTube-Videos, damit sie besser verstehen was ich meine– vielleicht erklär ich aber auch, dass sie sich das wie Theater-Spielen vorstellen sollen. Evtl. beides, viel hilft viel.
Für die nächsten Schritte habe ich schon eine grobe Idee im Kopf, Meister Tolan wird die Spuren als Kobold-Spuren identifizieren, die Helden müssen im Dorf herumfragen ob jemand noch mehr solche Spuren gesehen hat, es wird Hinweise auf Sichtungen in Richtung der dunklen Berge geben. In den dunklen Bergen gibts ein Kobold-Lager (daher die Rauchsäule, die sie leider nicht richtig wahrgenommen haben). Ich werd noch Ruinen (mit dunklen Keller und Schatztruhe inkl. eines merkwürdigen Amuletts), verwunschene Dornenhecken (wie bei Dornröschen, das kennen sie), einen Kult, verderbte angreifende Pflanzen und Tiere und Hinweise auf irgendwas größeres, wofür sie in entfernte Städte reisen müssen, einbauen. Das reicht locker für die nächsten drei, vier Sitzungen.
Das wird ein großer Spaß :)
Nachmittags wollten wir Fahrradfahren an der Wuhle, weil es aber in einer Tour nieselte fuhren wir lediglich eine Runde um den Wuhlesee und dann nach Hause. Das beschäftigte uns trotzdem fast eine Stunde und sorgte für etwas bessere Stimmung.
Ms neuer Helm ist weg. Er weiß nicht, wann und wo er ihn zuletzt gesehen hat. 40 EUR flöten. Ich war not amused.
Nach Rückkehr zwei schnelle Runden Five Minute Dungeon mit den Zwillingen, M hörte lieber Podcast. Wir spielen das weiterhin ohne Zeit, ansonsten würde es zu stressig und fordernd werden.
Ich bin stolz auf mich: In den Pausen schaffte ich es, unsere Ablage (… ein großer unsortierter Stapel mit Unterlagen) vorzusortieren in Jott und Nicht-Jott sowie meine Gehaltsnachweise und Zugänge für das Gehaltsnachweis-Tool des Noch-Arbeitgebers herauszusammeln. Ging schneller als gedacht, insgesamt brauchte ich nur ca. 2h– ich hätte mit mehr gerechnet. Ich weiß nun auch, welche Gehaltsnachweise mir noch fehlen und kann mich einloggen, um sie runterzuladen (und im Büro auszudrucken).
Nach Kinder baden, Nägel schneiden und Abendessen vorbereiten brach ich zu einer kurzen Laufrunde an der Wuhle auf. Auf dem Rückweg gleich zwei Biber und den Eingang zum Biberbau entdeckt. Was für ein toller Tagesausklang!
Jott kam gegen 19:30 Uhr nach Hause, das Navi hatte sie einmal quer über Sachsen-Anhalts Landstraßen geschickt. Wir waren dann beide sehr k.o. und fanden uns nach dem Zubettbringen der Kinder (und noch ein bisschen Gehaltsnachweis-Sortieren von mir) auf der Couch wieder und schauten weiter 1923.
Done-Liste:
Wäsche gewaschen, Kinder im Haushalt gesteuert, Wäsche gelegt– wir starten mit leeren Wäschekörben und verräumter Wäsche in die neue Woche
Vormittags im Haushalt rumgerödelt, anschließend Sport mit M und G. Während G viel herumturnte, las M in meinem gestern angekommenen Faerun-Survival-Guide.
Nachmittags Jotts Mama im Krankenhaus besucht. Ist schon krass, am Montag hat sie ein neues Knie bekommen und heute lief sie ein bisschen mit uns auf Krücken herum.
Als wir zu Hause waren, bereitete ich die erste Spiele-Session unseres Schwarzrain-Abenteuers vor und ging nochmal alles für mich durch.
Kurz vor 18 Uhr kamen die Kinder aufgeregt in die Küche und waren dann angesichts der Papierberge und meiner Anwesenheit etwas überrascht. M verstand am schnellsten, was los war, er hatte das wohl schon in Podcasts gehört.
