Kategorien
Journal

Donnerstag, 31.07.2025

Das erste volle Gehalt war heute auf dem Bankkonto, ein schönes Gefühl– trotz weniger Stunden (zumindest laut Arbeitsvertrag) ist es etwas mehr als das bisherige Gehalt :)


Bezüglich meiner Stundenreduzierung habe ich ambivalente Gefühle. Im Juli habe ich annähernd Vollzeit gearbeitet, es fehlen insgesamt nur vier oder fünf Stunden. Von meiner Reduzierung merke ich also nichts. Ich überlege nun, ggf. mit den Stunden wieder hoch zu gehen; unsortierte Gedanken dazu damit mein Gehirn arbeiten kann:

  • Mir macht die Arbeit Spaß und sie erfüllt mich
  • Keinen Spaß macht es, dass mit diesem Stundenpensum alles auf Kante genäht ist, ich relativ spät Feierabend machen kann und auch mal Abends arbeiten musste.
  • Andererseits ist das auch kein Beinbruch, weil ich (doch wieder) Spaß hab, in der Arbeit überwiegend aufgehe/meine Stärken einbringen kann und ich gern arbeite wenn andere nicht arbeiten weil ich dann meine Ruhe hab
  • Mein Idealbild, (unter anderem) etwas mehr Zeit für die Kinder zu haben wenn sie aus der Schule kommen, erreiche ich so nicht; ganz im Gegenteil war der Juli was das betrifft eher ein Rückschritt
  • Für Sport gilt das auch, das war die letzten Wochen zwar machbar aber etwas unentspannt weil die Tage so eng durchgetaktet waren
  • Ich kann zwar wunderbar Stunden auf meinem Gleitzeitkonto ansammeln, sehe aber keine Möglichkeit diese abzubummeln, denn:
  • Meine Vorgängerin/Mentorin hat (so wie ichs mitbekommen habe) Vollzeit auf dem Kunden gearbeitet, damit kam sie gut zurecht.
  • Ich sehe derzeit nicht, dass die Arbeit im aktuellen Modus in 32h/Woche schaffbar ist. Ich müsste also weniger machen (ich weiß nicht wie) oder schneller/effizienter arbeiten.
  • Schneller/effizienter arbeiten bezahlt mir niemand. Ich bekomme trotzdem kein Vollzeit-Gehalt, wenn ich die selbe Arbeit in weniger Zeit schaffen sollte, falls das überhaupt möglich ist.
  • Ich hätte auch durchaus Lust, mich im Agile Work Netwok des neuen AG zu betätigen, das ist ein spannendes Thema. Aktuell sehe ich aber nicht, wo ich die Zeit dafür hernehmen soll
  • Wenn ich meine Arbeitszeit erhöhen würde, würde ich (erheblich) mehr Geld verdienen. Mehr Geld ist super weil das Leben mit mehr Geld einfacher ist. Und wenn ich an die steigenden Alltagskosten (die Kinder wachsen ohne Ende, M braucht teilweise kleine Erwachsenengrößen zu Erwachsenenpreisen) und auch steigende Sonderkosten wie Urlaube denke, führt an „mehr Geld“ auch kein Weg vorbei
  • Andererseits: Man (zumindest ich) liest immer von Leuten, die es in den Endzügen ihres Lebens bedauern, soviel gearbeitet zu haben und dadurch soviel Zeit verschenkt zu haben. Mein initialer Gedanke war, mir durch Gehaltsreduktion mehr Zeit erkaufen zu können und, wenn die Kinder größer sind, aufzustocken
  • Wenn ich aufstocke auf 35h/Woche oder sogar Vollzeit, _muss_ ich mehr arbeiten. Aktuell _kann_ ich das, das ist mental für mich ein großer Unterschied
  • Mit mehr Arbeitszeit bleibt weiterhin alles auf Kante genäht, was mehr Stress bedeutet
  • (Was für ein unfassbares Privileg, sich diese Gedanken machen zu können und nicht von vornherein einfach Vollzeit arbeiten zu müssen weil das Geld sonst nicht reicht)

Ich finds nicht einfach, mal schauen was wird.


Angeteasert: M ist im letzten halben Jahr wieder 5cm auf mittlerweile 1,57m gewachsen, seine eigentlich neuen Hosen sind schon wieder zu klein. Quasi drei Mal getragen, dann aussortiert. Immerhin freuen sich G und J, die auch wachsen…


Mal in den Perzentilrechner geschaut: M und G sind jenseits aller Perzentillinien. J, im Haushalt der kleinste, befindet sich trotzdem zwischen der 93. und 97. Perzentillinie was die Größe betrifft. Wir vergessen das immer, aber gemessen an den Kindern seines Alters ist er auch super groß.


Der Wetterbericht für den Urlaub wird immer schlechter, es soll fast jeden Tag regnen. Besserung ist zwar in Sicht, aber erst am Abreisetag. Meh. Wir überlegen daher, ob wir das Sommerticket des Ressort-eigenen Indoor-Spielplatzes kaufen und die Kinder einfach jeden Tag klettern, toben und hüpfen schicken.


Hampton, ya sunnova gun, I did it!“ – Beim Abendspaziergang entlang der Wuhle aus einer Laune heraus gehangelt und unassisted Pull Ups probiert– und hinbekommen. Direkt zwei am Stück, danach rutschte ich ab weil die Hände zu feucht waren. Ich war _sehr_ happy– ich habe noch nie einen Klimmzug hinbekommen, und nun sogar zwei. Das Training der vergangenen Monate & Jahre hat also geholfen :) Ich bin unfassbar froh, auf Hamptons Hybrid Calisthenics gestoßen zu sein– ich war (trotz aller Wehwehchen) noch nie so fit wie aktuell. Diese Reise wird definitiv weitergehen, irgendwann will ich einen Muscle Up schaffen (das dauert aber noch ein Weilchen) :)


Morgen gehts in den Urlaub. Ich freu mich (ein bisschen).


Done-Liste:

  • Urlaubspacken

Was schön & gut war:

  • Jotts Sesselperformance zu Oh Maria
  • Alle Arbeit für den Juli, inklusive Zeiterfassung, abgeschlossen zu haben
  • Klimmzüge ^_^

4 Antworten auf „Donnerstag, 31.07.2025“

interessante Gedanken zur Arbeitszeitreduzierung. Ich glaube, so richtig beurteilen lässt sich das erst nach etwa sechs Monaten, weil dann die meisten Routinen sitzen und sich auch zeigt, ob die Arbeitsmenge phasenweise schwankt.

Ich muss ehrlich sagen dass ich es vom Arbeitgeber auch irgendwie unfair finde, jemanden in Teilzeit einzustellen, wenn die gleiche Tätigkeit vorher jemanden in Vollzeit beschäftigt hat. Wurde das auch von Anfang an kommuniziert oder war das eher ein „ins Messer laufen lassen“?

Nein, da wurde gar nichts kommuniziert. Es gibt aber auch keine (externen) Verpflichtungen. Was liegen bleibt, bleibt halt liegen– das ist auf Grund des aktuellen Vertragsverhältnisses vielleicht sogar strategisch wertvoll um dem Kunden aufzuzeigen, dass er mehr Geld investieren muss um mehr Leistung zu bekommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert