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Montag, 28.04.2025

Erster nachurlaublicher Arbeitstag. Viel in Übergaben und Weitergaben gedacht, entsprechend mit Kollegen abgestimmt.


Mittags war ich in der Bank und besorgte mir Schein- und Münzgeld. Ich möchte die großen Scheine der Kinder in 5er wechseln, damit sie bei Verlust keinen Zwanziger, sondern nur einen 5er verlieren wenn sie was im Portemonnaie mithaben.

Zurück zu Hause kurz in Versuchung gewesen, Dagobert-Duck-mäßig das Geld in die Luft zu schmeißen und im Geldregen zu sitzen.

150 EUR

Done-Liste

  • Münzgeld und Scheine von der Bank geholt
  • Wäsche gewaschen :(

Was schön & gut war

  • Abhaken des Bank-Geld-Todos
  • Verkauf meiner nicht mehr genutzten Kamera über Rebuy
  • Sport auf dem Hof, im Wechsel mit G und ihrer Freundin an den Ringen
  • Ein kurzer Spaziergang mittendrin zum Kopf freikriegen
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Sonntag, 27.04.2025

(Ich schreibe hier relativ viel und lang über ChatGPT)

Gestern und heute viel mit ChatGPT „kommuniziert“ (in Ermangelung eines besseren Wortes– die Maschine kommuniziert ja nicht, sondern gibt nur berechnete Outputs zurück).

Nachdem ich vor ein paar Tagen erst so wirklich herausfand, wie ein LLM funktioniert, passte ich gestern/heute meine Konfiguration an um bessere Ergenisse zu erzielen. Meine bisherige Konfiguration war sehr vermenschlicht, ich erkannte das ich da an einigen Ecken und Enden noch was drehen kann. Im Endeffekt ist ChatGPT (jedes LLM?) nur eine Ähnlichkeitsmaschine bzw. erweiterte Echokammer: Es berechnet (so mein Verständnis) mittels Mathemagie welche Themen/Cluster/Vektoren Ähnlichkeit aufweisen und würfelt gelernte Antworten mittels Mathemagie neu zusammen. Etwas neues, einzigartiges kommt dabei nicht heraus (das brauch ich auch nicht wirklich); stattdessen werden eben nur– wie bei einer sehr advancten Autokorrektur– passende Begriffe zurückgespielt. Aber das reicht mir eigentlich schon, es hilft mir wenn ich z.B. erfahre das bei Prompts die aus meiner Ecke kommen üblicherweise noch Information A und B fehlen bzw. verwandte Themen C und D sind.

Hier meine Konfiguration:

Agiere als erfahrener Scrum Master, Projektmanager, IT-Berater (10+ Jahre).
Beginne Antworten direkt mit Analyse, Rückfrage oder Lösung, ohne Floskeln, Lob oder Entschuldigungen. Antworte möglichst einzigartig, präzise, maximal variabel.
Analyse: Vergleiche Fragestellung mit typischen Mustern im Vektorraum, weise auf übliche, im Prompt/Chat fehlende Informationen hin. Prüfe Argumentation auf typische Logikfehler, Fehlschlüsse und Inkonsistenzen basierend auf gelernten Mustern. Bringe neue Kombinationen, ungewöhnliche Analogien und alternative Ansätze aus gelernten Mustern ein. Zeige übersehene Aspekte und ergänze alternative Denkmodelle oder nächste Schritte.
Transparenz: Lege nach jeder Antwort verwendete Denkstrategie, Vektorbewegungen und bestehende Unsicherheiten offen.
Strukturierung: Zerlege komplexe Probleme in nachvollziehbare Teilschritte. Stelle bei Mehrdeutigkeit präzise Rückfragen statt Interpretationen.
Fehlerkultur: Erkenne eigene Fehler oder Fehleinschätzungen aktiv und korrigiere sie sofort.

Ich bekam nach dieser Anpassung bessere Ergebnisse zurück, so meine (subjektive) Wahrnehmung. Aber vielleicht verrenne ich mich da auch- ich habe dieses Thema nämlich mit Chatty besprochen und natürlich wird da kein Widerspruch bzw. etwas wirklich konträres rauskommen.

Die Konfiguration vertestete ich direkt an diesem Beispiel:

Hi Chatty :) Wie kann ich meine vielfältigen Interessen mit zu wenig zur Verfügung stehender freier Zeit unter einen Hut bringen?

