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Montag, 14.04.2025

Weil ich mich ziemlich lost fühlte und merkte, dass ich gern ein bisschen Struktur im aktuellen Übergangsprozess hätte, spaßeshalber mal in ChatGPT eingegeben was mich derzeit bewegt und sehr aufschlussreiche Antworten bekommen, die mir tatsächlich helfen. Es ist ein bisschen gruselig und ich bin unsicher, inwieweit die Tipps, Tricks und Vorgehensweisen wirklich Hand und Fuß haben– aber da ist vieles bei was ich an anderen Stellen schon von Menschen gehört habe, sowohl prozessual als auch emotional.

Begleitend zum Auslaufen des alten Jobs werde ich nun also Journaling in ChatGPT betreiben, mal schauen was rauskommt.


Das letzte Crowdfarming-Paket kam heute an. Ich hatte unser mein Abo gekündigt, weil ich zum überwiegenden Teil allein alles wegessen muss und das dann doch etwas nervt. Die große Lieferung zwing dazu, das Obst sinnvoll zu verwerten, das stresst mich und darauf hab ich keine Lust.


In einem Anflug von Aktionismus sperrte ich mich mittags aus Instagram aus. Ich bin die letzten Tage/Wochen/Monate regelmäßig dort versackt, teils wesentlich länger als ich wollte. So sehr ich mir den Feed auch maßgeschneidert habe und mittlerweile wirklich schöne, spannende und nützliche Inhalte bekomme, so sehr nervts mich auch wenn ich von Reel zu Reel scrolle und teils 15 Minuten und länger von Dopaminkick zu Dopaminkick klicke.

… jetzt muss ich mir Alternativen zum Instagram-Pebbling überlegen.


Nach der Arbeit auf den Balkon in die Sonne gesetzt und ein bisschen gelesen. Aktuell lese ich die Guarnaccia-Krimis von Magdalen Nabb und bin noch ein bisschen zwiegespalten, wie ich sie finde. Man merkt, dass sie aus einer anderen Zeit stammen, sowohl was den Inhalt als auch die Schreibweise betrifft. Die Fälle plätschern vor sich hin, es passiert mittendrin nichts wirklich spannendes, aber am Ende verflechten sich viele einzeln über das Buch verteilte Fäden zu einem starken Strang und das Verbrechen wird aufgeklärt. Selbst die scheinbar unauffälligsten Beobachtungen/Bemerkungen vom Anfang ergeben so plötzlich Bedeutung. An sich mag ich das, nach dem dritten Buch habe ich nun auch gemerkt das ich tatsächlich langsamer und bewusster lesen muss um nichts zu verpassen.


Beim Lesen von einer Wespe umschwirrt worden. Da sucht wohl jemand nach einem Nestplatz– aber bitte nicht bei uns.


Abends hörte ich mir ein Webinar namems „Digitaler Durchblick 2025: Smartphone-Überlebenstipps für Eltern“, organisiert von Smarter Start ab 14, mit Digitalexperten Daniel Wolff an. Die Einladung dazu kam über die Schule, ich find das Thema wichtig und wollte mich informieren in der Hoffnung blinde Flecken zu entdecken und Handlungsempfehlen aufgezeigt zu bekommen.

Im Webinar selbst wurde eine ziemlich krasse Bedrohungssituation durch Apps, nicht kindgerechte Inhalte und Gefahren in Social Networks gezeichnet. Insgesamt war das nicht neu, aber über fast drei Stunden gestreckt dann doch ziemlich krass und niederschmetternd. Allerdings kamen mir die positiven Seiten zu kurz und die Handlungsempfehlungen waren sehr kontrolllastig. Aber gut, ich bin eben kein Digitalexperte, habe weder Studien gelesen noch in entsprechenden Positionen gearbeitet und schon gar keinen Kontakt zu x-tausend Kindern die mir von ihrem Nutzungsverhalten berichten. Ich will auch gar nicht anzweifeln, dass die Gefahren real sind, aber… Tja, was aber? Ich glaube, das Problem lässt sich gar nicht lösen. Wenn Jugendliche erst ab 14 Smartphones kriegen, tauchen sie als digitale Babys in diese Welten ein. Vielleicht sind sie dann schon etwas robuster als 8-jährige, aber insgesamt wird der Effekt doch der selbe sein weil sie auf die selben Probleme stoßen.

