Die Kinder wurden heute von Jott in die Schule gebracht, ich arbeitete währenddessen schonmal. Nach ihrer Rückkehr frühstückten wir noch gemeinsam, dann brach sie nach Hamburg auf.
Damit während Jotts Abwesenheit trotzdem alles normal weiterlaufen kann und ich mich nicht zerteilen muss, springt L die Woche zusätzlich zweimal ein– heute und morgen. Heute bertreute sie nachmittags die Zwillinge, während M und ich zum Schwimmen fuhren. Während M schwamm, konnte ich außerdem noch weiterarbeiten und mir dadurch den Abend freischaufeln.
Abends Kindereskalation. Offenbar ist es nicht möglich, dass die drei einfach mal ohne Geschrei, Theater, Quatsch und Eskalation ins Bett gehen. Es muss sich immer jemand weh tun, es muss immer geschrien werden.
ENDLICH wieder ein normaler Tag. Soll heißen: Kinder allesamt in der Schule inkl. Schwimmen für die Zwillinge am Nachmittag, Büro für Jott und Home Office für mich.
Ein Traum.
Nachdem am Freitagabend noch positiv klingende Nachrichten aus der Schule kamen, ging heute Vormittag die nächste Notstandsmail ein. Diese Woche werden wir bzw. ich allerdings nicht großartig was machen können– Jott ist ab morgen für drei Tage in Hamburg. Zwar wird uns L tatkräftig unterstützen, aber auch das reicht nur für die Aufrechterhaltung des Normalbetriebs aus.
Was schön war:
Die Sporteinheit auf dem Hof am Morgen und das leichte Ziehen in Armen und Schultern für den Rest des Tages
Ein klassischer Sonntag mit Mittags- und Rommé-Besuch. Heute gabs Linguine mit Hähnchen-Hackbolognese, das war gar nichts für mich. Dafür gewann ich aber die anschließende Rommé-Partie, Jott wurde Dritte– genau andersrum wie letztes Mal.
Abends nach Azeroth abgetaucht und anschließend noch eine Folge The Rookie mit Jott geschaut.
Die kleinen Freuden: Für eines meiner Projekte musste ich ein Excel mit Daten von einer Website ausfüllen. Viel zu oft Klicken, Daten kopieren, Daten einfügen, noch mehr Klicken. Ganz furchtbar, sowas zieht mich runter und schreckt mich ab.
Wie ich dann aber so da saß und mich vor dieser Aufgabe drückte, kam mir eine Idee. Ich hatte schon mehrfach gelesen, dass Chat GPT auch Code erstellen kann– und mit Code kann man Dinge und Sachen automatisieren… Also fix gepromptet, das Ergebnis noch ein bisschen angepasst und tadaa– es funktionierte nicht. Zumindest nicht vollständig. Nach ein bisschen rumprobieren bat ich um eine Ausgabe in Python statt AppleScript und damit fluppte es dann direkt beim zweiten Versuch: Mein Excel wurde automagisch mit Daten befüllt, während ich nicht am Rechner saß. Großartige Sache.
Nun können direkt ein paar neue Einträge (Python, Selenium, Testautomatisierung) in meinen Lebenslauf.
Unser Vormittag war beinahe unanständig entspannt. Ich hatte mir absichtlich keine Todoliste geschrieben, sondern ließ den Tag auf mich zukommen (schwer auszuhalten). Und so saßen G und ich Vormittags am Küchentisch und puzzelten, während die Jungs in ihrem Zimmer Pokemon-Schlachten schlugen und Jott in Minecraft Minensysteme baute.
Nachmittags wollte ich die Kinder mit der Poke Post überraschen. Wir fuhren auch in die Stadt, aber als wir da waren betrug die ungefähre Wartezeit ungefähr 45 Minuten– das wollte ich keinem von uns zumuten. Stattdessen aßen wir also am Zalando-Hochhaus unser von Jott geschnürtes Plätzchen-Paket auf und fuhren wieder nach Hause. Allesamt ein bisschen geknickt, aber zumindest ich in der Gewissheit die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Wieder zu Hause spielten wir noch eine Runde Karak, dann stürzte ich mich auf den Hof und sportelte vor mich hin während die Kinder und Jott den Grinch schauten.
