Wir lagerten diesmal näher am Wasser, damit niemand mehr zwischen uns und dem Meer sein Zelt/Windfang aufschlagen und uns den Blick auf die Kinder im Wasser versperren konnte. Weil die Wellen teils recht nah an uns herankamen, baute ich mit Freude und Ausdauer einen großen Wall zwischen unserem Lager und dem Wasser, den ich über die Dauer unseres Aufenthaltes mehrfach vergrößerte (und alle darauf hinwies, gefälligst drumherum zu laufen und nicht drüber zu steigen).
Gerade noch rechtzeitig vor dem einsetzenden Regen den Abflug hinbekommen und es einigermaßen trocken ins Ferienhaus zurück geschafft.
Am späten Nachmittag, als es wieder trocken war, mit Jott und den Kindern einen nahen Spielplatz besucht. Recht schnell die schmerzvolle Einsicht der Kinder (vor allem M): Dieser Spielplatz war eher für kleinere Kinder gedacht– M stieß sich Kopf und Schienbein und hatte danach keine große Lust aufs Herumtoben.
Nach der Rückkehr schob ich eine Runde Sport ein– endlich mal, ich hatte das ganz schön rausgeschoben–, bevor wir Erwachsenen den Abend auf der Terrasse ausklingen ließen (nur kurz, die Mücken und die aufsteigende Kühle trieben uns bald hinein).
Es hat hier schon ein paar sehr schöne Häuser… Ich würd auch eines davon nehmen.
Fast-Tages-Ausflug zum Skywalk am Königsstuhl. Dem Verkehr nach hatte halb Rügen die selbe Idee; an sich wars super interessant, aber leider völlig überlaufen. Die Wartezeit für den Besuch der Ausstellung betrug bei unserer Ankunft bereits 60 Minuten. Wir liefen daher eine Runde über den Skywalk– tolle Aussicht, interessante Konstruktion, aber das Schwanken war ein bisschen unheimlich–, aßen einen Happen, ließen die Kinder auf dem dortigen Spielplatz herumklettern und nahmen noch an einer Kurzführung über Nationalpark, Buchenwälder und Kreideküste teil (zumindest so halb– die Kinder fandens langweilig und mussten von Jott separat betreut werden, damit ich zuhören konnte), bevor wir nachmittags wieder zurückfuhren.
Chaotische Zustände bei der Abfahrt: Zum Königsstuhl hoch fahren nur Shuttle-Busse, die völlig überladen waren. Teils kamen Leute nicht mit, weswegen es das ein oder andere Gedränge gab. Das hatte auf jeden Fall Luft nach oben.
Den Rest des Nachmittags entspannten wir uns auf Couches/Betten und lasen/spielten. Nach dem Abendessen unternahmen wir einen Strandspaziergang, bevor wir uns an der Bühne an der Strandpromenade Live-Musik anhörten, Cocktails/Mocktails tranken und den Abend ausklingen ließen.
Auf den Freiflächen in Baabe wurden Blühwiesen mit heimischen Blumen angelegt. Sieht sehr schön aus, außerdem brummt und summt es stark- scheint also auch für die Insekten eine tolle Sache zu sein.
Vormittags mit dem Rasenden Roland durch Wald und Land nach Binz gefahren und die Kinder erstmal auf einem großen schönen Spielplatz auspowern lassen.
Anschließend durch Binz flaniert, mit den Jungs auf der Seebrücke gewesen (die Frauen/Mädchen waren shoppen), darüber diskutiert wie tief das Wasser am Ende der Seebrücke für einen Riesen wäre (wir einigten uns, dass es auf die Größe des Riesen ankäme) und zum Mittag mit der ganzen Familie auf eine Pizza im Restaurant Rialto eingekehrt. Ich hab aus Kindheit/Jugend bruchstückhafte Erinnerungen an einen Binz-Besuch mit meinen Eltern, ich glaub im Rialto waren wir schon damals in den 90ern.
Einschub: Wir hätten eigentlich lieber bei Peter Pane gegessen– Pizza gab es schließlich schon am Samstag–, aber bei ~13 bis 15 EUR pro Burger (… ey– das sind Burger! Also eigentlich was eher schnelles und günstiges!) und drei Kindern mit unterschiedlichen Mäkel-Graden (J isst nur Burgerbrötchen, Fleisch und Ketchup, M nimmt dazu noch den Käse, G isst nur manchmal Burger) wollten wir nicht ohne Ende Geld bezahlen für Burger, die am Ende keiner isst. Also Pizza. Einschub Ende
Mit einem Eis auf die Hand gingen wir anschließend zum Ufer des Schmachter Sees und spazierten durch den Park der Sinne (große Empfehlung, das ist wirklich schön), bevor wir zum Bahnhof zurück liefen und mit dem nun völlig überfüllten Rasenden Roland nachmittags zurück nach Baabe fuhren.