Ich erklärte den dreien, was wir jetzt machen, danach stellte jedes Kind seinen Charakter vor. Sie wirkten recht angetan sowohl von der jeweiligen Beschreibung als auch von den Bildern. Anschließend gings los: Ich beschrieb die Landschaft, das Dorf, die Leute, schickte sie auf die Suche nach der verschollenen Krähe und stupste sie ein bisschen in die richtige Richtung bzw. fragte sie viel und ließ sie viel beschreiben. M wollte das Spiel direkt hijacken und seinen Charakter mit krassen Naruto-Dragon-Ball-Energieattacken ausstatten, das konnte ich aber durch Proben („Jetzt würfel mal ob Dein Energieblitz trifft“) abmildern. Die Zwillinge machten gut mit und waren quasi sofort ingame, das war niedlich.
Nach guten 50 Minuten hatten sie die Krähe gefunden und die erste Spielsitzung war vorbei.
Das hat richtig Spaß gemacht, und auch die Kinder waren begeistert. Ich hab mich noch etwas holprig gefühlt, aber das ist vermutlich normal und legt sich mit der Zeit.
Jetzt muss ich mir Gedanken machen, wann und wie es weiter geht :)
Done-Liste
In der Wohnung von Jotts Mama nach dem Rechten gesehen
Jott und ich fahren über Pfingsten zu einer Hochzeit ins Emsland, ich probierte also noch vor dem Frühstück meinen (einzigen…) Anzug an den ich zuletzt vor gut vier Jahren (auch bei einer Hochzeit) trug. Er passte wider Erwarten immer noch ganz gut, ich muss also keinen neuen Anzug kaufen sondern. So wirklich 100% wohl fühle ich mich nicht, aber für einen Tag wirds schon okay sein.
Erstmals (glaub ich) in der DHL-App eine Code-Briefmarke mittels ApplePay gekauft und auf den Brief geschrieben. Wie cool ist das denn bitte?
Von mir für mich (und auch ein bisschen in der Hoffnung, dass die Kinder da auch reinschnuppern).
Nächste Woche kommt noch die Neuauflage des Spielerhandbuchs für Dungeons and Dragons, ich freu mich da sehr drauf.
M und G waren heute beide bei Freunden zum Spielen eingeladen, J und ich hatten ein bisschen Zeit für uns. Im Endeffekt hing er wie ein Schatten an mir und erzählte in einer Tour.
Beim Einkauf mit J ein bisschen eskaliert. Es bewahrheitet sich immer wieder: Nur mit gut gefüllten Bauch einkaufen gehen.
Jott war Abends beim Griechen verabredet, die Kinder und ich füllten die trostlose Zeit ohne sie mit einer Bibersafari und pirschten an der Wuhle herum.
Nach dem Nachhausekommen waren die Zwillinge ziemlich eklig zueinander, ich fragte mich wiederholt wieso ich mit ihnen was schönes mache wenn das das Ergebnis ist.
Als die drei im Bett waren, weiter am Setting für unseren morgigen Spiele-Termin gearbeitet. Die Kinder bzw. ihre Charaktere treffen im Dorf Schwarzrain ein und müssen erstmal eine Prüfung bestehen, bevor sie offiziell vom Rat des Dorfes mit ihrer ersten großen Aufgabe (der Suche nach den dunklen Gestalten, die einem Bauern Vorräte und ein Schwein gestohlen haben) betraut werden: Sie sollen die verschwundene Krähe des Dorf-Chronisten (das bin ich) finden und sich so beweisen.
Ich hab ein gutes Gefühl dabei, die Geschichte ist schon schön rund und kann von mir in viele Richtungen weiterentwickelt werden.
Done-Liste
Einkaufen (und dabei leicht eskaliert)
Was schön & gut war:
An Schwarzrain arbeiten
Das M und G von ihren Freunden nach Hause gebracht wurden
Nach dem ersten Serienabend mit Jott auch die erste Nacht auf der neuen Couch verbracht, die Ohrnupsies die ich mir gegen halb Zwei reindrückte waren unbequem und so stöpselte ich sie wieder aus und zog ins Wohnzimmer. Die neue Couch ist angenehm hart, aber durch die Struktur und die Lücke zur Recamiere musste ich mich ein bisschen wälzen, bis ich endlich wieder schlafen konnte.
