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Mittwoch, 02.11.2022 – 🦠²

Idee: Wir packen heute alle restlichen Sachen zusammen und fahren gemeinsam für ein verlängertes Wochenende nach Heringsdorf an die Ostsee.

Realität:

J war gestern Abend einigermaßen warm und ziemlich verrotzt. Sein heute morgen durchgeführter Covid-Test war dann direkt positiv.

M, G und Jott sind negativ. Ich hab mich nicht gestetet, kam mir unnötig vor weil ich schon direkt eine Idee zur Reaktion hatte.


Jott und ich sind ja mittlerweile ganz gut darin, Lösungen für Krisen zu finden. Da Jott einen Urlaub definitiv nötiger hat als ich & ich, dank kürzlich überwundener Covid-Erkrankung ein vermutlich minimal geringeres Ansteckungsrisiko als der Rest der Familie habe, fassten wir folgenden Entschluss:

J und ich bleiben zu Hause.

Jott fährt mit G und M an die Ostsee und trifft sich dort mit ihrem Papa, seiner Frau und ihrem Bruder, der spontan einspringt und das freigewordene Zimmer belegt (wir telefonierten morgens mit allen Beteiligten und erklärten die Situation).

Und so passierte es dann auch.

Das ist keine schöne Lösung, aber die pragmatischste.


J war unterdessen verrotzt und ein bisschen kuscheliger als normal, aber ansonsten fit und munter. Außerdem redete er den ganzen Tag ohne Punkt und Komma. Alles, was M sonst durch sein ständiges Erzählen abblockt, kommt nun bei J raus.

Vormittags spielten wir Lego, nachmittags Gesellschaftsspiele. Außerdem trieb ich ihn mehrmals an, gefälligst allein zu spielen und sich selbst mit den ungefähr tausend Möglichkeiten die wir abseits von Netflix und Tablet haben zu beschäftigen. Das funktionierte dann auch– als ich z.B. Nachmittags Sport machte, saß er erst eine halbe Stunde auf der Couch und schaute mir zu, bevor die Langeweile offenbar doch zu groß wurde und er in sein Zimmer ging (zum Zocken und Fernsehgucken kam er heut trotzdem ausgiebig).


Vormittags trug ich noch eine Maske, nachmittags dann schon nicht mehr. Da ich J nicht isolieren werde, sind wir eh ständig zusammen– also auch beim Essen (und wir essen echt oft…). Ist vermutlich nicht sonderlich schlau, aber ich hab keinen Nerv für das Ding.


Js CT-Wert ist 19,16– wir waren am morgen zum PCR-Test im Forum. Das wird jetzt jeden Tag weniger. Sonntag wird sein Schnelltest negativ sein, Montag testen wir ihn frei und dann kann er direkt wieder in die KiTa gehen.


Meinen Urlaub hab ich teilweise storniert, ich werd hier und da einfach ein oder zwei Stündchen Arbeit einschieben und die dadurch freigewordenen Urlaubstage an anderen Tagen (… wenn die Kinder allesamt außer Haus sind) sinnvoller nutzen.

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Dienstag, 01.11.2022

Den Monatsabschluss gut gewuppt, wenn ich nichts übersehen habe (hab doppelt und dreifach geprüft) ist er durch und ich hab Ruhe.


Zwischen 15 und 16 Uhr waren Handwerker angekündigt, die unsere Lüfter warten wollten/sollten. Weil ich nicht wusste, wie pünktlich sie sein würden, holte ich davor noch fix die Kinder ab. Es war wirklich fix– 25 Minuten brauchte ich für das Abklappern von Schule und KiTa. Punkt 15 Uhr fielen wir alle wieder in die Wohnung.

Die Handwerker, bzw. der Lüfterwartungsmensch, kam gegen 15:30 Uhr. Die „Wartung“ war etwas unterwältigend: Ich hatte mir werweißwas vorgestellt, in der Realität schaute er sich die frisch gereinigten Filter (hatte ich am Wochenende gemacht) an und das wars.