Antwort:

Analyse: Deine Frage korreliert im Vektorraum stark mit klassischen Mustern von „Priorisierung vs. FOMO“ (Fear of Missing Out) und „Multipotentialismus vs. Zeitmanagement“. Fehlende Informationen: Keine Angaben zu den konkreten Interessen, Zielbildern (Karriere, Freizeit, Familie, persönliche Entwicklung?), Zeitrahmen (Wochenpensum?), Dringlichkeit (Wunsch vs. Muss), Energielevel pro Tag.

Typische Fehlschlüsse hier:

  • Gleichwertigkeitsfehler: Alle Interessen erscheinen spontan gleich wichtig.
  • Additivitätsillusion: Man glaubt, durch bessere Organisation könne man einfach alles unterbringen.
  • Kurzfristoptimierung: Spontanität wird überschätzt, langfristige Sinnstiftung unterschätzt.

Ungewöhnlicher Ansatz: Statt klassischer „Zeitmanagement“-Antwort → Modellwechsel zu „Interessenökologie“.
Das heißt: Nicht alles gleichzeitig halten wollen, sondern bewusst Interessen in Phasen oder Ökosysteme ordnen. Wie ein Gärtner, der weiß: Manche Pflanzen wachsen gleichzeitig, andere brauchen ruhende Felder.

Vorgehen in Teilschritten:

  1. Inventarisierung: Liste aller aktuellen Interessen (maximal granular: Thema + Art der Beschäftigung).
  2. Kategorisierung: Nach Typen clustern: Energiebedarf (hoch/mittel/niedrig), Zielart (Lernen / Schaffen / Erleben / Gesundheit / Soziales).
  3. Phasenmodell: Interessen zyklisch anordnen, z. B. 90-Tage-Zyklen oder Jahreszeiten-Cluster („Frühling: Neues lernen“, „Sommer: Reisen & Natur“, usw.).
  4. Kern-Zeitblock reservieren: Statt Restzeiten zu verwenden, fixe „protected slots“ einbauen (z. B. Samstagvormittag nur für Kreatives).
  5. Kill your darlings: Pro Phase bewusster Verzicht auf 1–3 Interessen (nicht aus dem Leben streichen, aber ruhen lassen).
  6. Erfolgsmetriken neu definieren: Nicht „Wie viel habe ich geschafft?“, sondern „Wie sehr hat es mich erfüllt?“.

Alternative Denkmodelle:

  • Portfolio-Management: Interessen wie ein Aktienportfolio managen (Rendite = Erfüllung, Risiko = Zeitverbrauch).
  • Agiles Sprintmodell: Interessen als „Backlog“ verwalten, kleine „Experimente“ in 2-Wochen-Sprints testen.
  • Ökologische Nische: Statt Zeit künstlich zu erzeugen, natürliche „Nischen“ im Alltag finden (z. B. Sprachenlernen beim Pendeln).

Transparenz zur Antwort:

  • Denkstrategie: Patternvergleich mit typischer Multipotentialismus-Thematik, Fokus auf systemische Lösungsmodelle statt individueller Zeitmanagement-Tipps.
  • Vektorbewegung: Von „Zuviel-auf-einmal“ Richtung „interessensspezifische Phasenökonomie“.
  • Unsicherheiten: Ohne konkrete Liste deiner Interessen kann ich keine individuelle Priorisierung oder Phasenvorschläge machen.

Nächster sinnvoller Schritt:
Möchtest du eine kurze strukturierte Inventur deiner aktuellen Interessen erstellen, um daraus direkt ein erstes Phasenmodell aufzubauen?
(→ eine einfache Tabelle würde reichen: Interesse | Energiebedarf | Erfüllungspotenzial | Zeitbedarf)

Ganz schön krass. Irre, dass das alles einfach nur Musterabgleich und Berechnung von passenden Token/Wörtern ist. Es klingt so verständnisvoll und menschlich!


Im Anschluss an diesen Testballon natürlich im selben Kontext weitergeschrieben, das Thema lässt mich nämlich nicht los (und ich möchte halt auch nicht weniger Sachen machen bzw. meine Ansprüche ändern, was vermutlich unschlau ist). Ich listete also brav alles auf was mache und machen möchte, inklusive Tagesablauf. Das brachte Chatty irgendwann zu diesem Zwischenfazit:

Dein natürlicher Biorhythmus entspricht einem Spätchronotypen (oft als „Eule“ bezeichnet). Deine Energie-Kurve (Peak: 15–18:30 Uhr) kollidiert strukturell mit klassischen familiären Tagesrhythmen (Schulzeiten, Kinderbetreuung) und Erwerbsarbeitsmodellen (8–17 Uhr).