Vormittags Wohnungsputz inkl. Bettenbeziehen mit den Kindern. Dabei festgestellt, dass mich wenig Arbeiten im Haushalt so leer zurücklassen wie Bettenabziehen und neu beziehen. Keine Ahnung woran es liegt, aber danach fühl ich mich jedes Mal fix und alle obwohl es total überschaubar ist. Dusche putzen spielt in einer ähnlichen Liga, zwei ganz furchtbare Tätigkeiten. Am anderen Ende der Skala ist Staubsaugen, das ist ungemein befriedigend und easy.
Belauscht („overheard“): „Die Jungs spielen überleben“– das ist Code für „Sie rennen wie gesengte Säue von Gebüsch zu Gebüsch, schwingen Stöcker und Taschenmesser und verstecken sich wenn ihnen jemand zu Nahe kommt.
Vier freie Tage sind ganz nice. Ich kann Freizeit wirklich gut, ich hätt da insgesamt gern mehr von. Aber gut, solange ich weder Frugalist im Ruhestand noch Millionär bin… Genießen wir mal den Mai, ab Mitte Juni wirds alles anziehen mit dem neuen Job.
Zum ersten Mal seit langem habe ich es geschafft, in der vergangenen Woche konsequent Fitness-Training mit Lauftraining abzuwechseln und war somit an 6 von 7 Tagen sportlich tätig. Das ist quasi der (selbstgesteckte) Ideal- und Zielzustand- und ganz schön zeitintensiv und anstrengend. Auch hier: Genießen wir mal die aktuell etwas ruhigeren Tage.
Nächste Woche ist Flohmarkt in der Schule, die Kinder möchten einen Haufen Kram verkaufen. Jott setzte sich heute mit einer Engelsgeduld mit ihnen hin, fragte und rechercherte Preise ab und etikettierte einen Haufen Kleinkram und Zeug.
In der Mittagspause die Charakterbilder der Kinder für das Schwarzrain-Abenteuer mit Hilfe von Chatty erstellt. Das ging erstaunlich gut, ich musste nur an zwei Stellen per Prompt nachbessern.
Alle Bilder basieren auf den Beschreibungen und Zeichnungen der Kinder. Ich finds echt großartig :) Kommende Woche werd ich die im Copyshop in Farbe auf Karton ausdrucken lassen und dann sehen die Kinder sie am Donnerstag zur Spielrunde.
Nachmittags mit vier Kindern (das Nachbarsmädchen kam mit) an der Wuhle entlang zum Spielplatz am Wuhlesee gefahren. Während die Kinder dort tobten, saß ich in der Sonne und wiederholte die Lektionen zu direkten, indirekten und kombinierten Objektpronomen.
Done-Liste
Mit den Kindern gemeinsam die Wohnung geputzt & Betten bezogen
Was gut & schön war:
Die Laufrunde an der Wuhle
Italienisch-Lernen auf dem Spielplatz sowie die Erkenntnis, dass ein bisschen was aus den vorherigen Wiederholungen hängen geblieben ist.
Die tollen Charakterbilder für das Schwarzrain-Abenteuer
Nach dem Aufstehen ein Himbeertiramisu zubereitet. Ernüchterung zum Nachmittag: Niemandem schmeckte es. Jott aß anstandshalber ein Stück, das wars dann auch. In meiner Verzweiflung schrieb ich in der Haus-WhatsApp-Gruppe und wurde so wenigstens an eine Nachbarin ein großes Stück los.
Die Tiramisu-Reste werden also in den nächsten Tagen meine Haupt-Nährwertquelle sein.
Die Frau findet es furchtbar unlustig, aber ich kann nicht an mich halten: Die beiden Stühle zum Testsitzen sind eine– Trommelwirbel– Stuhlprobe. Hehehe.
Vormittags die Kinderfahrräder flottgemacht, während die Kinder mit ihren vor Jahren mal geschenkt bekommenen Schnitzmessern schnitzten. Festgestellt, dass Js Fahrrad mittlerweile viel zu klein für ihn ist. Ms Fahrrad stößt auch an seine Grenzen, der Sattel kann nicht viel höher gestellt werden. Die schnitzbedingte Ruhe genutzt und bei Kleinanzeigen sowohl nach 24″er als auch 26″ern gesucht und ein sehr gutes 26″ Pegasus Avanti für 85 EUR in Friedrichshagen gefunden. Kurzer Nachrichtenaustausch, morgen schauen wir es an. Wäre ja schön wenn das direkt was wird– Problem erkannt, Problem gelöst.