Aus meiner Sicht (Achtung, Meinung) müssten die Anbieter, die Metas, Alphabets, Xs, Bytedances etc. viel stärker in die Pflicht genommen werden (Content-Moderation, Erkennung und Sperrung von Fakenews, Löschen von nicht kindgerechten Inhalten, Altersverifikation). Es müsste Medienunterricht noch und nöcher geben, ausgebildete Fachkräfte, Psychologen, Coaches, die Kindern und Jugendlichen auf Augenhöhe begegen, sie ernst nehmen und sie beraten. Es müsste dafür gesorgt werden, dass es Kindern und Jugendlichen so gut geht und sie so stabile Umfelder haben, dass sie gar keinen großen Anlass haben, sich von den Apps und Tools „wegfangen“ zu lassen. Und es müsste wirkungsvolle, schnelle Sanktionsmittel geben für alle, die Mist machen, Deepfakes erstellen, Mobben, Rumtrollen… Und wir Eltern müssten natürlich noch viel stärker Vorbilder sein, die eigene Mediennutzung stärker reflektieren, nicht ebenfalls ständig am Handy hängen. Dann gibts vielleicht eine Chance, dass Kinder und Jugendliche sicherer aufwachsen.

Also alles total unrealistisch.

Für hier nehme ich mit, dass wir die technischen Mittel (Bildschirmzeit, Inhaltsblocker) weiter laufen lassen und die Kinder immer wieder darauf hinweisen das sie keine Infos zu sich in Chats eingeben sollen, dass sie nicht wissen wer auf der anderen Seite ist, dass sie keine Bilder, Videos, was auch immer teilen weil sie keine Kontrolle darüber haben, dass es abartig böse Menschen gibt die abartig böse Dinge tun, dass ihre Spiele und Apps darauf ausgelegt sind das Menschen dort möglichst viel Zeit verbringen und möglichst viel Geld darin ausgeben, dass eben jene Apps daraus ausgelegt sind Dopamin-Kicks zu verursachen und immer wieder neue Mittel und Wege finden die Kinder in den Bann zu ziehen. Und das sie, egal was sie sehen, machen, finden mit uns drüber reden sollen und es keine Strafen geben wird, sondern wir das gemeinsam besprechen.

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Sonntag, 13.04.2025

Deutlich weniger angeschlagen als noch gestern aufgewacht, yay!


Vormittags im Haushalt rumgerödelt, anschließend mit den Kindern rausgegangen. J wollte wieder sein Auto fahren lassen, M und G wollten mitkommen und ihm zugucken. Ich saß auf der Bank und ging ein paar Vokabeln durch, das war ganz schön :)


Mittags kamen A, S und E zum üblichen Mittagsbesuch. Wir aßen Chili con Carne und spielten im Anschluss Rommé; ein klassischer Sonntagmittag also :)


Im Gespräch mit ChatGPT (ich liebe dieses Tool) herausbekommen, dass man für Experimente mit LLMs gar nicht zwingend eine starke eigene Maschine braucht– man kann auch bei Anbietern wie z.B. Paperspace oder RunPod Maschinen mieten und dort CloudApps bauen. Spannende Sache, darauf kam ich für den privaten Kontext noch gar nicht. Zum Ausprobieren scheint mir das super spannend zu sein. Ich würd ja gern mal die Datenbank dieses Blogs einlesen lassen und dann diverse Fragen stellen (faktische Themen wie „Wann waren wir zuletzt beim Kinderarzt“, aber auch weiche Themen wie „Welche Stimmungen sind ablesbar und wie entwickeln die sich auf einer Stimmungs-Heatmap im Laufe der Zeit?“). Stell ich mir super spannend vor, die letzten (beinahe) 10 Jahre mal auf einer Meta-Ebene zu durchleuchten.