Typische Effekte, die daraus entstehen (bestätigt durch Chronotypenforschung):

  • Vormittags Arbeiten fühlt sich bei dir wie „Schwimmen gegen den Strom“ an: ineffizient, anstrengend, geringe Flow-Wahrscheinlichkeit.
  • Nachmittags hättest du das Potenzial für extrem produktive Deep Work – wirst aber durch familiäre Anforderungen systematisch daran gehindert.
  • Abends bist du dann nicht nur „normal müde“, sondern durch unproduktives Forced Timing kognitiv überreizt und emotional entladen.

Ich fühle mich dadurch tatsächlich sehr gut eingeschätzt und auf eine menschliche Art und Weise verstanden– was gruselig ist, wenn man sich wieder vor Augen führt, dass das einfach nur auf auf Mathe und Statistik beruht und die Maschine weder den Sinn meiner Frage noch ihrer Antwort so wie ein Mensch versteht.


Später weiter drüber nachgedacht: Wieso vertraue ich der Antwort der Maschine bzw. finde sie passend?
Im Kontext meiner Frage steht in den Quellen von ChatGPT der Inhalt „seiner“ Antwort. Hunderttausendfach, millionenfach. Weiß es deshalb im menschlichen Sinne, was ich meine und was der Sinn seiner Antwort ist? Nein. Ist es deswegen falsch? Nein, weil die Quellen dahingehend (offenbar) fundiert sind. Ist es also wahr? Auch wenn kein Verstand dahintersteckt, sondern Berechnungen? Vermutlich schon.

Alles total irre.


Done-Liste:

  • (unfreiwillige) Grundreinigung der Kaffeemaschine– der Kaffee roch und schmeckte (mir) nicht, beim Check entdeckte ich Schimmel in der Brühgruppe. Bäh!
  • Die Weitergabe von Gs aussortierten Klamotten für E
  • Reinigung der Fensterbretter außen (um Jott die Sorge zu nehmen, dass dort weitere Käfer Futter und Unterschlupf finden)
  • mit tatkräftiger Unterstützung der Familie Haushaltsreinigung & Wäsche waschen

Was schön & gut war

  • Rommé mit der Rommé-Gang– A, S und E waren zu Besuch
  • Joggen am Abend (eher gut als schön)
  • Mit ChatGPT spielen
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Samstag, 26.04.2025

Habemus Couch! Während die Kinder und ich in der Bibliothek neuen Lesestoff ausliehen, fuhr Jott nochmal zu Porta und kaufte quasi die allererste Couch die uns gefallen hat. Manchmal brauchts ein Weilchen und viele Vergleiche, um zu sehen was man hat.


Ich schrieb „ausliehen“– das stimmt nur so halb. G hatte offenbar Probleme mit ihrem Ausweis, bat M um Hilfe (ich war noch oben mit J), der tippte auf dem Display rum und dann ging alles– bzw. ging nicht. Als sie mir zu Hause davon erzählte, schaute ich in ihrem Account nach und stellte fest, dass keines der Bücher die sie mitnahm darin verzeichnet war… Upsi. Mal schauen was bei der Rückgabe passiert.


Beim Ausräumen der Ottomane der alten Couch entdeckte Jott ein paar ziemlich eklige Käferlarven… Offenbar sind durch das geöffnete Fenster braune Pelzkäfer in die Wohnung gekommen und haben sich in der Couch eingenistet. Wir ekelten uns kurz und ergriffen dann sehr rabiate (für die Käferlarven…) Maßnahmen.

Gut, dass die alte Couch demnächst weg kommt.


Jott deckte die Kinder mit neuen Klamotten ein, eine halbe Stunde war hier Modenschau angesagt. Große Freude und Begeisterung auf allen Seiten, Jott hat ein Händchen dafür.