Notiz: „Sparduschkopf gut“. Joah. Der bestellte Sparduschkopf funktioniert. Ich hatte Sorge das mir der Druck nicht ausreicht, aber das war unbegründet– es passt alles.
Nach dem Mittag eine Runde an der Wuhle spazieren gegangen und den Babbel-Italienisch-Podcast gehört. Zwei Fliegen mit einer Klappe und so. Auf dem Rückweg, der mich an einer Einrichtung für seniorengerechtes Wohnen vorbei führt, fiel mir ein älteres Paar auf– sie suchend blickend, er unsicher tapsend, sich an einem Baum festhaltend. Noch während ich fragte, ob sie eventuell Hilfe benötigen, kam mir der Mann schon rücklings entgegen, ich konnte ihn zum Glück auffangen. Uff. Zum Glück war der Mann bei Bewusstsein, reagierte allerdings nicht auf Ansprache– er war wohl schwer dement, konnte nicht sprechen und auch kaum noch laufen. Ich stabilisierte ihn erstmal und beruhigte die Frau, zum Glück kamen nach und nach weitere Passanten und halfen mit. Nachdem klar war, dass auch eine kurze Ausruhpause nicht helfen würde, schlug ich vor den Notarzt anzurufen; wir hätten den Mann nicht wegbekommen und wussten ja auch nicht, obs was ernstes ist. Beiden gut zugeredet und ihm die Hand gehalten bis der Notarzt nach gut acht bis zehn weiteren Minuten kam und übernahm.
Danach war dann an den Italienisch-Podcast nicht zu denken, ich war viel zu aufgeregt. Beim Helfen schien das aber nicht durchzuscheinen, eine der Helferinnen lobte noch meine Ruhe und Besonnenheit– so hatte sich das aber überhaupt nicht angefühlt.
Zu Hause erstmal die Füße hochgelegt und geatmet.
Zufällig darüber gestolpert, dass man auch bei DM digitale biometrische Passbilder machen lassen kann– für nur 6,95 EUR/Person. Das klingt doch wesentlich besser als die 15 EUR, die der Fotograf im Forum Köpenick dafür pro Person nimmt. Probieren wir das morgen also mal im DM aus, wenns nichts wird können wir immer noch zum Fotografen.
Die Kinder, nein– die Zwillinge– waren heute wieder besonders fordernd und wuselig. Ich musste mehrfach an dieses Zitat denken, das immer mal wieder durch Eltern-Social-Media geht:
1 kid is 1 kid. 2 kids are 5 kids. 3 kids are 9473837 kids, 8 hurricanes & a donkey.
Hab ich heute sehr gefühlt.
Nachmittags mit den Kindern auf dem Wuhlespielplatz gewesen. Die Kinder spielten, ich sportelte vor mich hin. Heute war das Calisthenics-Klettergerüst gut besucht, mit mir traininerte eine Gruppe von Jugendlichen die das Training schon gar nicht mehr nötig gehabt hätten („Papa guck mal, die haben SIX PACKS“– J). Ich beschloss, das nicht deprimierend zu finden, sondern anspornend. Nicht, das ich jemals in Richtung Sixpack gehen werde– dafür esse ich zu gern–, aber so fit zu werden sollte machbar sein.
Abends das Schwarzrain-Abenteuer voran getrieben.
Abenteurer, hört meinen Ruf!
Eure Bewerbung wurde geprüft. Der Rat von Schwarzrain gibt euch die Chance, euch zu beweisen.
Am 08. Mai, um 18:00 Uhr, werdet ihr zu eurer ersten Zusammenkunft gerufen.
Findet euch ein an eurem Küchentisch – dort wird ein Gesandter des Rats euch erwarten.
Seid bereit. Eine Prüfung erwartet euch. Besteht sie, und der Rat von Schwarzrain wird das Schicksal des Bauern Rembold in eure Hände legen. Eure Fertigkeiten, euer Mut und euer Herz werden auf die Probe gestellt. Nur wer Entschlossenheit, Klugheit und Gemeinschaft zeigt, wird als Held und Heldin von Schwarzrain in die Chroniken eingehen.
Der Rat von Schwarzrain vertraut auf euch.
