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Journal Samstag, 16.4.2016

Der gestrige Tag kam mir in der Rückschau sehr entspannt vor. Ich war auch am Abend nicht so k.o. wie normalerweise. Beim Nachdenken über die Gründe fiel mir auf, dass die fehlende Pendelei gar nicht unbedingt ausschlaggebend war- ich schalte beim Bahnfahren in der Regel ab und höre Podcasts, so gehts eigentlich-, sondern etwas ganz anderes: Ich habe gestern fokussiert eine Aufgabe bearbeiten können und musste nicht alle Viertelstunde im Kopf umswitchen auf ein anderes Thema. Das passiert im Büro normalerweise, weil immer irgendein Telefon klingelt, jemand mich anspricht, ich etwas absprechen muss, ein Meeting ansteht und unser Großraumbüro generell sehr unruhig ist.

Heute morgen wurden Jott und ich durch das Babyphone geweckt. Herr Schnuffke plapperte „Papapapapapapa“ vor sich hin. Klar, wer da aufstehen und zu ihm gehen muss :)

Nach dem üblichen Samstagseinkauf fuhren wir zu meinen Eltern, um mit ihnen Jotts Geburtstag nachzufeiern. Während Herr Schnuffke gestern noch stark fremdelte und sich erst wieder an seine Großeltern gewöhnen musste, war dies heute kein Problem. Offenbar reicht die Erinnerung bis gestern zurück.

Vielleicht hat aber auch ein Greif-Rassel-Spielzeugdings beim Erinnern geholfen, dass er dort immer intensiv bespielt.

Während sich Jott, als wir wieder zu Hause waren, für einen Abend mit ihren Freundinnen aufhübschte, übten Herr Schnuffke und ich stehen und nicht-umfallen. Ich kann das inzwischen ganz gut, das Kind muss seine Fähigkeiten noch ausbauen. Er scheint den Dreh langsam raus zu haben und weiß, dass er die Arme zum Ausbalancieren ausstrecken kann und das er sich nicht erschrecken muss, wenn er ein wenig hin und her wippt.

Auch heute wieder große Freude während der Stehversuche. Überhaupt hat Herr Schnuffke seit zwei, drei Tagen sehr gute Laune, sogar das Wickeln am Abend geht einigermaßen gut über die Bühne. Am Abend lag Herr Schnuffke sogar ruhig da, was mich kurzzeitig irritierte („Wie jetzt, Kind, was ist los? Stimmt was nicht?“).

Herr Schnuffke hat ein neues Lieblingsspielzeug: (S)Eine elektronische Zahnbürste. Sie brummt und vibriert und kitzelt im Mund und am Rest des Körpers und vollbringt wahre Wunder beim Beruhigen des Kindes. Als er gestern auf dem Arm seiner Großmutter weinte und schrie, genügte es die Zahnbürste anzuschalten und ihm in die Hand zu geben, schon war Ruhe.

Schade, dass durch das häufige Zähneputzen der Reiz der Zahnbürste schnell verfliegen wird.

Während Jott außer Haus war, veranstalteten Herr Schnuffke und ich einen Männerabend. Musik lief nicht, zu trinken gab es Wasser, zu Essen ein paar Stullen und ’ne halbe Banane für jeden und um 20 Uhr war Feierabend für die Hälfte der Teilnehmer. Früher war das irgendwie anders.

„Irgendwann wird das Kind schon müde und hört auf“ ist ein sehr, sehr naiver Gedanke. Herr Schnuffke krabbelte nämlich während Jotts Aufhübschung neben seinen Stehübungen immer wieder zu Jott ins Bad. Unermüdlich und in einem Affenzahn.

Was schön war: Der Samstag.

2 Antworten auf „Journal Samstag, 16.4.2016“

Ich finde es auch ganz großartig, wenn ich am Vormittag alleine arbeiten kann, die anderen erst abends zur Vorstellung kommen und ich wirklich das schaffe, was ich mir vorgenommen hatte.
An den anderen Tagen genieße ich aber auch den Austausch mit den Kollegen.

Das ist bei mir auch tagesformabhängig. Wobei der Part des In-Ruhe-vor-sich-hinarbeiten-könnens in den letzten Wochen und Monaten schon arg zu kurz kam. Deswegen freue ich mich auch so.

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