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Sonntag, 23.02.2025

ICH HABE EINEN EISVOGEL GESEHEN!

Fotoqualität: Kartoffelkamera (8-fach Zoom auf dem iPhone)

Der Wahnsinn. Ich hab vor Jahren mal einen vorbeifliegen sehen, das war aber nur ein blauer Wimpernschlag. Und jetzt saß der im Geäst eines Busches, flog ein bisschen, saß wieder, flog weiter… Irre. Das sind so wunderschöne, anmutige Vögel!


A, S und E kamen zu Besuch; A zu Ehren (sie hatte Geburtstag) gab es Schnitzel (sie liebt Schnitzel). Wir spielten Rommé, mittendrin kam Jotts Mama, dann gab es Torte (die Jott bei der Zubereitung an den Rande der Verzweiflung gebracht hatte). Wir sprachen ein bisschen über Politik, mittendrin wurde mir klar was mich seit Wochen, ach was Monaten, so stört und nervt und auch runterzieht: Ich traue keiner Partei und keiner Koalition der kommenden Regierung zu, die bestehenden Probleme in angemessener Zeit zumindest befriedigend zu lösen. Ich befürchte weiteres Herumlavieren, aufgeweichte Kompromisse und weiteres kurzfristiges Denken nur für eine Legislaturperiode. Vielleicht ist es auch Demokratieverdrossenheit, vielleicht haben die Römer das mit ihrem auf Zeit gewählten Diktator für Krisenzeiten besser hinbekommen (naja, wenn man sich die Geschichte anschaut eher nicht; und natürlich sind Kompromisse und Abwägen/Austarieren/Aushandeln wichtig um verschiedene Interessen unter einen Hut zu bringen)– und vielleicht seh ich das ja auch nur übermäßig schwarz (hehe) und nach der Wahl wird die Schuldenbremse ausgesetzt/reformiert/per Workaround umgangen, sehr sehr sehr große Summen an Geld in Infrastruktur, Bildung, Bürokratieabbau, Digitalisierung, Gesundheitswesen und Rüstungsindustrie (ich wünschte, es wäre nicht nötig) gesteckt.


Irgendwie dazugehörig: Im „Was die Woche wichtig war“-Podcast (ab 33:10) gehört, dass die Bedrohung durch Russland steigt (gut, dass kriegt man beim Blick in die Nachrichten auch so mit– Stichworte Schattenflotte, Sabotage, Propaganda, Falschinformationen, Spionage etc. pp) und es am Umgang der EU-Staaten liegt, ob sie auch reeller wird.
Vernünftig (aus meiner Sicht) wäre Stärke und Einigkeit demonstrieren, Geld in Rüstung, Sicherheit, Abwehr, gemeinsame Koordination/Organisation/Beschaffung stecken, die Ukraine massiv unterstützen und klar machen, dass man sich den Scheiß nicht gefallen lässt (man könnte die Schiffe & Mannschaften der Schattenflotte festsetzen, eingefrorene russische Gelder verwenden, noch existierende Geschäftsbeziehungen pausieren, funktionierende Sanktionspakete schnüren, dafür sorgen das es auch in Russland Anschläge auf Infrastruktur-Objekte gibt und Drohnen bei Kasernen vorbeifliegen).

Aber ob das passiert?


Wenn es doch nur einfache Lösungen gäbe. Aber wer die verspricht, lügt sich und mich an.


Später am Abend kopfschüttelnd die Wahlergebnisse angeschaut. So überraschend war es nicht, die Prognosen waren schon ganz gut– aber das tatsächlich gut ein Fünftel der Wählenden Nazis wählt, während fast ein anderes Drittel der Wählenden glaubt, dass ein Mann von gestern die beste Antwort auf die Probleme von heute ist und uns bereits fürs morgen machen kann… Naja.


Bisschen viel Weltschmerz heute.

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Samstag, 22.02.2025

Diese Cuties an der Wuhle gesehen:


M wird sich ab sofort ein bisschen mehr allein um seinen Schulkram kümmern müssen. Nachdem er gestern Abend noch recht kleinlaut zugab, Materialien sowohl für seine Deutsch- als auch Mathe-Hausaufgabe vergessen zu haben und er Deutsch auch nicht mehr organisieren konnte, gibt es für ihn nun einen Schuss vor den Bug: Ich habe ihm zwar nochmal über den Elternchat ein Foto des Deutschbuches organisieren können, aber das war das letzte Mal. Beim nächsten Mal muss er sich selbstständig kümmern– entweder fährt er in die Schule oder zu seinen Kumpels. Auch was die Hausaufgaben-Erledigungen angeht, muss er künftig selbst ein Auge drauf haben. Lieber fällt er jetzt an der Grundschule auf die Nase als ggf. in einem halben Jahr am Gymnasium (was auch passieren wird, aber dann ists vielleicht nicht mehr so schlimm).


