M wurde nachts wieder wegen starker Kopfschmerzen wach. Immerhin hat er kein Fieber mehr und erbricht sich auch nicht, aber wirklich rosig ist sein Zustand nicht– ganz im Gegenteil. Immerhin wirkte er den Tag über etwas fitter als gestern, gegen Mittag hörte ich ihn aus dem Kinderzimmer kichern weil er sich über einen Podcast beömmelte. Zum Nachmittag/Abend baute er allerdings wieder ab, wenngleich nicht so schlimm wie die letzten Tage.
Nachmittags Schwimmtraining mit den Zwillingen. Die beiden wurden offenbar ordentlich rangenommen, nach dem Training waren sie sehr k.o.
Nach Abendbrot und Kinder ins Bett bringen zu einer Laufrunde an der Wuhle aufgebrochen. Es war dunkel, es nieselte, ich hatte keine Lust, ich finds unheimlich im Dunkeln zu joggen– daher versprach ich mir, aufzuhören wenns nach 5 Minuten nicht besser würde. Tja, dazu kams dann nicht. Ich zog die übliche Laufrunde durch, schaffte sie sogar in (relativer) Bestzeit und war nach Ankunft sehr stolz auf mich, mich nochmal aufgerafft zu haben.
Theorie: Ich schlaf eine Nacht im Wohnzimmer, niemand schnarcht, ich bin morgens voll erholt.
Praxis: Naja. Ich hätt auch bei Jott im Schlafzimmer bleiben können, das hätte keinen Unterschied gemacht.
M ist weiterhin krank. Auf dem Weg zum Kinderarzt dachte ich, dass er mir abrauscht, so sehr war er neben der Spur. Beim Kinderarzt trotz vollem Wartezimmer nur gute 15 Minuten auf unseren Termin warten müssen (ich bin ganz unironisch begeistert, es ist halt Erkältungshochzeit), dann eine sehr empathische Behandlung für M. Was er wirklich hat, konnte niemand sagen– es könnte ein Magen-Darm-Infekt sein, ein anderer Virus-Infekt, Migräne gepaart mit einer schweren Erkältung… Es stand die Überlegung im Raum, ihn direkt ins Kinderklinikum einweisen zu lassen, das haben wir aber erstmal aufgeschoben– ich würd ihn gern noch ein, zwei Tage beobachten. Wir sollen uns aber auf jeden Fall einen Termin in der Kopfschmerzambulanz organisieren und auch orthopädisch/ostheopathisch abklären lassen, ob M irgendwelche Blockaden/Fehlstellungen hat.
Zu Hause legte sich M direkt wieder hin und komate vor sich hin– dass es ihn wirklich erwischt hat, merke ich daran das er nichtmal Hörspiele oder seinen Lieblingspodcast hört.
In einem Anfall von Aktionismus zwei Vorfälle vom vergangenen Donnerstag von Ms Lehrerin an Schulleitung & Schulpsychologin gemeldet. In der Schublade liegen noch ein paar weitere Gedächtnisprotokolle von M, die werd ich im Laufe der nächsten Tage noch aufbereiten und ebenfalls rüberschicken. Die Situation mit der Lehrerin ist für uns (und viele andere Eltern der Klasse) nicht mehr tragbar, zumindest meine Strategie ist es nun, wirklich _alles_ direkt weiterzugeben in der Hoffnung, dass es irgendwann Konsequenzen für die Lehrerin hat.
Highlight des Arbeitstages: Ein langes Gespräch mit einem geschätzten Kollegen. Wir fachsimpelten erst über ein Projekt, schwiffen dann ab und sprachen über Gott und die Welt. Das brauchte ich, gerad nach der vergangenen Woche ohne großartigen Menschenkontakt.
