Erster Tag der Elternzeit, whoop whoop.

Der Tag war so spannend, wie gestern angenommen. Nach dem Ausschlafen bis um 7 Uhr machten wir uns alle fertig und fuhren mit der S-Bahn nach Mitte zum ersten Eingewöhnungstermin. Der bestand heute aus einer Bestandsaufnahme mit beiden Eltern: Die Erzieherin, die für Herrn Schnuffke die Bezugsperson sein wird, erzählte über den Ablauf in der KiTa und quetschte uns zu Herrn Schnuffke aus (wie er schläft, was er isst, wann er isst, was er alles schon kann und worauf Rücksicht genommen werden muss). Nach dem Gespräch gingen wir in die Kleinkindgruppe, in der Herr Schnuffke hoffentlich viele kleine Freunde und Freundinnen finden wird. Herr Schnuffke war sehr entspannt, krabbelte durch den Raum, ignorierte die anderen Kinder größtenteils und plünderte die Spielzeugkisten (hach- mein Kind). Zwischendurch vergewisserte er sich immer mal wieder, dass wir noch da waren, und spielte dann weiter. Nach gut 20 Minuten wurde er müde, krabbelte wieder zurück zu uns, legte sich auf Jotts Beine und blieb für den Rest der Zeit dort. Der Blick auf die Uhr verriet uns, dass seine Vormittagsschlafzeit gekommen war.
Insofern war es sehr praktisch, dass unser Termin bald vorbei war, auf dem Rückweg steckte ich ihn in die Trage und dort verschlief er das meiste der Fahrt nach Hause. Hätte ich auch gern gemacht.
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Am Nachmittag spazierten Herr Schnuffke und ich mal wieder zum Müggelsee. Unterwegs kauften wir in Karls-Erdbeer-Laden in der Bölschestraße frische Erdbeeren und naschten ein paar davon auf dem Weg zum Wasser.
Am See krabbelte Herr Schnuffke durch die Gegend, kletterte auf Stufen herum, schaukelte mit mir zusammen und wunderte Enten an. Die kannte er bislang nur aus der Ferne, heute hatten wir das Glück das sich einen halben Meter vor uns eine Ente auf das Ufer stellte und sich ausgiebig putzte. Sehr andächtiges Staunen von Herrn Schnuffke.
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Das Zubettbringen am Abend verlief angenehm schnell- alles andere hätte mich auch ehrlich gesagt irritiert, das Kind war immerhin sieben Stunden am Stück wach.
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Seit Samstag ist mein Vodafone-Vertrag ausgelaufen, ich habe jedoch noch immer keine neue Simkarte von winSIM. Für Anrufe erreichbar bin ich immer noch, aber selbst anrufen oder im Internet surfen kann ich nicht- dafür müsste ich Prepaid-Guthaben auf die Handynummer buchen, und da das kleinste Paket 15 Euro ist und ich nicht gewillt bin, soviel Geld für eine Nummer auszugeben die in hoffentlich einer Woche Geschichte ist, muss ich nun eben damit leben das meine Hauptinformationsquelle vorerst trocken gelegt ist.
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Morgen findet die Eingewöhnung ohne Jott statt. Mal gucken, wie Herr Schnuffke dann reagiert- allein ihre Anwesenheit trägt viel zur Beruhigung des Kindes bei.
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Die [zensiert] Erkältung ist immer noch nicht weg. Heute gesellte sich zum Husten und Schniefen ein erneutes Kratzen im Hals. Ich bin sehr angenervt.
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Was schön war: Der Tag. Ich bin müde und k.o., aber zufrieden.


2 Antworten auf „Journal Montag, 13.6.2016“
Viel Freude weiterhin in der Elternzeit!
Wie groß so eine Ente sein muss, wenn man Kleinkind ist und auf seinem Hintern am Ufer hockt.
Dankesehr :)
Tjo, das war ’ne mächtig beeindruckende Ente.
Überhaupt muss die ganze Welt mächtig beeindruckend aussehen- alles voller Wunder, die man erstmal nicht versteht und die einfach so da sind.