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Mittwoch, 18.02.2026

Bürotag. Wieder recht früh von zu Hause losgekommen und entsprechend früh im Büro gewesen. Von 8 bis 10 Uhr war alles in Ordnung (da war der Raum noch einigermaßen leer), ab 10 Uhr nur noch anstrengend– wir waren zu sechst im selben Raum und teils alle gleichzeitig in Terminen. Ab dem Nachmittag war mein Nervenkostüm so runtergerockt, dass ich in ein leeres Büro flüchten musste um niemanden anzuschreien. So bringt Büro ja rein gar nichts, da kann ich auch von zu Hause arbeiten.


Vormittags hatte ich zu einer Mini-Review im neuen Projektteam eingeladen. Ich wollte ein Stimmungsbild einholen, wie meine beiden das Projekt mit mir leitenden Kolleg:innen die neue Konstellation empfanden. Sechs Wochen– so lange machen wir das schon– sind zwar noch nicht viel Zeit, aber ich wollte eventuelle Probleme/Issues frühzeitig aufnehmen und schnell gegensteuern.
Der Termin war konstruktiv: Die Stimmung ist gut, wir sind alle beinah vollumfänglich zufrieden. Für die Punkte, die wir gemeinsam als noch nicht optimal empfanden, überlegten wir uns Lösungen und vertesten sie ab sofort. Gute Sache, ich war zufrieden.


Abends gemeinsam mit der DSA-Truppe vom letzten Mal unser Abenteuer vorangetrieben. Unsere Heldengruppe schlug sich durch die Wildnis und befindet sich mittlerweile in einem unterirdischen Gewölbe, dass wir nun nach Artefakten durchsuchten.
Dazu gabs Pizza & nette Unterhaltung– ein schöner Abend.

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Dienstag, 17.02.2026

Fasching in der Schule, ein Stitch und ein Raving Rabbid stapften gemeinsam durch den Schnee. In Ms Klasse wird nicht mehr gefeiert/verkleidet, die großen Kinder sind zu cool dafür– er zieht sein Mönchskostüm nur noch zu Hause an.


Durchgetakteter Arbeitstag mit sad desk lunch vor dem Rechner, ich fand keine Zeit für eine richtige Pause.


Dichter Schneefall am Nachmittag. Während die Kinder mit Nachbarskindern spielten, ging ich seit längerer Zeit das erste Mal wieder eine Runde an der Wuhle spazieren und genoss das Wetter. Sollte ich wieder öfter machen, wenn nur der kack Fersensporn nicht wäre!


Bitte einmal die Daumen drücken, dass eines meiner Lose das Gewinnerlos für das Penthouse in Friedrichshain ist :)


Jott war Abends weg. Nachdem die Kinder im Bett waren, hörte ich mir auf YouTube Dialoge auf Italienisch an, shadowte ein bisschen, las im Anschluss weiter im aktuellen Witcher-Band und ging, als ich keine Lust mehr hatte, einfach so früh zu Bett.

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Montag, 16.02.2026

Erneut Neuschnee. Ich weiß nicht, wann es zuletzt so lange so kalt war und so viel schneite. Ist echt schon ’Weile her.


Ungeplant weniger Termine, ich versuchte möglichst viele Erledigungen in die Lücken zu stopfen.


Nachmittags Ergotherapie-Termin mit einem der Kinder. Die Wartezeit mit Arbeit überbrückt, wieder zu Hause noch einige lose Enden zusammengeführt und im Anschluss eine Sporteinheit auf dem Hof eingelegt. Ich schippte mir meine Sportecke schneefrei und los gings. War schön, nach einer Woche wieder aktiv zu werden :)

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Sonntag, 15.02.2026

Einigermaßen gut geschlafen, trotz geschlossenem Fenster (die Straße war dann doch lauter als gedacht), allerdings schon 7 Uhr aufgewacht und wach gewesen. Kein Beinbruch, so war die Zeit bis Checkout entspannter.