Nachts starke Kopfschmerzen und Fieber bei M. Ich gab ihm gegen 4 Uhr eine Paracetmol, eine Dreiviertelstunde danach erbrach er sich. Er konnte dann trotzdem wieder einschlafen, ganz im Gegensazu mir– zum einen horchte ich auf jeden Pieps, zum anderen schnarchte Jott wieder vor sich hin. Kurz vor Acht gab ich entnervt auf und stand auf.
M schlief lange, war nach dem Aufwachen groggy und erbrach sich vormittags nochmals nach einer Tasse Tee. Vielleicht ist es ja ein Magen-Darm-Infekt? Wir schilderten A, S und E, die zum Mittagessen und Rommé-Spielen eingeladen waren, jedenfalls die Symptome, woraufhin sie den geplanten Besuch leider, aber verständlich, cancelten.
Laufrunde an der Wuhle am Vormittag. Tat gut, machte den Kopf frei.
Nachmittags ein langer Spaziergang mit J und G an der Wuhle. Ich hatte sie mit Entenfüttern geködert, Jott hatte abgelaufene Sonnenblumen- und Kürbiskerne aussortiert die ich verfüttern wollte. Die beiden waren Feuer und Flamme, das ist schon niedlich für ansonsten große, coole Achtjährige.
Während die beiden den Wuhlewanderweg entlang rollerten, lief ich hinterher und fotografierte mit meiner „großen“ Kamera, die ich früher viel genutzt hatte.
Abends gemeinsam Star Wars: Skeleton Crew geschaut, sehr gut unterhalten worden.
M verschlief den Tag größtenteils. Morgen geh ich mit ihm zum Kinderarzt, vor allem weil seine Kopfschmerzen wieder so stark sind. Das Kopfschmerztagebuch werd ich mitnehmen und dann darauf dringen, dass das untersucht wird.
Reichlich Einträge auf der Todo-Liste. Wir arbeiteten sie gemeinsam ab, das beschäftigte uns ganz schön. Unter anderem nahmen wir die Depoteröffnung für die Kinder in Angriff, bzw. authentifizierten wir uns beide, wodurch der Eröffnungsprozess nun weitergehen kann.
Italienisch-Stunde nach dem Essen („Dare e ricevere indicazioni stradali“– also Fragen & Antworten wie man irgendwo hin kommt bzw. Wegbeschreibungen gibt, inklusive der Grammatik zur Verwendung des Imperativs). Einige Kursteilnehmende wiedererkannt & die Hingabe der beiden Amerikanerinnen bewundert, die sich 7 Uhr morgens in den Kurs einwählten.
G wurde nachmittags von unseren Nachbarn zum Schlittschuhlaufen im Strandbad Wendenschloss mitgenommen, während M und J auf den Bolzi zum Fußballspielen verschwanden. Ich wollte eigentlich eine Runde an der Wuhle spazieren gehen (es schneite ein bisschen und war kalt, also perfektes Wetter), änderte meine Pläne aber als M anrief– sie wurden auf dem Bolzi von drei größeren Kindern geärgert und mit Eis beworfen; ich bat sie mir entgegenzukommen und lief also nicht an die Wuhle, sondern zum Bolzi. Wir begegneten uns am Zaun, hinter ihnen liefen die drei größeren Kinder– die, als sie mich sahen, sofort umdrehten. Ich rief ihnen zu, dass sie doch bitte mal rankommen sollen, anschließend klärten wir sehr freundlich und bestimmt (was soll ich auch sonst machen, ich kann ja keine fremden Sechstklässler zusammenscheißen), dass es nicht sonderlich heldenhaft ist, wenn drei Größere zwei Kleinere ärgern. Die drei entschuldigten sich dann auch recht fix. M und J schnappte ich mir dann und klärte mit ihnen, dass sie beim nächsten Mal doch bitte einfach gehen sollen– auch wenns schmerzt und sich blöd anfühlt, ziehen sie den Kürzeren. Und ich kann ja auch nicht immer sofort kommen bzw. sollte das auch nicht– die beiden müssen sowas auch allein lösen lernen, und das heißt in dem Fall halt einfach gehen und Deeskalieren.
