Teil 2 der Hochzeit, das Brautpaar empfing zu Brunch/Mitagessen und Hahnholen. Es war kalt, windig und super regnerisch. Jott und ich froren uns so halb durch den Tag, bis wir, als wir gesehen hatten wie Hahnholen begangen wird, die Rückfahrt antraten. Das Navi sagte irgendwas um die dreidreiviertel Stunden, wir brauchten trotzdem länger weil wir einmal eine kurze Schlafpause einlegten– wir wären sonst beide weggenickt. Ankunft nach Fahrt über freie Straßen am frühen Abend, die Kinder freuten sich und benahmen sich zur Irritation von Jotts Schwester wie immer– sprich, deutlich chaotischer und wilder als die letzten beiden Abende.
Ruhiges Tagausklingenlassen, wir waren beide sehr k.o.. Großes Mitleid meinerseits mit dem Brautpaar, das heute noch bis Mitternacht weiterfeiern wollte– ich war sehr früh über das relativ frühe Zubettgehen (wir sind zu alt für den Scheiß).
Nach dem Frühstück zum Lloyds Outlet gefahren, eigentlich nur um ein bisschen die Zeit rumzukriegen. Was soll man bei Schietwetter in der Gegend auch machen… Beim Gucken und Zeitvertreiben dann aber doch an ein paar Schuhen, einem Gürtel und einem neuen Sakko hängen geblieben. Die dazugehörige Hose gabs leider nicht mehr in meiner Größe, die hätt ich auch genommen.
Das war tatsächlich ein sehr nettes und entspanntes Einkaufserlebnis. Mit meinen großen Füßen ist der Schuhkauf normalerweise herausfordernd, ich fühlte mich inmitten der beiden langen Regalreihen mit Schuhen in meiner Größe wie im Schuh-Himmel.
Die Disko-Schuhe wurden es leider nicht, die waren mir zu spitz und der ganze Fuß sah dadurch noch größer aus. Wenn die Spitze ein wenig abgerundeter gewesen wäre…
Kurzer Stopp beim örtlichen Edeka (ein riesiger Markt) fürs Mittagessen, wir nahmen alles aufs Zimmer mit, legten die Füße hoch und gönnten uns eine kurze Pause. Anschließend: Schick machen für die Hochzeit.
Vor Aufbruch sahen wir noch den Schützenverein einreiten bzw. einlaufen, schön mit Kapelle vorneweg und Feuerwehr hintendran. Männer, Frauen und Kinder allesamt uniformiert. Spannend, das kenn ich ja nun gar nicht.
Der eigentliche Aufbruch fand dann bei Regen und Sturm statt. Wir waren sehr gespannt, wie die Outdoor-Sommerhochzeit mit dem Mistwetter umgehen würde, Jott war aber zuversichtlich weil die Braut, beruflich aus der Event-Branche kommend, wohl einen Plan B und Plan C hatte.
Ein Shuttle-Bus fuhr uns und andere Gäste aus dem Hotel zur Hochzeitslocation. Das Wetter wurde nicht wirklich besser, kurze Trockenphasen wurden von Regenschauern abgelöst. Die eigentliche Trauung, auf etwas mehr als eine Stunde unter offenen Himmel angelegt, wurde– begleitet von starken Schauern– auf zehn Minuten runter gekürzt, durch kleine Lücken in den regenschirmüberspannten Gäste-Reihen vor uns konnten wir zumindest teilweise sehen, was sich vorne tat. Anschließend gemeinsame Flucht unter den großen Pavillon im Garten der Hochzeitslocation, dort wurden die entfallenen Programmteile nachgeholt und die Feier durchgeführt.
Jott und ich hielten uns aneinander (wir kannten niemanden) bzw. an eine andere Gästin aus Berlin, die komplett allein war (furchtbare Vorstellung für mich). Im Laufe des Abends kamen wir mit anderen Leuten ins Gespräch und konnten auch mit Braut und Bräutigam ein paar Worte wechseln. Viel gegessen, moderat getrunken, Leute geguckt und gefreut wie schick alle waren (Jott schlug sie natürlich alle).
Der Ort der Trauung in einer kurzen Regenpause
Wir verließen die Party kurz nach Mitternacht und fielen gegen 1 Uhr ins Bett; vor dem Fenster feierte der Schützenverein sich selbst.
Vollgepackter Tag. Vormittags nach dem in die Schule bringen der Kinder den Rewe-Wocheneinkauf verräumt, direkt im Anschluss zu einem Elterngespräch mit Js Lehrerin/Erzieherin gefahren weil sein Verhalten in Schule und zu Hause durchaus Anlass für Gespräche bietet, anschließend fürs Wochenende Haare & Bart fein gemacht und, mit einem Abstecher zu DM, Mittagessen für Jott und mich gejagt (Pide, Döner). Kurz darauf empfingen wir Jotts Schwester, die ab dem Nachmittag bis Sonntagabend die Kinder betreuen wird, während Jott und ich einer Hochzeit in der niedersächsischen Provinz beiwohnen werden. Aufbruch & Fahrt nach Westen 15 Uhr, wir kamen sehr gut durch und waren mit Pause gegen 19:30 Uhr dort.