Frühstück bei Gold im Mund, das hatte Jott rausgesucht. Gemütliches und schickes Frühstücksrestaurant, wir aßen sehr gut, schauten den Besucher:innen der russisch-orthodoxen Kirche nebenan zu und hörten fassungslos-fasziniert einer Frau am Nebentisch zu. Typ Münchener Schickimicki, Frau eines Geschäftsführers („der Stefan“), natürlich arbeitet sie auch in der Firma, Klischee-Kindernamen… Es war unterhaltsam und bizarr.


Anschließend durch die Innenstadt und an der Binnenalster vorbei zum Hauptbahnhof spaziert. Leider kein wildes Buddenbohm gesichtet, ich hielt erfolglos Ausschau (wobei ich auch nie Leute erkenne, von daher…).


Reibungslose Heimfahrt ohne Weichenstörung und Pups. Am Berliner Hauptbahnhof direkt ’ne Bahn nach Köpenick erwischt und zur besten Kaffee-und-Kuchen-Zeit zu Hause aufgeschlagen.


Nachmittags Kinder-Kater. Nach fast einem ganzen Tag Selbstbestimmung waren die drei zu viel, zu laut, zu eklig zu sich und zu vulgär für mich. Jott fragte Abends auf der Couch rhetorisch, ob sie unsere Abwesenheit hatten kompensieren müssen. Wer weiß…


Abends North of North weitergeschaut, bei Zeiten ins Bett. War dann doch etwas anstrengend, das Wochenende.

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Samstag, 14.02.2026

Hamburg-Wochenende Tag 1. Jott hatte mir zu Weihnachten Karten für „Harry Potter und das verwunschene Kind“ geschenkt, Vorstellungstermin war heute. So fuhren wir also am Vormittag mit der Bahn von Berlin nach Hamburg. Die Kinder ließen wir in der Obhut von Jotts Mama zurück.

Die Bahnfahrt war schon sehr entspannt, wir verbrachten die zwei Stunden bis Hamburg-Harburg mit Stricken, Bloggen, Lesen & Erzählen. Ich schaute zudem sehr nostalgisch zu, wie der Typ schräg vor mir „Heroes of Might and Magic 3“ auf seinem Laptop spielte und googlete mittendrin erstmal, ob und wie ich das auf dem MacBook spielen könnte (ich habe dieses Spiel vor ungefähr 20 Jahren GELIEBT).

In Hamburg-Harburg strandete dann unser ICE. Nachdem sich die Wartezeit von 30 Minuten auf mindestens 60 Minuten und anschließendem Fahren auf Sicht verlängerte, stiegen wir aus und orderten ein Taxi. Das war eine gute Entscheidung, im Taxi kam die Info das die Weiterfahrt bis Hamburg Hauptbahnhof entfiel.
Das Taxi brachte uns dann durch Stau & Umleitungen zum Hotel, der Fahrer fiel durch einen sehr sportlich-dynamischem Fahrstil sowie die sehr lockere Auslegung der StVo auf, wir freuten uns sehr als wir am Hotel angekommen waren (und unversehrt waren).


In Bahn und Taxi permamenter Pups-Geruch um uns herum. Im Taxi hatte ich zwischenzeitlich die Sorge, dass wir das sind. Ein kurzer Geruchscheck im Hotel bestätigte das allerdings nicht. Den Rest des Tages roch es nicht mehr, also gehen wir davon aus, dass sowohl im ICE als auch im Taxi die Leute um uns ungeniert pupsten.


Nach einem kurzem Aufenthalt stapften wir los zum Theater am Großmarkt. Es war ordentlich frisch, durch die Straßen pfiff der Wind; ich nötigte Jott trotzdem zum Fotos machen (wenn wir zwei Süßmäuse schon mal rauskommen, müssen wir natürlich auch dokumentieren wo wir sind).
Unser Plan, unterwegs und vor Harry Potter essen zu gehen, ging auf. Zwar nicht im Neni, zu dem mich Jott führte (weil es offenbar zu 100% vorreserviert war, was uns für 17 Uhr zwar komisch vorkam, aber wer diskutiert dann schon), aber kurz vor dem Großmarkt bei einem kleinen Italiener.