Skyporn bei Rückkehr.
Abends bei 0 Grad und Schneeschauer eine Sporteinheit auf dem Hof absolviert. Die Überwindung war recht groß (kalt, Schnee, faulenzen wär auch toll gewesen…), aber die Freude beim Sportmachen und danach dann umso größer. Die neue Thermo-Unterwäsche ist auch nochmal ’ne Nummer besser als die alte, und vor allem länger– das tat dann einiges für ein gutes Gefühl beim Dehnen und den Kraftübungen.
Abklatsch mit Jott, die sich mit A für „Mama geht tanzen“ verabredet hatte. 5 Minuten nachdem sie weg waren, schicke ich einen sehr blassen, sehr ruhigen M ins Bett. Er hatte Kopfschmerzen und erhöhte Temperatur und, was das beunruhigendste war, folgte meiner Ansage sofort und ohne Protest. Ich hoffe er brütet nichts aus.
G kam gegen 20:15 Uhr mit roten Kältebäckchen, Augenringen und einem großen Grinsen zurück nach Hause. Sie war Schlittschuh gelaufen, hatte sich mit ihrer Freundin Pommes geteilt und eine Schneeballschlacht gemacht. Klang nach einem sehr tollen Nachmittag :)
Als die Kinder im Bett waren vor dem Rechner versackt (weiterhin Medieval 2, ich errichte aktuell ein englisches Großreich und muss mich gerad maurischer Horden erwehren die meine Besitzungen in Frankreich erobern wollen).
Nach der Arbeit zum Neujahrsfest des Schwimmvereins nach Friedrichshagen gefahren. Wir kamen leicht verspätet weil ich uns in die falsche Straßenbahn setzte, war aber nicht weiter wild weil die Kinder immer noch ausreichend Zeit auf dem Eis hatten. Die Jungs eierten ganz schön rum am Anfang, wurden aber zunehmend sicherer und konnten am Ende ohne die Eislaufhilfen fahren. G, die in der Vergangenheit schon öfter auf dem Eis stand und auch gut auf Inlinern unterwegs ist, drehte ohne Hilfe ihre Runden, holte sich dann aber irgendwann aus Jux trotzdem einen Pinguin und schob ihn übers Eis.
Ich wagte mich nicht rauf, meine aktive Eislaufzeit ist gute 25 Jahre her– außerdem wollte ich nicht nass werden und hatte auch ein bisschen Sorge, mir ziemlich wehzutun. Wobei es schon schön aussah und man da bestimmt recht fix wieder reinkommt… Vielleicht fahren wir ja nochmal privat hin, dann probier ich es.
Wieder zu Hause Pizza, Couch und Kinderfilm, das hatten sich die drei nach der langen Woche und der zusätzlichen Bewegung am späten Nachmittag verdient.
Jott kam einen Zug früher nach Hause. Allseits große Freude, wir hatten sie vermisst (in den wenigen Momenten, in denen überhaupt Raum dafür da war).
Besonderes Mitbringsel: Ein Kollege aus Jott hatte ihr von einer Dienstreise aus Brasilien Cachaça mitgebracht. Weil Jott nach der Woche in Frankfurt erstmal keinen Alkohol mehr sehen konnte (honni soit qui mal y pense…), durfte ich allein verkosten. Guter Stoff, überraschend sanft, leicht und ein bisschen fruchtig. Kann man sogar pur trinken, nicht nur im Caipirinha.
Was mich überraschte und erfreute: Ich konnte den portugiesischen Text auf der Rückseite auf Grund der Ähnlichkeit zum Italienischen zumindest inhaltlich erfassen. Das ist mir neulich schon bei einem (einfachen) französischen Text aufgefallen und ist ein supergutes Bonusfeature vom Italienischlernen, mit dem ich nicht gerechnet hatte.
