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Donnerstag, 09.04.2026

Vaterstolz: Weil die Kinder die Mondpreise im Kino nicht zahlen wollten, gingen sie vor dem Ferienhort zu Edeka und kauften sich Süßis zum Reinschmuggeln.


Erster Arbeitstag nach dem Urlaub. Erstmal auf Stand gebracht und im Anschluss die offenen Aufgaben runtergeschrieben– trotz Urlaubsvertretung war der Stapel ganz schön angewachsen.
Den Rest des Tages in das GCR-Tool der Firma versenkt und ein mir zugewiesenes Assessment ausgefüllt. Das hatte ich die letzten Wochen & Monate schleifen lassen und nun sind die Alarme zum nicht abgeschlossenen Assessment zwei Ebenen über mir aufgeschlagen… Upsi.


Nachmittags mit G auf den Wuhlespielplatz gegangen. Sie traf dort zufällig eine Freundin und spielte mit ihr, ich unterhielt mich derweil mit ihrer Mama und spielte dann mit ihr statt mit G Tischtennis.


Die letzten Tage auf Kleinanzeigen gestöbert und potentielle Fahrräder für G gesucht. Es sieht vielversprechend aus, die Preise sind auch deutlich humaner als auf dem Gebrauchtfahrradmarkt im Prenzlberg auf dem wir neulich waren.


Ich les gerad (wieder) die First-Law-Trilogie und dieser Satz fasst sehr gut zusammen, weshalb ich so viel Spaß daran habe: Es ist eben keine typische Fantasy– die Helden scheitern, sterben, gehen teils sehr unsympathischen Tätigkeiten nach (Inquisitor und Folterer, um mal ein Beispiel zu geben) und sind alles andere als archetypische Helden mit Heiligenschein.

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Mittwoch, 08.04.2026

Geburtstagsfrühstück mit Jott im Mauna Kea in Friedrichshagen. Ich hatte das Iron-Man-Frühstück und hätte danach beinah rausgerollt werden müssen.

Im Anschluss fuhren wir zu Hellweg und kauften Farbe– wir werden demnächst das Jungszimmer renovieren.


Den Tag zwischen Erledigungen (Backen mit Jott, Admin-Kram, Aufräumen) und Entspannung (Lesen, Spielen) verbracht. Ein ganz guter Mix :)
Nachmittags gings für eine Sporteinheit auf den Wuhlespielplatz, die durchs Iron-Man-Frühstück gelieferte Energie verbrennen.


Rik De Lisle ist gestorben. Meine Verbindung zu ihm sind lange Autofahrten mit Jott in den frühen Zehnerjahren, wenn wir von Berlin Richtung Magdeburg fuhren und im Radio 94.3RS2 lief.

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Dienstag, 07.04.2026

Morgens gemeinsam mit Jott die Kinder im Schulhort abgeliefert, im Anschluss Pakete weggebracht und eingekauft. Es gab nirgends Eier– sehr doof, weil Jott anlässlich ihres morgigen Geburtstages backen wollte.


Den Tag mit Geburtstagsvorbereitungen für Jotts Geburtstag, Haushalt, Administration, lesen und auf Reddit versacken verbracht. Wegen letzteren sehr unzufrieden mit mir selbst gewesen, ich weiß um die Mechanismen und öffne die Plattform dann doch bzw. scrolle viel zu lang.


Ich möchte bitte in langweiligeren Zeiten leben– Trumps Drohungen lösen starke Beklemmung und Sorgen in mir aus.

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Montag, 06.04.2026

Den Vormittag mit Lesen, erzählen und nichtstun rumgebracht, bis es zum Mittagessen zum Italiener (hatten speziell wir fünf lange nicht mehr…) ging. Von den Preisen überrascht worden, eine Margherita kostete 13 EUR und die etwas üppigeren Pizzen kosteten um die 17 bis 20 EUR. Mir schlackerten die Ohren… Zum Glück wurden wir eingeladen.


Nach dem Essen Heimfahrt. Wir nahmen Jotts Mama mit, darum saß G im Kofferraum und ich auf der Rückbank mit den Jungs. Wir powernappten uns so durch, das war sehr angenehm (ich kann wunderbar im Auto schlafen).


Zu Hause Koffer ausräumen, Ordnung in der Wohnung schaffen und dann Sport mit G auf dem Wuhlespielplatz, bis ich mich kaum noch bewegen konnte.