Im Theater am Großmarkt Abends also „Harry Potter und das verwunschene Kind“. Ich hatte im Vorfeld darauf verzichtet, mich zum Theaterstück bzw. der Story zu belesen um mich nicht selbst zu spoilern, daher ging ich bzw. wir erwartungsvoll und unvoreingenommen rein.

Die Bühnenausstattung und das -arrangement bzw. die damit verbundene Choreographie sowie die Spezialeffekte waren beeindruckend. Wir waren besonders fasziniert vom „Wackeleffekt“ bei den Zeitreisen und rätselten, wie das technisch erzeugt wurde (meines Erachtens ein Zusammenspiel von Licht, Schatten und Sound).
Die Story war solide. Ein bisschen abgedreht durch die Zeitreise-Dynamik, aber grundsätzlich unterhaltsam. Nicht so begeistert waren wir beide von der Art der Darbietung, sowohl Albus als auch Scorpius wirkten beide eher überdreht, teils dümmlich und unsympathisch. Außerdem war mir der Vater-Sohn-Konflikt und der Struggle der beiden Heranwachsenden etwas zu platt dargestellt. Das tat aber dem generellen Besuchsvergnügen kaum Abbruch, allein durch Bühnenchoreographie und Effekte wurde reichlich geboten.


Im Anschluss mit dem Taxi ins Hotel & noch ein paar Seiten lesen, bevor der Tag zu Ende ging.
Große Freude dabei: Ein 2×2-Meter-Bett mit 2,20 Meter langen Decken. Von Kopf bis Fuß eingemummelt, während das Zimmer durchlüftete.

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Freitag, 13.02.2026

Einen erfreulich großen Teil des Tages nicht in Terminen gesteckt, ich kam dazu, Dinge und Sachen aufzuzuarbeiten und mich für die nächste Woche zu strukturieren.


Im Kundentermin spannende Einblicke in das Leben eines Bundesliga-Spielers bekommen. Mein Gesprächspartner erzählte einen Schnack aus dem (erweiterten) Familienkreis, das war unterhaltsam und ein bisschen schockierend– Fußballwetten und damit zusammenhängende Gewalt(-bereitschaft) sind offenbar ein Ding.


Mittags unter dem Vorwand, Döni für uns zu holen, rausgegangen und Jotts Valentins- bzw. Bahnfahrtüberraschung abgeholt. Sie bekommt den ersten Band der Heated-Rivalry-Reihe und ist damit am Puls der Zeit.


Auch diese Woche Vollzeit statt Teilzeit gearbeitet und somit jeden Tag Überstunden gemacht. Es nervt und kostet Kraft. Ich hab aber zumindest Ideen für Hebel, an denen wir projektbedingt ansetzen können– z.B. nicht sofort loslaufen und Dinge und Sachen anstoßen nur weil in einem Termin in die Richtung gedacht wurde. Bzw. vielleicht doch mehr Leute ins Boot holen, die die eigentliche Arbeit abnehmen können. Muss das mal mitnehmen, demnächst haben wir im Projekt eine Mini-Review auf Projektleitungs- und Produktmanagement-Ebene.


Abends Couching, How to sell Drugs online (fast) zu Ende geschaut und anschließend North of North begonnen.

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Donnerstag, 12.02.2026

Wieder gemeinsames Home Office mit Jott inkl. gemeinsam verbrachter Mittagspause (Poké Bowl) und Vesper (Blätterteigkringel von Jott).


Meine Kollegin/Projektpartnerin ist (weiterhin) krank. Ich übernahm ihre wichtig-dringenden (Eisenhower lässt grüßen) Themen und hoffte, dass alles gut geht. Da dazu auch die Release-Abnahme für einen Kunden gehörte, verlagerte sich das Ende des Arbeitstages immer weiter nach hinten– ein beteiligter Drittdienstleister musste nämlich auch noch eine versehentlich (wtf?) nicht live gestellte Datenbankanbindung live stellen. Immerhin zum Abendessen konnte ich Schluss machen und hatte auch danach frei.