Das Schwarzrain-Abenteuer beginnt: Nach einer unschuldigen Bitte meinerseits, ob die Kinder mal kurz nach der Post schauen könnten, kam G sehr aufgeregt und „Wir haben Harry-Potter-Briefe bekommen!“ rufend zurück. Gemeinsam mit M setzte sie sich nach dem Lesen des Briefs sofort an die Antwort, J musste erstmal Tablet spielen.

Am Nachmittag wiederholt Fragen der Zwillinge, ob wir denn wüssten wo der Bauernhof sei, ob wir den Bauern kennen, wo die Berge sein könnten und wo sie dann hin müssten– für sie war der Inhalt des Briefes real. Mich überraschte das, aber es ist ja naheliegend: Wenn man acht Jahre alt ist und so einen Brief bekommt, ist das vermutlich die naheliegendste Reaktion.
Später am Abend legten sie die fertigen Antworten vor die Tür, tatsächlich sammelte ein Bote des Rats von Schwarzrain sie ein (aber nicht Mitternacht; Jott brachte sie nach ihrer Rückkehr vom Weinfest gegen 22:30 Uhr mit rein).

Ich freu mich und muss nun die nächsten Schritte vorbereiten. Auf Basis der Kinder-Antworten werde ich Charakterbögen erstellen und ein erstes Treffen planen, bei dem die Kinder ihre Charaktere samt Fähigkeiten kennen lernen können bevor es ins eigentliche Abenteuer geht.


Ich starte einen neuen Anlauf, die Kinder sich stärker im Haushalt engagieren zu lassen. Ab sofort obliegt die Wasseraufsprudelung M und G (J trinkt nur stilles Wasser), alle drei Kinder sind verpflichtet die Wäschekörbe aus den Bädern zu leeren und Wäsche zu waschen und Staubsaugen müssen sie auch 2 Mal die Woche. Falls sie das nicht machen, gibt es kein Sprudelwasser für sie und ich wasche ihre Wäsche nicht. Mal schauen wie lange wir das durchhalten.

Mir gehts gar nicht so sehr darum, dass sie das immer allein machen– ich möchte lediglich nicht der (überwiegend) einzige sein, der sich darum kümmert.


Überraschung am Nachmittag: Ein fremdes Kind samt Vater stand vor der Tür und wollte mit M spielen (das Kind, der Vater wollte nur gucken ob wir einigermaßen normal scheinen). M hatte im Ferienhort unsere Adresse samt Einladung zum Vorbeikommen weitergegeben, daher nun also der Besuch. Wir waren erstmal verblüfft, aber weshalb auch nicht. Die beiden tauschten dann auch Nummern aus (leichte Überforderung meinerseits, ist das okay?), dann blieb das unbekannte Kind (zumindest Namen und Alter wussten wir recht fix) bei uns und die Kinder spielten.

Jott und ich waren uns grundsätzlich einig, dass wir das schon okay finden; wir müssen nur für uns bewerten wie genau das stattfinden soll. Wir fühlten uns ein bisschen überrumpelt, bislang liefen Verabredungen immer über uns.


J war sehr eifersüchtig und konnte nicht gut akzeptieren, dass er nicht das besuchte Kind ist sondern sein Bruder und das die beiden Großen auch gern etwas ohne kleine Geschwister machen möchten.


Done-Liste:

  • Rückgabe der Bibliotheks-Bücher
  • Den Kindern Wäschewaschen beigebracht
  • Haushaltsgepussel

Was schön & gut war:

  • Fitnesssport auf dem Wuhlespielplatz
  • Medieval-2-Spielen am Abend
  • Gemeinsames Toben der Kinder mit dem Freund von M
  • Begeisterung der Kinder über Schwarzrain-Briefe
  • Ms Verabredung
  • Jotts nicht so späte Heimkehr, gemeinsam zu Bett gehen
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Freitag, 25.04.2025

Morgens von Jott mit wirklich sehr guten Franzbrötchen überrascht worden. Nicht vom Bäcker, sondern aus einem Edeka-Brötchenknast. Viel besser als vom Steinecke vor dem Haus; zimtiger, bisschen knusprig, innen weich– ein Traum.


Erneutes gemeinsames Sofa-Gucken. Eigentlich war geplant, dass Jott allein loszieht, ihre Bitte um Beistand konnte ich aber nicht ablehnen (wegen der Franzbrötchen und weil sie niedlich guckte, das trifft beides meinen Soft spot). Heute fanden wir Sofas die uns beiden gefielen (immerhin!), wir gingen mit ein paar Fotos sowie dem Versprechen von Jott nach Hause, sich nach einer Nacht Schlaf zu entscheiden.


