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Samstag, 04.01.2025

Furchtbare Diskussionen, Gekeife, Geschrei und Theater beim nachmittäglichen Rausgehen. Die Kinder wollten nicht, sollten aber weil sie den Tag bis dahin drinnen verbracht hatten; J war überdreht, M ließ sich anstecken, G zickte, ich hatte die Schnauze gestrichen voll von dem ganzen Scheiß. Das Ende vom Lied: Die Jungs gingen allein auf den Bolzi, G blieb bei Jott und ich lief allein durch die Gegend.

Wenn dann (fast) alle erstmal draußen sind, gehts wieder, aber wieso muss der Weg dorthin so anstrengend sein?


Ich hab ein bisschen Bammel vor der nächsten Woche. Jott ist in Frankfurt („Frankytown“), der Alltag wird wieder richtig reinkicken mit Schule und Schwimmtraining und wenn die Kinder weiterhin so unausstehlich sind muss ich sie spätestens Mittwoch ausquartieren (oder mich, das ist vielleicht einfacher).


As Spoiler/Teaser für das morgige Vesper:

Jott und ich rätseln nun, was es ist– irgendwas im Dubai-Style?


Abends Black Doves weitergeschaut. Die Serie gefällt uns richtig gut. Die Handlung ist spannend, Keira Knightley und Ben Whishaw spielen fantastisch (ich find ihn sogar noch besser als sie) und die Szenerie/Atmosphäre aus London sind auch großartig.

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Freitag, 03.01.2025

Noch vor dem richtigen Einschlafen ins Wohnzimmer geflüchtet, ich lag da und wartete auf den nächsten Huster. Das wäre für uns beide keine schöne Nacht gewesen, also ab auf die Couch.


Vormittags den Kleiderschrank ausgemistet. Die „Wenn ich noch ein bisschen abnehme, pass ich da wieder rein“-Hemden und Hosen und die „Hey, ich könnte die an den Knien aufgescheuerten Hosen ja mal mit Patches NÄHEN“ wanderten raus, ebenso wie einige schlicht aus der Zeit gekommene Kleidungsstücke. Die Hemden taten weh, die mochte ich– aber es sieht einfach doof aus wenn sie an Bauch oder Brust spannen, und ich werd vermutlich eher nicht schmaler in den nächsten Jahren. Mittendrin Slapstick, weil ich die Anzughosen in Größe 52 nichtmal über die Waden bekam– wie können die vor ein paar Jahren noch gepasst haben?

Mit ein bisschen Glück passen die Hemden unserem Nachbarn, der ist ungefähr gleich groß, aber wesentlich schmaler als ich. Ansonsten werd ich sie einfach spenden.

Ich hatte vorher stark unterschätzt, wie lange das Ausmisten dauern würde. Aus der gedachten halben Stunde wurden am Ende fast zwei Stunden, das ganze Anprobieren und Jott vorführen dauerte doch ziemlich.

Wichtigstes Learning: Ich habe die Körperform einer ungleichmäßig gewachsenen Karotte & zu kleine Bekleidung aufheben für bessere/andere Zeiten lohnt sich nicht.


Im Anschluss eine Runde laufen gegangen bei schönem Wetter (unironisch), die Sonne kam raus und ich konnte Vitamin D tanken– zumindest im Gesicht, der Rest war von Kleidung bedeckt.


Mittags döniert, keiner wollte kochen– Jott brachte den (fast) Neujahrsdöner von einer Einkaufsrunde im Forum Köpenick mit.


Am gestrigen ersten Schultag nach den Ferien waren in manchen Klassen offenbar ein Viertel der Kinder nicht da… Wir hättens uns auch einfach machen können, andererseits wären dann die Kinder noch länger zu Hause gewesen…

(und es wäre halt nicht richtig gewesen, weils nunmal der erste Schultag ist und Schule wichtig ist und und und)


Beim Schrankausmisten fand ich überraschend Ohrnupsies für meine Lieblingskopfhörer (an einem Paar defekter Kopfhörer, die ich aus nicht nachvollziehbaren Gründen aufgehoben hatte). Damit hab ich eine Alternative zu den AirPods, die wirklich unfassbar schnell entladen.


Am Abend in Schitt’s Creek auf Netflix reingeschaut, wir brauchen ein neues Serienprojekt. Nach einer Folge gaben wir uns optimistisch, dass vielleicht die zweite Folge sehenswert sein würde– was sie aber nicht war. Selten sowas unlustiges, plattes und unsympathisches gesehen. Wir schwenkten dann auf Black Doves um und bereuten es nicht, nach der ersten Folge schafften wir es kaum aufzuhören, weils so spannend war (und wir beide Keira Knightley Fans sind…).

