Kategorien
Journal

Journal Sonntag, 19.5.2019

Wieder in Berlin.

Die Kinder haben heute alle drei alles dran gesetzt, im Wald ausgesetzt zu werden. ALLES. So kurze Ausflüge bekommen ihnen nicht.

Mehrere Tage und Nächte mit den vor sich hin schniefenden Kindern und das anstrengende– und so ein superkurzer Wochenendausflug ist super anstrengend– Wochenende tragen Früchte. Der Hals kratzt, die Augen tränen vor sich hin, der Schädel dröhnt… Ich geh‘ heut mal früher ins Bett.

Kategorien
Journal

Journal Samstag, 18.5.2019

M, gerade M, den man unter der Woche mit einer Trompete wecken muss, wachte heute kurz vor Sechs auf. Er hatte Angst und wollte zu uns und… schlief dann nicht mehr ein, sondern raschelte und wuselte im Bett herum. Heute stand ich auf und ließ Jott schlafen. Immerhin legte sich M nochmal im Wohnzimmer auf die Couch und ließ sich vom Fernseher ablenken, sodass ich schon einmal duschen gehen und das Frühstück vorbereiten konnte.

Nach dem Frühstück wollten alle Kinder Haarspangen haben. Während G, von der die Bitte ausging, sich ihre Haarspange superschnell wieder rauswuselte und mit Wuschelhaaren umherlief, waren die beiden Jungs ganz begeistert von ihren Spangen und wollten sogar damit rausgehen. M suchte sich sogar noch eine Schleife aus war beim Vormittags-Ausflug zum Spielplatz ein Schwesterpapagei (der schönste!).

Nach Hause ging es ein bisschen früher als sonst. Wir waren zum runden Geburtstag von Jotts Schwester in und nach Aschersleben eingeladen. Die Fahrt dauerte ein bisschen länger als nach Magdeburg, daher mussten wir bereits gegen 12 Uhr losfahren.
Die Fahrt selbst war trotz der halben Stunde mehr super: Jott und ich konnten eine ganze Weile erzählen, weil die Kinder allesamt sehr schnell einschliefen und Ruhe herrschte. Und als sie alle wieder wach waren, hörten wir den Soundtrack von Vaiana und sangen alle gemeinsam mit. So verging die Fahrt wie im Fluge.

In Aschersleben dann Familiengeburtstag mit Kaffee und Kuchen. Danach ging es in den Aschersleber Zoo zum Tiere gucken.

Besonders spannend waren die Raubkatzen und die Minischweine, die die Kinder sogar streicheln konnten.

Auf dem Rückweg zu Jotts Schwester dann müde Kinder. J bockte nahezu eine Dreiviertel Stunde mit lauten Schreien und Heulen, weil er nicht auf Jotts Arm, sondern nur auf meine Schultern durfte.

Abends dann völlige Verweigerung der Zwillinge beim Zubettgehen. Während sich M friedlich hinlegte und seine Toniebox hörte, wollten J und G partout nicht schlafen (und es war schon wesentlich später als sonst!), machten allerlei Faxen und Theater, putschten sich gegenseitig auf und waren nichts und niemandem mehr zugänglich. Furchtbar, vor allem nach dem langen Tag. Ich wünschte, sie wären bereits in dem Alter, in dem man sie sich selbst überlassen könnte.

Kategorien
Journal

Journal Freitag, 17.5.2019

Danke für die vielen Glückwünsche. Ich freu mich da sehr drüber.

Im Büro seh ich derzeit kein Licht am Ende des Tunnels. Eigentlich war ich nach dem sehr heftigen April davon ausgegangen, dass der Mai ruhiger wird. Wird er aber nicht. Es geht genau so weiter, wie der April aufgehört hat. Und momentan ist gefühlt 2/3 gleich wichtig/dringend, so dass ich da auch nicht viel Aufschieben kann. Mittlerweile lehne ich außer den wirklich essentiell wichtigen Terminen alles ab, weil ich die Zeit halt für Projektarbeit benötige. Und das schmerzt, denn es finden gerade mehrere Termine statt in denen es gewissermaßen um die Zukunft der Arbeit „meines“ Teams geht und ich denen ich mich durchaus gern einbringen möchte. Aber ach, es geht nicht.
Ich kann auch keine Aufgaben delegieren. Die Entwickler sind auf Wochen ausgebucht und meine PM-Kollegen stehen vor dem selben Dilemma wie ich.