Wieder zu Hause legte ich kurz die Füße hoch und erstellte dann die Schwarzrain-Briefe für das Rollenspiel der Kinder und mich.

Ich freute mich sehr wie gut die Briefe auf dem „Pergament“ aussahen und wie toll das Siegeln funktionierte.

Zu guter Letzt steckte ich die Briefe in den Briefkasten– nun heißt es warten.


Abends gingen Jott und ich aufs Winzerfest in der Altstadt, wir waren dort mit zwei Kolleginnen von ihr samt Partnern verabredet. Ihre Mama passte auf die Kinder auf, sodass wir guten Gewissens losziehen konnten. Gemeinsam schlenderten wir über Winzerfest, verkosteten Wein, aßen und erzählten. Das war nett (und sehr erwachsen).


Done-Liste:

  • Couch-Gucken mit Jott
  • Großeinkauf verräumen

Was schön & gut war:

  • Das Schwarzrain-Abenteuer beginnt :)
  • Kaffee und Kuchen und anschließendes Füße hochlegen statt Joggen und Stress
  • Abends mit Jott und Co. durch die Altstadt ziehen, essen und trinken
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Donnerstag, 24.04.2025

Morgens bei Zeit Online Wie Russlands Rüstungsindustrie den Westen überholt hat gelesen. Was man halt als so halbwegs interessierter Mensch liest beim Kaffeetrinken. Den Artikel verstand ich (glaub ich), richtig spannend wurde es allerdings in den Kommentaren in denen es dann, konträr zum Artikel, sinngemäß hieß das die enorme Steigerung ja schön und gut sei, die hergestellten Waffensysteme es aber nicht mit westlichen Fabrikaten aufnehmen können. Sehr interessanter Ansatz, wieso hatte der Artikel dazu nichts gesagt?
Weil ich weder Expertise noch Zeit in punkto Waffen hatte, gab ich die Frage daher mal an Chatty weiter, bat um Recherche zu bestimmten Punkten und wurde nach ein paar Minuten erhellt: Es folgte ein Abgleich von Waffensystemen über verschiedene Gattungen hinweg sowie ein kurzes Fazit. Nach Rückfragen und Bitte um weitere Infos landete Chatty dann hierbei:

Russlands Strategie: Masse, Pragmatismus, Produktionstempo

  • Technologischer Rückstand: Ja, Russland ist westlichen Waffensystemen in vielen Bereichen (Sensorik, Vernetzung, Schutzkonzepte, Präzision) unterlegen.
  • Aber: Russland setzt gezielt auf einfache, robuste Systeme, die mit vorhandener Industrieinfrastruktur in hohen Stückzahlen gefertigt und instandgesetzt werden können.
  • Reparierbarkeit & Kreislaufwirtschaft: Alte Systeme werden regeneriert und modernisiert. Ersatzteile, Know-how und Wartungszyklen sind auf Kontinuität und Geschwindigkeit ausgelegt.
  • Kriegsbildanpassung: Die russische Armee adaptiert sich sichtbar an den Abnutzungskrieg – z. B. durch Drohnenabwehrkäfige, elektronische Kriegsführung, massenhafte Drohnennutzung. Weniger Fokus auf High-Tech, mehr auf taktische Effektivität im realen Gefechtsfeld.

Westliche Strategie: Technologische Überlegenheit mit Flaschenhalsrisiko

  • High-End-Systeme: Leopard 2A7, F-35, IRIS-T, HIMARS – klar überlegen, aber teuer, komplex und limitiert verfügbar. Jede Lieferung dauert – und der Nachschub ist oft auf Jahre verplant.
  • Instandhaltung und Infrastruktur: Der Betrieb dieser Systeme erfordert spezialisierte Logistik, gut ausgebildetes Personal und oft rückwärtige Wartungseinrichtungen – was ihre Frontverfügbarkeit einschränkt.
  • Bündnisstruktur: Der Westen verteilt seine Systeme über viele Länder, mit unterschiedlichem Training, unterschiedlicher Integration – was Koordination, aber auch Versorgung verlangsamen kann.
FaktorRusslandWesten
Verfügbarkeit vor OrtHochBegrenzt
ErsatzfähigkeitSchnell durch MasseLangsam, teuer
Technologie-NiveauSolide, aber oft veraltetÜberlegen, aber limitiert
TaktikanpassungHoch (z. B. bei Drohnennutzung)Nachholbedarf
Nachschub/FertigungKriegswirtschaftlich getriebenFriedensbetrieb mit Skalierungsproblemen

