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Freitag, 03.04.2026

Damit die Kinder mehr richtige Bücher* lesen, habe ich das Lesen incentiviert. Für jedes gelesene Buch, zu dem sie im Anschluss Quizfragen richtig beantworten können, gibts eine Woche Taschengeld als Bonus. Was dann kam, hatte ich nicht so ganz erwartet:
M und G lasen direkt im Anschluss binnen einer Dreiviertelstunde je ein Buch durch und beantworteten alle dazu gestellten Fragen richtig. Ich hätte nicht damit gerechnet, so schnell das Portemonnaie zücken zu müssen/dürfen.
Die Bücher waren für ihr Alter geeignet (laut Antolin war Ms Buch für Klasse 6, Gs Buch für Klasse 2– passt für mich).
J liest auch für Geld nicht, dabei hätte er das am nötigsten.
Meh.

* Richtige Bücher sind Romane & Sachbücher. Keine Comics, keine Mangas- also nicht, das überwiegend aus Zeichnungen besteht. Ziel der Aktion ist, den Wortschatz der Kinder, vor allem der Zwillinge, zu vergrößern und ihre Rechtschreibung zu verbessern.



Spätnachmittags Sport auf dem Wuhlespielplatz nach einer etwas längeren Pause. Zum befürchteten pausebedingten Kraftverlust war es nicht gekommen, danach war ich trotzdem dermaßen k.o. das ich Abends nur noch müde auf der Couch saß und die Arme kaum heben konnte.

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Donnerstag, 02.04.2026

Gründlichst ausgeschlafen und gemeinsam festgestellt, dass das eigene Bett schon was sehr tolles ist (wir sind alt).


Sehr über mein Urlaubsmitbringsel gefreut. Chinotto ist was feines :)


Wie liefs eigentlich mit der Sprache in Rovereto und Umgebung?

  • Ich verstand ’ne ganze Menge (Antworten in Restaurants, Durchsagen in Bahnhöfen, Antworten auf meine Fragen zur Orientierung). Ich verstand ’ne ganze Menge nicht und konnte auch ’ne Menge nicht sagen. Turns out: Unterhaltungen im echten Leben funktionieren anders als in einer App. Menschen sprechen schneller & benutzen andere Wörter. Ein großer Teil von Verstehen ist offenbar antizipieren was die Person sagen könnte und das dann (sehr schnell) verarbeiten. Das hat teils nur semi geklappt. Es gab ’ne Reihe von Situationen in denen ich dastand und wie ein Auto geguckt hab, weil ich keine Ahnung hatte was mein ggü. sagt. Jott konnte das teils erstaunlich gut, sogar ohne die Sprache zu kennen– offenbar „liest“ sie Menschen intuitiver als ich (was, bei Nachdenken, keine Überraschung ist)
  • Es war definitiv hilfreich, ein paar Brocken Italienisch zu sprechen & zu verstehen. Jott meint, ich hab mich gut geschlagen (ich weiß nicht ob sie einfach nur nett sein will)
  • Ich versteh viele Wörter (das ist schonmal gut, Hörverständnis existiert), aber ich komm mit dem Live-Verarbeiten nicht hinterher und guck dann wie ein Schwein ins Uhrwerk. Im Kopf rattern dann die Rädchen und ich übersetze. Das kostet Zeit und führt zu…
  • Die Leute wechselten schnell ins englische/deutsche, schade. Aber verständlich, ist halt effizienter und niemand hat das Mandat/Lust, für den dusseligen Touri den Sprachlehrer zu machen.

Was heißt das für mein Italienischlernen?
Mehr formulieren. Mündlich. Schriftlich. Irgendwo die Möglichkeit finden auf Italienisch angesprochen zu werden und dann auf italienisch antworten zu MÜSSEN, egal wie langsam und qualvoll es sich anfühlt.


Den Tag größtenteils mit einkaufen, Haushalt, Wäsche und Ausruhen verbracht.
Abends mit Jott „A Knight of the Seven Kingdoms“ angefangen und schon nach der ersten Folge gewusst, dass ich das notfalls auch ohne Jott weiterschauen möchte. Zum Glück fands sie’s auch okay, so schauten wir direkt die ersten vier Folgen.
Fantasy ohne Fantasy (keine Drachen, keine Magie), stattdessen viel „Mittelalter“ (Dreck, Schmutz, Klassenkontraste…) und ein sympathischer Hauptcharakter.

