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Samstag, 17.08.2024

Abreisetag. Statt der prognostizierten 5 Stunden benötigten wir 6 Stunden. In Summe geht das noch, schön wars trotzdem nicht– die A24 ist ein arges Nadelöhr. Als die roten Einfärbungen immer länger wurden und sich trotz gutgemachter Strecke die Ankunftszeit immer weiter nach hinten verlagerte, lotste uns das Navi erst durch die mecklenburgische und dann brandenburgische Pampa. Landschaftlich schöne Gegenden, aber da möchte ich nicht tot überm Zaun hängen.

Ankunft in Köpenick ~15:30 Uhr mit sehr enttäuschten Kindern– wir waren dank diverser Umwege nicht bei Mäcces vorbei gekommen. Jott tröstete und besänftigte mit einer für den Abend versprochenen Bestellung.

Die erste Waschmaschine lief 16 Uhr, Jott hatte insistiert das wir ihre Klamotten zuerst waschen damit sie auf der morgigen Dienstreise nach Stuttgart gut versorgt ist (… als ob sie nicht genügend Bekleidung für 5 Dienstreisen hat).


Den Rest des Tages mit Auspacken und Räumen verbracht, Abends sehr knülle ein bisschen Couching mit „Last Kingdom“, bei Zeiten ins eigene Bett (yay!).

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Freitag, 16.08.2024

Heute klassisches Nordsee-Touri-Programm: Wir unternahmen eine Wattwanderung. Das war ’ne sehr norddeutsche Erfahrung, wir hatten zum einen das Watt und zum anderen dunkle Wolken, Regenschauer, Wind und ein bisschen Sonne.

Beachies, oder wie die Kinder sagen: Sneakies. Damit ist das Watt dann nicht ganz so eklig.

Wir wurden bestens unterhalten, die Kinder und ich hatten Spaß und lernten eine Menge (z.B. das Muscheln sehr schnell sehr viel Wasser filtern). Jott freute sich innerlich, dass es den Kindern und mir gefiel.


Abends nach Packen und Abreisevorbereitung eine Abschluss-Rommé-Runde, Jott verdrängte A vom Platz der Rommé-Königin.

Mir waren die Karten überhaupt nicht hold, ganz im Gegenteil.


Die Sonnenallergie ist so schlimm wie schon seit x Jahren nicht mehr (ggf. bin ich zusätzlich auch gegen irgendwas im See allergisch…). Es ist ein Traum (nicht). Cetirizin will ich aber nicht nehmen, damit ich im Fall der Fälle zur Not morgen fahrtüchtig bin– das Zeug macht ja doch ziemlich groggy.

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Donnerstag, 15.08.2024

Das war wohl zuviel Sonne die letzten Tage– ich merk, dass ich Sonnenallergie kriege :( Am ganzen Körper ein leichtes Kribbeln, die Armbeugen sind schon verdächtig rot. Ich dachte, ich habs mit meinem vorsichtigen Anbräunen dieses Jahr überstanden und hätte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr damit gerechnet… Che peccato!


A, S und E fuhren am frühen Nachmittag nach Wilhelmshaven, wir blieben im Ferienhaus zurück. Jott hatte Kreislauf, deswegen schnappte ich mir die Kinder allein und ging in Ermangelung eines Meers zum Baden (Ebbe…) an den Badesee. Ich hatte wenigstens mit einem kleinen Strand gerechnet, stattdessen gabs zwei schilfumwachsene Einstiege und das wars. Sehr romantisch, aber auch ein bisschen unheimlich. Beim Planschen in Ufernähe und nach ein paar Schwimmzügen stellten wir fest, dass wir das unheimlich finden und blieben weiterhin am Ufer. Das hatte immerhin (für die Kinder) den Vorteil, dass sie sich von mir mit viel Getöse ins Wasser schmeißen lassen konnten.
For the record: J fliegt am besten, der ist super leicht und hat die meiste Körperspannung. M krieg ich kaum noch hoch und G, naja, die ist ein bisschen sehr grobmotorisch und springt nicht ab/gerade nach oben…


Abends Activity. Jott und ich zogen A und S gründlich ab, nach zwei Runden gaben sie sich geschlagen.

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Mittwoch, 14.08.2024

Furchtbar schlecht geschlafen, es war drückend heiß und dank des Gewitters hatte es ungefähr 100% Luftfeuchtigkeit. Nicht mein Wetter.