Abgesehen davon: Ich verbringe mittlerweile mehr Zeit in Abstimmungen mit dem Controlling zu Angebots- und Vertragsmodalitäten als mit den Entwicklern. Das ist zwar spannend und lehrreich, aber andersrum wär‘s mir eigentlich lieber.

Die work load führt auch dazu, dass M seit Wochen nicht mehr beim Sport war. Das ist total blöd, denn das hat ihm viel Spaß gemacht. Und eigentlich möcht ich ihm das generell ermöglichen können.

For the record: Gestern gab es die ersten Karls-Erdbeeren– man gönnt sich ja sonst nichts. Der Preis war knackig (9EUR/Kilo), aber dafür schmeckten sie dann auch super erdbeerig– nicht so wie die anderen von neulich, die einfach nur nach Wasser schmeckten.

M kränkelt ziemlich vor sich hin. Heute Abend ging er freiwillig und ohne Abendessen ins Bett, weil er sich nicht gut fühlte. Ich hoffe, morgen früh geht es ihm besser. Eigentlich wollten wir nämlich nach Aschersleben zum Familiengeburtstag fahren.

Zwillings-Spaß.

G hört man noch drei Straßen weiter.

Kategorien
Journal

Journal Donnerstag, 16.5.2019

Ganz gut geschlafen, ab Mitte der Nacht mit M zwischen uns. J schlief heut länger als bis 5 Uhr, nämlich bis 5:45 Uhr. Er ließ sich mit Frühstück in die Küche locken und war dann mit Essen beschäftigt, was seiner Stimmung ganz gut tat.

Überhaupt, Stimmung: Die Kinder waren heute morgen besser drauf. Ggf. hat das Mini-Frühstück geholfen. Morgen probier ich das nochmal.

Im Büro gefreut. Eine vor einiger Zeit eingeschobene Extra-Meile erweist sich jetzt als Abkürzung für einen neuen Weg. Oder, nicht ganz so verklausuliert: Die Aufbereitung und Dokumentation von Recherche-Ergebnissen vor einigen Monaten, die nicht unbedingt hätte sein müssen und die als nicht unbedingt nötig erachtet wurde, dient jetzt als Anleitung für ein neues Projekt und spart so erneute Einarbeitungs- und Bearbeitungszeit.

Das Wetter trägt Früchte: Die Kinder husten und schniefen wie im Winter. Sehr uncool.

Im Büro Freunde gemacht.

Zweiunddreißig. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.

Ansonsten ein Tag wie jeder andere auch.

Kategorien
Journal

Journal Mittwoch, 15.5.2019

Die Kinder waren heute morgens und abends wieder schlecht drauf und eskalierten vor sich hin. Morgen früh probier ich was neues, so das zeitlich reinpasst: Während es normalerweise für die Kinder morgens nichts zu essen gibt, bekommen sie morgen beim Anziehen ein kleines Frühstück. Vielleicht sind sie dann weniger muffelig.

Für Jott, M und mich Karten für‘s ein Konzert im Konzerthaus im Herbst gebucht. Ich glaub, das wird genau Ms Ding.

Im Büro vor allem in Terminen und Abstimmungen gewesen. Das ist auch Bestandteil meiner Arbeit und auch wichtig, aber es fühlt sich immer so an als ob dadurch die „richtige“ Arbeit liegen bleibt. Und wenn dann noch das einzige freie Zeitfenster durch eine spontane, dringende und wichtige Anfrage eines Kunden gekapert wird… Anyway, morgen sollte es besser laufen. Wenn nicht, muss ich interne Termine ausfallen lassen.

Heute morgen sagte die Wetter-App Sonnenschein voraus, heute Nachmittag wurde ich ordentlich nass. Wetter-Apps, ey. Kannste nicht trauen. Und natürlich hatte ich genau heute den Schirm im Büro vergessen– der lag da zum Trocknen, weil mein Mittagessenbehälter undicht war…

So langsam macht das Arbeitspensum keinen Spaß mehr. Und die ständig nörgelnden Kinder auch nicht. Und das kalte Wetter noch viel weniger.

Kategorien
Journal

Journal Mittwoch, 14.5.2019

Gut geschlafen, glaub ich. Ich kann mich zumindest nicht erinnern, nachts aufgestanden zu sein.

J und G waren leider recht früh wach. Während G noch recht umgänglich war, war J sehr müde und sehr quengelig. Das vermiest mir ziemlich den Morgen. Ich steh ja extra ein bisschen früher auf, um noch etwas Ruhe zu haben… Und die sollte dann idealerweise nicht von quengelnden Kindern gestört werden.