Ich freu mich, hab aber noch viel vorzubereiten (Charakterbögen finalisieren, ein bisschen die Hintergrundgeschichte ausarbeiten, mich schlau machen wie zum Geier ich die Geschichte erzähle und die Kinder mitnehme… Ich hab ja gar keine Erfahrung mit Pen & Papers, nur viel guten Willen.
Done-Liste:
Himbeer-Tiramisu
Flottmachen der Kinderfahrräder
Anfrage und Eintaktung Besichtung neues Fahrrad für M
Anleitung und Koordination der Kinder im Haushalt
Was schön & gut war:
Wie reibungslos die in der Done-Liste genannten Punkte abzuhaken waren und wie schön sich das im Kopf anfühlt
Sport auf dem Wuhlespielplatz
Das Kompliment nach der ersten Hilfe, auch wenn ich mich schwer tat es anzunehmen
BVG-Deutschland-Ticket-Umstellung auf Job-Deutschland-Ticket– nicht mehr lange bis zum neuen Job
Das Schwarzrain-Abenteuer voran zu treiben, mit Text zu arbeiten
Habemus Couch! Während die Kinder und ich in der Bibliothek neuen Lesestoff ausliehen, fuhr Jott nochmal zu Porta und kaufte quasi die allererste Couch die uns gefallen hat. Manchmal brauchts ein Weilchen und viele Vergleiche, um zu sehen was man hat.
Ich schrieb „ausliehen“– das stimmt nur so halb. G hatte offenbar Probleme mit ihrem Ausweis, bat M um Hilfe (ich war noch oben mit J), der tippte auf dem Display rum und dann ging alles– bzw. ging nicht. Als sie mir zu Hause davon erzählte, schaute ich in ihrem Account nach und stellte fest, dass keines der Bücher die sie mitnahm darin verzeichnet war… Upsi. Mal schauen was bei der Rückgabe passiert.
Beim Ausräumen der Ottomane der alten Couch entdeckte Jott ein paar ziemlich eklige Käferlarven… Offenbar sind durch das geöffnete Fenster braune Pelzkäfer in die Wohnung gekommen und haben sich in der Couch eingenistet. Wir ekelten uns kurz und ergriffen dann sehr rabiate (für die Käferlarven…) Maßnahmen.
Gut, dass die alte Couch demnächst weg kommt.
Jott deckte die Kinder mit neuen Klamotten ein, eine halbe Stunde war hier Modenschau angesagt. Große Freude und Begeisterung auf allen Seiten, Jott hat ein Händchen dafür.
Das Schwarzrain-Abenteuer beginnt: Nach einer unschuldigen Bitte meinerseits, ob die Kinder mal kurz nach der Post schauen könnten, kam G sehr aufgeregt und „Wir haben Harry-Potter-Briefe bekommen!“ rufend zurück. Gemeinsam mit M setzte sie sich nach dem Lesen des Briefs sofort an die Antwort, J musste erstmal Tablet spielen.
Am Nachmittag wiederholt Fragen der Zwillinge, ob wir denn wüssten wo der Bauernhof sei, ob wir den Bauern kennen, wo die Berge sein könnten und wo sie dann hin müssten– für sie war der Inhalt des Briefes real. Mich überraschte das, aber es ist ja naheliegend: Wenn man acht Jahre alt ist und so einen Brief bekommt, ist das vermutlich die naheliegendste Reaktion. Später am Abend legten sie die fertigen Antworten vor die Tür, tatsächlich sammelte ein Bote des Rats von Schwarzrain sie ein (aber nicht Mitternacht; Jott brachte sie nach ihrer Rückkehr vom Weinfest gegen 22:30 Uhr mit rein).
Ich freu mich und muss nun die nächsten Schritte vorbereiten. Auf Basis der Kinder-Antworten werde ich Charakterbögen erstellen und ein erstes Treffen planen, bei dem die Kinder ihre Charaktere samt Fähigkeiten kennen lernen können bevor es ins eigentliche Abenteuer geht.
Ich starte einen neuen Anlauf, die Kinder sich stärker im Haushalt engagieren zu lassen. Ab sofort obliegt die Wasseraufsprudelung M und G (J trinkt nur stilles Wasser), alle drei Kinder sind verpflichtet die Wäschekörbe aus den Bädern zu leeren und Wäsche zu waschen und Staubsaugen müssen sie auch 2 Mal die Woche. Falls sie das nicht machen, gibt es kein Sprudelwasser für sie und ich wasche ihre Wäsche nicht. Mal schauen wie lange wir das durchhalten.