Heftige Woche. Notstand in der Schule, die Kinder waren ab Dienstag allesamt zu Hause und wurden von Jott und mir so gut es ging beschult. Sie hätten allesamt an wechselnden Tagen (Vertretungs-)Unterricht gehabt, das war uns aber organisatorisch zu blöd weshalb wir sie in Abstimmung mit der Schule zu Hause ließen.
M ging es nach Besserung über das Wochenende wieder schlechter, ebenfalls am Dienstag bekam er Fieber das bis knapp über 40°C stieg. Der Kinderarzt konnte am Mittwoch nicht sagen was er hatte, verschrieb aber ein Antibiotikum das zum Glück schnell half.
Ich selbst war zwei Tage außer Gefecht gesetzt und Dienstag und Mittwoch zu Hause; Jott und ich machten am Donnerstag fliegenden Wechsel– für das Jahres-Personal-Gespräch mit meinem die Firma verlassenden Personalverantwortlichen und dem neuen Personalverantwortlichen fuhr ich ins Büro (obs schlau war weiß ich nicht, aber manchmal muss halt) und blieb dann auch direkt zur Weihnachtsfeier. Jott betreute die Kinder für den Rest der Woche und fuhr am Freitagnachmittag zu ihrer Weihnachtsfeier ins Büro.
Zwischendurch natürlich noch Nikolaus, Überlegungen zum Kindergeburtstag und zu Weihnachten.
Jetzt (Samstag) sind die Kinder größtenteils wieder auf dem Damm, Jott und ich gehen auf dem Zahnfleisch und versuchen alles ruhig angehen zu lassen.
Was schön war (jetzt erst recht):
Die schnelle Wirkung des Antibiotikums für M
Den Seuchenhaushalt für einen Tag verlassen können
Karak spielen mit den Kindern
Die Nikolaus-Freude der Kinder
Das abklingende Husten und Schniefen der Kinder
Die Mail der Schule, dass ab Montag voraussichtlich wieder zum normalen Unterricht zurückgekehrt werden kann
Den Irrsinn mit Jott an der Seite durchgestanden zu haben. War nur ’ne Woche, aber meine Güte– was für eine.
Kurz vor Sechs durch J und M geweckt worden, weil J schlecht war. Nach ein paar Mal würgen und Schleim husten gings ihm besser. An Schlaf war danach nicht mehr zu denken weil die Jungs beim hin und her wälzen gegen die gemeinsame Schlafzimmerwand wummerten. Also allesamt gegen halb Sieben aufgestanden.
Jott stürzte sich direkt auf ihren vorbereiteten Plätzchenteig und buk mehrere Bleche Plätzchen, ich setzte mich ans Haushaltsbuch. Das Jahresende naht (achwas) & ich möchte gern auswerten, ob meine Prognosen annähernd zutrafen und ob sowie was wir für 2024 anpassen müssen.
J ging es heute wieder besser, morgens hatte er nur noch erhöhte Temperatur und war den Tag über ausnehmend quatschig drauf sodass er morgen voraussichtlich wieder in die Schule gehen kann.
Vormittags sollten die Kinder eigentlich ihren Diensten nachkommen und helfen. Großes Gemaule, mit Ausnahme von G, die sofort loslegt, aber nach gut der Hälfte ihres Jobs aus nicht ganz klaren Gründen abbrach. Noch bevor es für die Jungs richtig losging, schmiss M beim Spielen im Kinderzimmer den Luftbefeuchter um, was für mich das Fass zum Überlaufen brachte– nicht genug, dass sie ihre überschaubare Arbeit nicht machten, sorgten sie nun dafür das ich NOCH MEHR aufräumen und putzen musste. Wutentbrannt alle Kinder weggeschickt und selbst die Wäsche gemacht, Staub gewischt und 2/3 der Wohnung durchgesaugt.
