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Journal Freitag, 19.2.2016

Den letzten Tag als Strohwitwer startete ich mit neuen Kaffee, frischgepressten Orangensaft, ’nem Oat und Zeit. Reichlich Zeit. Bedingt durch die Abfahrtszeit des Busses (20 Uhr) fuhr ich später ins Büro und konnte es mir daher heute morgen erlauben, einfach noch etwas rumzusitzen und zu lesen. Das war schön.

Am Ostkreuz machte ich eine Entdeckung, die meinen Arbeitsweg künftig deutlich komfortabler machen wird. Wenn ich am Ostkreuz ankomme, musste ich bislang den einzigen Aufgang nutzen der zu den Ringbahnsteigen eine Ebene über meinem Ankunftsgleis führt. Dieser Aufgang ist zu Stoßzeiten immer verstopft und ein ganz großes Nadelöhr. Und wenn ich dann oben bei den Ringbahnsteigen bin, laufe ich im Pulk mit hunderten anderen Menschen zum Aufgang, der zur Stadtbahn hinab führt. Und als ob das nicht genug wäre, kreuzen zwischen den Ringbahnsteigen immer wieder Menschen meinen Weg, die ganz andere Ziele haben und sich durch „meinen“ Menschenpulk durchdrängen.
Das ist furchtbar nervig. Und das jeden Morgen und jeden Abend.

Aber: Seit Mitte Dezember halten am Ostkreuz auch Regionalzüge an einem separaten Gleis. Zu diesem führt seit einiger Zeit ein neuer Aufgang von meinem Ankunftsgleis, den kaum jemand nutzt- offenbar muss niemand zum Regionalzug. Was aber ins Bewusstsein der mit mir ankommenden Pendler nicht durchgedrungen ist: Vom Regionalbahngleis kommt man über einen anderen Aufgang zum Stadtbahngleis!

Das bedeutet: Ich stieg heute morgen eine fast leere Treppe zum Regionalbahnsteig hoch, spazierte über eben jenen zum anderen Aufgang, lief diesen hinunter und sprang in die Stadtbahn, die mich zum Alex brachte.
Das war wesentlich entspannter als sonst und ging auch noch schneller, denn mir lief niemand vor die Füße und ich stand auch nicht im Fußgängerstau.
Total toll.

Weiter emsiges Arbeiten im Büro. Wir haben heute ein Softwarepaket ausgeliefert, da war es ganz gut das ich länger als normal blieb. Solche Auslieferungstage haben die merkwürdige Eigenschaft, Abends immer zur ungefähr selben Zeit aufzuhören- egal wie früh man anfängt.

Abends die Fahrt nach Magdeburg zur Familie. Im Bus ganz vorn saßen zwei Honks, die ihre in den Bus gebrachten Bierflaschen umschmissen, wodurch das darin enthaltene Bier durch den Bus floß und meinen Rucksack tränkte. Große Klasse. Immerhin ist das mittransportierte Elektrozeug im Rucksack nicht in Mitleidenschaft gezogen worden.

Herr Schnuffke bekommt einen zweiten Zahn und fiebert vor sich hin. Die letzten Tage war er sehr anhänglich und platschig. Ich hoffe, das legt sich- ich fühl mich gerade sehr k.o. und hätte eigentlich Lust auf entspannte zwei Tage.

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