Unseren Mangel (?) in der Kammer/dem HWR nahm er auf. Wir gingen davon aus, dass der Lüfter dort nicht funktioniert, weil es immer mal wieder nach Abgasen riecht und wir vermuten, dass das aus der unter uns liegenden Garage kommt. Das konnte er aber ausschließen. Der Lüfter funktioniert wohl ordungsgemäß. Der Geruch kann aber durch einen undichten Schacht o.ä. erzeugt werden. Er nahms jedenfalls auf und will einen Bericht für die Hausverwaltung schreiben.


Die Kinder tauschten derweil im Wohnzimmer ihre gestern Abend erbeuteten Süßigkeiten hin und her und verhandelten sehr zivilisiert miteinander.


M hat im Schulhort neue Musik kennen gelernt, die er am Nachmittag über Alexa hörte. Kurz darauf sangen drei Kinder „Wildberry Lillet“.

… Teil der (unbekannten) Amazon Music Playlist war dann auch Layla. Als das begann, war aber zum Glück kein Kind im Wohnzimmer.

Wobei: Wer sagt denn, dass sie das nicht schon kennen?


Da wir morgen für ein paar Tage an die Ostsee fahren und ich ein großer Fan davon bin, wenn sich die Kinder im Haushalt betätigen, „durften“ sie ihre Sachen mit einer Packliste selber raussuchen. Das kam super an bei ihnen. Ich hatte mit Protest gerechnet, aber sie waren mit Feuer und Flamme dabei und suchten sich alles zusammen.


Abends Koffer packen, Wäsche legen (vier Maschinen, uffz) und die Wohnung noch ein bisschen aufräumen.

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Montag, 31.10.2022

„Auf Arbeit“ viel Zeit im Zeiterfassungstool gesteckt. Der Monatsabschluss steht an, und da ich ab Mittwoch im Urlaub bin möchte/muss ich den davor fertig kriegen.


Die Kinder gingen allesamt als Vampire verkleidet und geschminkt in KiTa/Schule– alle waren sie Dracula.


Nachmittags kamen eine Freundin von J und G mitsamt Eltern vorbei und eine Freundin von M. Gemeinsam zogen wir, als es dunkel war, durch die Straßen und um die Häuser. Recht schnell schlossen sich uns andere Grüppchen an, am Ende waren wir ein Trupp von bestimmt zehn, zwölf Kindern und nochmal so vielen Erwachsenen. Die Kinder waren völlig außer Rand und Band und freuten sich riesig über die vielen Möglichkeiten, Süßkram zu erbeuten. Nach gut anderthalb, zwei Stunden war dann aber doch, trotz reichlich Zuckerzufuhr, die Luft raus und wir gingen wieder nach Hause.


Gemeinsames Abendessen zu neunt. Wir unterhielten uns ausführlich mit den Eltern von J und Gs KiTa-Freundin, die vor einem Jahr erst aus dem Iran nach Deutschland kamen. Spannende Unterhaltung trotz leichter sprachlicher Schwierigkeiten– Jotts und mein Englisch ist nicht ganz so alltagserprobt, weil wir es nicht sprechen.

Währenddessen unterhielten sich die Kinder auch und machten allerhand Blödsinn, dafür war dann wieder Energie da.

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Sonntag, 30.10.2022

Zwischen 6 und 6:30 Uhr (Winterzeit, immerhin) mehrfach von den Zwillingen hochgescheucht worden. Nachdem klar war, dass die beiden nicht mehr schlafen konnten/wollten, schickte ich sie ins Wohnzimmer und legte mich nochmal hin. Während sie Tablet spielten/netflixten (sehr angesagt ist gerad You vs. Wild, damit können sie sich sehr lange beschäftigen), schlief ich nochmal ein und hielt immerhin bis 8:30 Uhr durch.


