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Elternzeit 2016

Journal Montag, 8.8.2016

Ein emsiger Arbeitstag: Diverse Nach-Urlaubs-Erledigungen (Wohnung, Wäsche, Vorräte) mussten getan werden. Da war es ganz gut, als Herr Schnuffke und ich nach dem Wäscheaufhängen im Hof ein paar Minuten verschnaufen konnten, während Jott sich in der nun ruhigen Wohnung hinlegte.
Wäschepause

Was schön war: Zusammen mit Herrn Schnuffke ausschlafen (bis halb! Zehn!!).

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Elternzeit 2016

Journal Sonntag, 7.8.2016

Die Nacht im eigenen Bett war großartig. Fanden auch Jott und Herr Schnuffke. Letzterer schlief, bis auf einen Hustenanfall in der Nacht, bis heute morgen durch. Das hatten wir schon ein paar Tage nicht mehr…

Überhaupt, der Husten. Herr Schnuffkes Atemwegsinfekt war dank Antibiotikum relativ schnell vorbei, das Medikament schlug ja sogar so superschnell an, dass er auf der Fahrt nach Dänemark und die folgenden Tage fieberfrei war. Der Husten allerdings wurde erst nach dem Umzug ins zweite Ferienhaus allmählich besser und hält sich, vor allem Abends und Nachts, noch hartnäckig. Wir beobachten das diese Woche noch und melden uns danach erneut beim Kinderarzt.

Was auffällt: Die sehr kurze und früh einsetzende Berliner Dämmerung. Während es in Dänemark um 22:30 Uhr noch ziemlich hell war, ist es in Berlin bereits 21:30 Uhr stockfinster.

Da wir heute zu einem Geburtstag einer Bekannten von mir in der Nähe meiner Eltern eingeladen waren, besuchten wir gegen Mittag erst meine Eltern im Brandenburgischen und fuhren am Nachmittag ins Nachbardorf zum Geburtstag.
Herr Schnuffke fremdelte bei der Begrüßung seiner Großeltern sehr und musste sich erst einmal relativ langwierig an die beiden gewöhnen. Der Durchbruch kam beim Mittagessen: Er lief allein zur Küche und ließ sich von meiner Mama füttern. Liebe geht also auch bei Kleinkindern durch den Magen.

Auf der Fahrt zum Geburtstag schlief er schnell ein und verpasste so die erste dreiviertel Stunde. Als er wach wurde, schaute er dem Treiben noch eine ganze Weile reserviert zu, bevor er ein wenig herumlief und den Hund der Gastgeber streichelte.

Wir unterhielten uns nett über Gott und die Welt, aßen gut und fuhren kurz vor 20 Uhr zurück nach Hause. Herr Schnuffke hatte bis dahin ganz gut durchgehalten, zeigte aber die ersten Ermüdungserscheinungen.

Beim Zubettbringen kam das Kind nicht zur Ruhe. Eine halbe Stunde hat er sich hin und her gewälzt, mit den Händen und Füßen gezappelt und sich selbst am Einschlafen gehindert. Das kam in den letzten Wochen wiederholt vor, auch vor dem Urlaub. Es hilft, wenn ich die Hände und Füße sanft festhalte, so dass sein Bewegungsspielraum stark eingeschränkt ist. Dann schläft er normalerweise innerhalb von fünf Minuten ein. Das Problem: Das lässt er erst nach einer gewissen Weile mit sich machen, und bis dahin dauert es ziemlich lange.

Ich habe das Gefühl, dass er entweder überschüssige Energie abgeben muss oder aber das Herumzappeln eine Übersprungshandlung ist (hundemüde, will aber nicht schlafen weil er etwas verpassen könnte).

Was schön war: Nachdem Herr Schnuffke endlich schlief, schaute Jott eine ihrer aufgenommenen Serien und ich hab ein bisschen am Laptop spielen können.

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Elternzeit 2016

Journal Samstag, 6.8.2016

Wir sind nach gut zehneinhalb Stunden on the road wieder zu Hause. Hier eine Liste der Dinge, auf die ich mich am meisten freue:

  • Unser Bett
  • Eine vernünftige Wickelstation
  • Nur zwei weitere Menschen in der Wohnung (Jott, Herr Schnuffke)

Ich bin ganz schön k.o., das Autofahren war anstrengend. Einmal die Länge (im Endeffekt waren wir einen ganzen Tag im Auto) und dann bin ichs ja nun gar nicht gewöhnt, selbst hinterm Steuer zu sitzen, deswegen haben mich die Teilstücke die ich fuhr (von Søndervig bis kurz vor die dänisch-deutsche Grenze, und dann nochmal von irgendwo mitten in Schleswig-Holstein bis anderthalb Stunden vor Berlin) ziemlich mitgenommen.