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Donnerstag, 02.01.2025

Erster Schultag nach Weihnachten/Neujahr in Berlin. Welche Knalltüte auf diese Idee kam… Das morgendliche Aufstehen fiel sehr, sehr schwer– die Nacht war auch dank Husten- und Schnarchanfällen einer dem Autoren bekannten weiblichen Person nicht sonderlich ergiebig, was guten Schlaf betrifft.


Vormittags ein Großeinkauf bei DM, ich freute mich meine Lieblings-Lappen/-Schwämme zu bekommen (die sind öfter vergriffen und das Rewe-Äquivalent taugt nichts und LASSEN SIE MICH, ICH BIN HALT ALT UND SPIESSIG UND HABE EBEN LIEBLINGSLAPPEN).


Als die Kinder aus der Schule zurück waren, spielten wir eine Runde Arschmallows. Das hatte sich M zu Weihnachten gewünscht und bekommen, wir hatten Spaß.


Nachmittags/Abends eine Sporteinheit auf dem Hof. Heute zählt einfach immer noch als Jahresstart, somit habe ich das Jahr sportlich und aktiv begonnen :)

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Mittwoch, 01.01.2025

Unfassbar schlecht geschlafen. Vielleicht ist es keine gute Idee, den Kalorienbedarf eines Tages nach 20 Uhr in sich reinzustopfen. Ist ja auch nicht so, als ob ich das nicht kürzlich schonmal gemacht hätte und daraus hätte lernen können… Trotzdem Wecker auf 8 Uhr, damit wir einen einigermaßen geregelten Tag verbringen können– morgen geht nämlich der Alltag weiter weil in Berlin die Schule wieder beginnt.


Kurze Spazierrunde nach dem Aufstehen um wach zu werden. Mich schmerzten die Böllerreste an der Wuhle, da macht nämlich die nächsten Tage keiner sauber.

Hochachtung für die Joggerin die mir kurz nach 8 Uhr entgegenkam. Ich schob meinen vollgefressenen Bauch vor mir her und war neidisch.


Während die Kinder am Vormittag samt Gastkind E schön draußen spielte, beseitigte ich unsere Feuerwerksreste– wenn man Dreck macht, muss man ihn auch wegräumen.


Zum Mittag kamen A und S vorbei. Wir aßen Reste und Kartoffelsuppe, spielten Rommé und verbrachten den Nachmittag gemeinsam. Jott buchte uns außerdem nach kurzer Recherche und Abstimmung unseren Sommerurlaub, wir werden eine gemeinsame Woche in der westdeutschen Provinz am Dümmer See mit A, S und E verbringen. Eventuell machen Jott, die Kinder und ich danach nochmal allein Urlaub an der Ostsee, aber das müssen wir noch besprechen.
Auf meinen Spaziergangsvorschlag reagierte niemand, ich ging dann allein raus und spazierte einmal bis Hirschgarten und zurück– aufs drinnen hocken hatte ich keine Lust.


Im zunehmenden Tagesverlauf zunehmend deprimierter und vom Alltag erschlagener gefühlt. Es ändert sich halt nichts durch das Hochzählen der Jahreszahl– die Wäsche muss trotzdem gemacht werden, die Kinder verhalten sich eklig zueinander, tausend Sachen müssen erledigt werden (Mittagessen vorbereiten, Essensplan, Essensbestellung, Antreiben der Kinder zu Schulvorbereitungen und Übungen…)


Kein Sport auf dem Hof heute, ich fühlte mich den Tag über einfach zu müde und k.o.. Krass, ich hätte gedacht das ich die Nacht mit wenig Schlaf besser wegstecke weil die letzten Nächte ja doch etwas länger waren.


Kurzes Gespräch über Neujahrsziele mit Jott, A und S.. Keiner von uns hat explizite Vorsätze/Jahres-Mottos. Ich möchte lediglich die in den letzten Monaten/Jahren im Alltag verankerten Sport- und Italienisch-Einheiten beibehalten bzw. ein bisschen besser in den Alltag integrieren, ich find ich bin da auf einem sehr guten Weg. Und vielleicht ein bisschen weniger Instagram, das findet leider noch zu oft seinen Weg in meinen Tag.

Oh, und vielleicht den Elefanten im Raum, die unbefriedigende Job-Situation, nicht weiter totignorieren.

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Dienstag, 31.12.2024

Laufrunde am Vormittag. Genau als ich los will schlagen sich die Jungs– jeder sagt, der andere hat angefangen und provoziert. Kinder haben, ein Traum.