Den Großteil des Tages mit Aufräumen und Putzen beschäftigt gewesen. Die letzten Wochen hatten ihre Spuren hinterlassen, die wollte ich beseitigen– außerdem kriegen wir morgen Besuch, Dienstag kommen Handwerker, und idealerweise hält sich so ein bisschen Restsauberkeit dann auch noch bis zu unserer Rückkehr aus dem Urlaub.


Nachmittags gingen wir zu dritt auf den Wuhlespielplatz. Während die Kinder spielten, lauschte ich der Geräuschkulisse (der Wahnsinn, was die Fans für einen Lärm machen um Union zu supporten) und hing im Ticker des Fußballspiels Union – Gladbach (hochdramatische letzte 15 Minuten.

Es ist schon merkwürdig– ich würd mich nicht als Fußballfan bezeichnen, aber die Kombination aus Stadion in der Nachbarschaft und Dauerbeschallung an allen Ecken und Enden (die Ecke hier ist wirklich rot-weiß) zeigt wohl ihre Spuren. Ein grundlegendes Interesse ist mittlerweile auf jeden Fall da.


Wieder zu Hause stand das übliche Abendprogramm an: Kinder baden, Nägelschneiden, Abendbrot beim Sonntagsfilm, Kinder ins Bett. Mittendrin kamen Jott und M wieder nach Hause. M konnte dann direkt in die Wanne hüpfen und es sich mit seinen Geschwistern auf der Couch bequem machen.


Abends keine Lust auf Fernsehen, stattdessen im Schlafzimmer am Rechner versumpft.

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Samstag, 29.10.2022

Jott brach nach dem Frühstück gen Aschersleben auf, um M wieder abzuholen. Die Zwillinge und ich blieben zu Hause.

Nachdem ich am Vormittag die Wohnung einigermaßen auf Vordermann brachte, fuhren G, J und ich nachmittags mal wieder ins FEZ. Nach dem vermutlich dann doch letzten Eis der Saison las ich ein bisschen, während die Zwillinge miteinander spielten, und spielte anschließend gemeinsam mit ihnen fangen. Wie üblich mit Spezialregeln die lautet, dass Papa immer dran ist.

Als es dunkel wurde, fuhren wir wieder nach Hause, kauften uns auf dem Rückweg noch eine Pizza beim Rewe im Forum und machten es uns dann zu Hause auf der Couch bei „Addams Family 2“ gemütlich.


J ist nun stolzer Besitzer eines Sammelalbums mit Bildern der Deutschen Fußballnationalmannschaft. G wollte eigentlich keines, war dann aber zu Hause Feuer und Flamme als sie sah wie J diverse Bilder (wir hatten eine ganze Handvoll bekommen im Rewe) einsortierte. Nun möchte sie auch ein Sammelalbum haben :)


Als die Kinder im Bett waren, legte ich mich auch hin und las noch eine ganze Weile im neuen Rath-Krimi.

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Freitag, 28.10.2022

Heute vor allem Ausschreibungen gescannt. Nicht unbedingt spannend, aber muss ja. Spätestens im neuen Jahr kann ich das hoffentlich an jemanden aus dem Sales-Team abgeben.


Nachmittags waren J, G und ich wieder auf dem Spielplatz. Mit dabei war auch eine KiTa-Freundin und ihre Mama. Die beiden sind vor ca. 1 Jahr aus dem Iran nach Deutschland gekommen, die Zwillings-KiTa-Freundin spricht mittlerweile offenbar 3 Sprachen (Farsi, Englisch, Deutsch). Beeindruckend. Ich freute mich, jemanden zum Erzählen zu haben und mein eingerostetes Englisch üben zu können (nur lesen/hören hilft halt nicht viel wenn man selbst sprechen muss).


Abends „Wunderschön“ mit Jott geguckt. Danach sehr froh gewesen, dass ich mich dafür (und nicht für den neuen Batman) entschieden hatte. Ein (irgendwie dann doch) sehr schöner Film, aber nicht unbedingt leichte Kost.