Den Tag über eine lange Todo-Liste abgearbeitet, inklusive einer weiteren Bewerbung. Ziel für das Wochenende sind insgesamt zwei, die andere krieg ich morgen hin.

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Freitag, 21.02.2025

Die Kinder (in diesem Fall die Jungs) sind völlig irre. M hat Witzblättchen vom Abreißkalender aus der Küche, die vor seinem Schrank lagen, zerschnitten. J sieht das und behauptet, dass das seine Witzblättchen sind die M zerschnitten hat. Die beiden zicken sich an und diskutieren ewig, die Situation schaukelt sich hoch. Währenddessen stehen Schulranzen, Sportbeutel und Schuhe schön verteilt im Flur und ich versuche noch IRGENDWIE zu arbeiten.

Das i-Tüpfelchen: Sie durften heute früher nach Hause kommen unter der Bedingung, dass sie nicht Klingeln, selbstständig ankommen, die Mappen ausräumen, Schulsachen erledigen und mich arbeiten lassen.

Stattdessen: Chaos, Krach, Gezanke.

… ich möchte das nicht.


M zog am Nachmittag allein los, um ein Geo-Dreieck zu kaufen. Er war ganz verblüfft, dass es diese Option mittlerweile gibt, stürmte los, erledigte den Job und kam ein bisschen stolz zurück. Sehr schön.


Laufen am Abend, quasi Abklatsch mit Jott die von der Arbeit kam. Im Podcast dabei einen Deutschland-Ticket-Hack gehört: Wenn man das über die Bahn-App kauft, bekommt man auch Bahn-Bonuspunkte… Meh. Drei Tage früher…


Abends Yellowstone, Chips, Caipirinha und Couch mit Jott.

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Donnerstag, 20.02.2025

In der S-Bahn gerade noch so aus einem nicht geheizten Wagen gerettet. Ich mags draußen frisch, aber in der S-Bahn möchte ich dann doch ohne Zittern stehen können… Mein Ausweichwagen war leider super voll, ich war nicht der einzige der es gern ein bisschen wärmer hatte.


Im Büro gabs heute ein Standort-Frühstück; ein backbegeisterter Kollege hatte im Vorfeld Teige (Naan, Baguettes, mehrere Sorten Brötchen) angesetzt und seit heute morgen 4 Uhr gebacken. Ich war sowohl von den Backwaren beeindruckt als auch von seiner Motivation; ich weiß nicht was passieren müsste damit ich freiwillig 4 Uhr morgens aufstehe.


Abends war Socialising angesagt, wir veranstalteten einen Spieleabend. Essen holten wir auf meinen Vorschlag und ein bissschen lieb gucken bei 72 Ore by NeaPizza1889– das war eine verdammt gute Pizza, wenn nicht sogar eine der besten die ich bislang hatte.

Ansonsten wurde ich bei Werwolf als unschuldiger Dorfbewohner in drei aufeinanderfolgenden Runden umgebracht, während sich die Werwölfe ins Fäustchen lachten. „Paul ist so verdächtig still, der ist bestimmt ein Werwolf“– ja nein, ich bin halt immer still…


Notiz vom Heimweg: „Dicke Ratte, voll erschrocken“– ja, das kommt so ungefähr hin. Das Viech schoss ungefähr 15 Zentimeter entfernt an mir vorbei und war riesig!

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Mittwoch, 19.02.2025

Frostige -12°C heute morgen. Ich genoss den Fußweg ins Büro ab Jannowitzbrücke; als ich ankam hatte ich Eiskristalle im Bart.

Symbolfoto für den Zustand der meisten Wege. Das ist pures Eis.


Weil ich, was kulturelle/historische Regionen Deutschlands betrifft, leichten Nachholbedarf habe (gerade im Westen und Südwesten), ließ ich mir nach ein bisschen Brainstorming von Chatty eine Karte mit einigen Regionen basteln.

Ich lernte dabei eine ganze Menge, zum einen geografisch, zum anderen über Kartentechnologien– und das es offenbar gar nicht mal so einfach ist, Informationen aus Grafiken zu entnehmen um darauf basiernend Karten zu zeichen. ChatGPT bot auch dafür Lösungswege an, aber die erforderten sämtlichst manuellen Aufwand, den ich scheute.