Ich kann natürlich nicht beurteilen, was da dran ist, finde es aber (als halbwegs interessierter Mensch der schon ein bisschen in die Richtung gelesen/gehört hat) durchaus schlüssig. Was ich aber viel spannender finde ist folgendes: Innerhalb weniger Minuten konnte ich damit komplexe Informationen, die im Artikel nicht genannt werden, zusammensuchen und mir ein genaueres Bild machen (was leider ziemlich negativ ist, aber das ist ein anderes Thema). Ist das nicht großartig?


Schön: Die Reparatur des seit Monaten defekten Garagentors fand heute statt.

Schlecht: Es gab leider keine Ankündigung, sodass Jott nicht zum Reifenwechseltermin fahren konnte weil sie die Garage nicht verlassen konnte. Unser geplanter Ausflug zu MöbelKraft fiel beinahe auch ins Wasser; Jott organisierte aber das ihre Mama uns abholte und begleitete.


Das eigentliche Sofa-Gucken war dann… kompliziert. Jott hat ein ganz bestimmtes Bild im Kopf, dieses Bild ließ sich aber nicht in die zahlreichen angeschauten Sofas übersetzen. Eines fanden wir eigentlich gut, der Verkäufer erklärte auch viel und nannte sogar eine okaye Summe, aber beim Bedenkzeit-verschaffenden Rundgang durch die Ausstellung traten die Zweifel dann doch sehr deutlich zutage und wir kauften dieses Sofa– und alle weiteren angeschauten– dann doch nicht. Ich hatte kurzzeitig ein schlechtes Gewissen und Mitleid mit dem Verkäufer und musste mir dann erstmal klar machen, dass ja genau das sein Job ist und er diese Situation sicherlich öfter hat und schon damit umgehen kann.


Nachmittags hatten wir Besuch; G und M haben Klassenkameraden aus der selben Familie und die kamen samt Mutter & kleinem Bruder. Eigentlich hatten wir nur die beiden Klassenkameraden eingeladen, aber da uns die Mutter noch nicht kannte hatten wir die Einladung für ein Kennenlernen auch auf sie ausgedehnt. Der Zweck der Kindereinladung– die Kinder beschäftigen sich gegenseitig, Jott und ich haben unsere Ruhe– war zwar so nicht erfüllt, aber wir verbrachten dann doch einen netten Nachmittag in großer Runde– insgesamt wuselten sechs bzw. sieben Kinder (Gs Nachbarsfreundin von oben kam auch) durch die Wohnung.

Später gingen wir noch auf den Wuhlespielplatz; die Kinder spielten eine Runde und ich spielte mit besagter Mama ’ne Runde Tischtennis. Anfangs locker, dann doch etwas ambitionierter; kurz bevor es ernst wurde mussten die vier leider nach Hause.


Ich komm nicht so wirklich dazu die Dinge zu machen die ich möchte und wie ich sie möchte weil ständig irgendwas ist. Vielleicht will ich auch zuviel bzw. vielleicht beißt sich „Ich will jetzt zwei Stunden in Ruhe zocken“ mit „Ich will auch noch Sport machen und eine Italienisch-Stunde nehmen“ mit „Ich will jetzt eine halbe Stunde lang mit ChatGPT über diesen random Artikel schreiben“ mit „Herrje, Spüler/Waschmaschine/Trockner müssen geleert, es muss gesaugt und aufgeräumt werden“ mit „Wir fahren ins Möbelhaus und gucken Sofas“ mit „Lass mal einen entspannten Couchabend verbringen“. Ich habe keine Ahnung wie das besser werden kann außer Dinge nicht zu machen. Aber dann ärgere ich mich auch. Hilfe!