Mit Jott das Staffelfinale von Black Doves geschaut. Schade, das es vorbei ist– gut, dass es eine zweite Staffel geben wird. Wir freuen uns und schauen, was wird (was wird).
Ganz schön groggy nach der Woche (auch schon vor dem Caipirina). Ich habe wieder einmal gemerkt, dass ich mehr auf meinen Schlaf achten muss– ich brauche wirklich um die acht Stunden, idealerweise ohne Unterbrechungen. Das hab ich die letzten Tage zwar nicht geschafft, aber ich kam ran und bemerkte es am nächsten Tag jeweils positiv.
Die Arbeitswoche war sehr bescheiden. Ich arbeitete bis auf ein, zwei Ausnahmen ohne Lebenszeichen anderer Menschen, das war sogar mir zu wenig. Ich möchte gern mit Menschen zusammenarbeiten. Nicht zwingend im selben Raum, aber zumindest digital und im selben Projekt. Außerdem arge Motivations- und Organisationsprobleme gehabt. Die Schulung, die mein Teamkollege und ich vorbereiten sollen, ist zwar theoretisch eine gute Sache, aber wirklich begeistern kann ich mich dafür nicht. Es ist ein bisschen zu weit weg von dem, was ich machen möchte– und ohne den direkten Austausch (mein Kollege ist noch im Urlaub) schaff ichs kaum, was sinnvolles auf die Beine zu stellen.
Besserung ist weiterhin keine in Sicht, ich habe daher nun meinen Stepstone-Account reaktiviert und schonmal grob gescannt was gerade so an interessanten Jobs angeboten wird.
Für die zu gebende Schulung tiefer ins Thema Qualitätsmanagement & Qualitätsmanagementsysteme eingestiegen und mit zunehmenden Interesse die Infos aufgenommen & weiterverarbeitet. Das klingt eigentlich nach einer sehr sinnvollen Sache– wenn es denn gelebt und auch aktualisiert wird. In der Schulung werden mein Kollege und ich ein bisschen was dazu erzählen müssen, nach dem heutigen Tag fühle ich mich einigermaßen bereit dafür.
Zweites Schwimmtraining der Kinder. Heute schaffte M sein Gold-Abzeichen, somit haben alle Kinder die an sie gestellten Schwimmziele übererfüllt. Als wir sie anmeldeten, war Bronze das Ziel, nun haben sie Gold– tolle Sache. Das zieht dann demnächst nach sich, dass wir über das Thema Freizeitgestaltung sprechen werden, denn vor allem die Jungs sagen immer mal wieder das sie eigentlich lieber im Verein Fußballspielen möchten…
Als wir aus der Schwimmhalle rauskamen, schneite es in großen, dicken Flocken. Große Begeisterung bei uns allen, wir liefen alle vier mit herausgestreckten Zungen zum Bus um die Schneeflocken aufzufangen :)
Wieder eine Stunde Italienisch am Abend, diesmal von 20 bis 21 Uhr– das war nochmal einen Ticken angenehmer als gestern (21-22 Uhr). War schön, gab Energie.
Mehr schlecht als recht „auf Arbeit“ beschäftigt. Ich kann mich nun voll und ganz der Schulung widmen, die ein Kollege und ich so circa im März halten sollen. Aber ganz allein (der Kollege ist die Woche noch im Urlaub) schaff ich’s kaum, mich zu überwinden. Das Thema fühlt sich auch sehr nach Beschäftigungstherapie an, das hilft auch nicht sonderlich beim motivieren.
Die Kinder am Nachmittag nur mit großer Mühe dazu animieren können, sich für ihre Schreibübungen hinzusetzen. Wir waren alle froh, als es vorbei war- ich verzichtete auch auf Korrekturen.
