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Journal Dienstag, 30.5.2017

Sollte mich jemand fragen, ob ich ein Lieblingskind habe, werde ich in Zukunft „Ja!“ sagen und dann jeweils das Kind nennen, das in der Nacht am wenigsten gestört (ja, gestört. Ich möchte Nachts gern in Ruhe schlafen- wenigstens sechs magere Stündchen…) hat.

Heute ist G. das Lieblingskind.

Dieser M. Auf dem Heimweg, wir waren gerade in die am Ostkreuz stehende S-Bahn eingestiegen, bat ich M, doch bitte bei mir zu bleiben, solange die Türen geöffnet waren. Er wollte aber nicht, sondern machte Anstalten, zur geöffneten Tür zu laufen. Ich hielt ihn also fest, und es kam, was kommen musste: Er machte ein Riesentheater, ließ sich auf den Boden sinken, schluchzte ein paar Mal und sah mich anschließend mit großen Bambi-Augen an. Ich hielt dem Blick stand und war drauf und dran, ihn unerbittlich niederzustarren, als er mit einem Mal die Unterlippe vorschob und dabei einfach ZU VERDAMMT NIEDLICH aussah. Und dann musste ich lachen, und er lachte auch, und wenn ich nicht lerne, diese unglaubliche Niedlichkeit zu ignorieren, wird er mir irgendwann NOCH MEHR auf der Nase herum tanzen.

Jott und ich haben übereinstimmend festgestellt, dass dieses Wetter nichts für uns ist. Die Wärme ist noch einigermaßen okay, aber die Schwüle… Diese drückende Feuchte ist nichts für uns. Hoffentlich regnet es heute Nacht noch ein wenig und kühlt ab.

Die nukleare Verseuchung in Hiroshima und Nagasaki, etwas eingeordnet. Keine Ahnung ob’s stimmt, aber es muss ja was dran sein- ansonsten würden da nicht wieder hunderttausende Menschen leben können.

Alleine Pipi gehen – der Kinderdoc über Sauberkeitsentwicklung. Wir sind mit den Ritualen, dem Vormachen (keine Detailfragen, bittedanke) und dem bequemen Sitzen auf einem guten Weg. Ich muss mir nur angewöhnen, M nicht zu fragen, sondern Aussagen zu treffen- im Sinne von „Wir gehen jetzt aufs Klo“ statt „Musst Du aufs Klo gehen?“.

Was schön war: Die Hof-Szene nach Ms und meiner Rückkehr: Jott, unsere Nachbarin von oben und eine Freundin von ihr saßen im Hof, diverse Kinder wuselten umher und spielten.

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