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Mittwoch, 01.04.2026

Rückreisetag. 11:43 Uhr ab in Rovereto, Ankunft in Köpenick nach ungefähr 1000km gegen 22:30 Uhr. Ein ganz schöner Ritt, der aber erstaunlich smooth lief.


Eindrücke & Bemerkungen:

  1. In Innsbruck leben muss toll sein. Rundherum die Berge und die Natur bei gleichzeitigen Vorteilen einer Großstadt.
  2. Wie toll sind bitte Berge?
  3. Wörgl kommt auf die Liste meiner liebsten Städtenamen. Ich schmunzelte jedes Mal, wenn die Station durchgesagt wurde. Klingt einfach wie ein kotzender Hund.
  4. Bahnfahren ist wirklich eine großartige Art zu reisen und sollte um das zehnfache ausgebaut werden. Pünktliche, zuverlässige Verbindungen überall hin.
  5. Nach müde kommt doof stimmt tatsächlich, die Kinder verhielten sich ab Berlin wie kleine Betrunkene weil sie komplett drüber waren.
  6. Jotts Reisestrategie (Blutzucker hoch halten & gute Laune durch Zocken) erwies sich als goldrichtig.
  7. So ein Reisetag ist anstrengend, selbst wenn man nur in der Bahn sitzt und die Gegend an sich vorbeiziehen lässt. Wir fielen gegen 23:30 Uhr jedenfalls völlig k.o. in die Betten.
  8. Ich würd mich gern mal mit der Bahn und viel Zeit bis Palermo und zurück durchschlagen. Stell ich mir sehr romantisch und schön vor. Mit mehrtägigen Halten in jeder größeren Stadt. Vielleicht sogar mit den Kindern.

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Dienstag, 31.03.2026

Ausflug nach Verona mit dem Regio. Tolle Altstadt mit Gebäuden aus unterschiedlichen Epochen in allen Farben und Formen, viele terrakotta- und ockertöne, dazu rote, braune, graue Dachziegel– wie man sich eine italienische Altstadt eben vorstellt. Ich konnte mich gar nicht satt sehen beim Laufen durch die Straßen und Gassen.


Mittagessen am Piazza delle Erbe. Die Kinder waren unterzuckert und übellaunig (und ein versprochener Spielplatz hatte sich als zu klein für sie erwiesen), wir ließen uns also ohne großen Widerstand zu leisten ins Casa Mazzanti hineinlocken. Gutes Essen, die Kinder waren sehr fasziniert von den Strohhalmen– das waren nämlich echte Nudeln. Bevor wir gingen, erbat ich zur Belustigung des Personals drei davon zum Mitnehmen; die Kinder benutzten sie als Stoßzähne, Zigarre, Flöte und Trommel.


In den Straßen Laureati mit Blumenkränzen auf den Kopf, offenbar war heute Studienende (oder zumindest die entsprechende dazugehörige Veranstaltung).


Sehr angenervt vom Verhalten der Kinder: Sie sehen überhaupt nicht was sie bereits haben und bekommen bzw. nehmen das als selbstverständlich wahr. Es muss immer noch mehr sein. Mehr mehr mehr. Und wenns das nicht gibt, wird genölt und gezickt. Furchtbar.


Nachmittags im Regio zurück nach Rovereto, wieder mit den Locals. Neben mir saßen zwei Studentinnen der Uni von Verona und unterhielten sich, ich hatte somit quasi eine Live-Hörübung :)


Zurück in Rovereto schnappte ich mir die Kinder und ging mit ihnen zum Spielplatz. Leider vergass ein Kind vor lauter Spaß haben, dass es aufs Klo muss. Nach gerade mal 30 Minuten ging es also im Eilschritt wieder ins Hotel. Ich war sehr ungehalten, in dem Alter erwarte ich ein gewisses Maß an Körperbeherrschung bzw. die Fähigkeit, auf den Körper zu hören. Keinerlei Reue oder Einsicht bei den Kindern, stattdessen feixten sie allesamt miteinander und machten sich übereinander lustig. Furchtbar.


Ich möchte diese Aussicht gern öfter haben.


Nach Verschnaufen und Runterkommen im Hotelzimmer Abendessen bei Pizzangolo (beste Pizza des Urlaubs) geholt und auf dem Hotelzimmerfußboden gegessen. Ein bisschen versöhnt gewesen mit dem Tag.