Der Italienischlehrer in der Babbe Live Session am Abend war eine Type. Nach gut 40 Minuten, wir waren mit der Lektion fertig, zündete er sich eine Fluppe an und plauderte mit uns– es war seine achte Stunde, er hatte quasi Feierabend. Wir Schüler:innen nutzten die Zeit, uns ein bisschen auszutauschen. Mittendrin mitbekommen, dass Babbel den Lehrenden offenbar nur 14 EUR/Unterrichtsstunde zahlt. Wenn das wahr ist, ist es verdammt wenig.
22 Uhr war die Stunde vorbei und ich auch fertig mit dem Tag. Trotzdem so doof gewesen und „nur kurz“ bei YouTube Shorts reingeschaut und schlussendlich dort versackt. Es ist zum Mäusemelken– ich habe die Willenskraft eines Vierjährigen vor einem Schokokuss.
J hat M für 25 EUR ungefähr 100 UEFA-Karten und ein Sammelalbum abgekauft/M hat J für 25 EUR besagte Karten und das Sammelalbum verkauft (ich weiß nicht von wem es ausging, daher beide Versionen). Beide Jungs sind eigentlich zufrieden mit diesem „Geschäft“; 100 Karten würden bei Amazon auch deutlich mehr kosten (80 Karten kosten 21,90 EUR).
Ich bin da sehr ambivalent. Einerseits find ichs blöd wenn sie untereinander Spielzeug kaufen/verkaufen, andererseits scheint es tatsächlich ein einigermaßen fairer Deal zu sein. Und J hat offenbar auch viele glitzernde, seltene und wertvolle Karten bekommen, die er auch nicht mehr zurücktauschen will.
Wie also damit umgehen?
Jotts Idee wäre, dass sie das offiziell machen, wir also einen Vertrag aufsetzen wo drinsteht was der eine dem anderen wofür verkauft, ggf. inklusive einer Rücktauschverbots-Klausel wenn das gekaufte Produkt nach vier Wochen nicht mehr gefällt. Das find ich ziemlich smart.
Joggen in der Mittagspause. Tat gut, kann ich aber auch nur machen wenn nichts dringendes ansteht.
Erstes Schwimmtraining des Jahres. J und G absolvierten heute den 2. Teil ihrer Prüfung für das Gold-Abzeichen; M, der vor Weihnachten krank war, fing heute an und setzt es Donnerstag fort. Ich wusste das gar nicht und war sehr überrascht als die Zwillinge freudestrahlend aus dem Training kamen.
Arbeit: Decken wir den Mantel des Schweigens über das Thema.
Versuchsweise eine kleine Crowdfarming-Obstkiste im Abo bestellt. Bei den letzten Kisten war immer das Problem, dass die Mengen an Obst/Gemüse uns überforderten. Bei der Januar-Kiste kommen nun insgesamt ca. 4,5 Kilo Bananen, Apfelsinen und Avocados– das sollten wir wegbekommen. Wenn die Qualität stimmt, könnte ich mir das als Ergänzung für uns vorstellen.
Ich wurde ge-ben_-fluenced und habe mir nun auch den 12,025 Human Era Calendar gekauft. Ich weiß zwar noch nicht, wo ich ihn aufhängen kann, aber das wird sich geben :)
Sehr k.o. am Ende des Tages– obwohl die Kinder beinahe mustergültig mitgemacht haben. Gg. 22 Uhr war bei mir Licht aus.
Schlecht geschlafen. Ich konnte nicht einschlafen, als ich dann schlief schnarchte Jott ständig. Gegen 5 Uhr wütend ins Wohnzimmer um wenigstens noch eine Stunde bis zum Weckerklingeln Ruhe zu haben.
Streit, Ärger und Verdruss am Morgen. G baut beim Frühstück aus Cornflakes-Packungen eine Mauer vor sich, weil J nicht ständig zu ihr rüber gucken soll und ist zickig. J streitet alles ab, macht aber Stielaugen. M hat Kopfschmerzen, J beschuldigt ihn der Simulation. Später Diskussion im wettergerechte Kleidung und wieso Mütze/Schal/Handschuhe blöd sind, nicht passen usw. usf.