Was schön war: Mit Herrn Schnuffke im Auto rumalbern, während Jott die letzte Etappe fuhr.

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Elternzeit 2016 WMDEDGT?

Journal Freitag, 5.8.2016 – WMDEDGT 8/16

[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ und ist so ’ne Tagebuch-Blog-Aktion. Mehr Infos und Beteiligte gibts bei Frau Brüllen.]

Letzter Urlaubstag vor der Abreise, daher etwas unentspannt. Dem Kind sitzt seit dem Zubettbringen ein Pups quer und es macht Theater. Ich hab ihn nicht beruhigt bekommen, Jotts Mama hat ihn nicht beruhigt bekommen, und Jott kämpft auch.

Der Magen-Darm-Infekt flammte gestern noch einmal auf und hat sich Jotts Bruder als Ziel ausgesucht. Hoffentlich erwischt es heute Nacht niemanden mehr, auf der Heimfahrt morgen wäre das sehr ungünstig.

Herr Schnuffke steht auf Sarah & Duck. Er „quakt“ mit Duck zusammen im Intro, das ist sehr putzig.

Möchte ich etwas zum Wetter während unseres Urlaubs sagen? Ich glaube nicht. Es ist ein Wunder, dass wir etwas Farbe bekommen haben.

Was schön war: Herr Schnuffke und ich waren heute spazieren- und Herr Schnuffke lief den Großteil des Weges selbst!

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Elternzeit 2016

Journal Donnerstag, 4.8.2016

Auf Grund der Wetterlage (Regen-Sturzbäche im schnellen Wechsel mit Sonne bei viel Wind) fuhren wir heute nach Holstebro (wohl am ehesten vergleichbar mit einer Kreisstadt) und bummelten dort durch die Fußgängerzone. Das ist sehr empfehlenswert, an allen Ecken und Enden ist Kunst im öffentlichen Raum zu sehen (Skulpturen, Statuen, Brunnen, Kunstkram dessen Name mir nicht geläufig ist). Außerdem aß ich bei einem Fleischer (Slagter Bertelsen) einen erstaunlich guten Burger, das gibt nochmal Pluspunkte für die Stadt.

Abends das letzte Mal im Urlaub gegrillt. Soviel Fleisch war schon lange nicht mehr. Außerdem: Zwei Mal beim Kniffel gewonnen. Hurra!
Grillgut

Was schön war: Mit Herrn Schnuffke an der Hand durch Holstebro laufen. Der junge Herr hatte nämlich keine Lust auf den Buggy und wollte sich selbst fortbewegen.

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Elternzeit 2016

Journal Mittwoch, 3.8.2016

Es regnete heute den Großteil des Tages wie aus Kübeln, daher blieben wir im Ferienhaus und gammelten herum. Herr Schnuffke ließ sich von jedem mal bespaßen, ging zwischendurch auf Wanderschaft und schlug sich ansonsten bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Bauch voll.

Wanderschaft

Was schön war: Von drinnen dem auf das Reetdach prasselnden Regen zuschauen, Kaffee trinken und einen Schokomuffin essen.

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Elternzeit 2016

Journal Dienstag, 2.8.2016

Adventure Golf
Ich gewann heute beim Adventure Minigolf im Adventure Park Ringkøbing mit einem Punkt Vorsprung. Das war cool.
Dafür hat uns Jotts Mama im Fußballgolf abgezogen. Höhepunkt war ein „Loch“, bei dem sie mit vier Schüssen davonzog, während wir drei anderen Mitspieler zwischen 20 und 30 Schüsse benötigten.

Herr Schnuffke hat sich heute Nacht keine Freunde gemacht. Im Endeffekt war von 1 Uhr bis 5 Uhr für Jott, ihn selbst und mich an Schlaf nicht wirklich zu denken, dementsprechend waren wir drei tagsüber etwas müde.

Was schön war: Ein scheinbares Wiederaufleben des Magen-Darm-Infekts hat sich nicht bestätigt. Und das bleibt jetzt auch so!

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Elternzeit 2016

Journal Montag, 1.8.2016

Strandtag, trotz viel Wind, ein paar Wolken und gerade mal 18°. Wir verkrümelten uns in den Windschatten des Bunkers am Strand von Vedersø Klit, bauten unsere Strandmuscheln auf und ließen uns für ein paar Stunden die Sonne auf den Pelz brennen.

Für Grabungsarbeiten waren wir diesmal besser ausgerüstet: Auf dem Weg zum Strand hatten wir- für das Kind, natürlich!- eine Schaufel gekauft, die direkt zum Einsatz kam.

Wellengang

Bunker
Das Meer, von „unserem“ Bunker aus gesehen.

Sandmuster

Flugsand
Flugsand- der Wind vom Meer treibt den Sand die Dünen hoch (und sandstrahlt jeden, der dort hinauf läuft).