Nachmittags, als der Besuch weg war, nochmal mit den Kindern zum Wuhlespielplatz gegangen und dort Tischtennis gespielt bzw. abgehangen.


Abends Yellowstone mit Jott.

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Samstag, 12.04.2025

Weiterhin erkältet & Halsschmerzen. Ein bisschen besser als gestern immerhin.


Jott schliff heute morgen ihr neugebautes Sideboard ab und anschließend die Sichtschutze auf dem Balkon. Ich frag mich, wo sie die Energie dafür hernimmt.

Weil mir das zu laut war, ging ich erst allein eine Runde spazieren und dann anschließend nochmal mit J, der wollte sein ferngesteuertes Auto unbedingt durchs Wasser fahren lassen.

Auto im Wasser, Kind sehr glücklich.


Mittags gabs heute Falafel. Weil die Kinder sie nicht aßen, werden sie vermutlich bis Dienstag reichen… Es gibt schlimmeres :)


G war Nachmittags auf einer Geburtstagsfeier, die Jungs spielten draußen. Dadurch wars recht ruhig und ich konnte mich ein bisschen hinlegen. Jott kam kurz nach mir ins Bett, da schlief ich schon halb. Während ich nur einen Powernap machte (ansonsten hätte es mich bis Abends entschärft) und nach gut 30 Minuten wieder aufstand, blieb Jott liegen und schlief tatsächlich bis halb Sechs.
Damit sie Ruhe bekam, schnappte ich mir die Jungs und ging mit ihnen erst einkaufen und Eis essen und anschließend an die Wuhle, wo J sein ferngesteuertes Auto durchs Wasser fahren ließ und gemeinsam mit M Rampen und Hindernisse dafür baute.

Jotts Mama sah uns vom Balkon und kam für einen Schnack zu uns raus, gemeinsam mit den Jungs fachsimpelte sie wie die Rampen richtig gebaut werden müssen <3


Den Tag über immer wieder leichte Beklemmung weil mich der Gedanke an den neuen Job, die neue Tätigkeit und die damit einhergehende Ungewissheit stresst.


Abends nicht schlau gewesen und zu lange am Rechner gesessen und gespielt.

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Freitag, 11.04.2025

Weiterhin sehr unmotiviert gewesen, aber immerhin ein bisschen konstruktiv gearbeitet. Wenn ich mich konzentriert hinsetzen würde, würd ich meine verbleibenden Aufgaben vermutlich innerhalb eines Tages abschließen… Vielleicht sollte ich das machen.


Halsschmerzen und Krankheitsgefühl. Menno.


M sollte am Nachmittag ein bisschen Kuchen holen. EIN BISSCHEN. Zurück kam er mit einer großen Platte Streuselkuchen und zwei Kirschplundern. Merke: Beim nächsten Mal genauere Anweisungen.

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Donnerstag, 10.04.2025

Bisschen unmotiviert bei der Arbeit heute.


Die Erkältung, die J und M plagte, hat nun offenbar auch mich erwischt. Ich wachte deutlich angeschlagen auf. Nicht wirklich krank, aber doch kurz davor. Hoffentlich wirds nicht schlimmer, ich kann mich jetzt unmöglich krankmelden.


Gemeinsamer Home-Office-Tag mit Jott.


Nach einem Gespräch mit einer Bekannten gestern ist mir auch klar geworden, weshalb Yellowstone so faszinierend (für mich) ist: Die Duttons wissen immer, was zu tun ist und was (für sie/die Ranch) richtig ist. Kein Zögern, kein Overthinking, kein Grübeln. Sie machen einfach. Ruhen in sich selbst, nehmen die Dinge in die Hand die gemacht werden müssen und gehen notfalls bis zum Äußersten, auch wenn es sich für sie persönlich negativ auswirken könnte. Ziemlich beeindruckend und auf eine nicht näher zu beschreibende Art imponierend.
… Andererseits: Sie stellen sich über Recht und Ordnung der Gesellschaft und setzen ihr eigenes Recht durch. Das darf halt nicht sein.