Spontan Home Office eingeschoben. Ich wachte heute morgen nämlich auf und die Brust tat weh und dann dachte ich, okay, dann halt zum Arzt. Also bis halb Elf gearbeitet (diese Ruhe!), zum Arzt gelaufen und anders als erwartet nach zehn Minuten Wartezeit dran gekommen. Der Check ging ziemlich fix, eventuelle Herzgeschichten wurden dank zunehmender Schmerzen bei Druck auf die betreffende Stelle direkt ausgeschlossen und stattdessen gehen wir jetzt von einem eingeklemmten Nerv aus. Also unschön, aber harmlos. Die Symptome können auch noch ein paar Wochen anhalten, das ist durchaus normal (yay…).
Danach weiter gearbeitet, 16 Uhr das MacBook zugeklappt und die Kinder abholen gefahren. Weil sie heute morgen so unleidlich waren, überlegte ich für den Bruchteil einer Sekunde, sie einfach in der KiTa zu lassen, fuhr dann aber trotzdem los. Was man nicht alles tut für die Brut.
In der KiTa waren die Kinder zum Glück recht fröhlich, bis auf einen offenbar halb verhungerten M, der in einer Tour jammerte das er Hunger hat. Ein kurzer Stopp beim Bäcker konnte Abhilfe schaffen, danach hatte ich drei mümmelnde Kinder im und am Wagen.

Wieder zu Hause schafften M und J es endgültig, die Wickelkommode zu zerlegen. Vor einiger Zeit mussten die Einschubschienen und die Schubladen dran glauben, heute konnten wir gerade noch die Kinder rausziehen bevor der Korpus fast in sich zusammenfiel. Rausziehen ganz wörtlich, seit die Schubladen raus waren, kletterten die Kinder in den Korpus und taten so, als sei das ihr Papageienkäfig.

Abends GoT SE08E05 und man, es kommt genau so wie Jott und ich vermutet haben. Wie lahm. Kein Plottwist, nichts überraschendes… Nur noch Holzhammer-Runtererzählen.

Nachtrag: Ja, Dienstag. Meh.

Kategorien
Journal

Journal Montag, 13.5.2019

Geschlafen, aber wie. Weil G nachts jammerte und sich nicht wieder hinlegen wollte, holte Jott sie zu uns. Kurz darauf hatte M Angst und rief sehr laut– so laut, das auch J aufwachte. Eigentlich war der Plan, M zu J zu legen, damit M jemanden gegen die Angst und J jemanden als Gesellschaft hat. Das wollte aber M nicht… Ich musste mich zwischen die beiden legen, damit sie weiterschliefen. Morgens dann der Eiertanz beim Weckerklingeln: Wecker schnellstens ausschalten, damit weder J noch M wach werden, und dann auf leisen Sohlen aus dem Kinderzimmer schleichen. Ging aber gut, keiner wachte auf.

Büro, Arbeit. Ein Telefonat, das ich mir nicht ganz so rosig vorgestellt hatte, erwies sich als super. Von vorne bis hinten. Ich schiebe es auf meine sehr gute Vorbereitung und meine überzeugende Argumentation. Oder ich hatte einfach Glück.

Den ganzen Tag über ungeheuer müde und erschöpft.

Damit zusammenhängend, oder auch nicht, das weiß ich nicht: Seit mehreren Wochen schmerzt immer mal wieder die linke Brustseite, so in der Herzregion. Wie ein kräftiger Muskelkater, aber tiefer im Körper. Und beim Atmen machte es sich auch bemerkbar. Insgesamt kamen und gingen die Beschwerden recht sporadisch, blieben nie länger als vier, fünf Tage, aber eben schon über viele Wochen hinweg. Gestern war es intensiver als sonst und ich war auch merklich abgeschlagener, drum wollte ich heute eigentlich beim Arzt anrufen und mal gucken, was die sagen. Weil ich aber nicht durchkam, lief ich einfach nach Ankunft in Köpenick die 200 Meter vom Bahnhof zur Arztpraxis, schilderte meine Probleme, und durfte sofort zum EKG/Blutdruck messen. Das ergab nichts, also Herz okay und Blutdruck okay (außer ein bisschen hoch, 150 zu 70 oder so, aber ich war ja aufgeregt). Jetzt darf ich mir überlegen, ob ich morgen nochmal in die Akutsprechstunde um 11 Uhr gehe, aber das ist immer mit langer Wartezeit verbunden und ich verpass dadurch mindestens zwei Stunden Arbeitszeit… Mal ‘ne Nacht drüber schlafen.