Jott ist wieder ein bisschen fitter, was mich sehr freut– Silvester durchzuhängen ist blöd, ich spreche aus Erfahrung (hallo Lungenentzündung letztes Jahr). Leider ließ sie es sich dann aber auch nicht nehmen, viel zuviel beim Vorbereiten unseres Abendessens anzupacken. Sehr bitter, wie sie– genau wie die Kinder– einfach nicht hört.


Abends kamen A, S und E zum traditionellen Silvesterbesuch. Gegen 18:45 Uhr gab es Kinderfeuerwerk, anschließend durften die vier gemeinsam im Kinderzimmer Hot Dogs essen und einen Film gucken. Parallel aßen wir Erwachsenen uns in der Küche quer durch die Levante. Den Rest des Abends war nur noch seichte Atmung möglich, weil der Bauch so voll war.
Gegen 21 Uhr steckten wir die Kinder ins Bett, spielten anschließend Rommé und Klattschen (größtenteils ohne Alkohol) und stießen Mitternacht auf dem Balkon mit Sekt an.

Insgesamt ein schöner, spießiger Jahresausklang. Das Jahr endet definitiv besser, als es anfing.


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Montag, 30.12.2024

Am Vormittag mit G zu Rewe im Forum Köpenick zum Silvester-Einkauf gegangen. Uns fehlten noch Gewürze, die ich vor Ort holen wollte. Wie erwartet war es voll, aber wenigstens vergleichsweise entspannt. Wir mussten nichtmal groß warten weil die anderen Einkaufenden an die Menschen-Kassen und nicht zu den Selbstbedienungskassen gingen.


Über Mittag unser Silvestermenü organisatorisch geplant. Was muss wann gemacht bzw. vorbereitet werden, was kann in einem Rutsch erledigt werden… Da Jott kränkelt, plante ich entsprechend gründlich im bestenfalls auch allein klarzukommen. Fuchs, der ich (manchmal) bin, legte ich mir dazu ein Word-Dokument an wo zusätzlich auch nochmal die Rezepte per QR-Code verlinkt sind. So kann ich (oder Jott, die kennt die Rezepte noch nicht) beim Vorbereiten fix mit dem Handy drauf zugreifen.


Die Kinder bzw. die Jungs bzw. vor allem J waren nach der Mittagspause völlig drüber. Ich hasse diesen Zustand. Sie beömmeln sich über alles, jede Ansage wird ins Lächerliche gezogen, nichts dringt zu ihnen durch… Das gepaart mit dem wenigen Platz führt immer dazu, dass sie sich gegenseitig buffen, irgendwo anecken und sich vollkeifen. Ich könnte ausrasten (und tus oft genug auch), weil ichs einfach nicht ertrage. Ich würd dann gern schnippsen und sie sind irgendwo weit weg. Aber ach…


Nachdem die Jungs endlich angezogen und einigermaßen unfallfrei draußen waren (G spielte mit dem Nachbarsmädchen), fuhren wir mit der S-Bahn bis Hirschgarten und stapften durch die Mittelheide. Wie immer kamen sie an der frischen Luft schnell runter und waren wieder zugänglich, bei mir hielt sich der Groll allerdings noch eine ganze Weile. Irgendwann entspann sich ein ganz spannendes Gespräch über den Ukrainekrieg; ich glaube M kriegt doch mittlerweile eine ganze Menge mit und versucht das für sich einzuordnen („Wieso will Putin die Ukraine eigentlich haben? Wieso machen die Leute in Russland das mit?“). Ich erklärte nach besten Wissen und Gewissen, tat mich aber auch schwer die Hintergründe kindgerecht aufzubereiten und ein bisschen hoffnungsvoll zu sein.


Zurück zu Hause ganz analog mit Stift und Papier hingesetzt und italienische Präpositionen erarbeitet. Da hab ich akuten Nachholbedarf und finde bei Babbel auch kein gezieltes Training dazu.


Abends dick eingemummelt eine Runde Kraftsport auf dem Hof gemacht. Das war schön, ich mags wenns schön frisch ist und ich in Ruhe im Dunkeln rumsporteln kann.


Erstmals „The Holiday“ („Liebe braucht keine Ferien“) mit Jott geschaut. Schöner Kitsch, ich verstehe nun zum einen die seit ein paar Wochen auf Insta kursierenden Memes um Jude Law in dem Film und zum anderen wieso dieser Film, so wie auch „Tatsächlich Liebe“, in der Weihnachtszeit gern geschaut wird.

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Sonntag, 29.12.2024

Vormittags Laufrunde. Ich warte weiterhin auf den Moment, an dem ich locker flockig über den Asphalt schwebe und mich nicht wie ein Räumpanzer fühle.


Jott ist im Cricut-Fieber (ihre Bastelmaschine) und bedruckte testweise Ms Shirt. Ich bin vom Ergebnis ziemlich beeindruckt, das Ergebnis wirkt wie ein gekauftes Shirt.