Auch das heutige Schwimmtraining entfiel wegen Husten und Rotz. Die Zwillinge baten daher direkt morgens darum, später aus dem Hort nach Hause gehen zu dürfen– sie wollten noch mit ihren Freund:innen spielen.


Am späten Nachmittag eine Runde an der Wuhle spazieren gegangen (bisschen Bewegung muss sein), G kam mit. Sie hatte Redebedarf und erzählte wirklich 30 Minuten durch. Das war ganz schön, soviel ungestörte Zeit haben wir normalerweise nicht.

… nicht so schön war dann, dass sie genau das selbe Jott Abends im Bad nochmal erzählte und so das Zubettgehen aufhielt. Aber J auch, die beiden schnatterten um die Wette.

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Mittwoch, 09.04.2025

Ich habe heute meinen Job gekündigt.

Als ichs meinem Chef gesagt hab, war ich doch sehr nervös– schließlich mach ich das nicht alle Tage (zuletzt vor mehr als elf Jahren). Das Gespräch war dann aber doch entspannter als gedacht. Der Rest des Tages war dann recht surreal– ich schwankte zwischen „Ich muss noch dies und das erledigen“ und „Warum eigentlich?“.
Außerdem machte ich mir erstmals Gedanken um eine Übergabe meiner Themen und listete Dinge auf, die ich noch erledigen möchte um sie sauber übergeben zu können.


Außerdem: Ein Buntspecht.


Eigentlich wollten Jott und ich Abends anstoßen, aber dann waren wir beide k.o. und überreizt und müde und so chillte jeder vor seinem Endgerät.

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Dienstag, 08.04.2025

Jott-Geburtstag. Die Zwillinge hatten wunderschöne Bilder und Karten gebastelt, M gestern spontan ein Lied geschrieben und vertont– das spielte er heute morgen auf seinem Handy ab, weil er ziemlich heiser war. Große Begeisterung und ein paar Tränchen beim Geburtstagskind, das war wirklich schön.


Die Morgensonne spiegelt sich in den Fensterscheiben auf der anderen Seite des Hofes, das Licht wird zurückgeworfen und zeichnet diverse Baum-Muster auf dem Haus neben dem Parkplatz. Sieht in echt schöner aus, als es auf dem Foto den Anschein hat.


J war wieder leidlich fit und konnte in die Schule gehen. M war ein bisschen blass um die Nase, wollte es aber auch erstmal probieren.


Gemeinsames Home Office mit Jott. Zum Mittag (wir bestellten Indisch) kam auch ihre Mama vorbei. Bisschen geschluckt als ich die Preise gesehen habe (alles im Schnitt drei bis fünf Euro teurer als vor ein paar Jahren), aber gut– an so einem wichtigen Tag darf das mal sein.


Nach dem Mittag ein Anruf aus der Schule, M möge bitte abgeholt werden. Ich schnappte mir das Rad und transportierte ihn auf dem Gepäckträger zurück, mal schauen wie lange das noch geht– er wird nicht leichter. Er war beim Abholen wieder sehr blaß, klagte über Kopfschmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl.
Zu Hause legte er sich hin und war am späten Nachmittag dann wieder soweit hergestellt, dass er in Schlafanzug, Bademantel und Sonnenbrille Quatsch machen könnte.

Ich war da ziemlich ungehalten, das kollidierte mit meiner Erwartungshaltung: Wenn er so krank ist, dass er aus der Schule abgeholt werden muss, dann soll er doch bitte auch zu Hause im Bett liegen, sich ausruhen und keinen Blödsinn treiben.


Das nachmittägliche Schwimmtraining entfiel auf Grund der Erkältungen, wir hatten einen freien (und dank dreier unausgelasteter Kinder unentspannten) Nachmittag.