Abends Kopf abschalten und spielen.

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Mittwoch, 11.02.2026

Gemeinsames Home Office mit Jott. Wir kamen dazu, gemeinsam Mittag und, als die Kinder und Jotts Mama da waren, Vesper zu essen. Das war schön :)


Nachmittags nette Worte von einem Kollegen aus dem DevOps-Team bekommen: Für den ruhigen, umsichtigen Umgang mit einem Fehler in Produktion, die Koordination/Strukturierung des Dev-Teams sowie die zur Fehlerbehebung richtigen Fragen bedankte er sich. Ich freute mich sehr & spiegelte ihm das auch; ich weiß gar nicht wann mir zuletzt jemand sagte das ich meine Arbeit gut mache.


Dirk zählt zehn einfache Tricks für einen besseren Umgang mit Social Media auf. Als jemand, der diese Tricks zum Großteil selbst 1:1 befolgt, kann ich sie daher unbedingt weiterempfehlen.

Mein „Social Media“ auf dem iPhone umfasst Instagram (seit Anfang des Jahres wieder drauf), WhatsApp und E-Mail. Diese Apps steuere ich mit One Sec: Bei jedem Öffnungsversuch dauert es ein paar Sekunden (zwischen 10 und 30, je nach App), bis ich die App öffnen kann. Das hilft sehr, kurz innezuhalten und mich zu fragen weshalb ich die App öffnen wollte.
In Instagram habe ich zudem ein tägliches Limit von 15 Minuten eingebaut. Das reicht, um mit Jott Reels hin und her zu schicken.
Mail und WhatsApp sind Apps, die ich unbewusst sehr oft öffne obwohl es gar nichts neues gibt. One Sec hilft, das zu reflektieren und zu verhindern.

Mehr Social Media Apps habe ich (wohlweislich) nicht installiert; wenn ich sie (wie z.B. Reddit) für einen bestimmten Zweck brauche (?) dann lade ich sie runter und lösche sie danach wieder.
Was auch hilft: Das iPhone am besten in einem anderen Raum liegen haben, sodass es gar nicht erst ins Blickfeld kommt (das schaffe ich aber nur selten).

Ich tracke zudem mit Bildschirmzeit, wieviel Zeit ich das Telefon nutze und wie oft ich es aktiviere. Mein Ziel ist, möglichst wenig Zeit damit zu verbringen. Aktuell bin ich bei ca. 2h/Tag, das ist mir immer noch in Relation zum Nutzen zu viel.

Oh, und was noch gar nicht klappt: News-Seiten wie Zeit Online weniger aufrufen. Da fehlt mir die Disziplin bzw. Impulskontrolle.


Abends statt Mo (Jott mag nicht mehr) die vierte Staffel How to sell Drugs online (fast) angefangen. Ist schon ’ne Weile her, dass wir Staffel 3 geschaut hatten, mindestens mehrere Jahre. Wir kamen trotzdem gut rein und wurden gut unterhalten.

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Dienstag, 10.02.2026

„Kennt ihr euch mit Vögeln aus?“ war von der Wortwahl her nicht unbedingt geschickt gewählt, aber was soll man machen: Heute Vormittag knallte eine etwas merkwürdig aussehende Taube gegen die Scheibe der Balkontür und saß danach regungslos auf den Balkonmöbeln. Nach einem ersten Schreck erfolgte die Erkundigung bei Kollegen & der Familie, wie man am besten vorgeht. Tipp #1: In Ruhe lassen, damit sie sich berappeln kann. Das tat sie dann auch zu meiner großen Erleichterung, denn Tipp #2 (im Falle eines ohnmächtigen Vogels) bestand darin, das Viech in einen Handtuchring in einen Karton zu setzen– und anfassen (auch mit Handschuhen) wollte ich sie eher nicht (hätte ich aber gemacht, wenn es notwendig gewesen wäre).
Die Taube hatte einen Ring am Fuß, leider konnte ich die Kennung nicht entziffern. Durch Recherche lernte ich, dass es sich um eine Zuchttaube handelte und noch ein, zwei Dinge über Tauben und was man machen soll wenn einem ein Tier vor die Füße fällt.
Im Laufe des Vormittags bekam sie ein paar Haferflocken, Körner und kleingeschnittene Apfelstücken sowie Wasser, das reichte ihr offenbar um wieder fit zu werden und ihre Reise fortzusetzen.
Die Zwillinge, vor allem J, waren sehr traurig das sie die Taube nicht streicheln durften– aber das Tier sollte sich ja ausruhen und das geht in der Nähe der Zwillinge (ich spreche aus Erfahrung) nicht so gut.