Zum Mittag kamen A, S und E zu Besuch. Gemeinsames Entenessen; mein Highlight war die Sauce. Ich war überrascht, wie wenig Fleisch am Ende auf den Tellern landete, der größte Teil waren Knochen und Gezadder. Das heutige Essen war ein Testlauf für Weihnachten, wenn Jotts Familie uns besuchen wird. Wir stellten fest, dass wir mindestens zwei Enten, ggf. sogar mehr, bräuchten– das kriegen wir dann platztechnisch und logistisch überhaupt nicht hin. So wird es zu Weihnachten also eher keine Ente geben.
Nach dem Essen gemeinsames Rommé-Spielen, Jott wurde erste und ich dritter.
Den Rest des Nachmittags abewechselnd geputzt (so ein Entenbraten bedeutet unfassbar viel schmutziges Geschirr
Ich habe schlicht keine Kapazität mehr um mit dem ständigen Scheißverhalten der Kinder umzugehen. Wenn es einen Knopf gäbe mit dem ich mich oder sie vier Wochen wegteleportieren könnte, würde ich unverzüglich draufdrücken.
Positiver Nebeneffekt: Den ganze Alltagsscheiß, das ständige Waschen, Pakete fürs Haus annehmen, Planen, Aufräumen, Vorbereiten, Kleinscheiß erledigen hätte ich dann auch nicht an der Backe.
Halb Acht von G geweckt worden– sie rief, weil sie nicht mehr schlafen konnte.
Vormittags Haushalt und Einkaufen beim Rewe im Forum. Weil ich ein Paul von geringem Verstand bin, vergaß ich die Nikolausstiefel der Kinder mitzunehmen; ich lief dann mit den Kindern nochmal los. Was man nicht im Kopf hat und so…
Luftbefeuchter-Reiningung. Obwohl das Gerät erst ein paar Tage lief, hatte sich auf dem Boden bereits eine schmierige Staubschicht abgesetzt. Alles mit Essigwasser gereinigt, danach wieder aufgestellt.
Aus reiner Neugierde würde ich gern ein Kombigerät aus Luftwäscher und Luftbefeuchte aufstellen– das hätte gut zu tun.
J fieberte heute morgen nicht mehr ganz so hoch, im Laufe des Vormittags kratzte die Temperatur nur noch an der 39°C-Marke.
Nachmittags fand unser obligatorischer Weihnachtsfoto-Termin im A10-Center in Wildau statt. Die Fotos wurden sehr schön, der Termin war reeeeelativ unstressig– allerdings wurden die Kinder auch mit den Tablets ruhig gestellt, während wir die Fotos aussuchten.
Nachdem wir wieder zu Hause waren, spielten die Kinder und ich gemeinsam eine Runde Karak während Jott die für morgen eingeplante Ente vorbereitete. M und G verließen die Runde zur Medienzeit 17:30 Uhr, während J und ich weiterwürfelten. Er erschlug am Ende den Drachen und beendete das Spiel, ich gewann aber weil ich mehr Schätze gesammelt hatte :)
Anschließend eine Runde Sport auf dem Hof, diesmal in voller Thermo-Montur (Unterwäsche und Oberbekleidung). So wurde es bei den -3°C nicht zu frisch. Nach einer guten Stunde beschloss ich, genügend Zeit in meine Fitness investiert zu haben, ging wieder rein und duschte erstmal heiß. Anschließend Abendessen, aufräumen und dann Couching mit Jott– in Anbetracht der Zeit (~21:30 Uhr) verzichtete ich auf das Abtauchen in virtuelle Welten und couchte mit Jott.
Die Kinder husten, schniefen und ziehen ohne Ende die Nasen hoch. Ich möchte wahlweise taub sein oder ganz weit weg.