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Sonntag, 05.04.2026

Eiersuchen im Garten. Jotts Bruder und ich waren die Osterhasen und versteckten, die Kinder stürmten im Anschluss durch und fanden auf Anhieb fast alle Verstecke. Lediglich für die in den Bäumchen versteckten Ostergeschenke brauchten sie etwas länger.


Jotts Osterhase brachte ihr das Bohei-Spiel, dass wir den Tag über in großer Runde (zu sechst) spielten. Einen Gewinner gabs nicht, weil wir es nicht bis zum Ende schafften (entweder sieht die Spielmechanik wirklich vor, dass man ständig Karten aufnimmt, ablegt und das Spiel ewig dauert oder wir stellten uns doof an)– also hatten wir einfach alle gewonnen weil wir eine gute Zeit hatten.


Das Mittagessen gabs draußen an der langen Tafel unter dem Sonnensegel, dass im starken Wind über uns flatterte. Es war ein bisschen frisch, aber als zum Ende des Essens die Sonne rauskam wurde es ein bisschen gemütlicher.


Nachmittags gingen wir allesamt Eierkullern, hatten aber recht schnell genug– der Wind war zu stark und zu kalt. Ich spazierte trotzdem noch eine Runde den Elberadweg entlang, um ein bisschen allein und an der frischen Luft unterwegs zu sein.


Zum Abendessen war Grillen eingeplant, das übernahm dann Jotts Papa allein– er trotzte draußen dem Sturm und brachte uns nach der Grillsession das Grillgut in die Küche, wo wir anderen warteten weil es draußen zu ungemütlich war.


Status nach Ostersonntag: Ich möchte nie wieder etwas essen.

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Samstag, 04.04.2026

Nach dem Frühstück Richtung Magdeburg zu Jotts Familie gefahren. Fahrtbegleitung: Eine Tank-App, um entlang der Route möglichst günstig tanken zu können. Die App funktionierte super, leider hatte die gewünschte Tankstelle aber schon geschlossen (Samstags bis 12 Uhr… damit rechnet auch niemand). Nach Hause kommen wir noch, dann wirds aber auch schon langsam knapp. An der Autobahn tanken (im Schnitt 20 Cent/Liter teurer, sagt die App) müssen wir also hoffentlich nicht.


Große Wiedersehensfreude beim Treffen mit der Verwandtschaft. Ich bin gespannt wo wir die nächsten Tage gemeinsam essen wollen, wir sind zwischen 11 und 13 Personen :)


Abends zum Osterfeuer gegangen, eine zwei Bratwürste gegessen, bisschen mit Jotts erweiterter Familie geschnackt und ansonsten viel deplatziert herumgestanden/gesessen– ich kenn, anders als Jott nebst Familie, eben doch niemanden und will auch nicht nur als fünftes Rad am Wagen irgendwo beistehen.


Begeisterung bei G: Es wurde Kinderreiten angeboten, das ließ sie sich nicht entgehen und ritt ein paar Runden.
Aus einer Laune heraus fragte ich nach, ob mich das Pferd auch tragen würde und ritt dann auch ’ne Runde. Das erste Mal, dass ich bewusst auf einem Pferd saß :) Es war erstaunlich hoch und wackelte, ich wurde ganz schön durchgeschüttelt. G fands aber toll und machte Fotos von mir, sie lief auch aufgeregt zu Jott und ihren Freundinnen die meine Reitrunde belustigt zur Kenntnis nahmen.


Sie leuchten so schön blau (s. Bild oben): Ich lief die vergangene Tage/Wochen vor allem in meinen Hoka-Schuhen mit den orthopädischen Einlagen herum, um den Fersensporn zu schonen. Das scheint zu funktionieren. Obwohl wir im Urlaub sehr viel zu Fuß unterwegs waren, sind die Schmerzen aktuell im Rahmen bzw. teils nicht vorhanden (bis auf morgens nach dem Aufstehen). Ich halte nun die Augen offen nach nicht ganz so auffälligen und somit etwas alltagstauglicheren Schuhen.


Mit den Kindern gegen 21:30 Uhr nach Hause, noch ein bisschen gelesen und dann auch hingelegt– ich war hundemüde.

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Freitag, 03.04.2026

Damit die Kinder mehr richtige Bücher* lesen, habe ich das Lesen incentiviert. Für jedes gelesene Buch, zu dem sie im Anschluss Quizfragen richtig beantworten können, gibts eine Woche Taschengeld als Bonus. Was dann kam, hatte ich nicht so ganz erwartet:
M und G lasen direkt im Anschluss binnen einer Dreiviertelstunde je ein Buch durch und beantworteten alle dazu gestellten Fragen richtig. Ich hätte nicht damit gerechnet, so schnell das Portemonnaie zücken zu müssen/dürfen.
Die Bücher waren für ihr Alter geeignet (laut Antolin war Ms Buch für Klasse 6, Gs Buch für Klasse 2– passt für mich).
J liest auch für Geld nicht, dabei hätte er das am nötigsten.
Meh.

* Richtige Bücher sind Romane & Sachbücher. Keine Comics, keine Mangas- also nicht, das überwiegend aus Zeichnungen besteht. Ziel der Aktion ist, den Wortschatz der Kinder, vor allem der Zwillinge, zu vergrößern und ihre Rechtschreibung zu verbessern.



Spätnachmittags Sport auf dem Wuhlespielplatz nach einer etwas längeren Pause. Zum befürchteten pausebedingten Kraftverlust war es nicht gekommen, danach war ich trotzdem dermaßen k.o. das ich Abends nur noch müde auf der Couch saß und die Arme kaum heben konnte.

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Donnerstag, 02.04.2026

Gründlichst ausgeschlafen und gemeinsam festgestellt, dass das eigene Bett schon was sehr tolles ist (wir sind alt).


Sehr über mein Urlaubsmitbringsel gefreut. Chinotto ist was feines :)


Wie liefs eigentlich mit der Sprache in Rovereto und Umgebung?

  • Ich verstand ’ne ganze Menge (Antworten in Restaurants, Durchsagen in Bahnhöfen, Antworten auf meine Fragen zur Orientierung). Ich verstand ’ne ganze Menge nicht und konnte auch ’ne Menge nicht sagen. Turns out: Unterhaltungen im echten Leben funktionieren anders als in einer App. Menschen sprechen schneller & benutzen andere Wörter. Ein großer Teil von Verstehen ist offenbar antizipieren was die Person sagen könnte und das dann (sehr schnell) verarbeiten. Das hat teils nur semi geklappt. Es gab ’ne Reihe von Situationen in denen ich dastand und wie ein Auto geguckt hab, weil ich keine Ahnung hatte was mein ggü. sagt. Jott konnte das teils erstaunlich gut, sogar ohne die Sprache zu kennen– offenbar „liest“ sie Menschen intuitiver als ich (was, bei Nachdenken, keine Überraschung ist)
  • Es war definitiv hilfreich, ein paar Brocken Italienisch zu sprechen & zu verstehen. Jott meint, ich hab mich gut geschlagen (ich weiß nicht ob sie einfach nur nett sein will)
  • Ich versteh viele Wörter (das ist schonmal gut, Hörverständnis existiert), aber ich komm mit dem Live-Verarbeiten nicht hinterher und guck dann wie ein Schwein ins Uhrwerk. Im Kopf rattern dann die Rädchen und ich übersetze. Das kostet Zeit und führt zu…
  • Die Leute wechselten schnell ins englische/deutsche, schade. Aber verständlich, ist halt effizienter und niemand hat das Mandat/Lust, für den dusseligen Touri den Sprachlehrer zu machen.

Was heißt das für mein Italienischlernen?
Mehr formulieren. Mündlich. Schriftlich. Irgendwo die Möglichkeit finden auf Italienisch angesprochen zu werden und dann auf italienisch antworten zu MÜSSEN, egal wie langsam und qualvoll es sich anfühlt.


Den Tag größtenteils mit einkaufen, Haushalt, Wäsche und Ausruhen verbracht.
Abends mit Jott „A Knight of the Seven Kingdoms“ angefangen und schon nach der ersten Folge gewusst, dass ich das notfalls auch ohne Jott weiterschauen möchte. Zum Glück fands sie’s auch okay, so schauten wir direkt die ersten vier Folgen.
Fantasy ohne Fantasy (keine Drachen, keine Magie), stattdessen viel „Mittelalter“ (Dreck, Schmutz, Klassenkontraste…) und ein sympathischer Hauptcharakter.