Mir gehts gar nicht so sehr darum, dass sie das immer allein machen– ich möchte lediglich nicht der (überwiegend) einzige sein, der sich darum kümmert.
Überraschung am Nachmittag: Ein fremdes Kind samt Vater stand vor der Tür und wollte mit M spielen (das Kind, der Vater wollte nur gucken ob wir einigermaßen normal scheinen). M hatte im Ferienhort unsere Adresse samt Einladung zum Vorbeikommen weitergegeben, daher nun also der Besuch. Wir waren erstmal verblüfft, aber weshalb auch nicht. Die beiden tauschten dann auch Nummern aus (leichte Überforderung meinerseits, ist das okay?), dann blieb das unbekannte Kind (zumindest Namen und Alter wussten wir recht fix) bei uns und die Kinder spielten.
Jott und ich waren uns grundsätzlich einig, dass wir das schon okay finden; wir müssen nur für uns bewerten wie genau das stattfinden soll. Wir fühlten uns ein bisschen überrumpelt, bislang liefen Verabredungen immer über uns.
J war sehr eifersüchtig und konnte nicht gut akzeptieren, dass er nicht das besuchte Kind ist sondern sein Bruder und das die beiden Großen auch gern etwas ohne kleine Geschwister machen möchten.
Done-Liste:
Rückgabe der Bibliotheks-Bücher
Den Kindern Wäschewaschen beigebracht
Haushaltsgepussel
Was schön & gut war:
Fitnesssport auf dem Wuhlespielplatz
Medieval-2-Spielen am Abend
Gemeinsames Toben der Kinder mit dem Freund von M
Begeisterung der Kinder über Schwarzrain-Briefe
Ms Verabredung
Jotts nicht so späte Heimkehr, gemeinsam zu Bett gehen
Morgens von Jott mit wirklich sehr guten Franzbrötchen überrascht worden. Nicht vom Bäcker, sondern aus einem Edeka-Brötchenknast. Viel besser als vom Steinecke vor dem Haus; zimtiger, bisschen knusprig, innen weich– ein Traum.
Erneutes gemeinsames Sofa-Gucken. Eigentlich war geplant, dass Jott allein loszieht, ihre Bitte um Beistand konnte ich aber nicht ablehnen (wegen der Franzbrötchen und weil sie niedlich guckte, das trifft beides meinen Soft spot). Heute fanden wir Sofas die uns beiden gefielen (immerhin!), wir gingen mit ein paar Fotos sowie dem Versprechen von Jott nach Hause, sich nach einer Nacht Schlaf zu entscheiden.
Wieder zu Hause legte ich kurz die Füße hoch und erstellte dann die Schwarzrain-Briefe für das Rollenspiel der Kinder und mich.
Ich freute mich sehr wie gut die Briefe auf dem „Pergament“ aussahen und wie toll das Siegeln funktionierte.
Zu guter Letzt steckte ich die Briefe in den Briefkasten– nun heißt es warten.
Abends gingen Jott und ich aufs Winzerfest in der Altstadt, wir waren dort mit zwei Kolleginnen von ihr samt Partnern verabredet. Ihre Mama passte auf die Kinder auf, sodass wir guten Gewissens losziehen konnten. Gemeinsam schlenderten wir über Winzerfest, verkosteten Wein, aßen und erzählten. Das war nett (und sehr erwachsen).