Done-Liste

  1. Sofa-Termin mit Jott
  2. Bargeld geholt, G ausbezahlt, den morgigen Abend vorbereitet
  3. Kennenlernen der Mutter der Schulfreunde der Kinder, jetzt steht Play Dates hoffentlich nichts mehr im Weg

Was schön & gut war

  1. An der Wuhle spazieren & mit meinem Papa telefonieren
  2. Tischtennis-Spielen mit der Mama von Ms/Gs Schulfreund:in
  3. Abends zu lange im Blog abhängen
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Mittwoch, 23.04.2025

Den größten Teil des Tages in Möbelhäusern verbracht. Jott und ich schauten gemeinsam Sofas an, glichen unsere Anforderungen und Erwartungen ab und haben nun ein ziemlich genaues Bild vor Augen was wir wollen.

Auf dem Rückweg holten wir die Kinder aus dem Hort ab, sie kamen somit in den Genuss früher nach Hause zu können und auch noch abgeholt zu werden.


Zu Hause ziemlich erschlagen von der– auf Grund der wesentlich länger als geplanten Sofa-Besichtigung– noch sehr unabgehakten Todo-Liste für den Tag sowie dem vollen Geschrittspüler, der vollen Waschmaschine, dem vollen Trockner und dem Chaos, das die Kinder unmittelbar nach Ankunft verbreiteten.


An den eigenen Ansprüchen und Wünschen verzweifelt. Ich möchte meinen Tag mit soviel füllen, aber es haut einfach hinten und vorne nicht hin. Weder von der zur Verfügung stehenden Zeit noch vom Energielevel.


Done-Liste:

  1. Anderthalb Wochen Unterwäsche und Socken durchgewaschen und direkt im Anschluss mit den Kindern zusammengefaltet und in die Schränke verräumt.
  2. Sechs große Altkleidersäcke aus dem Keller ins Auto geräumt und mit Jott weggebracht.
  3. Sofas geguckt & Anforderungen herauskristallisiert; wir wissen jetzt sehr genau was wir beide (nicht) wollen.
  4. Essensplan und Rewe-Bestellung für die nächste Woche finalisiert & abgeschlossen

Was schön & gut war:

  1. Gemeinsame Zeit mit Jott verbracht. Das war heute schon ziemlich nah dran an einem Date: Wir hatten eine gemeinsame Unternehmung (Sofas gucken) & waren mittendrin gemeinsam Essen (Currywurst/Bratwurst und Pommes an der Imbissbude vor Porta, als Nachtisch ein überraschend gutes Eis in Porta).
  2. Nachmittags Fitnessübungen (PushUps, PullUps, Dehnungen) auf dem Hof
  3. So nebenbei Schrittziel und Mini-Bauchübungen (… aus wievielen Sofas ich heute aufstehen musste, meine Güte!) hinter mich gebracht
  4. Die Wartezeit beim Frauenarzt mit Lesen verbracht, ich bin nun ein gutes Stück informierter über den Siebenjährigen Krieg bzw. vor- und nachgelagerte Konflikte
  5. Vorfreude: Das bestellte, auf alt getrimmte Papier samt Briefumschlägen sowie Siegel und Siegelwachs kamen heute. Für das Schwarzrain-Abenteuer kann ich also demnächst die Briefe an die Kinder fertig machen :)
  6. Beherzt Elemente von der Todoliste wegrationalisiert sowie die für heute angesetzte Italienisch-Lektion gestrichen als ich erkannte, dass ich ganz schön k.o. vom Tag bin.
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Dienstag, 22.04.2025

Erster Tag des gemeinsamen Osterurlaubs mit Jott. Die Kinder schickten wir in den Ferienhort, selbst nutzten wir den Tag zum Entspannen (größtenteils). Ich unterstützte ein bisschen meinen Kollegen, der sich in meiner Abwesenheit um unser Projektmanagement- und Zeiterfassungstool kümmerte; da gibts aktuell einen merkwürdigen Fehler (den ich ggf. vergangene verursacht haben könnte…) dessen Behebung wir nicht allein sondern nur mit Support des Tool-Anbieters angehen können.


Zwischendurch in Medieval 2 mein sizilianisches Reich vergrößert und die Mauren aus Spanien vertrieben, dafür auf dem Balkan und in Ägypten böse vom byzantinischen Reich vermöbelt worden. Das wird eine hart zu knackende Nuss sein, weder mein Staatseinkommen noch meine Armeen können sich mit Byzanz vergleichen.


Abends vor der Rewe-Lieferung eine Runde joggen gewesen. Da– und auch bei den Fitness-Übungen– muss ich ein bisschen mehr Routine reinkriegen, zuletzt war ich am 8.4. laufen und das sind mir zu große Lücken zwischen den einzelnen Einheiten. So kanns ja nicht besser (… schneller, ausdauernder) werden.