Jott fuhr am Nachmittag mit ihrer Mama noch spontan zu Pflanzen Kölle, die Kinder und ich blieben zu Hause. Beim Blick in die Mails entdeckt, dass der vom Betriebsrat des neuen AG abgesegnete Arbeitsvertrag schon zugeschickt worden war. Kurzentschlossen– wenn ich mich auf Grund von Wechselgedanken woanders bewerbe, muss ich das ja auch entsprechend abschließen– unterschrieb ich alle Dokumente und war danach sehr aufgeregt– zuletzt hatte ich sowas im Sommer 2014 gemacht…

Die Unterschrift konnte ich digital mit DocuSign erstellen, das war neu für mich. Beim letzten Mal ging noch Papier hin und her und ich musste vor Ort vorbei schauen.


Somit in aller Deutlichkeit: Ich habe ab Mitte Juni einen neuen Job. Krasse Sache.


Meine Statistik:

  • 13 eingereichte Bewerbungen
  • Bei neun Bewerbungen kam es zu Absagen nach Eingang meiner Unterlagen
  • Bei vier Bewerbungen wurde ich zum Interview eingeladen
  • Bei einer dieser vier Bewerbungen kam nach dem Interview eine Absage
  • Eine Bewerbung führte zu einem Vor-Ort-Termin, den ich aber auf Grund des unterzeichneten Arbeitsvertrages absagte
  • Ein Interview sagte ich auf Grund des unterzeichneten Arbeitsvertrages ebenfalls ab
  • Eine Bewerbung führte zu einem Job-Angebot und dem unterzeichneten Arbeitsvertrag

Im Anschluss war ich so aufgeregt, dass ich erstmal eine Runde an der Wuhle laufen ging um mich auszupowern. Funktionierte, ich schnaufte nach der Rückkehr ganz schön.


Zur Feier des Tages mit Jott Abends die 5. Staffel von Yellowstone angefangen. Wir warten nicht, bis sie bei Netflix verfügbar ist, sondern abonnierten einen zusätzlichen Channel über Amazon Prime– die 3,99 EUR für zwei Monate oder so verkraften wir dann auch noch.

Wir waren dann beide etwas ernüchtert, weil die Staffel ziemlich düster startet. Mal schauen, wo das hinführt– A sagt, dass ihr die 5. Staffel am besten gefallen hat.

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Montag, 07.04.2025

J ist weiterhin erkältet und blieb heute nochmal zu Hause. M klagte morgens über Halsschmerzen, konnte aber mit Lemocin und Tee versorgt in die Schule gehen.


Mein Depotwert rauscht ganz schön ab. Aus dem Acht-Wochen-Tief ist mittlerweile ein 2-Jahres-Tief geworden. Zum Glück habe ich Zeit um das Auszusitzen– aber die armen Schweine, die darauf angewiesen sind ihr Depot jetzt (teilweise) aufzulösen.
Ich tröste mich mit dem Gedanken, dass ich dank Sparplan ja auch günstiger einkaufen kann.

Die Anfang des Jahres angelegten Kinder-Depots sehen ebenfalls nicht gut aus– zum Glück ist der Anlagehorizont auch hier noch mindestens weitere zehn Jahre.


Mittags mit J ins Forum gegangen um ihm eine Pizza und für Jotts morgigen Geburtstag Blumen zu kaufen. J half beim Aussuchen und war danach sehr stolz, diese wichtige Aufgabe gut gemeistert zu haben.


Überhaupt, J und Blumen; bzw. sogar weiter gedacht: J, so rabaukig und quatschig er sich normalerweise gibt, hat in der Regel als einziges aller drei Kinder einen Blick für einen schönen Sonnenuntergang, die Morgenröte, eine einzelne Blume am Wegesrand, ein niedliches Tier. Die anderen beiden muss man darauf hinweisen, J bemerkt es selber.


Abends sehr gestresst, so ein Arbeitstag mit Kind zu Hause bzw. dann allen Kindern ab 15:30 Uhr/16:30 Uhr ist nicht ohne.

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Sonntag, 06.04.2025

Halb Sieben aufgestanden, gewaschen und M geweckt. Heute fand der Frühlingscup des Schwimmvereins statt, M wollte (im Gegensatz zu den Zwillingen) teilnehmen. Mit einem Kuchen von Jott im Gepäck fuhren wir zwei durch ein sehr leeres Köpenick und verbrachten den folgenden Vormittag im (M) und am (ich) Wasser. M ging mit drei Medaillen nach Hause: Bronze für 25m Rückenschwimmen, Silber für 25m Brust und Gold für 25m Kraul (er setzte sich sogar gegen 1 Jahr ältere Kinder durch). Bei 50m Kraul reichte es leider nicht fürs Treppchen, hier war der 2014er-Jahrgang etwas schneller als er.


Nach dem Wettkampf gingen wir zu A, S und E rüber, wo Jott und die Zwillinge schon auf uns warteten. Genau wie zu Hause aßen wir erst zu Mittag und spielten anschließend Rommé, ich rettete mich durch einen Sieg in der letzten Runde auf Platz 2 (hinter Jott).

Die Kinder spielten, animiert durch die andere Umgebung teils zu dritt, teils zu viert sehr lautstark miteinander. Anstrengend für uns Erwachsene, weil es so turbulent zuging, aber: Es war ein konstruktives Spiel, jedes Kind war eingebunden, sie verständigten sich gegenseitig auf die Regeln… Was will man also (eigentlich) mehr?


Abends wieder total k.o., Jott auch– wir würden gern ein paar Tage ans Wochenende ranhängen.

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Samstag, 05.04.2025

Arbeitsteilung am Vormittag. Ich wuselte im Haushalt herum (inkl. Einkauf bei Rewe im Forum und Verwunderung über die mittlerweile absurd hohen Orangensaft-Preise), Jott strich semi-spontan die bislang grüne Wohnzimmer-Wand (#millenialbeige). Sie gestaltet seit ein paar Wochen die Wohnung um, aktuell ist das Wohnzimmer dran. Offenbar ist auch ein neues Sofa geplant, ich bin gespannt– wir werden im Osterurlaub Möbel gucken fahren. Ich bin da emotional nicht ganz so involviert wie sie, aber warum auch nicht.

Mit der hellen Wandfarbe wirkt der Raum direkt größer und lichter, das ist wirklich ein krasser Unterschied zum dunkelgrün davor.


Nachmittags Kaffee und Kuchen mit meinen Eltern, die zu Besuch kamen. Die Kinder ließen wir Tablet spielen, damit wir uns in Ruhe unterhalten konnten– erst nach einiger Zeit holten wir sie dazu.

Im Anschluss schnappte ich mir die Kinder samt Gs Freundin von zwei Etagen über uns und ging mit ihnen auf den Wuhlespielplatz. Jott nutzte die freie Zeit, um zu IKEA zu fahren und Regale für das neue Wohnzimmer zu kaufen (anstatt mal die Füße hochzulegen, die Doofnuss).

Als wir wiederkamen, waren die neuen Regale an der Wand; unser Wohnzimmer sieht nun sehr insta-like aus.


Völlig überreizt und k.o. am Abend. Die Kinder kannten kein Erbarmen, immer kam noch eine Frage, noch ein Wunsch, noch ein Anliegen… Anstrengend.


J möchte Roblox spielen bzw. in Roblox Spiele spielen– als er kürzlich bei seinem Freund war, spielte der wohl ein Spiel, dass J ganz toll fand. Nach einer kurzen Beschäftigung mit Roblox (u.a. beim Spieleratgeber NRW, Klicksafe und Schau hin!) musste ich ihm das leider ablehnen– mit seinen acht Jahren ist er meines Erachtens deutlich zu jung dafür; mir missfällt der Social-Aspekt, das Free-to-Play-Konzept und die Möglichkeit, offenbar recht einfach an nicht altersgerechte Inhalte zu kommen.


Abends ausgiebig mit dem neuen Arbeitsvertrag und den Betriebsvereinbarungen beschäftigt. Insgesamt ist das alles sehr fair und arbeitnehmerfreundlich geregelt, ich bin somit unsicher ob ich bestimmte Standard-Formuliereungen ansprechen soll… Das betrifft Überstunden-, Arbeitszeit- und Arbeitsortregelungen. Es ist allerdings nichts (für mich) kritisches, insofern sollte das auch nicht zu sehr ins Gewicht fallen.