Done-Liste:
Couch-Gucken mit Jott
Großeinkauf verräumen
Was schön & gut war:
Das Schwarzrain-Abenteuer beginnt :)
Kaffee und Kuchen und anschließendes Füße hochlegen statt Joggen und Stress
Abends mit Jott und Co. durch die Altstadt ziehen, essen und trinken
Mit Unterstützung von ChatGPT einen MVP für die Bearbeitung von Ausschreibung mittels KI-Tool erstellt. Das Thema ruhte die letzten Monate, nachdem die verantwortlichen Stellen von meinem Ausscheiden erfahren hatten kam wieder Bewegung rein. Anfang Mai gibts einen Termin mit einer Entwicklerin die das übernehmen soll, und damit ich auch was zeigen kann setzte ich mal eben (… es dauerte dann doch etwas länger) einen MVP auf. Ich habe nun auf meinem Rechner eine Möglichkeit, über den Browser Dateien hochzuladen. Die Dateien werden von einer lokalen Mistral-Instanz verarbeitet und ein Set an vorab definierten Daten wird mit Ausschreibungsdaten zurückgegegeben. Das Grundgerüst dafür erstellte ChatGPT unfassbar schnell, etwas komplizierter wurde es dann beim lokalen Setup weil ich mit den Tools (Python, Python-Bibliotheken, Ollama, Mistral, Streamlit) nicht vertraut bin (und auch gar nicht programmieren kann) und daher Fehlermeldungen mit Hilfe von Chatty debuggen musste.
Zäh wurde es erst, als irgendwann keine Daten mehr zurückkamen, da stieß Chatty beim Debuggen an seine Grenzen und verlor innerhalb der im Canvas-Modus geöffneten Python-Datei seinen Fokus. Das war offenbar zuviel Kontext bzw. der Fokus lag jeweils nur auf bestimmten Passagen, ohne die umliegenden Zeilen zu beachten. Sehr interessant und lehrreich, in jeder Hinsicht.
Limitierende Faktoren sind außerdem mein Laptop, das hat schlicht zu wenig Systemressourcen.
… die 25°C heute hätte es nicht gebraucht. Ich fands bei meinen Spaziergängen schon wieder viel zu warm. Und zu trocken ist es auch, es staubt alles.
Abends aus einer sich über die letzten Tage (okay, gelogen– mir kribbelte es in den Fingern, seitdem ben_ vor Jahren mal drüber geschrieben hat) bildenden Laune heraus angefangen ein einfaches Rollenspiel für die Kinder und mich aufzusetzen.
Das Spiel findet in Schwarzrain, einer kleinen Siedlung in einem abgelegenen Tal – umgeben von Bergen, alten Ruinen und Wäldern- statt. Die umliegende Welt setzt lose auf den Forgotten Realms auf, also im „Dungeons and Dragons“-Universum, ist aber wesentlich einfacher– wie auch das gesamte Spiel. Die Kinder hole ich über einen echten Brief ins Spiel– handgeschrieben, mit Siegel und alt aussehendem Papier. Im Brief wird ein Bedrohungsszenario geschildert: In der Umgebung von Schwarzrain wurden zwielichtige Gestalten gesehen, einem Bauern wurden ein Schwein und Kornsäcke gestohlen– wenn die nicht gefunden werden, wird er im Winter hungern müssen. Auf die Briefe müssen sie antworten: Sie müssen ein Bild von sich als Held zeichnen und jeweils drei Stärken und drei Schwächen aufschreiben. Daraus baue ich dann einen Charakterbogen mit Heldenattributen und Fähigkeiten. Aber alles sehr runtergedampft, damit es nicht zu komplex wird. Nachdem sie die Antwort geschrieben haben, bekommen sie einen zweiten Brief in dem sie als Helden angeheuert werden. Im Brief sind Zeit und Treffpunkt für die erste Session genannt, außerdem bekommen sie eine Schwarzrain-Marke (hier vertraue ich auf Jotts Mithilfe bei der Gestaltung). Das erste Abenteuer beginnt mit dem Kennenlernen der von mir erstellten Charaktere und einem Mini-Rätsel. Die Kinder müssen kreativ sein, ihre Fähigkeiten anwenden, mit einem W20-Würfel den Erfolg ihrer Aktionen auswürfeln und gemeinsam (!) das Rätsel lösen. Wenn das alles gut läuft, plane ich danach die Suche nach den Räubern und weitere Sessions.
Ich freu mich drauf, das wird ein Heidenspaß. Und super lehrreich. Ich habe noch nie in echt Rollenspiele gespielt, war noch nie der Erzähler und weiß aktuell noch gar nicht genau, wie man eine Welt, Charaktere und Begegnungen aufbaut. Aber: Das wird schon, das lässt sich ja alles aneignen.
Ich bin verpflichtet (von mir selbst), auf diesen Trend aufzuspringen :)
Ohne mein Itauano essenziale geh ich nicht aus dem Haus!