Im Wohnzimmer geschlafen. J hatte Abends 40,7°C Fieber. Das ist sogar für ihn ziemlich krass. Nachdem er Nurofen bekommen hatte, legte Jott ihn in unser Bett um ihn im Auge zu behalten.
J und M waren heute zu Hause, Jott hatte Home Office. Sie übernahm den überwiegenden Teil der Kinderbetreuung, lediglich wenn sie Termine hatte war ich dran.
Nachmittags Vorbereitung auf mein Personalgespräch nächste Woche. Beim Revue passieren lassen des vergangenen Jahres gedacht (wie schon öfter), dass ich karrieretechnisch (… bzw. eigentlich eher um überhaupt mal wieder herausgefordert zu werden und was sinnvolles zu machen) eigentlich den ob/die Firma wechseln müsste– aber dann würde unser Leben so überhaupt nicht funktionieren, wenn ich wieder irgendwo irgendwem aufs Neue etwas beweisen müsste (Zeiteinsatz) und ggf. sogar noch in irgendein Büro fahren müsste.
Also Zähne zusammenbeißen und mit dem wenigen was da ist flexen in der Hoffnung, dass was rumkommt.
Abends das aktuell sehr kalte Wetter genutzt und das Tiefkühlfach abgetaut. Das war eine sehr befriedigende Arbeit, weil der Effekt unmittelbar ersichtlich war. Mittendrin fand ich mich außerdem sehr schlau, weil ich nämlich ein Trinkröhrchen als Ausfluss nutzte.
Der fürs Wohnzimmer gedachte Luftbefeuchter sorgt für einen weißen Kalkschleier beim Vernebeln des Wassers– obwohl ich ihn ausschließlich mit gefilterten Wasser befülle. Der Kinderzimmer-Luftbefeuchter tut das nicht. Ich vermute, die Vernebelung ist beim Luftbefeuchter im Kinderzimmer feiner. Das Wohnzimmer-Exemplar geht also zurück.
Was schön war:
Mit der Vorbereitung fürs Personalgespräch angefangen zu haben– ich schob das die letzten Tage vor mir her
Das abgetaute Tiefkühlfach
Die überraschend gute Pomelo am Abend auf der Couch
Den Tag im Spagat zwischen Kinderbetreuung inkl. Animation zum Nachholen des Schulstoffes und Arbeit verbracht. Ich hätt einfach Kindkrank nehmen sollen. Die Arbeit die ich hab ist eh irrelevant und es tut niemandem weh, wenn sie später geschieht. Aber ich lerns auch vermutlich nicht mehr.
G hat in der Schule beim Schlittern einen Fuß ins Gesicht bekommen und hat nun eine dicke Schramme im Gesicht. Sieht gefährlich aus- wenn nun auch noch das Auge blau wird, sieht sie aus wie nach einer Schlägerei.
Nachmittags Zahnarzt mit den Kindern, wäre das für dieses Jahr auch durch. Keine Vorkommnisse, einzig bei G sollen wir genauer hingucken.
Direkt einen Folgetermin für 2024 vereinbart, das hab ich sehr schlau mitgedacht.
Abends war J dann krank. Glück im Unglück, dass bei ihm morgen die Schule auf Grund des hohen Krankenstands in der Lehrerschaft eh ausfällt.
Was schön war:
20:47 Uhr: Kichern und Lachen aus dem Kinderzimmer– M beömmelt sich beim Lesen.
Licht und Helligkeit, die Sonne kam heut ein bisschen heraus– es war nicht ganz so dunkel wie die letzten Wochen.
Bester Momemt des Tages war, als ich Abends nach einem wirklich langen Tag zwischen Betreuung des kranken Kindes, Arbeit und Haushalt raus bin, mir ein Fleckchen für die Sportmatte freifegte und dann in Ruhe gute 70 Minuten Sport machte. Podcast, bisschen Schnee, klare Luft = Beste.