Nach dem Frühstück flitzten die Kinder und ich zum Strand und planschten ein bisschen. Anders als gestern Abend war das Hochwasser schon im Rückgang, mir ging das Wasser nur noch bis zur Hüfte. Es reichte nichtmal mehr zum Reinschmeißen der Kinder, wir blieben nicht lange.


Entspannung und Nichtstun am Vormittag. Die Kinder spielten einzeln und miteinander, wobei letzteres eher nach gegenseitig auf die Nase hauen aussah (und wohl auch war, das Spiel hieß „Jeder gegen jeden“).

Nachmittags fuhren wir nach Bremerhaven ins Klimahaus und schauten uns die Ausstellung an. Die Kinder stürmten wie immer voran und ließen mir kaum Zeit, die einzelnen Texte und Erklärvideos zu schauen. Nichtsdestotrotz war die Reise auf dem 8. Längengrad Ost super spannend und unterhaltsam, die Zeit verging wie im Flug. Das würd ich glatt ohne Kinder nochmal machen, um mir alles anzuschauen.

Sehr schön war auch, als M bei der Einführung inmitten einer Menschenmenge nach einem Blick in das Kinderbegleitheftchen laut fragte, wieso denn da „Niger“ stehe– das sei doch eine Beleidigung?

… ich wusste nicht, dass er mit dem N-Wort bereits in Berührung gekommen ist– ich hatte (vermutlich sehr blauäugig) gehofft, dass dass das einfach nicht mehr verwendet wird und die Kinder das gar nicht erst lernen. Da lag ich wohl falsch :(

Seine Frage konnten wir dann schnell beantworten– aber das wird natürlich weitere Fragen & vor allem Erklärungen nach sich ziehen.


Nach Rückkehr im Ferienhaus war dann ziemlich die Luft raus, das Wetter (25°C, 100% Luftfeuchtigkeit) steckte uns in den Knochen.

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Dienstag, 13.08.2024

Nachts mit Schmerzen im Brustbereich aufgewacht. Kurz an Panikattacke/Herzinfarkt gedacht, aber die Schmerzen waren gleichmäßig, es war auch eher ein Ziehen im gesamten Brustbereich… Mir fiel dann schnell ein, dass das vermutlich einfach vom ungewohnten Schwimmen und Springen mit den Kindern kommt.


Aus der Not heraus (es war Ebbe, die Kinder benahmen sich zum Davon-Laufen) am späten Vormittag nochmal in die Nordsee-Lagune nach Burhave gefahren. Es war (wie zu erwarten an diesem prognostizierten heißesten Tag des Jahres) unfassbar voll. Auszuhalten war es eigentlich nur im Wasser, die Kinder und ich schwammen und sprangen daher viel. J hatten wir heute eine Poolnudel gekauft, die ihm sichtlich half gut im Wasser zu liegen, so konnte er mit M, G und mir mitkommen– Jott gings nicht so gut, die blieb am Ufer und schonte ihren Kreislauf.

Aufbruch gegen 15 Uhr, die Luft war einfach raus– es war viel zu warm.


Zurück im Ferienhaus allgemeine Entspannung und Nichtstun, wir verkrochen uns ins Haus bzw. maximal in den Schatten. Ich wollte eigentlich draußen ein bisschen Italienisch lernen, döste stattdessen aber lieber bis zum Abendessen vor mich hin.


Im Abendhochwasser mit G schwimmen gewesen und Spaß gehabt. Sehr gestaunt, wie steil es ins Wasser geht. Bei Ebbe war das gefühlt ein ganz sanft absteigender Sandstrand, bei Flut konnte ich nach drei Schritten nicht mehr stehen. Faszinierend.


Abends mit S das heraufziehende Gewitter (und den Haushasen) fotografiert.

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Montag, 12.08.2024

Nochmal auf der Couch geschlafen, Jott schnarchte weiterhin. Gegen vier von S geweckt worden der sein über Nacht aufgebautes Teleskop abbaute. Wir erschraken uns beide voreinander, danach konnte ich aber zum Glück wieder einschlafen.


Vormittags kein Programm, nur Entspannung für alle. Ich schob ’ne Runde Eigengewichtsübungen ein, die Kinder spielten Tablet (die Jungs) und mitgebrachte Spiele (die Mädchen), die anderen Erwachsenen machten irgendwas.

