Kurz nach 6 Uhr und sogar noch vor allen Kindern aufgewacht. Wieso, Körper, wieso?!
J, die kleine Frühaufsteher-Maus, leistete mir ab ca. halb 7 Gesellschaft, G und M kamen gegen 7 Uhr dazu.
Während die Kinder sich ihren Tablets (Minecraft, Kinderserien) widmeten, machte ich das Beste aus der gewonnenen Zeit und probierte Karak aus– das hatte ich die Woche gekauft weil es so aussah, als ob es den Kindern (und mir natürlich auch) gefallen könnte. Da ich schon mehrere YouTube-Videos zum Spiel geschaut hatte, kam ich leicht ins Spiel und konnte eine schnelle Partie mit einem gedachten zweiten Spieler spielen. Ich hatte richtig viel Spaß und bin nun gespannt darauf, das Spiel mit den Kindern auszuprobieren. Die Regeln und Spielzüge sind überschaubar und schnell erklärt, wodurch das Komplextitätslevel wesentlich geringer als z.B. bei Andor Junior (haben wir auch, ist noch zu schwierig) ist.
Beim Frühstück besprachen wir das Dienste- und Aufgaben-Thema von gestern Abend weiter und verteilten die folgenden Dienste auf die Kinder:
- G → Wäschedienst. Das beinhaltet Wäschemanagement (Überwachung des Füllstands der Wäschekörbe im Bad sowie eigenständiges Umschichten in die Wäschekörbe im HWR wenn sich in den Bädern zuviel Wäsche angesammelt hat) sowie das eigenständige Waschen und Trocken der Wäsche. Letzteres (noch) unter Aufsicht.
- M → Tischdienst. Tischdecken und -abräumen, Tisch abwischen, in der Küche zur Hand gehen.
- J → Ordnungsdienst. Staubwischen und Staubsaugen, das Straßenschuhchaos regelmäßig in Ordnung halten.
Nach zwei Wochen wird gewechselt. So macht jedes Kind im Laufe der Zeit gleich viel und niemand muss mehr als die anderen machen.
Ich bin gespannt, wie es laufen wird.
M und ich saßen den Vormittag über längere Zeit an der Berichtigung seiner Mathe-Klassenarbeit. M hat zwar nur einen einzigen Fehler gemacht, musste im Rahmen der Berichtigung aber seinen Rechenweg aufschreiben und ist dabei krachend gescheitert. Er „sieht“ die Lösung offenbar im Kopf und vollführt unbewusst diverse Rechenschritte, kann dies aber nicht schlüssig erklären.
Als wir seine Schritte gemeinsam aufdröselten, hatten wir am Ende diese Monster-Rechnung für die Aufgabe 46 – 9 + 29 = ???

Ich war sehr fasziniert, wie sein Gehirn funktionierte (ich rechne defnitiv anders), find aber das er sich das Leben unnötig schwer macht und war am Ende auch etwas ratlos, wie wir seine diversen Rechenschritte nun mathematisch richtig aufschreiben können (3. Klasse… so fängt es an). Weil seine Mathe-Lehrerin sehr offen ist (scheint?), fragte ich genau das direkt bei ihr nach und bin gespannt, ob sie antwortet.
Jott und G fuhren derweil Einkaufen. Als sie wiederkamen, waren M und ich gerade fertig geworden.
Mittags spielte ich erneut eine Runde Karak, diesmal mit drei weiteren imaginären Mitspielern. Je mehr Spieler dabei sind, desto mehr Zug kommt auf, denn das Labyrinth ist natürlich viel schneller erkundet.

Kurz nach 15 Uhr schnappte ich mir die Kinder und ging mit ihnen eine Runde auf den Wuhlespielplatz. Das Wetter soll die nächsten Tage furchtbar werden, daher scheuchte ich sie raus damit sie sich im Trockenen austoben können. Nach einer guten Stunde wurde es dunkel, gegen 17 Uhr waren wir wieder zu Hause.
Fremdscham auf dem Spielplatz. Die drei spielten zwar schön miteinander, waren aber mit Abstand die lautesten, wildesten und am meisten Schwachsinn erzählenden Kinder auf dem Spielplatz. Ich beschloss, nicht hinzuhören und mir das Leben so leicht zu machen.
Nach Rückkehr eine Runde Sport auf dem Hof. Bei drei Grad war mir Anfangs ordentlich frisch, das änderte sich nach der ersten Übung. Aktuell lege ich besonderes Augenmerk auf die korrekte Ausführung, z.B. das bei Kniebeugen der Rücken auch wirklich gerade bleibt. Das klappt aktuell nur in Verbindung mit einem Stabilisator, weil ich sonst umkippe– da fehlts dann vermutlich noch an Koordination bzw. Anspannung in den Beinen. Den Effekt merkte ich, wie bei den Einheiten davor, schnell: Das Ziehen in den Oberschenkeln war deutlich stärker.
Abends vor den neuen Rechner gesetzt und die Dracheninseln unsicher gemacht, während Jott in Minecraft versank. Ich bin ein bisschen… ja, was eigentlich? Vielleicht pikiert. Ich hab sie Ewigkeiten belagert, doch mal mit mir was am Rechner zu spielen– erfolglos. Und dann kommen die Kinder, die sie gerade mal sechs bzw. acht Jahre kennt und sofort ist Minecraft spannend. Ts.