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Donnerstag, 27.10.2022

Den überwiegenden Teil des Arbeitstages gedanklich in Baden-Württemberg verbracht und Verwaltungsleistungen „meiner“ kleinen Gemeinde, die ich in Sachen Digitalisierung berate, im eGovernment-Portal des Landes angelegt.


Nachmittags waren die Zwillinge und ich auf dem Wuhlespielplatz und genossen das schöne Wetter (wobei schön relativ ist- es ist so ca. 10 bis 15 Grad zu warm und viel zu trocken).

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Mittwoch, 26.10.2022

Doch schwach geworden und gepreppt (gepreppert?). Demnächst trudeln hier ein paar Dinge ein, die uns im Fall der Fälle ggf. helfen werden (Campingkocher, Gaskartuschen, Notfallradio, Leuchte, Taschenlampe). Bin sehr zwiegespalten. Eine Stimme in mir sagt, dass es Unfug ist und ich einen Haufen Geld zum Fenster rausgeworfen habe. Die andere Stimme stimmt zu, hängt dann aber ein „Aber…“ ran. Wir leben zwar im vermutlich sichersten Land der Welt, aber… Das deutsche Stromnetz ist eines der besten der Welt, aber… usw. usf.. Vermutlich fass ich mir nächstes Frühjahr an den Kopf, aber aktuell fühlt es sich tatsächlich ganz gut an zu wissen, dass bestimmte Dinge dann erstmal „laufen“ können.

Zudem bin ich ja nicht allein– im besagten Fall der Fälle sind hier drei Kinder (und Jott, aber die ist tougher und kommt klar), die „Sicherheit“ brauchen– und wenns nur die ist, dass wir bei einem wirklichen Stromausfall Nudeln und danach Schokopudding auf dem Balkon zubereiten können.


Bei den nächsten Bringmeister-Lieferungen werden ein paar mehr haltbare Lebensmittel und vor allem Wasser dabei sein.


Nächster Schritt: Recherchieren wo Anlaufstationen und Ansprechpartner im Krisenfall in der Umgebung sind.


Sonst so: Gearbeitet. Abends mit Jott das Serien-Finale von This is Us geschaut und heimlich und leise ein Tränchen verdrückt.

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Dienstag, 25.10.2022

Ende der Isolation. Ich verließ zum ersten Mal seit dem 14.10. wieder die Wohnung– vormittags hatte ich einen Psychotherapie-Termin, nachmittags oblag mir die Zwillingsbetreuung (M ist ja noch bis zum Wochenende bei Onkel und Tante in Aschersleben). War nett– und ganz schön anstrengend, mir taten Abends vom vielen Herumlaufen die Beine weh (… da läuft man mal anderthalb Wochen nicht seine 10.000 Schritte täglich, ts).

Jott war zum ersten Mal im Büro, wir merkten Abends beide wie gut ihr das tat.


Abends Kindereskalation. J flippte aus, weil er nicht Tablett spielen durfte. Bzw. war das der Auslöser– vielleicht steckte auch mehr dahinter, die Kinder haben die letzten Wochen ja alles, aber keinen großartig vertrauten Alltag gehabt (Jott lange weg, ich dann in Isolation…).

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Montag, 24.10.2022

Anstrengender Tag. Weil wir auf Nummer Doppelsicher gehen, war ich heute noch in Isolation. Wir wollen jedes Risiko minimieren, dass sich der Rest der Familie an den letzten Virusresten ansteckt. Da ich aber zu 97,5% wieder fit bin (Husten und Schnupfen halten sich hartnäckig, der Rest passt), arbeitete ich heute also. Das war vom Kopf her belastend– arbeiten müssen und nicht raus dürfen (wenn auch selbstgewählt).

Nachmittags machte ich eine lockere Runde Sport und war erstaunt, wie schnell der Puls bei bestimmten Übungen hoch ging.

Abends die Unterlagen-Einsortiererei abgeschlossen. Alles wegsortiert. Ein sehr großer Karton voller Papier muss noch geschreddert werden, außerdem möchte ich ja gern unsere Ablage optimieren– so schnell wird mir also nicht langweilig.