Mit Unterstützung von ChatGPT einen MVP für die Bearbeitung von Ausschreibung mittels KI-Tool erstellt. Das Thema ruhte die letzten Monate, nachdem die verantwortlichen Stellen von meinem Ausscheiden erfahren hatten kam wieder Bewegung rein. Anfang Mai gibts einen Termin mit einer Entwicklerin die das übernehmen soll, und damit ich auch was zeigen kann setzte ich mal eben (… es dauerte dann doch etwas länger) einen MVP auf. Ich habe nun auf meinem Rechner eine Möglichkeit, über den Browser Dateien hochzuladen. Die Dateien werden von einer lokalen Mistral-Instanz verarbeitet und ein Set an vorab definierten Daten wird mit Ausschreibungsdaten zurückgegegeben. Das Grundgerüst dafür erstellte ChatGPT unfassbar schnell, etwas komplizierter wurde es dann beim lokalen Setup weil ich mit den Tools (Python, Python-Bibliotheken, Ollama, Mistral, Streamlit) nicht vertraut bin (und auch gar nicht programmieren kann) und daher Fehlermeldungen mit Hilfe von Chatty debuggen musste.
Zäh wurde es erst, als irgendwann keine Daten mehr zurückkamen, da stieß Chatty beim Debuggen an seine Grenzen und verlor innerhalb der im Canvas-Modus geöffneten Python-Datei seinen Fokus. Das war offenbar zuviel Kontext bzw. der Fokus lag jeweils nur auf bestimmten Passagen, ohne die umliegenden Zeilen zu beachten. Sehr interessant und lehrreich, in jeder Hinsicht.
Limitierende Faktoren sind außerdem mein Laptop, das hat schlicht zu wenig Systemressourcen.
… die 25°C heute hätte es nicht gebraucht. Ich fands bei meinen Spaziergängen schon wieder viel zu warm. Und zu trocken ist es auch, es staubt alles.
Abends aus einer sich über die letzten Tage (okay, gelogen– mir kribbelte es in den Fingern, seitdem ben_ vor Jahren mal drüber geschrieben hat) bildenden Laune heraus angefangen ein einfaches Rollenspiel für die Kinder und mich aufzusetzen.
Das Spiel findet in Schwarzrain, einer kleinen Siedlung in einem abgelegenen Tal – umgeben von Bergen, alten Ruinen und Wäldern- statt. Die umliegende Welt setzt lose auf den Forgotten Realms auf, also im „Dungeons and Dragons“-Universum, ist aber wesentlich einfacher– wie auch das gesamte Spiel.
Die Kinder hole ich über einen echten Brief ins Spiel– handgeschrieben, mit Siegel und alt aussehendem Papier. Im Brief wird ein Bedrohungsszenario geschildert: In der Umgebung von Schwarzrain wurden zwielichtige Gestalten gesehen, einem Bauern wurden ein Schwein und Kornsäcke gestohlen– wenn die nicht gefunden werden, wird er im Winter hungern müssen.
Auf die Briefe müssen sie antworten: Sie müssen ein Bild von sich als Held zeichnen und jeweils drei Stärken und drei Schwächen aufschreiben. Daraus baue ich dann einen Charakterbogen mit Heldenattributen und Fähigkeiten. Aber alles sehr runtergedampft, damit es nicht zu komplex wird.
Nachdem sie die Antwort geschrieben haben, bekommen sie einen zweiten Brief in dem sie als Helden angeheuert werden. Im Brief sind Zeit und Treffpunkt für die erste Session genannt, außerdem bekommen sie eine Schwarzrain-Marke (hier vertraue ich auf Jotts Mithilfe bei der Gestaltung).
Das erste Abenteuer beginnt mit dem Kennenlernen der von mir erstellten Charaktere und einem Mini-Rätsel. Die Kinder müssen kreativ sein, ihre Fähigkeiten anwenden, mit einem W20-Würfel den Erfolg ihrer Aktionen auswürfeln und gemeinsam (!) das Rätsel lösen.
Wenn das alles gut läuft, plane ich danach die Suche nach den Räubern und weitere Sessions.
Ich freu mich drauf, das wird ein Heidenspaß. Und super lehrreich. Ich habe noch nie in echt Rollenspiele gespielt, war noch nie der Erzähler und weiß aktuell noch gar nicht genau, wie man eine Welt, Charaktere und Begegnungen aufbaut. Aber: Das wird schon, das lässt sich ja alles aneignen.
Ich bin verpflichtet (von mir selbst), auf diesen Trend aufzuspringen :)



3 Antworten auf „Mittwoch, 16.04.2025“
Awwww … das freut mich riesig. Und ich bin guter Dinge, das gar kein Problem wird. Für Kinder sind Rollenspiele sooo einfach. Das machen die eh noch den ganzen Tag. Lustiger Weise spiele ich seit Begin der Ferien auch wieder jeden Tag mit meinem. So ganz einfach 45 Minuten-Sessions. Ich bin inzwischen bei einem ganz einfachen System angekommen …
* Die 6 Kernwerte (Stärke, Geschicklichkeit, Konstitution, Intelligenz, Weisheit, Charisma), jeden davon auf +2 zum Start, dann darf sich das Kind einen aussuchen, der besonder gut ist, der ist dann +3 und einen in dem der Charakter etwas schlechter ist und den dann auf +1.
* Dann bei Proben immer auf einen der Werte gehen und … 2d6 Würfel (und zusammenzählen + das jeweilige Attribute) und gleichzeit 2 einzelne W10 Würfel. Der Wert der 2W6+Attribute muss dann am besten über beide einzelnen W10.
* Ist das Ergebnis über beiden einzelnen W10 ist es ein voller Erfolg, alles klappt wie am Schnürrchen.
* Ist das Ergebnis über einem der W10 ist es ein Teilerfolg, es klappt, aber igendwas geht schief, etwas geht kaputt, man verliert etwas, nimmt Schaden oder so.
* Ist das Ergebnis unter beiden, klappt die Probe nicht.
* Dazu noch ein paar Kleinigkeiten: Sich gegenseitig helfen gibt +1, besondere Gegenstände geben +1, Schwierige Umstände geben -1.
* Fertig.
Es läuft echt mega geschmeidig.
Ah, was sich lohnt: Eine Hand voll den Charakteren bekannter NSCs parat haben. Ein paar Gute, ein paar (ganz wenige) Böse und ein paar dazwischen. Das ist immer gut, um mal noch Auftrage rauszugeben, oder einzugreifen.
Danke Dir, das ist guter Input! Ich mag das sich gegenseitig helfen belohnt wird, das übernehm ich. Die Kinder sollen gemeinsam spielen, das ist ein guter Anreiz :)
Interessantes Würfelsystem. Ich hab mir dazu noch gar keine großartigen Gedanken gemacht. Bislang hab ich mir das so vorgestellt, dass sie einfach mit dem W20 würfeln und ich dann quasi eine Art Erfolgsskala damit abbilde. Dein System klingt nochmal einfacher und ich muss den Augenwert nicht in Schadenspunkte umwandeln.
[…] auf alt getrimmte Papier samt Briefumschlägen sowie Siegel und Siegelwachs kamen heute. Für das Schwarzrain-Abenteuer kann ich also demnächst die Briefe an die Kinder fertig machen […]