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Sonntag, 12.06.2022

Die Kinder waren heute allesamt sehr, sehr früh wach– gegen 6 Uhr, um genau zu sein. Weil sie nämlich gestern allesamt leise aufgestanden waren und im Wohnzimmer einträchtig Tablett spielten, hatten wir ihnen gesagt das sie das, falls sie früh aufwachen sollten, wieder tun könnten. Böser Anfängerfehler. Jott nahm die Brut dann, ich durfte weiterschlafen.


Die Halsschmerzen waren von rechts nach links gewandert, ich fühlte mich noch ein bisschen matschiger als gestern. Allerdings hatten wir heute auch Familienpläne, wir wollten gemeinsam mit unseren Freunden S nebst Tochter E allesamt die Veranstaltungen zum Langen Tag der Stadtnatur im FEZ besuchen (Das verborgene Königreich – Zu Besuch bei den Bienen im FEZ, Vom Korn zum Brot und vom Fisch zur Tomate). Es war ein Versuch– beide Veranstaltungen waren für Kinder ab 6 Jahren ausgezeichnet, und da die Drei ja eigentlich recht helle sind und im Vorfeld auch sagten, dass sie gern mitmachen wollen, probierten wir es.

In der Realität sah es dann so aus, dass Jott und die Zwillinge fünf Minuten nach Beginn der Bienenveranstaltung gingen weil die Zwillinge alles machten, nur nicht zuhören. G fragte die Bienenveranstaltungsfrau ob sie eine alte Hexe sei während J sich unbedingt von einer Biene stechen lassen wollte. Keine guten Rahmenbedingungen. M und ich und S und E (die auch 5 ist, aber zuhörte und selbst, als sie abschaltete, einfach still dasaß und nicht störte…) hörten weiter zu, verkosteten Honig und lernten ein bisschen über Berliner Stadtbienen.


Die zweite Veranstaltung besuchten wir dann gar nicht erst, sondern holten uns überraschend gute Pommes am Foodtruck im Blumenbrunnen (wie gefühlt halb Berlin auch, wir standen ‘ne Weile), aßen ein Eis und ließen die Kinder dann im Schlüppi um und durch den Blumenbrunnen laufen. Als die Lippen bläulich schimmerten und sie nicht mehr ganz so elanvoll umhersprangen, fuhren wir allesamt nach Hause zu uns, wo es Kaffee (Eltern) und Eis (Kinder + Eltern) gab; anschließend konnten die Kinder auf dem Hof in der Sonne weiter planschen. Sie zeigten sich dabei von ihrer besten Seite (alle 30 Sekunden „M hat…“, „G hat…“, „J hat…“, verbunden mit schreien, heulen, sich weh tun usw– ich weiß nicht weshalb sie momentan so eine unfassbar anstrengende und belastende Brut sind). J ging dann raus und regelte, ich legte mich zum Ausruhen kurz hin, S las auf dem Balkon. Nach und nach sammelten sich dann mehr und mehr Nachbarn samt Kinder um unsere Plansch-Muscheln auf dem Hof, das war an sich schon ein idyllisches Bild.


Abends das Staffelfinale Peaky Blinders geschaut, danach früher ins Bett wegen akuter Matschigkeit, Hals- und Augenschmerzen.

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