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Montag, 08.08.2022

Vormittags lange mit der Hausverwaltung telefoniert. Ich wollte wissen, welcher Energieträger das Blockheizkraftwerk, das unsere Anlage versorgt, speist.

Es ist Gas.

Die aktuellen Gaspreissteigerungen werden also über kurz oder lang auf uns umgelegt.

Mein Gesprächspartner geht von einer Verdreifachung der Heizkosten aus. Das scheint mir realistisch, die Zahl geht ja auch durch die Medien.

Als er das sagte war ich schon ziemlich bedient. Es ging aber noch weiter– wir plauderten ganz nett, dabei kam heraus:

In 2021/2022 wurden eine ganze Reihe neuer Wartungsverträge für das Objekt abgeschlossen (Garten, Heizung, Blockheizkraftwerk, Fenster & Türen Innenbereich, Rauchmelder, Klima/Lüftung, Filteranlagen Innenräume Wohnungen, Blitzschutz, Notbeleuchtung, Dach, Volllwartung Fahrstühle). Die fehlten bislang, sind aber natürlich notwendig.
Dadurch werden sich die Betriebskosten ebenfalls erhöhen.

Ich war noch bedienter, aber das war noch nicht alles: Da wir eine Indexmiete haben, hat der Eigentümer das Recht, die Miete entsprechend der Differenz des Index zum Zeitpunkt der letzten Erhöhung im Vergleich zum Index zum neuen Zeitpunkt zu erhöhen.

Nach dem Telefonat war mir kurz (gelogen, lange) flau, dann exelte ich ein wenig und dann war der Tag gelaufen.

Sieht wohl so aus als ob wir Jotts Mehrgehalt dank Jobwechsel direkt ins Sparschwein stecken können. Falls das reicht.


Ich finds sehr erwachsen und vorausschauend von mir, die Infos eingeholt zu haben– möchte jetzt aber trotzdem gern nicht erwachsen sein und nicht eine unfassbar große Summe Geld pro Monat zurücklegen müssen.


Die Zwillinge hatten sich heute in der KiTa offenbar wie die Hühner im Sand „gesäubert“. Aus den Worten des Erziehers bei Abholung sowie ihrer beim Abendessen zeichnete sich das Bild, dass sie offenbar tatsächlich im Dreck gesessen und sich gegenseitig mit dem sehr feinen, dunklen, staubigen KiTa-Sand beschmissen hatten.


Während die Kinder nachmittags auf dem Hof planschten, putzte ich mein Fahrrad. Weil das eine unfassbar nervige und blöde Aufgabe ist, hatte ich mir kürzlich ein paar Hilfsmittel besorgt– ein Kettenreinigungsgerät, ein Bürstenset, eine Sprühflasche, Ballistol– und putzte vor mich hin. Mit dem neuen Equipment ging das ganze gleich viel besser von der Hand, bleibt aber eine blöde Aufgabe.

Immerhin: Beim ebay-kleinanzeigen-tauglich machen der alten Puky-Räder der Zwillinge wird mir der Kram auch helfen.


Abends moderat verzweifelt und geschaut, welche meiner Fixkosten ich loswerden kann. Ein paar Posten gibt es (überflüssige Zahnzusatz, Domains, Abos)– Kleinvieh macht auch Mist.

4 Antworten auf „Montag, 08.08.2022“

Puh, das ist scheiße. Wir hatten auch mal ne Neubauwohnung… im ersten Jahr 200€ oder so Nebenkosten zurück, das Jahr drauf dann 600€ oder ähnlich nachzahlen weil so Dinge halt. Grundsteuer wurde erst im zweiten Jahr korrekt berechnet, irgendwie sowas…

Zahnzusatz würde ich nicht kündigen, höchstens schauen ob es etwas günstigeres gibt :)

Stille Leserin… bisher…
Danke, dass Sie schreiben, wie’s wirklich aussieht. Kenne fast nur Menschen die so tun als wären das alles nur Peanuts, die sie aus der Portokasse (habe ich nicht mal und wenn ohne Erdnüsse) zu zahlen gedenken.

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