Sturmfrisur

Bunkerlandschaft

Vester Husby
Blick von der zweithöchsten Düne in Vedersø Klit auf die Klitplantage
Loch
Unser ~1,6m tiefes Loch. Als ich drin stand, guckte nur noch mein Kopf heraus, und die Füße standen im Meerwasser auf das wir in dieser Tiefe stießen.

Sandschichten

Am Nachmittag badeten Jott und Herr Schnuffke im Pool, während ich mit der Kamera herumlungerte.

Babybeine
Herr Schnuffke hat lange, grazile Modelbeine. Dies ist das Beweisfoto.

Abends Spaghetti Bolognese und mehrere Rommé-Partien, gelegentlich unterbrochen vom aus dem Schlaf aufwachenden Herrn Schnuffke.

Es ist merkwürdig: Die 18° hier und heute fühlten sich teils wärmer an als höhere Temperaturen in Berlin. Hier kann ich in kurzen Hosen, T-Shirts und Sandalen herumhüpfen, wo ich in Berlin lange Klamotten brauche. Gibt es dafür eine sinnvolle Erklärung oder ist das einfach nur subjektives Empfinden?

So, wie Herr Schnuffke auf das Meer und den Pool abgeht, müssen wir wohl eine Zwischendecke einziehen und ein Schwimmbecken für ihn einbauen. Das Kind ist eine absolute Wasserratte und ließ sich heute nur sehr widerstrebend von den Wellen und seiner Poolinsel entfernen (irgendwann muss es eben sein- sonst löst er sich noch auf…).

Was schön war: Am Strand auf Fototour gehen zu können, weil das Kind in guten Händen war.

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Elternzeit 2016

Journal Sonntag, 31.7.2016

Der blöde Husten von Herrn Schnuffke verschwindet einfach nicht. Trotz Hustensaft und Meeresluft bellt er sich vor allem Abends und Nachts die Seele aus dem Leib.

Offenbar gibt es keine Gnocchi in Dänemark. In diversen Läden fanden wir bis jetzt keine, und als wir danach fragten wurden uns lediglich Muschelnudeln der Marke „Gnocchi“ gezeigt. Unschön, die sind nämlich essentiell für Jotts Gnocchi-Auflauf. Stattdessen mussten wir heute gewöhnliche Nudeln nehmen.

Jott und ich haben daraufhin den Plan geschmiedet, als Gnocchi-Schmuggler steinreich zu werden.

Herr Schnuffke, sein Onkel und ich waren am Nachmittag am Strand. Der Rest der Miturlauber war entweder andersweitig unterwegs, hatte keine Lust oder war nicht auf’m Damm.

Wir buddelten Löcher, ließen Herrn Schnuffke durch die Wellen hüpfen und den Strand erkunden.
Babywachsloch

Die Blicke, die zwei Männer mit Kind zugeworfen bekommen, sind interessant.

Seit Tagen suchte ich nach Gelegenheiten, das „Es ist etwas faul im Staate Dänemark“-Zitat anzubringen. Heute, im Angesicht von schimmelnden Plattpfirsichen, war es soweit. Hurra!

Ich habe heute sämtliche „Später lesen“-Links gelöscht. ICH BIN FREI! FREI!

Was schön war: Jotts Mama brachte Herrn Schnuffke zu Bett, so konnten Jott und ich gleichzeitig und ohne Ablenkung durchs Kind im Pool baden.

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Elternzeit 2016

Journal Samstag, 30.7.2016

Und schon startet die zweite Hälfte des Urlaubs. Kinder, wie die Zeit vergeht! Wetterbedingt verließen wir heute, zumindest am Vormittag, das Haus nicht großartig. Stattdessen frühstückten wir lange, spielten mit Herrn Schnuffke und seinem Spielzeug und planschten im Pool. Herr Schnuffke durfte die Rutsche ausprobieren und fand sie so großartig, dass er gar nicht mehr mit dem Rutschen aufhören wollte.

Am Nachmittag, als der Wind die Wolken vertrieb und die Sonne herauskam, spazierten er und ich nach Vedersø Klit, um herauszufinden ob und wie wir vom Ferienhaus zum Strand kommen. Da es keine Fußwege gibt, liefen wir zu 98% auf den normalen Straßen, die zum Glück aber nur sehr wenig befahren waren. Insgesamt benötigten wir bei gemächlichen Tempo ungefähr 40 Minuten für den Weg. Mit Strandgepäck und allen anderen Miturlaubern würde es eher nicht schneller gehen, da ist das Heranfahren an den Strand mit den Autos eindeutig die bessere Idee.

Abends Grillen und stundenlanges in den Schlaf begleiten von Herrn Schnuffke.

Was schön war: Das Baden im Pool. Auch schon lange nicht mehr gemacht, und mit Kind sowieso noch nie.