Nach einer sehr später Mittagsruhe ging ich nochmal zum Strand mit den Kindern. Der Rest der Familie fuhr Einkaufen– unser Verbrauch an eigentlich allem ist sehr hoch. Jott und ich sind das ja gewohnt, aber ich glaub ihr Papa und seine Frau waren doch etwas überrascht.
Die Kinder hatten Spaß; und kurz vor dem Nachhausegehen frischte der Wind auf und es gab Wellen, in die sich die Zwillinge enthusiastisch reinwarfen. M baute derweil an einer Landbrücke nach Schweden, er schaufelte und buddelte wie ein großer blonder Maulwurf.
Highlight des Strandbesuchs für mich: Wir konnten beim Füße abstrubbeln einen Hund streicheln und knuddeln. Hunde <3
Weil M Tintenherz gut fand und es mir empfahl, las ich die Tage immer mal wieder rein. Ich glaub, ich habs früher schonmal gelesen, oder vielleicht auch den Film geschaut– es kommt mir teilweise vage bekannt vor, teilweise aber auch wieder nicht. Auf jeden Fall ist das eine gute Urlaubslektüre für mich & ich frag mich, wieso ich nicht eigentlich wieder öfter lese.
Im ganzen Ferienhaus findet sich kein Staubsauger, kein Handfeger, nichts. Es gibt lediglich ein kleines Kehrset für den Kamin, das ist etwas unterwältigend. Das ganze Ferienhaus ist voller Sand, das ist eine taktile Herausforderung für meine Füße (ich habe nur sehr ungern Sand an den Füßen– außer ich laufe am Strand lang, dann ist das einigermaßen okay).
Das Wetter war heute insgesamt etwas besser– vermutlich hatte sich der Himmel gestern einfach leergeregnet. Weil es Vormittags schön sein und erst ab Mittag wieder regnen sollte, fuhren wir nach einem entspannten Frühstück mit Sack und Pack an den Strand, badeten, spielten und sonnten uns.
Gegen Mittag zog es sich zu; wir bauten das Strandlager wieder ab, verstauten alles im Auto und fuhren nach einer vergeblichen Suche nach einem Imbiss mit noch freien Sitzplätzen– man kann ja nicht jeden Tag groß Essen gehen– über einen Abstecher zum Lidl wieder ins Ferienhaus zurück. Während Jott in den Lidl huschte um noch ein paar Lebensmittel zu kaufen, saßen die Kinder und ich im Auto, hörten Musik und schauten zu, wie erst ein paar Tropfen und dann sintflutartiger Regen ausbrach.
Nach Mittagessen und anschließendem Kinderkino– mit Analogfernsehen und, zur großen Freude der Kinder, Werbung– war das Wetter wieder schön. Zwar etwas frischer als Vormittags, aber immerhin sonnig. Jott und ich zogen also mit den Kindern wieder an den Strand und bauten mit den Kindern Sandburgen bzw. schauten ihnen beim Baden zu (uns wars dann doch etwas zu frisch).
Schreckmoment als unser Wasserball gefühlte drei Sekunden, nachdem ihn die Kinder ins Wasser mitgenommen hatten, abtrieb und die Jungs noch versuchten, ihn wieder zu erwischen und dabei etwas zu weit rausliefen. Ich sprang nach Umziehen in Rekordzeit ins Wasser um Ball und Kinder zu sichern, hatte aber nur bei letzteren Glück– sie waren auf Zuruf stehen geblieben und warteten auf mich. Kurz die Kinder beruhigt und gemeinsam zugesehen, wie der Ball weiter aufs Meer hinaustrieb. Kurz überlegt ob ich den noch holen könnte, aber Hand aufs Herz: Ich bin alles andere als ein geübter Schwimmer (und selbst das ist schon übertrieben– ich schwimme eigentlich so gut wie nie) und der Ball war bestimmt schon 150 Meter aufs offene Meer getrieben– das schien mir dann doch etwas zu riskant für einen popeligen Wasserball. Stattdessen die Jungs beruhigt, gemeinsam aus dem Wasser gegangen und dabei erklärt das sie in solchen Momenten genaus so verfahren sollen wie wenn ihnen ein Ball auf die Straße rollt: Stehen bleiben und auf keinen Fall hinterher laufen. Wenn der Ball kaputt geht, kaufen wir einen neuen, Hauptsache sie rennen nicht vor ein Auto. Verstanden sie auch, war dann auch okay. Wir schauten dann noch vom Ufer zu wie der Ball weiter abtrieb und widmeten uns anschließend dem Sandburgenbau.
(Trotzdem leichter Verdruss auf meiner Seite, ich wäre natürlich gern der Held der Kinder gewesen der ihnen den Ball triumphierend zurückbringt)
Abends zu lange auf Instagram gehangen, anschließend mit der Familie den morgigen Tag geplant und erzählend den Tag ausklingen lassen.