G hat einen ekligen Husten bekommen. Ich wunderte mich, wo der herkommt– sie war doch gar nicht in der Schule?!–, bis mir dann einfiel dass wir die letzten Tage im Gottesdienst, in verschiedenen Restaurants und beim Weihnachtsliedersingen waren sowie auch Besucher hatten. Genug Möglichkeiten für Bakterien und Viren.


Beim Frühstück äußerte G den Wunsch, was gemeinsam zu machen– ich schnappte mir also Nachmittags alle Kinder für einen Spaziergang und spielte im Anschluss im Kinderzimmer (Jott schlief im Wohnzimmer einen Erkältungsmittagsschlaf) Uno, Stadt Land Vollpfosten und Dragomino mit ihnen.

Wider Erwarten gab es beim Anziehen für den Spaziergang weder Diskussionen noch Streitereien– sehr ungewöhnlich.


Kein Mensch bei uns, wie schön.

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Samstag, 28.12.2024

Nachgeholte Weihnachten mit meiner Familie: Zu Kaffee und Kuchen kamen meine Eltern sowie mein Bruder nebst Freundin und unsere Nichte.
Heute gabs die letzte Bescherung für die Kinder, sie schwimmen nun in neuem Spielzeug. Reicht dann auch mit Weihnachten.

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Freitag, 27.12.2024

Jott gestaltete heute mal eben so Gs Zimmer um. Nach dem Frühstück schnappte sie sich ihre Geschwister und fuhr zu IKEA, um neue Möbel zu kaufen, die direkt im Anschluss aufgebaut wurden. Danach wurde dann noch das Bett umgestellt, die Regale eingeräumt und Kleinkram erledigt– gegen 17 Uhr war sie fertig. Was man (also Jott) halt so macht am ersten freien, unverplanten Tag nach x stressigen Tagen.

Meine Rolle beschränkte sich zum Glück darauf, die Kinder zu hüten, Mittagessen zu kochen und nachmittags mal kurz beim Bett anzupacken.


Unser Silvestermenü ist nun final. Ich bestellte neues Tahin sowie Ras el Hanout, den Rest sollte ich beim Rewe im Forum Köpenick bekommen. Es wird eine Mischung aus gekauften und selbstgemachten, idealerweise müssen wir uns nicht überschlagen um ein schönes Silvesteressen auf den Tisch zu bringen.


Die Kinder sind furchtbar unausgelastet. Das Wetter ist eher schlecht, der Bolzi abgesperrt, so viele (eigentlich keine…) Möglichkeiten gibt es nicht wo sie allein rauskönnen um sich auszutoben. Eher unschön.

Für Spaziergänge kann ich sie nicht begeistern, auf aufwändige Rauslockmanöver (z.B. Schnitzeljagd oder Schatzsuche) hab ich keine Lust.


Apropos Spaziergänge: 16:30 Uhr, Blick auf die Wuhle. Schon ein bisschen trostlos.


Abends gemeinsames Couching mit „Carry-on“ auf Netflix. Überraschend actionlastig– wir dachten das ist ein seichter Weihnachtsfilm, aber Pustekuchen, wir bekamen knallharte Action.

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Donnerstag, 26.12.2024

Früh raus für eine Runde Sport auf dem Hof. Keine Höchstleistung, das war mehr so Instandhaltung.


Heute gingen wir mit Jotts Mama und Jotts Geschwistern zu Mittag essen, diesmal italienisch. Ich aß eine Pizza Diavola, die leider nicht sehr scharf war, und aß ein das wieder wettmachendes Tiramisu.


Wieder zu Hause legten wir die Füße hoch und machten jeder seines; ich plante unser Silvesteressen. Jott war während ihres Wellnesswochenendes Anfang Dezember mit A isrealisch essen gewesen, daraufhin entstand die Idee, dass wir uns Silvester von der Levante-Küche inspirieren lassen. Ich stöberte und schaute also schonmal, was es alles geben könnte und schickte es zur weiteren Abstimmung an Jott.


Am frühen Nachmittag gingen wir (mit Ausnahme von Jotts Bruder, der die Zeit nutzte unsere Esstischlampen zu küruen) zum Weihnachtssingen im Gemeindesaal. Eine Stunde lang wurden weihnachtliche Liedwünsche erfüllt, wir sangen bis die Münder trocken waren und darüber hinaus. Gefiel mir super gut, das möchte ich nächstes Jahr gern wiederholen.


Abends eine große Rommé-Runde. Ich gewann die ersten drei Runden, wurde am Ende aber trotzdem nur Dritter. Ein Handrommé von Jotts Schwester und eine Runde ohne Auslegen verhagelten mir den Sieg.