Nachmittags in die Nordsee-Lagune Burhaven gefahren, bei uns war Ebbe. Ein großer Spaß, die Kinder schwommen und sprangen um die Wette. Während ich bei M wusste, dass er mittlerweile gut schwimmen kann (das Silber-Abzeichen kommt ja nicht von ungefähr), war ich von G überrascht– sie hielt sich gut im Wasser und war sehr ausdauernd dabei, eine echte Wasserratte. Einzig J machte mir Sorgen, der ist so spindeldürre das er keinen Auftrieb hatte und einfach nicht vorwärts kam– und trotzdem er nur aus Haut, Sehnen und Muskeln besteht, schaffte er es nicht den Hintern oben zu halten und zu schwimmen. Er konnte dann auch nur mit uns zur Sprungplattform rausschwimmen, als auch Jott dabei war; allein mit drei Kindern wäre mir das zu unsicher gewesen.


Abends erstmals im Leben Polarlichter und die Milchstraße mit bloßem Auge gesehen. S, begeisterter Astro-Fotograf, hatte uns darauf aufmerksam gemacht.

Die Polarlichter konnten wir mit dem bloßen Auge gerade so erahnen, so wie auf den Bildern sahen wir sie leider nicht– das schafften nur die Smartphone-Kameras. Die Milchstraße war aber tatsächlich ohne Hilfsmittel zu erkennen. Total magisch.

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Sonntag, 11.08.2024

Die zweite Nachthälfte auf der Couch im Wohnzimmer verbracht– Jott schnarchte erkältungsbedingt, das hielt ich nicht aus.


Früh aufgestanden (kurz nach 7) und eine Runde am Deich entlang gelaufen, während die anderen Erwachsenen noch schliefen.


Am Vormittag zu einem Erkundungsspaziergang aufgebrochen und das Wattenmeer vor der Haustür genauer angesehen. Ich stand zum ersten Mal mit den Füßen im Schlick, das war ein sehr faszinierendes Gefühl (bisschen angenehm, bisschen eklig). Die Kinder waren begeistert, fanden Muscheln, Krebse und Austern (?) und wollten gar nicht mit dem Spaziergang aufhören.

Zu Mittag aßen wir spontan in einem kleinen Restaurant am Oberfeuer Preußeneck, anschließend spazierten wir zum Ferienhaus zurück und entspannten uns erstmal.


Nachmittags schnappte ich mir S und die Kinder und ging mit ihnen eine Runde Baden. Der Blick ins Internet hatte ergeben, dass die Flut am späten Nachmittag ihren Höchststand hatte, wir konnten uns also sicher in die Fluten stürzen. Die Kinder hatten Spaß, M traute sich sogar ein bisschen mit mir herauszuschwimmen.


Abends nochmal ein Viertelstündchen die Ruhe in der Pampa genossen bevor es zur ersten Rommé-Runde ging.

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Samstag, 10.08.2024

5 Uhr aufgestanden. Eigentlich war der Plan, uns selbst soweit fertig zu machen, die Kinder nur kurz ins Auto zu schleifen und sie dann schlafen zu lassen. Das funktionierte nicht so ganz, die Kinder waren nämlich auch um 5 Uhr wach und hibbelig– an Schlaf war erstmal nicht zu denken. Immerhin funktionierte Teil 2 des Plans, wir waren nämlich gegen halb Sechs on the road.

Die Fahrt an sich war okay. Wir kamen gut durch, konnten wie geplant bei McDonalds in Peine frühstücken (Premiere für uns, es war gar nicht mal so gut– zu teuer und zu wenig; die Burger & Co. lohnen sich mehr) und dann weiterfahren. Leider schliefen die Kinder gar nicht mehr, wodurch es dann auch selten ruhig im Auto war. Stattdessen zickten sie sich an, stritten sich ausdauernd und sorgten dafür, dass Jott und ich eigentlich schon auf der Fahrt die Nase voll hatten.


Auch auf der Fahrt: Nebelbänke ohne Ende.


Nach Ankunft und Bezug des Ferienhauses gingen wir erstmal Mittagessen und wurden direkt unsere mitgenommenen Bargeldreserven los, weil keine Kartenzahlung möglich war. Willkommen in der norddeutschen Provinz!

Während wir aßen, kamen dann auch A, S und E an– wir verbringen die kommende Woche gemeinsam.


Das Prinzip „Lebensmittel vorbestellen und einfach nur abholen“ bewährte sich auch beim zweiten Mal. Das machen wir jetzt immer so (wenn möglich).


Die Gegend hier am Jadebusen (wir sind gegenüber von Wilhelmshaven, in Butjadingen) ist, wie man sich die Nordsee vorstellt: Blauer Himmel, grüne Deiche, weiße Schafe– und das wechselfarbige (Watten-)meer. Quasi wie aus dem Bilderbuch.

Das ist schon ganz hübsch hier.