Aber, und das ist das schöne daran: Wenn ich beim nächsten Mal wissen möchte wo die Rhön, die Eifel, das Hunsrück ist, hole ich die Karte hervor :)


Schon lange nicht mehr so mit einem Text related:

Weil ich verschiedene Stimmen nicht voneinander trennen kann, höre ich jedes Wort gleichzeitig, was nach ein paar Minuten in einen mentalen Overload mündet, den ich nicht regulieren kann.

Außerdem strahlt jede Person Energie aus (nein, keine Aura), die ich spüre. Dieses Wahrnehmen ist kräftezehrend, und mit der steigenden Zahl der Menschen sinkt meine Kapazität für Gespräche.

Minimale Veränderungen in der Gestik und Mimik haben auf mich eine eigenartige Wirkung: Augenzucken, Kratzen der Schulter, Stirnrunzeln, das ruckartige Zurücklehnen in den Stuhl, wenn jemand gestresst durchatmet, registriere ich permanent und parallel, wie eine hochempfindliche, übertrieben hochauflösende Überwachungskamera.

Quelle: Krautreporter – Ich mag Menschen, aber bitte nicht mehr als vier auf einmal; Autor: Martin Gommel

Es ist spannend, das mal von jemand anderem formuliert zu lesen. Mir war das für mich schon so ungefähr bewusst, aber es eben schwarz auf weiß zu lesen sorgte nochmal für eine bessere/andere „Selbsterkenntnis“.


Beim Geschenksuchen für Jotts Papa in ein rabbit hole zu Robotik/Programmierung hinabgestiegen. Ich überlegte kurzzeitig, mir eine programmierbare Roboter-Ameise oder einen programmierbaren Racer für x-hunderte Euro zu kaufen, konnte davon aber noch rechtzeitig Abstand nehmen.


Nach einem kurzen Check meiner ÖPNV-Ticketkosten sowie Ausblick auf den März ein neues Deutschlandticket bestellt. Ich fahre doch etwas mehr als gedacht & spare in Normalmonaten nur 5 bis 10 EUR im Vergleich zu den 58 EUR Abo-Preis, muss dafür aber vor jeder Fahrt ans Ticket-Aktivieren denken. Insofern tausche ich also 5 – 10 EUR gegen weniger Stress, das ist doch ein guter Deal.


Abends Elternversammlung mit Ms neuer Klassenlehrerin. Sie kommt frisch aus dem Ref, bringt viele neue Methoden mit und geht sehr positiv auf die Kinder ein. Ein Traum, Jott und ich waren beide schwer begeistert.

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Dienstag, 18.02.2025

Komplizierte Alltagsorganisation: M hatte am frühen Nachmittag seinen Einstufungstest am Gymnasium, zeitlich versetzt musste J zum Schwimmen wo dann auch M nach seinem Einstufungstest hin sollte. Jott hatte wiederum einen Abendtermin, zu dem sie zeitgleich zum Ende des Schwimmtrainings aufbrechen wollte. G war noch erkältet und sollte nicht schwimmen, konnte aber auch nicht stundenlang allein gelassen werden.

Wir lösten das so: Jott fuhr mit M zum Einstufungstest, ich mit den Zwillingen etwas später zum Schwimmen. In der Schwimmhalle trafen wir alle wieder aufeinander. Jott fuhr mit G wieder nach Hause, während ich auf M und J wartete und währenddessen arbeitete. Gegen halb Sechs fuhr Jott zu ihrem Abendessen, G sollte für ca. 1/2 Stunde allein zu Hause bleiben– das Anrufen via Facetime bei mir hatte Jott mit ihr geübt.

Im Großen und Ganzen ging unser Plan auch auf. Nur die halbe Stunde hielten wir nicht ein, ich lotste die Jungs nämlich in den falschen Bus und so dauerte unser Heimweg ungefähr 15 Minuten länger. G rief mich währenddessen drei Mal an („Ich wollte nur sagen das Mama jetzt los ist und alles okay ist“, „Hier ist immer noch alles okay und ich hab keine Angst. Wann seid ihr zu Hause, Papa?“, „Wieso dauert das so lange?!“).


Abends am Spiele-Laptop geshrimpt, ohne jegliche Energie für irgendwas. Ich hatte einerseits Spaß beim Spielen (yay!), andererseits nicht– mein Versuch, ein groß-dänisches Reich aufzubauen war von wenig Erfolg gekrönt weil ich es kaum schaffte mich der ständigen Angriffe meiner Nachbarn zu erwehren (nay!).