Pünktlich Schluss gemacht, schön wie lang der Nachmittag dann noch ist :)


Nachmittags shoppen mit G, das hatte sie sich die letzten Tage gewünscht. Da sie keine konkreten Wünsche hatte, nahm ich sie einfach zum Einkaufen mit. Sie profitierte davon: Für sie fielen Quarkkeulchen, neue Tintenkiller und ein neuer Labello (mit rosa Glanz!) an.


J & M erfanden im Ferienhort eine eigene Währung („Draken“), mit der sie spielten (Dönerbude, Kaufmannsladen). Das Wochenende verbrachten sie zu einem nicht unerheblichen Teil damit, Geldscheine für Draken zu basteln und in einer großen Schatzkiste zu deponieren. Sehr niedlich und ein bisschen unerwartet, so ein Spiel– ich dachte, sie sind schon zu alt und zu cool dafür.
Heute bekam ihre Spielzeugwährung eine unerwartete Wendung: G möchte ein von J nicht mehr benötigtes Fußballheft haben. J möchte es aber nicht verschenken, sondern verkaufen… Und da kommen die Draken ins Spiel: G erledigt für J Aufgaben und wird in Draken bezahlt (eine Flasche Sprudelwasser zubereiten: 100 Draken – Beim Zimmeraufräumen helfen: 300 Draken). Die Draken wiederum kann sie benutzen, um das Fußballheft (Kosten: 2000 Draken) zu kaufen.
So ein Fuchs (und Kapitalistenschwein)!


Vanessa schreibt sehr warmherzig und weise über die Jugend von heute.
Ich bin sehr gespannt, wie meine Beurteilung in ein paar Jahren ausfällt. Noch sinds ja eher die Kinder von heute, mit denen ich lebe.


Markus nimmt uns auf seine Reise zu digitaler Souveränität mit:

[My own private digitale Souveränität- Teil 1]
[My own private digitale Souveränität – Teil 2]
Das Thema treibt mich ebenfalls um, allerdings noch nicht genug um selbst aktiv zu werden. Aber es kann nie schaden, Augen und Ohren offen zu halten und im Zweifel schon ein, zwei Anbieter zu kennen.
Wichtigster Punkt für mich nach dem Lesen von Markus’ Artikeln ist es allerdings erstmal, eine Inventur durchzuführen. Welcher Bereich verdient am meisten Aufmerksamkeit weil er am kritischsten ist?

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Montag, 09.02.2026

Weiterhin leicht erkältet und angeschlagen gefühlt. Am Wochenende gings, heute merkte ich es wieder. Leichte Halsschmerzen, aber auf der anderen Halsseite als Freitag.
Ich mach dann mal ’ne Woche Büro- und Sportpause und gönn mir ein bisschen mehr Ruhe.


Auf dem Weg zur Schule Vogelzwitschern und mich gewundert, ob das nicht ein bisschen früh ist. Offenbar nicht, aber vor einem Jahr hab ich mich das auch gefragt.
Lange und viel gearbeitet.


Erledigungspaul: Einen Augenarzttermin für das eine Kind vereinbart, die Erstaufnahme beim Kieferokthopäden für das andere, den Ergotherapietermin mit dem dritten Kind wahrgenommen… Davor, dazwischen und danach viel und lange gearbeitet, mein GLZ-Konto freut sich (vielleicht aber auch nicht, weil tiefrot).


