Große Überraschung heute Nacht: Gegen 4 Uhr wachte ich auf, weil das Babyphone ansprang und nicht so ganz eindeutig identifizierbare Geräusche durchkamen. Es klang nach einem wachen Kind, das aber nicht weinte, sondern eher beschäftigt wirkte.
Aus der Angst heraus, dass Herr Schnuffke aus seinem inzwischen gitterlosen Bett über den Rausfallschutz klettert und fällt, schlich ich also nachsehen. Und tatsächlich: Herr Schnuffke war wach und hatte sich bereits zur Hälfte auf das neben seinem Bett stehende Luftbett (da legen Jott oder ich uns beim Zubettbringen Abends rauf) gezogen. Gut, dass das Bett da steht, und noch besser das ich nachgeschaut hatte- das Luftbett ist höher als Herr Schnuffkes Bett, wenn er da runtergefallen wäre hätte er sich ordentlich wehtun können. Des Schlafsackes wegen ist er nicht ganz so agil wie ohne, das versteht er aber noch nicht.
Ich hab ihn dann rübergeholt und zwischen Jott und mich gelegt, nach fünf Minuten schlief er wieder und wir auch.
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Ich hab mich ja am Mittwoch über den lästigen, ewig langen Einschlaf-Kampf aufgeregt. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille: Sobald Herr Schnuffke am Abend schläft, schläft er erstmal. Wir hatten schon seit längerer Zeit das unverschämte Glück, Abends tatsächlich nicht mehr zu ihm gehen zu müssen weil er wach wird und weint. Das ist total schön.
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Herr Schnuffke mäkelt derzeit am Frühstück herum. Er isst weder sein Kinder-Müsli noch mein Müsli noch warmen Milchreis mit Apfelmus und Zimt. Stattdessen beharrt er seit ein paar Tagen auf „Apa“ (Apfel) und is(s)t erst zufrieden, wenn er mindestens einen halben Apfel gegessen hat.
In der KiTa aß er die Woche morgens ebenfalls kaum etwas, die Brotbüchse kam kaum angetastet nach Hause zurück (außer heute).
Dafür haut er Abends rein wie ein Scheunendrescher und isst mindestens genauso viel wie Jott oder ich.
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Die Haushaltshilfe war heute das zweite Mal da. Bereits die beiden Besuche haben uns unglaublich viel Arbeit abgenommen und tragen erheblich zu unserer Entspannung bei. Ich hoffe, sie bleibt uns noch eine Weile erhalten.
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Weil wir das Wochenende nur Morgens und Abends zu Hause sein werden, bestellten wir gestern Abend erstmals beim neuen Kaufland-Lieferservice. Der liefert seit Donnerstag in Berlin Lebensmitteleinkäufe aus, wir gehören also zu den Versuchskaninchen.
Eigentlich wollten wir, wie immer, bei Rewe bestellen- deren Lieferservice kennen wir, das ist ’ne solide Sache und eigentlich immer ganz gut. Donnerstag Abend allerdings war mindestens die Hälfte der von uns benötigten Artikel nicht vorrätig, sodass wir nicht über den Mindestbestellwert kamen. Da erinnerte ich mich an die Kaufland-Lieferautos, die ich in der vergangenen Woche mehrmals sah, und so kam es eben über einiges Recherchieren zur Kaufland-Bestellung.
Laut Jott lief es gut, der Kaufland-Liefermensch war zuvorkommender als der Rewe-Liefermensch, trug Jott die Taschen in die Küche und nahm außerdem noch die Pfandflaschen mit- beides wird bei einer Rewe-Lieferung nicht gemacht.
Preislich ist Kaufland etwas günstiger als Rewe, die Eigenmarken machens. Auch ein Pluspunkt.
Da die ersten drei Bestellungen bei Kaufland kostenlos geliefert werden, probieren wir das noch mindestens zwei Mal aus. Mal gucken, ob es wieder so gut läuft.
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Im Büro war es heute etwas chaotisch: Deadlines, spontan abgesagte Meetings, überraschende Telefonate… Nicht schön und einer guten Entwicklungsarbeit nicht zuträglich.
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Die ständige Einbeziehung Herrn Schnuffkes in alle möglichen Tätigkeiten in der KiTa und zu Hause bewirkt, dass er erstaunlich selbstständig ist und im Rahmen seiner Möglichkeiten sehr viel allein oder zumindest mit nur wenig Hilfe erledigen kann. Er hält seine Windel beim Wickeln, zieht sich selbst an und aus (Schuhe, Socken, Jacken, die Hosen kann er runter und hoch ziehen), läuft auf Bitten hin in die entsprechenden Räume, kann sich die Hände waschen und Dinge und Sachen wegräumen.
Das macht vieles einfacher, und ich habe das Gefühl das ihm das sehr viel Spaß bereitet und Befriedigung verschafft.
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Was schön war: Zusammen mit Jott Gotham gucken und die Ruhe genießen.