Abends sehr angenervt von den Kindern, die waren laut und überdreht und strengten mich sehr an. Als sie im Bett lagen, war ich sehr froh.

Noch mehr Abends mit Jott Lucifer S08E03 geschaut und dabei fast eingeschlafen. Nicht, weils langweilig wäre, aber weil ich so unglaublich müde bin aktuell. Vielleicht ists ja eine Frühjahrsmüdigkeit.

Kategorien
12 von 12

Journal Sonntag, 12.5.2019 – #12von12

[Mehr Tagebuchblogeinträge bei Draußen nur Kännchen.]

Im Vergleich zu gestern war der Tag sehr entspannt. Die Kinder schliefen länger, wir konnten Vormittags auf den Spielplatz, und vor dem Mittagessen schnappte sich Jott die Kinder und fuhr bis zum Abend zu einer Freundin mit Haus und Garten in Mahlsdorf. Ich räumte in der Zwischenzeit den Keller auf, pusselte ein bisschen in der Wohnung herum und genoss ansonsten die Ruhe.
Abends brachten wir die die Kinder ins Bett und schauten dann noch die ersten beiden Folgen der neuen Staffel Lucifer.

Doch doch, das war ein schöner Tag, gern wieder (meinetwegen auch MIT Kindern, wobei dann so Sachen wie Keller aufräumen eher schwieriger werden).

Halb Acht stehen die Zwillinge im Schlafzimmer. Mit dem Versprechen auf Schokolade und Cars locke ich sie ins Wohnzimmer, damit Jott noch ein bisschen schlafen kann.
Während die Zwillinge Lightning McQueens Reise begleiten, bereite ich das Frühstück (mitsamt Kaffee) zu. Heute mit Milchschaum aus einem von Jotts Geburtstagsgeschenken.
Nach dem Frühstück spielen die Kinder ein bisschen in der Wohnung und hören dabei Toniebox.
Als es drinnen zu wuselig wird, gehen wir raus. Heute wieder auf den Kodak-Spielplatz an der alten Filmfabrik. Auf dem Bild halte ich mein von M erzeugtes Tomaten-Eis in der Hand, während mit J und M weitere unglaubliche Eiskreationen zum Probieren bringen.
Geschwisterdynamik. Zuerst zog G die Schuhe aus, dann M, dann J. Und wie ich gerade zum Ermahnen ansetze, rennen sie lachend und quietschend alle drei davon.
Als Jott mit den Kindern abgefahren ist, schmeiße ich als erstes eine Waschmaschine an …
… und gehe dann in den Keller zum Aufräumen. Wir wollen mit möglichst wenig umziehen, und das schließt auch den Kellerabteilinhalt mit ein. Also alles raus, angucken, sortieren, ggf. wegschmeißen und wieder rein. Alles, was ich nicht wegschmiss, fotografierte ich. So haben wir eine gute Übersicht, was noch alles im Keller ist und können besser beratschlagen, was wir damit machen (vermutlich nahezu alles zum Wertstoffhof bringen oder als Sperrmüll abholen lassen).
Fertig! Der Keller und ich. Drei Stunden hat die Aufräumaktion gedauert. Weil ich noch vor dem Mittag runter bin und nicht mittendrin essen wollte, hängt mir der Magen in den Kniekehlen. Drum freu ich mich gleich doppelt über die Salsiccia, die ich gestern kaufte und heute essen konnte.
Nach dem Mittag gibt‘s noch zwei Tässchen Kaffee und Internet lesen.
Den Rest des Nachmittags verbringe ich mit Duschen, Nägel machen, Wäsche waschen und trocknen, Betten beziehen, Wäsche verräumen, Steinzeit-GEO-Epoche lesen und der Vorbereitung des Abendbrottischs. Alles ganz entspannt und in völliger Stille (das ist das beste überhaupt an diesem Nachmittag).
Als die Kinder Abends schlafen, backe ich Jotts Einstandskuchen. Die dusselige Nuss hat vergessen zu sagen, dass sie den morgen braucht (die Kollegen haben wohl schon Andeutungen gemacht) und wollte sich halb Neun selbst noch hinstellen. Ich hab ihr gesagt, dass sie den Kollegen was husten soll, sie aus der Küche geschickt und angefangen, ihren Kuchen zu backen. Leider kam sie mittendrin wieder rein und hat mitgebacken.
Als der Kuchen im Ofen ist, beginnen wir mit der 4. Staffel von Lucifer. Zwei Episoden sind drin, dann geht‘s ins Bett.
Kategorien
Journal