Überraschung am Nachmittag: Während M Schwimmen war, räumte J das Jungszimmer ganz allein auf und sorgte für Ordnung. Endlich wieder freie Bahn bis zum Fenster!


Jott plant seit einiger Zeit die Umgestaltung besagten Jungszimmers. Beide bekommen richtige Hochbetten, darunter wird es Schreibtisch/Lümmelcouch geben. Dem Alter etwas angemessener.
Vermutlich im Frühsommer bauen wir dann um, mal schauen wie wir das machen– am sinnvollsten wäre es vermutlich, ein oder zwei Tage frei zu nehmen.


In Autokratien gilt: Werde brutal, oder verliere deinen Job“ (Krautreporter, Geschenklink)
Wenn Menschen in Diktaturen foltern, entführen und töten, hat das oft wenig mit Überzeugung zu tun, erklärt der Politikwissenschaftler Christian Gläßel.
Die Banalität des Bösen. Immer wieder.


Tränen, ja wirklich: Tränen gelacht bei diesem Reel. Die wegrutschenden Füße!


Nochmal zum Wilhelm-Tell-Film vom Freitag, ich kam im Nachgang drauf was mich daran störte und versuche, es in Worte zu fassen und mich dem zu nähern: Die bemühte Diversität, bzw. das vorgehaltene Feigenblatt „Wir beschäftigen auch nicht-weiße Schauspieler:innen und sind allein dadurch divers“.
Tells Frau Suna wird von der iranischstämmigen Schauspielerin Golshifteh Farahani gespielt, der Charakter Fürst (im Film ein Priester) von Amar Chadha-Patel (Brite mit indischen Wurzeln). Beide werden definitiv nicht-weiß gelesen/wahrgenommen.
Im Fall von Suna wird wenigstens noch versucht, eine Hintergrundgeschichte zu entwickeln (sie kam mit ihm nach seiner Teilnahme am Kreuzzug zurück), bei Fürst ist dem nicht so. Die Hintergrundgeschichte ist aber leider überhaupt nicht relevant und wirkt lediglich wie ein Alibi.
Wenn eine Frau/ein Priester aus dem Orient in ein abgeschottetes Schweizer Bergdorf des 14. Jahrhunderts kommt, müsste das soziale Reibungen, Neugier oder Konflikte erzeugen. Das wird aber gar nicht gezeigt bzw. scheint nicht zu existieren.
Ich empfand die Besetzung in einem Setting, das in der eher abgeschiedenen und vermutlich isolierteren mittelalterlichen Schweiz spielt, als sehr auffallend und unorganisch– also so, als ob man sich krampfhaft bemüht, auch nichtweiße Schauspieler:innen zu integrieren um eine Quote zu erfüllen und eine Checkbox abzuhaken.
Der Fachbegriff ist wohl „Binnenglaubwürdigkeit“. In der dargestellten Welt sind nicht-weiße Charaktere schlicht unglaubwürdig. Es fühlt sich innerhalb der gedachten Welt nicht echt an.
Von einem „historisches Filmepos“ bzw. einem „epic historical action film“, der quasi Blut, Schlamm und Scheiße des Mittelalters atmen soll, erwarte ich tatsächlich anderes/mehr (auch in Hinblick auf historische Authentizität– ich denke da an die Glasfenster ins Tells Bauernhütte oder die Kampfmönche oder oder oder).

Dabei gibts genügend Serien/Filme, in denen Diversität gut funktioniert– Bridgerton z.B.: Dort stört mich der diverse Cast überhaupt nicht. Warum? Weil Bridgerton eine bewusste, poppige Utopie ist. Die Serie etabliert von der ersten Sekunde an ein alternatives Universum mit eigenen Regeln. Dort ist Diversität das ästhetische Grundprinzip und kein Fremdkörper. Bei Tell hingegen kollidiert der Anspruch an ein „historisches Epos“ mit einer Besetzung, die das Drehbuch selbst nicht zu Ende gedacht hat.

(Ich hoffe, ich werde nun nicht einer von diesen mittelalten weißen Männern…)

(Mir hat Gemini sehr beim Gedankensortieren und Formulieren geholfen)