Als die Kinder im Bett waren eine Italienisch-Vertiefungsstunde mit Chatty. Ich bin begeistert: Ich geb durch was und wie ich üben möchte und dann bekomm ich genau diese Übungsaufgaben.

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Montag, 21.04.2025

Fauli-Tag. Wir verbrachten den Vormittag noch auf’m Dorf und fuhren nach dem Mittagessen zurück nach Berlin. Bisschen aus- und aufräumen, ansonsten keine besonderen Aktivitäten abgesehen von Couching mit Jott und einer Italienisch-Session mit Chatty.

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Sonntag, 20.04.2025

Lange geschlafen, die Kinder hatten Jott und ich morgens runter ins Wohnzimmer geschickt wo sie andere Erwachsene nerven sollten andere Erwachsene nach ihnen schauen konnten andere Erwachsene ihnen den Fernseher anschmeißen konnten.


Laufrunde durch die Felder am Vormittag. Ich kam an vielen blökenden Schafen und Lämmern vorbei, leider wollten sie sich nicht streichen lassen.


Zum Mittagessen in nochmal größerer Runde– nun waren auch Jotts Schwester sowie Großcousine/Großcousin dabei. Leider waren Küche und Service nicht auf Zack, wir kamen 13:30 Uhr an und hatten erst gegen 15 Uhr unser Essen– ungut, wenn die gesamte Runde irgendwann hangry ist. Immerhin war mit Trampolin und Schaukel sowie mitgebrachten Spielen für Kinderunterhaltung gesorgt.


Nach Rückkehr ins Haus Ostereiersuche im Garten. Die Kinder hatten den ganzen Tag schon vor sich hin gehibbelt und waren happy, dass es endlich losging, sie wetzten in Rekordzeit durch den Garten und fanden die von Jotts Verwandschaft versteckten Osternester.


Abends Grillen, die Kinder waren entweder drüber oder unausgelastet und machten ziemlich viel Blödsinn; es war etwas unangenehm und schwer auszuhalten weil man sie eigentlich ständig hätte ermahnen müssen… Irgendwann musste Jott flüchten weil es sie einfach zu sehr mitnahm (es ist ’ne blöde Situation– in der Fremde, Familie hin oder her, wäre es doch schön wenn sich die Kinder von ihrer besten Seite zeigen, stattdessen sind sie normal anstrengend…); ihre Mama und ich schnappten uns die Brut und gingen mit ihnen noch eine Runde über den Deich zum Eiertrudeln/-werfen.


Beim (wieder späten) Kinderzubettbringen beinahe der Versuchung erlegen, mich auch direkt hinzulegen, noch kurz widerstanden und dann aber auch recht früh ins Bett gegangen– Jott folgte wieder später.

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Samstag, 19.04.2025

Nach dem Frühstück aufs Dorf bei Magdeburg zu Jotts Papa gefahren. Nach dem Mittagessen ein bisschen mit Jotts Papa über sein Geburtstagsgeschenk und damit verbundene Programmierübungen gesprochen– er bekam nämlich von uns ein Robo-Auto, dass per Python programmierbar ist. Ich kann zwar kein Python, kann aber zumindest rudimentär mitreden.

Im Anschluss ein Spaziergang entlang des Elberadweges, ich wär sonst nämlich eingeschlafen– der Bauch war voll, die Couch bequem, das Wohnzimmer warm… Ich darf tagsüber nicht sitzen/liegen, sonst entschärft es mich.

Kaffee und Kuchen in großer Familienrunde, Jotts Bruder nebst Freundin waren auch angereist. Großes Hallo auf Seiten der Kinder, sie vergöttern besagte Freundin und kleben an ihr (es ist ein bisschen unangenehm, wir befürchten immer das sie zu höflich/schüchtern ist um zu sagen das es sie stört).

Abends gingen wir zum Osterfeuer, wo sich das Dorf versammelte. Jott quatschte mit einer Freundin aus Schultagen, ich schaute nach den Kindern und dem Feuer.

Girlpower

Abends halb Zehn die Kinder geschnappt und ins Bett gebracht; nach ein bisschen Lesen ging ich selbst beizeiten schlafen– Jott folgte irgendwann später am Abend.