Journal Samstag, 11.5.2019

Ein Nachteil des Frühlings: Es wird früher hell. Und das in Verbindung mit J, dem Frühaufsteherkind, führt zu unschönen Situationen am Morgen. So wie heute. J war nämlich 5:40 Uhr wach und ließ sich nicht mehr dazu überreden, sich (zwischen uns, er kam nämlich zu Jott und mir ins Schlafzimmer) nochmal hinzulegen.
Jott opferte sich und stand mit dem Kind auf, ich durfte noch ein bisschen länger schlafen.

Ich weiß nicht ob sie ihren Bruder M vermissten, müde waren oder ihnen ein Pups quer saß: Die Zwillinge waren heute den gesamten Tag über unglaublich schlecht drauf. Unglaublich unglaublich schlecht. Sie jammerten, weinten, greinten, bockten und verweigerten sich den ganzen Tag und stellten uns auf die Probe. Nur rausgehen half ein bisschen. Sobald wir wieder in der Wohnung waren, ging es weiter wie vor dem Rausgehen.
Am Ende des Tages wär ich– als Nichtraucher!– beinah mit Jott auf den Balkon gegangen und hätt‘ eine mitgeraucht, weil ich mit den Nerven so am Ende war.

Unser Vormittagsausflug ins Forum Köpenick war ein bisschen abenteuerlicher als sonst.
Als wir aus der Post raus kamen, fiel mir ein kleines Mädchen auf, das etwas verloren umherlief und sich immer mal wieder umguckte. Erst dachte ich mir nichts dabei, aber dann fiel mir auf, dass da keine Erwachsenen in der Nähe waren– und das war dann doch ungewöhnlich. Also nochmal geschaut, kurz gewartet, und dann das Mädchen angesprochen. Ob alles in Ordnung sei, und kam dann nur ein „Ich weiß nicht wo meine Eltern sind“. Uff. Ich hab dann erstmal gefragt, wie sie heißt, mich vorgestellt, gesagt das die beiden Quatschköpfe im Wagen J und G sind und gefragt, wo sie ihre Eltern zuletzt gesehen hat. “Unten“, sagte sie. Also Untergeschoss. Dann wollte ich ihr gerade vorschlagen, dass wir gemeinsam zur Info im Forum gehen um ihre Eltern über Lautsprecher ausrufen zu lassen, als mit großen Schritten eine Frau heranstürmte, die sich als die Mama herausstellte und sehr, sehr erleichtert war, das Mädchen wiedergefunden zu haben.
Ende meiner Beteiligung.
Das alles hat sich in maximal fünf Minuten abgespielt, aber das hat mich doch etwas mitgenommen. Ich weiß gar nicht genau, weshalb– es ist ja nichts passiert und alles ging gut aus.

Beim Rausgehen aus dem Forum stürmten die Zwillinge mit einem Mal gemeinsam, wie verabredet, mit Lachen und Quietschen los Richtung Ausgang und Straße und blieben einfach nicht stehen. Tjo. Ich sag mal so: Kurz darauf kannten die Umstehenden den Vor- und Zunamen der Kinder und meine etwas lautere Stimme.

Beim anschließenden gemeinsamen, geordneten Verlassens des Forums wurden die Zwillinge aus meheren Läden/Ständen heraus jedenfalls mit Namen verabschiedet.

Zurück zu Hause wartete schon Besuch samt Besuchskind auf uns. Nach dem Mittagessen, als wir die Kinder zur Mittagsruhe hinlegen wollten, erlebte ich mit genau diesem Kind ungeheuerliches (wenn Sie das schon auf Twitter gelesen haben, können Sie ja zum nächsten Absatz springen).

Dazu muss ich ein wenig ausholen: Unsere Kinder halten von Mittagsschlaf nichts. Gar nichts. Überhaupt nichts. Auch wenn sie vor Müdigkeit umfallen und Augenringe bis zum Bauchnabel halten. Es ist jedes Mal ein Kampf, sie zum Schlafen zu bewegen.
Bei M haben wir das irgendwann aufgegeben, bei den Zwillingen probieren wir es mit gemischten Erfolgen. Mittlerweile nicht mehr mit Einschlafbegleitung, weil das nicht funktioniert, sondern ein bisschen anders. Wir schmeißen ihnen im Wohnzimmer einen Disney-Film an (entweder Vaiana oder Eiskönigin), legen sie mit Nuckel und Decke auf die Couch und hoffen, dass sie beim Film einschlafen. Relativ häufig machen sie das auch.
Es ist also auf jeden Fall nicht einfach.

