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Journal Sonntag, 26.4.2020

Die Kinder– alle Kinder– wollten gestern Abend gemeinsam bei M im Zimmer schlafen. Das ging überraschend gut, sie schliefen alle gemeinsam bis ca. Viertel Acht. Verrückt, da zieht man um weil ein Zimmer für drei Kinder zu wenig ist und sie sich gegenseitig stören und ein Dreiviertel Jahr später wollen sie wieder alle zusammen schlafen.

Den Vormittag verschlumpft, mit lange Sitzen und Lesen nach dem Frühstück, nicht bewegen und den Kindern beim Spielen zuhören. Irgendwann war genug gelesen, die Kinder wurden gebadet, durften noch eine zwei Folgen Elefant gucken und dann wars auch schon Zeit fürs Mittagessen.

Nach dem Vesper gingen wir alle lagerkollerbekämpfend an die frische Luft, spazierten entlang der S-Bahn-Schienen durch Elsengrund, Mittelheide und Kurpark nach Friedrichshagen, machten halt auf ein Eis bei Da Dalt– dort gibt es ein sehr gut funktionierendes Bestellsystem per WhatsApp zur Kontakt-Vermeidung– und spazierten anschließend durch Friedrichshagen zurück über den Müggelseedamm nach Köpenick.
Insgesamt fast drei Stunden und ca. zehn Kilometer, das ist schon ganz gut mit den Dreien.

Was auffiel: Es waren wieder Himmel und Menschen unterwegs. Vermutlich müssten wir weit nach Brandenburg rein fahren, damit die Kinder auf ihren Laufrädern mal wirklich ungestört um die Wette rasen können ohne ständig Fußgängern, Rollerfahrern, Radfahrern und Autos ausweichen zu müssen.

Schwer geschluckt als wir an der alten KiTa der Kinder in Friedrichshagen vorbei kamen und M unvermittelt sagte „Ich vermisse meine alten Freunde“; dann nochmal als er beim Vorbeilaufen an der Wohnung seines ehemaligen besten Freundes lauthals dessen Namen rief und eine Antwort erwartete.
Schlagartig wieder die Richtigkeit des KiTa-Wechsel angezweifelt– aber ach, es ist nunmal so und im normalen Alltag ist durch den Verzicht auf die Fahrerei nach und von Friedrichshagen alles so unfassbar einfacher…

Aber treffen können wir ja vielleicht einige der Kinder von „damals“ nach der ganzen Corona-Situation wieder.

Abends wünschten die Kinder, dass ich sie ins Bett bringen sollte. Das ist neu, normalerweise heißt es nur „Maaaamaaaa“. Schön! Heute schliefen sie wieder alle bei M ein, ich musste daher nur drei, vier Mal reingehen und (vor allem G) um Ruhe bitten (und in Aussicht stellen, dass sie gern auch wieder getrennt schlafen können wenn die Faxen zur späten Stunde nicht aufhören).

Danach Staffel 2 von „The Expanse“ mit Jott. Die Geschichte wird fortgeführt, wir sind sehr gespannt wie es weitergeht.

Was schön war: Der verschlumpfte Vormittag. Die Kinder spielten einigermaßen ruhig und friedlich, Jott und ich konnten in Ruhe in der Küche sitzen, Kaffee trinken und lesen. Haben wir auch nicht so oft.

4 Antworten auf „Journal Sonntag, 26.4.2020“

Ha! Wir sind auch aus der Dreizimmerwohnung umgezogen, damit die Kinder mehr Platz ha, also seitben. Die vier Kinder, die sich jetzt seit dem vor drei Jahren tagsüber ausschließlich in der Wohnküche aufhalten (es sei denn es sind Spielfreunde zu Besuch) und die ebenfalls seit drei Jahren zu viert ein Kinderzimmer teilen (zwei Hochbetten, ein Gitterbett unter einem Hochbett, eine Matratzen unter dem anderen Hochbett). Und die Alterspanne ist hier 1 – 8 Jahre!

Ha! Wir sind auch aus der Dreizimmerwohnung umgezogen, damit die Kinder mehr Platz haben. Die vier Kinder, die sich jetzt seitdem tagsüber ausschließlich in der Wohnküche aufhalten (es sei denn es sind Spielfreunde zu Besuch) und die ebenfalls seit drei Jahren zu viert ein Kinderzimmer teilen (zwei Hochbetten, ein Gitterbett unter einem Hochbett, eine Matratzen unter dem anderen Hochbett). Und die Altersspanne ist hier 1 – 8 Jahre!

Hier: 4 Zimmer, eine 7jährige, eine 1jährige. Kaum geht es darum, wo die 1jährige ihr Zimmer haben soll, kämpft die 7jährige mit Nachdruck, ausdauernd und effizient für ein gemeinsames Zimmer. (Okay, das ist dann auch größer, das gemeinsame Zimmer.) Und ist seitdem viel mehr dort, obwohl sie uns vorher immer nur auf der Pelle gehockt hat, und tüdelt mit der so viel jüngeren Schwester. Ich glaube, viele Kinder wollen einfach nur Gesellschaft. Und selbst entscheiden können ist natürlich auch toll.

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