Im Hotel interessiert festgestellt, dass der örtliche Schützenverein (hallo Provinz!) dort über Pfingsten sein Schützenfest feiert; wir waren neugierig/skeptisch weil das Fest direkt vor unserem Hotelfenster stattfinden sollte.
Koffer verräumen & Abendessen, im Anschluss spazierte ich noch eine halbe Stunde durch die Gegend (hallo Schrittziel) während Jott schonmal das Bett und sich warm lag. Es war überraschend hell, ich kehrte gegen 22:30 Uhr ins Hotel zurück und hätte draußen noch lesen können.
Was schön & gut war:
Lange, lange, LANGE unterbrechungsfrei im Auto erzählen. tbh war das ein ausschlaggebender Grund für mich, die Fahrt überhaupt anzutreten.
Letzter Arbeitstag. Ich fuhr ins Büro um mich von Leuten zu verabschieden (in echt und digital) und den Abend mit Kolleg:innen ausklingen zu lassen.
Als Ausstand Versorgung für den Spieleabend gekauft & unabsichtlich den Traum der Kinder gelebt. Chips! Cola! Gummitiere!
Bei der anschließenden Runde „Feed the Kraken“ gewann ich wieder, somit ist das jetzt mein Lieblingsspiel.
Am Ende des Tages mit gemischten Gefühlen von der Runde verabschiedet und den Heimweg angetreten. Ich hatte es zuvor schon mit ein paar Dankesworten verknüpft gesagt– mit mehr als 10 Jahren war dieser Arbeitsplatz sehr lange Teil meines Lebens (mehr als ein Viertel!), weitaus länger als die Stellen davor und vermutlich auch entsprechend prägend dank Menschen, Situationen und Erfahrungen. Gar nicht mal so einfach, da rauszugehen mit der Gewissheit, dass sich diese Tür nun schließt– auch wenn anderswo schon eine andere Tür offen steht.
Vorletzter Bürotag. Es war leer im Büro, ich hatte nichts mehr zu tun, quatschte daher viel mit Leuten, schrieb für mein Arbeitszeugnis runter was ich so mache und gemacht habe (nicht einfach, in fast elf Jahren und über zweieinhalb Tätigkeitsschwerpunkte sammelt sich schon was an) und surfte ansonsten das Internet leer. Früh Feierabend gemacht; nach dem Abendessen noch eine Runde an der Wuhle entlang spaziert und eine Mini-Sporteinheit am Wuhlespielplatz eingelegt.
Den Tag über latent Kopfschmerzen gehabt. Gerade so stark, das sie ständig spürbar waren, gerade so schwach das sich eine IBU nicht gelohnt hätte. Meh. Wie immer in der Rückschau wäre es schlau gewesen, einfach bei Feststellung „Oh, Kopfschmerz“ direkt was zu nehmen. Naja, vielleicht lern ichs irgendwann.
Selbes Programm wie gestern: In Terminen dabei sein, Leuten beim Nachdenken zuhören und nur in seltenen Fällen noch eine Abkürzung anbieten.
Während des Schwimmtrainings der Kinder wieder im Volkspark Köpenick gesessen und vor mich hingeschrieben. Der Calisthenics-Park ist immer noch abgesperrt, mal schauen wann sie den eröffnen.
Was schön & gut war:
Statt Joggen einfach nur ’ne Runde mit G spazieren gehen
Anbruch der letzten Woche im neuen Job. Ich war pro forma noch in einigen Terminen drin, hielt mich aber sehr zurück und erklärte nur noch um Zeit zu sparen– nichts von dem, woran die Kollegen scheiterten, ist unlösbar/unfindbar.
Beim mittäglichen Spaziergang fasziniert bei der Baustelle gegenüber stehen geblieben und beim Bohren zugeschaut– die Bohrspitze wurde richtig heiß und dampfte! Kurz die Kinder (und S) herbei gewünscht, die hätten das sicherlich auch spannend gefunden.
Ein Kollege schrieb mich heute an– er hat eine D&D-Gruppe, die sich regelmäßig zusammenfindet und auch noch neue Spieler vertragen könnte. Wir vereinbarten eine Session 0, in der er mir das Setting und weiteres erklärt; in dieser Session schauen wir auch mal wann wir gemeinsam in echt spielen könnten.