Zufällig war ich heute aber beim ins Bett bringen des Besuchskinds dabei und was da ablief, war echt krass.

Das Besuchskind wurde ins Bett gestellt (wenn wir die Zwillinge in ein Bett stellen würden, würden sie sofort hopsen, rausklettern, durch die Wohnung toben und sich kurz danach im Flur wie an Lianen von Lampe zu Lampe schwingen), legte sich freiwillig hin, wurde zugedeckt, freute sich, ließ seine Eltern anstandslos rausgehen, blieb liegen und schlief kurz darauf ein.
Kein Scheiß Ohne Übertreibung: Es dauerte keine Minute, das Besuchskind ins Bett zu bringen. KEINE MINUTE! Ich konnte das kaum glauben, war entsprechend baff und auch ein bisschen verstört.

Und sehr, sehr neidisch.

M sagte im Laufe des Vormittags bei meinen Eltern mehrmals, dass er seine Eltern vermisse und gern nach Hause wolle. Darum kam er heute am frühen Nachmittag wieder zu uns. Immerhin war er etwas besser drauf als die Zwillinge und spielte erstmal ein bisschen.

Die Zwillinge schliefen heute nach viel hin und her dann doch noch ein bisschen. J ganz kurz sogar so:

Da hatte er sich von der Couch gleiten lassen, als ich ihn gerade zu Kaffee und Kuchen wecken sollte, blieb ungefähr 5 bis 10 Minuten so sitzen und schnuffelte noch ein bisschen vor sich hin.

Auch nach Kaffee und Kuchen war die Stimmung der Zwillinge unterirdisch. Weil das Wetter oll war, fuhren wir mitsamt Besuch zu porta an der B1/B5 und ließen die Kinder durch den Kids Club toben. Das fanden sie toll, da hatten sie gute Laune. Leider schlug das am Abend schon auf dem Weg zum Auto wieder um und verschlimmerte (aber sowas von!) sich bis zum Zubettgehen. Jott und ich waren Abends regelrecht traumatisiert und hatten keine Energie mehr für irgendwas außer sitzen und seufzen.

Kategorien
Journal

Journal Freitag, 10.5.2019

J turnte gestern Abend noch sehr lange rum. Während G schlief, blieb er bis zu Jotts Zubettgehzeit wach und schlief erst ein, als er neben ihr lag. Dementsprechend verbrachten wir die Nacht zu Dritt im Elternschlafzimmer, während G in Ruhe im Kinderzimmer schlief.
J stand dann auch morgens auf, als Jott aufstand. Immerhin konnte ich ihn dann durch die Aussicht auf eine Stulle mit Schokocreme in die Küche locken, ansonsten hätte er beim morgentlichen tagfein machen an Jott geklebt.
Kurz nachdem J fröhlich seine Stulle aß, kam auch G zum Frühstück. So saßen wir dann etwas später alle vier und frühstückten– was normalerweise unter der Woche so nicht vorkommt.

Im Büro viel abgestimmt und in die Wege geleitet, auf Grund dieser Abstimmungen und von Terminen leider nicht alles geschafft was ich mir vorgenommen hatte. Das ist aber kein Beinbruch, weil ich sowas schon so ein bisschen ahnte und mir deshalb den Montag recht frei hielt.

Die Zwillinge gehörten heute in der KiTa zu den drei letzten Kindern. Ich war gegen 16:45 Uhr da, also nur ungefähr 20 Minuten später als sonst. Heute haben wohl viele Eltern früher Feierabend machen und ins Wochenende starten können…

Am Bahnhof deutsche Erdbeeren für einen schmalen Taler beim Obststand gekauft. Zu Hause merkte ich, weshalb die so günstig waren: Sie schmeckten nur wässrig und die Hälfte war matschig.
Die nächsten Erdbeeren kauf ich doch wieder am Erdbeerhäuschen. Und erst, wenn für ‘ne Woche die Sonne geschienen hat und die auch nach was schmecken.

Abends waren Jott und ich zum Cloak and Dagger gucken verabredet. Als ich nach der Abendarbeit allerdings ins Wohnzimmer kam, schlief sie allerdings und wachte gerade erst auf… Wir haben das auf morgen verschoben.

Jetzt Bett. Hoffentlich schlafen die Zwillinge länger als heute.