Jott brach am späten Vormittag nach Frankfurt auf und wird dort bis Freitag netzwerken, Workshops leiten und besuchen und die familienfreie Zeit genießen.
Arbeitstechnisch gabs heute noch genug zu tun, ein bisschen hatte sich in den vergangenen drei Wochen angesammelt, das konnte ich abarbeiten. Mal schauen wie es morgen aussieht.
Termine für Hautkrebsscreening UND Ü35 Gesundheitscheckup vereinbart wie so ein organisierter und vorsorgender Mensch.
Das hab ich gut gemacht.
Gegen 16 Uhr wollte ich den Zwillingen mit M entgegenlaufen um nochmal ein bisschen an die frische Luft zu kommen und ein paar Schritte zu laufen. Leider liefen sie genau heute einen anderen Weg als sonst, wir verpassten uns. Ich bekam dann einen Anruf von der Mama des Nachbarsmädchen mit dem G immer spielt mit der Info, dass die beiden mich suchen. Haben sie gut gemacht, ich eher weniger– damit muss ich ja rechnen, dass sie auch mal andere Wege nehmen. Immerhin waren die beiden recht entspannt, ich lobte sie für ihre gute Idee zur Nachbarin hochzulaufen und mich anrufen zu lassen.
In irgendeiner eigentlich banalen Netflix-Serie am Rande mitgehört wie über eine Person gesagt wird, dass sie sich lauter „Projekte“ schafft um die eigentlichen Baustellen zu vermeiden/umgehen. Das resonierte in mir, mache ich das vielleicht auch? Der Sport, Italienisch lernen, die ritualisierte Alltagsbewältigung…
Apropos richtige Baustelle: Solange die Kinder nach ihrer Ankunft zu Hause ihren Kram abschmeißen wo sie gerade stehen und sich keinen Deut um Schule/Aufgaben kümmern, muss aus meiner Sicht ein Erwachsener zu Hause sein der sie einfängt/antreibt. Aktuell übernehm ich das an mindestens 3/5 Tagen. Das könnte ich nicht machen, wenn ich irgendwo neu anfange und erst gegen Abend aus einem Büro nach Hause komme– und wenn man irgendwo neu anfängt, sollte man sich schon gerade am Anfang viel und oft sehen lassen um Kontakte zu knüpfen und richtig anzukommen. Das ist gedanklich eine sehr große Hürde für mich.
Nicht auf der Couch geschlafen, Jotts Husten/Schnarchen wird besser. Hurra!
Vormittags bei -2°C eine Laufrunde an der Wuhle. Als ich zurückkam, war die Mütze vereist.
Das Dubai-Dingsi von A entpuppte sich als leckeres Pistazien-Tiramisu. Wir rechneten A ihre Bemühungen hoch an, vor allem weil es wohl momentan gar nicht so einfach ist, Pistazien zu bekommen.
Ansonsten das übliche: Mittagessen mit A, S und E, anschließend Rommé. Ich gewann mit zwei Punkten Vorsprung vor A, S kackte ab (das ist selten) und Jott schwamm im Mittelfeld.
Am Nachmittag begann es zu schneien, und weil niemand mit mir raus wollte lief ich dann ganz begeistert und beschwingt ein bisschen durch die Gegend, freute mich über den Schnee und holte die Jungs vom Bolzi ab– ihren Erzählungen nach hatte sie beim Fußballspielen ein furchtbarer Schneesturm mit meterhohen Verwehungen überrascht, sie schienen kaum noch die Hand vor den Augen gesehen zu haben…
Abends, nach Kinder baden, Abendessen und Kinder ins Bett bringen, schauten wir weiter Black Doves. Ganz verwegen sogar zwei Folgen bis Dreiviertel Elf. Weiterhin schwer begeistert, ich freu mich auf die letzte Folge am kommenden Freitag wenn Jott aus Frankfurt wiederkommt.