Bürotag, heute dann doch. Ich vergrub mich bis in den frühen Nachmittag in unser Projektmanagement- und Zeiterfassungstool, da gabs nämlich einen Fehler beim Berechnen von Mahlzeitenabzügen bei Pauschalbeträgen für Dienstreisen in Italien. Viel über genau dieses Thema gelernt und dann auch über die Funktionsweise unseres Tools, am Ende hatte ich die Fehlerquelle gefunden und konnte die korrekten Daten eintragen.
Mittendrin kurz davor gewesen, zwei andere Kolleg:innen im Großraumbüro anzufauchen damit sie endlich ihre Klappe halten– sie schnatterten beinahe ohne Ende. Kurz vor Ausbruch strich ich die Segel und ging einfach allein in einen Meetingraum.
Weiß nicht ob ich bei sowas durch die Ruhe im Home Office verwöhnt bin, ich mit zunehmenden Alter dünnhäutiger werde (Musik mit Text hören geht ja auch nicht mehr nebenbei) oder ich einfach einen schlechten Vormittag hatte.
Abends mit Jott in Kaulitz und Kaulitz reingeschaut, das wurde mir als sehr wholesome und seichte Kost angepriesen. War es auch, aber ich verpasse nichts wenn ich es nicht schaue.
Den letzten, 33., Brunetti-Band ausgelesen, ich bin nun wieder up to date. Jetzt reichts auch wieder erstmal, die letzten paar Bände begeisterten mich nicht mehr ganz so sehr. Die Handlungsstränge waren nicht mehr so gut verflochten wie noch bei den ersten Büchern, teils zerfaserten die einzelnen Storylines doch stark und wirkten sehr bemüht zusammengeführt. Das Nebencharaktere (Vianello, Pucetti) sang- und klanglos ausgetauscht wurden, fand ich auch nicht so toll; insgesamt blieben mir alle Nebencharaktere zu flach und unbeleuchtet– irgendwo las ich „holzschnittartig“, das trifft es ganz gut. Generell entwicklen sich die Figuren einfach viel zu wenig, und wenn doch dann nur in Ultra-Slomo. Hier eine Andeutung, da eine Andeutung, und das über sieben Bände verteilt.
Nächstes Leseprojekt: Die Dragonball-Mangas von M.