Den ganzen Tag Mistwetter und angespannte Stimmung.
Vormittags waren wir noch kurz draußen, mussten aber recht fix wieder ins Ferienhaus weil der angekündigte Regen einsetzte. Lust auf große Ausflüge hatten wir nach dem gestrigen halben Tag im Auto nicht, also blieben wir im Ferienhaus.
Die Kinder wussten nichts gescheites mit sich anzufangen, fragten ständig nach Süßkram und Tablets und stritten sich wegen jeder Kleinigkeit. Ohne Erwachsenen, der sich mit ihnen beschäftigte, gab es ständig Knatsch. Wir hatten zwar ein paar Spiele mitgenommen, aber die Kinder hatten da nicht unbedingt Lust drauf. Was tatsächlich am Nachmittag der Bringer war– da war ich sehr überrascht von– war das Ausdenken und Aufschreiben einer Reihum-Geschichte: Die Kinder und ich saßen am Küchentisch und dachten uns gemeinsam eine Geschichte aus. Jeder durfte nur einen Satz sagen, der idealerweise die Geschichte fortsetzte. Das beschäftigte uns locker eine halbe Stunde und somit 20 Minuten länger, als ich angenommen hatte.
Große Erleichterung, als die Kinder Abends im Bett lagen. Um selbst noch ein bisschen durchschnaufen und den Kopf freikriegen zu können, ging ich– der Regen hatte mittlerweile aufgehört– eine Runde spazieren und lief am Strand bis kurz vor Sellin und wieder zurück. Tat gut.
Letzter Arbeitstag vor dem Urlaub, whoop whoop. Die beiden letzten Termine des Tages bestanden aus einem firmenweiten Town Hall Meeting und einem Team-Kaffeetermin; entsprechend entspannt konnte ich den Laptop zuklappen. Beim Town Hall konnte ich zudem noch prima nebenbei Wäsche legen und verräumen und schlug so zwei Fliegen mit einer Klappe (erreichen der Soll-Arbeitszeit UND Haushalt).
Nachmittags Packen & M wieder in Empfang nehmen. Er hatte die letzten Tage bei meinen Eltern viel Spaß und kam gut erholt wieder– so muss das.
Den Rest des Tages Urlaubsvorbereitungen getroffen und Abends eine Runde Sport eingeschoben. Teils draußen, teils drinnen– nach der ersten Übung brach das angekündigte Unwetter aus, ich musste flüchten.
Gemeinsamer Home Office Tag mit Jott. Wir arbeiteten beide unseren Kram ab und versuchten uns von der Arbeit nicht zu sehr stören zu lassen– nicht zwei Tage vor Urlaubsantritt. Nachmittags begleitete ich Jott „mal schnell“ bei einer kurzen Einkaufsrunde, es wurden mit Bummeln durch die Klamottengeschäfte des Forums sowie einem Abstecher zum Rewe & zu DM gute zwei Stunden draus.
Abends nach ein bisschen Individualzeit noch gemeinsam eine neue Folge vom Witcher geschaut. Festgestellt, dass ich keine große Lust auf verworrene Geschichten mit unzähligen Nebensträngen, bei denen sich erst kurz vor knapp alles auflöst und zusammenkommt, habe.
Wieder um 6 Uhr aufgestanden. Während ich einen Plan hatte– Wäsche legen, Wäsche verräumen, Aufräumen– war Jott ein bisschen durcheinander. Gar nicht so einfach, wenn der gewohnte Tagesablauf plötzlich entfällt. Wir kümmerten uns dann einfach beide um die Wäsche, bevor Jott nach einem Abstecher zum Bäcker ins Büro fuhr und ich mich an den Schreibtisch setzte.
Abends nach ein bisschen hin und her (Baden fahren/nach Friedrichshagen fahren und Pizza essen) von der Realität überrascht worden. Jott hatte einen Arbeitstermin, der bis 20 Uhr andauerte, übersehen und somit gar keine Zeit für Aktivitäten. Das war uns beiden dann allerdings auch sehr recht– wir waren beide k.o. und beschlossen gemeinsam, nach ihrem Termin zu couchen und mit einem Frozen Strawberry mit Schuss die dritte Staffel von The Witcher zu beginnen. Das tat uns beiden wesentlich besser als in der Weltgeschichte herumzufahren.
Bisschen orientierungslos am Morgen. Jott und ich standen normal gegen 6 Uhr auf, mussten aber weder Brotbüchsen vorbereiten noch Kinder wecken und antreiben. Wir nutzten die Zeit um ein bisschen aufzuräumen und anschließend gemeinsam zu frühstücken, bevor Jott ins Büro aufbrach und ich mich ebenfalls an die Arbeit machte.
