Ein ganz entspannter Sonntag durch den abgesagten Besuch. Den Vormittag über puzzelten Herr Schnuffke und ich in der Wohnung herum, Jott nähte neue Kissenbezüge und einen Tischläufer zusammen.
Dem Mittagschlaf verweigerte sich Herr Schnuffke, stattdessen stand er irgendwann im Bett und wippte vor und zurück.

Irgendwann war er so müde und ich so genervt, dass ich das Kind mit der Bitte um Unterstützung beim Einschlafen bei Jott ablieferte, Duschen ging und mich mental darauf vorbereitete, mit dem Kind einen längeren Spaziergang zu machen damit es an der frischen Luft einschläft. Musste ich aber nicht, Jott gelang wozu ich nicht imstande war.
Die Pause bis zum Aufwachen nutzte ich, um in meinem anderen Blog (als Webentwickler ist es immer von Vorteil, zum einen online auffindbar zu sein und zum anderen einen Einblick in das Skillset bieten zu können) neue Inhalte anzulegen mit Kram, den ich nicht vergessen möchte. Bestimmte Inhalte meines Berufs nutze ich nicht täglich und vergesse sie daher irgendwann wieder, da kann es nicht schaden eine Übersichtsseite zu haben wo alles wissenswerte drin steht.
Nachdem Herr Schnuffke wieder wach wurde, gab Jott ihm seinen Nachmittagsimbiss und dann gingen das Kind und ich spazieren. Nur in der Wohung hocken geht nicht mehr, nach einem halben Tag kriege ich einen Koller. Und Herrn Schnuffke tut frische Luft auch gut, gerade jetzt wo er erkältet ist.
Leider wurde der Spaziergang durch gegen Ende nicht zuordbares Genöle und Gemecker getrübt. Eventuell fror Herr Schnuffke an den Händen, die wollte er nämlich partout nicht unter seine Decke legen oder in meinen Handschuhen lassen, die ich ihm anzog. Vielleicht hatte er aber auch nur keine Lust mehr auf spazieren.
Ich freue mich auf den Zeitpunkt, wenn er sich artikulieren kann. Und sei es nur ein „Papa kalt“ oder „Aa-Aa“. Irgendwas, das das Raten beendet und Anhaltspunkte liefert, was das Kind möchte.
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Am Abend weiter das andere Blog befüllt.
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Nochmal neue Musik entdeckt: Human Abfall – Überkatze
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Was schön war: Beim Herumpuzzeln in der Küche und zu Beginn des Spaziergangs unterhielten Herr Schnuffke und ich uns.
Er so: „DA-DA-DA!“
Ich so: „da-da?“
Er so: „Da!“
Und das lange und laut und mit „DA“ und „Hmp!“ und „Nana“ und „Papapa“ und „Mamamama“.