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Montag, 17.02.2025

Bisschen frisch heute morgen (-4°C), ordentlich glatt– wir rutschten auf dem Schulweg vor uns hin. Der Schnee ist mittlerweile festgetreten, angetaut, wieder gefroren… Bisschen gefährlich.


Die neue Crowdfarming Obstkiste kam. Die Farben! Ich bin gespannt ob diese Bananen nicht direkt von grün zu braun übergehen, bei den letzten war das der Fall. Die Mandarinen sind Ortanique-Mandarinen und offenbar recht sauer. Mal schauen ob sie noch ein bisschen nachsüßen :)


Auf Stepstone gesehen, dass die örtliche Wohnungsbaugesellschaft eine Stelle als Prozess- und Digitalisierungsmanager in einer sehr sympathischen Stellenbeschreibung ausschreibt. Das wär ja ein Ding, wenn sich der Arbeitsweg auf ca. 10 Minuten zu Fuß reduziert…

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Sonntag, 16.02.2025

Vormittags wieder rodeln; wir nehmen an Schnee und Schneeaktivität mit was wir kriegen können. Der Rodelberg war ziemlich kaputtgefahren; wirklich Freude kam nicht mehr auf. Heute kam es zudem– obowohl weniger los war als die letzten Tage– zu mehr Zusammenstößen & gefährlichen Aktionen; es herrschte komplette Anarchie.


Am Rande der Rodelpiste hatte gestern jemand ein Iglu gebaut. Die Kinder krabbelten mit großer Begeisterung hinein und wieder hinaus. Das müssen wir wohl beim nächsten größeren Schneefall auch in Angriff nehmen :)


Mittags kamen A, S und E für Essen, Rommé und gemeinsames Abhängen zu Besuch; dafür verließ uns J– er war auf einen Kindergeburtstag eingeladen und verbrachte den Nachmittag mit seinen Freunden.


Beim nachmittäglichen Spaziergang mit M festgestellt, dass der Weg entlang der Wuhle geräumt wurde und schnee- sowie eisfrei ist. Da könnte ich also langjoggen, wenn mir bei dem Wetter danach ist.


Ich freu mich auf die kalten nächsten Tage. Ich mag das Wetter :)

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Samstag, 15.02.2025

Nach dem Frühstück mit den Zwillingen zum Schlittenfahren im Bellevuepark aufgebrochen. Es war wesentlich leerer, die „Piste“ wieder gut durchgefroren und mit einer leichten Schneedecke versehen. Wir fuhren gute anderthalb, zwei Stunden und gingen, als Schnee und Eis wieder abgefahren waren und der bloße Boden zum Vorschein kam.


Nachmittags Besuch von Jotts Mama sowie ihrem Stiefbruder samt Familie. Kaffee, Kuchen, spielende Kinder. Ich dachte mit und ging, als die Kinder allesamt draußen waren, auch kurz raus und schippte mein Sporteckchen auf dem Hof frei für die abendliche Sporteinheit.

Es hatte -1°C, allerdings wehte kein Lüftchen– im Gegensatz zum letzten Mal fror ich also nicht.


Als die Kinder im Bett waren, fingen Jott und ich die zweite Staffel von Yellowstone an. Nach zwei Folgen wars dann auch erstmal wieder gut, soviele dysfunktionale Beziehungen sind anstrengend zu betrachten.

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Freitag, 14.02.2025

(Beinahe) erste Handlung am Morgen: Gucken wieviel Schnee liegt. Vom Balkon sah die Umgebung wie ein Winterwunderland aus, ich freute mich und rief den nacheinander in die Küche tröpfelnden Kindern zu, dass sie unbedingt nach draußen gucken müssen.


Um den vielen Schnee auszukosten, vereinbarte ich mit den Kindern, dass sie früher nach Hause kommen dürfen und wir rodeln gehen, wenn sie direkt nach der Rückkehr aus der Schule ihren noch ausstehenden Schulkram erledigen.


Kurzer Zwischenstopp auf dem Schulweg bei der großen zugefrorenen Pfütze.


Als die Kinder am Nachmittag tatsächlich allesamt mit ihrem Schulkram fertig waren, gingen wir mitsamt Schlitten und Po-Rutschen in den Bellevue-Park– und staunten erstmal, wieviele Menschen schon da waren. Offenbar hatte sich halb Köpenick zum Schlittenfahren verabredet. Die Kinder maulten erst („Da müssen wir ja Schlange stehen“), fuhren dann aber doch mit Freude und ausdauernd das Hügelchen herunter.