Relativ gemischter Arbeitstag, den Tag über gingen wieder ein paar Anfragen für meine Kollegin ein für die ich die Urlaubsvertretung übernehme. Ging aber alles gut aus, keine großen/dringenden Sachen. Meine Aufgaben konnte ich trotzdem abschließen. Vormittags arbeitete ich eine Kollegin aus unserem Project Office in die Ausschreibungsrecherche/Vorqualifikation ein– sie wird mich während meines Urlaubs zumindest teilweise vertreten und dafür sorgen, dass unser gemeinsamer Geschäftsbereich weiter an Ausschreibungen teilnehmen kann.
On a side note: Diese Ausschreibungsrecherche ist ja nun nicht sooooo anspruchsvoll– man muss halt wissen, was die eigene Firma macht, schnell Inhalte erfassen können und diese dann ebenfalls möglichst effizient/schnell für die weitere interne (Fach-)Prüfung aufbereiten können. Und trotzdem ist das eigentlich der Part, der unfassbar wichtig ist und auf dem die ganze Firma basiert– ohne Ausschreibungsrecherche keine Ausschreibungen, ohne Ausschreibungen erheblich weniger/gar kein Umsatz, ohne Umsatz keine Firma (minimal überspitzt). (Vielleicht rede ich mir das auch nur schön)
Mit der Post kamen heute neue Kostenbescheide: Der Schulhort in der dritten Klasse ist in Berlin nun ebenfalls beitragsfrei. Somit müssen wir die eigentlich angesetzten 80 EUR Hortbeitrag, für die wir schon einen Bescheid hatten, nun doch nicht zahlen. Super Sache.
Nach der Arbeit ein Paket für Jott abgeholt und die 25 Minuten zu Fuß hin- und anschließend auch zurück gelaufen. War schön, ich hatte mich den Tag über nur minimal bewegt und erreichte dadurch mein 10.000 Schritte-Ziel. Auf dem Rückweg lief ich an der Wuhle lang, naschte ein paar semireife Pflaumen, entdeckte Biberspuren und einen Reiher und freute mich über den Spaziergang.
Kurzer Schreck am Vorabend: J hatte sich bei einem Ausflug mit Jotts Mama eine Platzwunde zugezogen, die geklebt werden musste. Weil ich ihn bei Jotts Mama in sehr guten Händen wusste (und er auf den Fotos, die sie schickte, verhalten grinste), war der Schreck tatsächlich nur kurz– sowas passiert, wenn man (Kind) in einem niedrigen Spieltunnel einen Rappel kriegt und dort mit seiner Schwester aufrecht Fangen spielen möchte… Herzchen und Umarmungen an Jotts Mama geschickt, die vermutlich zu Hause erstmal einen Schnaps nötig hatte.
Jott war Abends mit Kolleginnen essen. Ich nutzte die Zeit für eine ausgiebige Sporteinheit auf dem Hof. Mittendrin kam ein Facetime-Anruf von M, er vermisste Jott und mich und wollte erzählen. War niedlich, wir quatschten ein bisschen, er erzählte was er alles so gemacht hatte (meine Eltern waren mit ihm im Schiffshebewerk Niederfinow, ich war ein bisschen neidisch). Anschließend weiter Sport; als ich in der Dusche war kam Jott nach Hause– ich erschrak mich leicht, als ich ins Wohnzimmer kam und sie im Sessel sitzen sah, ich hatte nichts gehört.
Aufgefallen: Seit ich etwas regelmäßiger und öfter als zwei Mal die Woche Sport mache und diesen mit gezielten Übungen für die untere Lendenwirbelsäule kombiniere, sind meine Rücken- und Hüftschmerzen etwas besser geworden. Gute Sache.
Am Vormittag, zwischen zwei Terminen, holte meine Mama M ab. Er wird die nächsten paar Tage– wie lange genau, wissen wir noch nicht– im Brandenburgischen verbringen. Ich verbrachte den Tag bis in den frühen Abend hinein mit Arbeiten– aus einem eigentlich kurzen Gesprächstermin gegen 17 Uhr wurde ein fast 90-minütiger Zoom Call, in dem ich viel über meinen Kunden, für den ich aktuell als Scrum Master tätig bin, lernte.
Abends gings zum Ostkreuz für ein Abendessen mit Jott, ihrer Kollegin und deren Partner. Wir aßen bei Umami (lieb gemeinte 7/10, mein Banh Bao Burger war nicht so toll und das ist schon krasse Massenabfertigung), gingen anschließend noch auf ein Eis zum Royal Eisladen (volle 10/10, richtig gutes Eis und preislich auch in Ordnung) und saßen dann dort eine ganze Weile eisessend und erzählend.
Aufbruch gegen 22 Uhr, kurz vor 23 Uhr todmüdes ins Bett fallen.