Bei der abendlichen Sporteinheit anderthalb Runden am Klettergerüst gehangelt, also behände wie ein Äffchen von Stange zu Stange geschwungen. Was bei den Kindern so leicht und mühelos aussieht, braucht bei mir Unmengen Kraft und Anstrengung. Irgendwann wird das besser und dann zeig ich den Kindern HANGELND eine lange Nase.
Klassischer Sonntag mit Besuch ab Mittag (A, S und E). In der anschließenden Rommé-Runde räumte S wieder ab, laut Statistik hat er mehr Spiele gewonnen als wir anderen zusammen und ingesamt im Schnitt deutlich weniger Punkte als die nächstplatzierten (Jott, ich). Irgendwas macht er besser/anders als wir, wir haben aber noch nicht rausbekommen was es ist.
Weil im Wetterbericht ausgiebiger Regen für heute prognostiziert war, hatten wir unsere ursprünglichen Grillpläne verworfen und stattdessen „normales“ Mittagessen gekocht. Schmeckte auch, aber das es dann lediglich am Nachmittag drei Tröpfchen nieselte und ansonsten trocken blieb vergällte mir etwas das Essen.
Laufrunde am Abend. Ich trabte entspannt und ohne Leistungsanspruch vor mich hin, hörte den Dungeons and Dragons Podcast und hatte eine gute Zeit.
…anders als (Achtung, Killerüberleitung) die Figuren in 1923, was Jott und ich am Abend wieder schauten. Ich bin unsicher ob wir das durchhalten, den Charakteren passiert soviel schlechtes das wir (ich) es kaum aushalten– ich möchte niemandem beim leiden zuschauen…
Ausflug in die Gärten der Welt mit dem Rad. Wir fuhren den Wuhleradweg entlang nach Norden. Kurz vor dem S- und U-Bahnhof Wuhletal machten wir Pause, da ist ein sehr idyllisches Fleckchen wo es Mini-Stromschnellen in der Wuhle gibt und die Kinder über im Flussbett platzierte Steine über den Fluss kommen.
Graues, zugebautes, hässliches Berlin
Auf dem Rückweg sahen wir einen röhrenden Rehbock, das war spannend– es klang nämlich wie ein wütender Hund.
Die Kinder verkrafteten die Strecke– immerhin 11 Kilometer– sehr gut. Einzig G schwächelte etwas auf dem Rückweg (weil Hunger Durst müde Pipi) und brauchte motivierende Worte
Es ist wieder Pfingstrosen-Zeit <3 Das sind Lieblingsblumen von mir, ein Strauß verschönert nun unseres Tisch :)
Der 3D-Drucker-Typi der mir die Schwarzrain-Siegel ausgedruckt hat, hat insgesamt 12 bis 13 Stunden in die Siegel gesteckt. Ich war schockiert und ein bisschen ratlos weil das ja in keinem Verhältnis zum besprochenen finanziellen Dankeschön steht… Offenbar musste er auch die von mir zur Verfügung gestellte, für den Druck benötigte, obj-Datei grundlegend neu erstellen und anpassen. Ich überlegte ein bisschen hin und her was ich nun mache– wir hatten so ca. 8 bis 10 EUR pro Siegel verabredet.
Nachdem wir ein bisschen hin und her geschrieben hatten, beließ ich es bei 10 EUR/Siegel und einen „Trinkgeld“/Dankeschön. War wohl auch in Ordnung so.
G und Jott malten die Siegel heute an, ich find sie richtig toll :)
Wermutstropfen: J findet das Spiel doof (wie aber eigentlich alles gerade…) und möchte nicht mehr spielen.
Done-Liste:
1/2 Tag Kinderbeschäftigung (so wie sie aktuell drauf sind, ist das kein Ausflug sondern Arbeit…)
Was schön & gut war:
Kleiner Abendspaziergang an der Wuhle
Begeisterung der Kinder bei den „Stromschnellen“ an der Wuhle
Die Kinder hatten heute Brückentag, ich Home Office (bzw. Stunden abbummeln). Jott brach daher sehr früh ins Büro auf, ich schlief mit den Kindern länger und wachte erst kurz vor 9 Uhr auf. Hupsi…
Arbeitstechnisch noch zwei Übergabe-Termine absolviert und ansonsten ab und an die Maus von links nach rechts geschoben, damit der Bildschirm nicht aus geht. Außerdem angefangen auszumisten und Dateien zu löschen bzw. zu sichern.
Die 3D-gedruckten Siegel von S‘ Bekannten kamen heute an. Sie sehen toll aus, ich bin happy. Am ehesten ist die Haptik (ist ja komplett neu für mich) mit diesen kleinen Warhammer-Figuren vergleichbar, die man bemalen kann. Am Wochenende werd ich sie bemalen.
Abendliche Laufrunde an der Wuhle, es ist schon wieder zu warm.