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Mittwoch, 01.04.2026

Rückreisetag. 11:43 Uhr ab in Rovereto, Ankunft in Köpenick nach ungefähr 1000km gegen 22:30 Uhr. Ein ganz schöner Ritt, der aber erstaunlich smooth lief.


Eindrücke & Bemerkungen:

  1. In Innsbruck leben muss toll sein. Rundherum die Berge und die Natur bei gleichzeitigen Vorteilen einer Großstadt.
  2. Wie toll sind bitte Berge?
  3. Wörgl kommt auf die Liste meiner liebsten Städtenamen. Ich schmunzelte jedes Mal, wenn die Station durchgesagt wurde. Klingt einfach wie ein kotzender Hund.
  4. Bahnfahren ist wirklich eine großartige Art zu reisen und sollte um das zehnfache ausgebaut werden. Pünktliche, zuverlässige Verbindungen überall hin.
  5. Nach müde kommt doof stimmt tatsächlich, die Kinder verhielten sich ab Berlin wie kleine Betrunkene weil sie komplett drüber waren.
  6. Jotts Reisestrategie (Blutzucker hoch halten & gute Laune durch Zocken) erwies sich als goldrichtig.
  7. So ein Reisetag ist anstrengend, selbst wenn man nur in der Bahn sitzt und die Gegend an sich vorbeiziehen lässt. Wir fielen gegen 23:30 Uhr jedenfalls völlig k.o. in die Betten.
  8. Ich würd mich gern mal mit der Bahn und viel Zeit bis Palermo und zurück durchschlagen. Stell ich mir sehr romantisch und schön vor. Mit mehrtägigen Halten in jeder größeren Stadt. Vielleicht sogar mit den Kindern.

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Dienstag, 31.03.2026

Ausflug nach Verona mit dem Regio. Tolle Altstadt mit Gebäuden aus unterschiedlichen Epochen in allen Farben und Formen, viele terrakotta- und ockertöne, dazu rote, braune, graue Dachziegel– wie man sich eine italienische Altstadt eben vorstellt. Ich konnte mich gar nicht satt sehen beim Laufen durch die Straßen und Gassen.


Mittagessen am Piazza delle Erbe. Die Kinder waren unterzuckert und übellaunig (und ein versprochener Spielplatz hatte sich als zu klein für sie erwiesen), wir ließen uns also ohne großen Widerstand zu leisten ins Casa Mazzanti hineinlocken. Gutes Essen, die Kinder waren sehr fasziniert von den Strohhalmen– das waren nämlich echte Nudeln. Bevor wir gingen, erbat ich zur Belustigung des Personals drei davon zum Mitnehmen; die Kinder benutzten sie als Stoßzähne, Zigarre, Flöte und Trommel.


In den Straßen Laureati mit Blumenkränzen auf den Kopf, offenbar war heute Studienende (oder zumindest die entsprechende dazugehörige Veranstaltung).


Sehr angenervt vom Verhalten der Kinder: Sie sehen überhaupt nicht was sie bereits haben und bekommen bzw. nehmen das als selbstverständlich wahr. Es muss immer noch mehr sein. Mehr mehr mehr. Und wenns das nicht gibt, wird genölt und gezickt. Furchtbar.


Nachmittags im Regio zurück nach Rovereto, wieder mit den Locals. Neben mir saßen zwei Studentinnen der Uni von Verona und unterhielten sich, ich hatte somit quasi eine Live-Hörübung :)


Zurück in Rovereto schnappte ich mir die Kinder und ging mit ihnen zum Spielplatz. Leider vergass ein Kind vor lauter Spaß haben, dass es aufs Klo muss. Nach gerade mal 30 Minuten ging es also im Eilschritt wieder ins Hotel. Ich war sehr ungehalten, in dem Alter erwarte ich ein gewisses Maß an Körperbeherrschung bzw. die Fähigkeit, auf den Körper zu hören. Keinerlei Reue oder Einsicht bei den Kindern, stattdessen feixten sie allesamt miteinander und machten sich übereinander lustig. Furchtbar.


Ich möchte diese Aussicht gern öfter haben.


Nach Verschnaufen und Runterkommen im Hotelzimmer Abendessen bei Pizzangolo (beste Pizza des Urlaubs) geholt und auf dem Hotelzimmerfußboden gegessen. Ein bisschen versöhnt gewesen mit dem Tag.