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Montag, 30.03.2026

Überraschung (für uns): Montag ist hier vielerorts Ruhetag, das hatten wir nicht auf dem Schirm (nächstes Mal dann). Aus dem Besuch des MART und des Museums für Wissenschaft und Archäologie wurde also nichts. Das war aber nicht schlimm, wir hatten bewusst auf detaillierte Planung verzichtet weil wir uns ein bisschen treiben lassen wollten.
Statt Kultur ging es also zur Freude der Kinder auf den Hüpfkissen-Spielplatz von gestern, wo sie ziemlich lange spielten.


Mittagessen: Ein großes Eis von der Gelateria la Torretta.


Nachmittags fuhren wir mit dem Bus nach Calliano (Nachbardorf von Rovereto).
Die Busfahrt war ein kleines Abenteuer– an der Haltestelle gab es weder eine Info, wie sie hieß, noch eine für uns verständliche Anzeige, welcher Bus wann kommt. Google Maps und die Trentino-Tourismus-App waren keine große Hilfe, weil zu den angegebenen Zeiten kein Bus kam. Die Busse, die hätten kommen sollten, fuhren an der Haltestelle vorbei; auch winken half nicht.
Mit ein bisschen herumfragen (ja, richtige Haltestelle, ja, die entsprechenden Linien halten hier, ja, der nächste Bus müsste es sein) und etwas Mut schafften wir es dann aber doch, allesamt in einen nach Calliano fahrenden Bus zu springen und anzukommen.
Es ergab sich aber sofort die nächste Hürde: Im Bus gab es weder eine Anzeige noch eine Ansage, welche Haltestelle als nächstes angefahren wird; und an den Haltestellen fehlten dann oft wieder die Namen… Ich fragte erneut und wurde auf Live-Tracking per Google Maps hingewiesen. Da merkt man erstmal, wie verwöhnt wir vom ÖPNV in Berlin sind.
Wir stiegen dann jedenfalls in Calliano an der richtigen Haltestelle aus, fanden recht schnell den Kinderwanderpfad („Lila e la magia del bosco“) und wanderten los. Nach ein paar Metern gab es erste Stromschnellen & begeisterte Kinder (allerdings nur kurz), dann folgten kleine Wasserfälle und nach einer guten halben Stunde Fußmarsch die richtigen, großen Cascate Zambel del Rio Cavallo.
Die Kinder zeigten leider kein großes Interesse an der Geschichte der Schnecke Lila, die auf den Tafeln am Wegesrand erzählt wurde, dabei hätt ich die tatsächlich übersetzen können.
Der Rückweg war dann ein bisschen heikel. Anstatt zurückzulaufen, wie es vermutlich mit Kindern vorgesehen war (aber nirgends stand), folgten wir den Treppen am Wasserfall, die allerdings schnell in einen Trampelpfad und anschließend „Naturtreppen“ (Steine und Hölzer) mündeten… Jott und ich wurde kurzzeitig anders, als die Kinder wie Bergziegen am Hang herumturnten (und wir dann ja auch). Wir schafften es aber einigermaßen unbeschadet und mussten dann nur noch das letzte Wegstück nach Calliano zurücklaufen (was auf Grund eines fehlenden Fußweges an der Landstraße auch aufregend war, zum Glück gab es kaum Verkehr).
Mit dem normalen Linienbus fuhren wir unter Locals zurück nach Rovereto.


Zum Abendessen wieder Pizza, weil eines der Kinder trotzte– auch mit neun Jahren geht das noch hervorragend. Jott und ich wollten eigentlich in eine Trattoria gehen und die lokale Küche kosten, hatten aber keine Energie für Kämpfe und Diskussionen und landeten bei ov.erpizza. Immerhin war die Pizza sehr gut.


Im Hotel die Kinder ins Bett geschickt und selbst nur unwesentlich länger wach geblieben und gelesen. Wir waren beide rechtschaffen müde nach diesem aktiven Tag.

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Sonntag, 29.03.2026

Immerhin bis kurz nach Sieben schlafen können, dann nahm das Türenknallen überhand. Ursache waren vor allem die Türen, die sich tatsächlich nicht leise schließen ließen (ich hatte es probiert, weil ich nicht Teil des Problems sein wollte).


Überraschung beim Blick aus dem Fenster: Es schneite dicke, schwere Flocken bei um die 0°C.


Nach dem Frühstück stiefelten wir im Schneetreiben zum Hauptbahnhof zu unserem Railjet, bezogen unsere Plätze und fuhren los. Nach einiger Zeit wurde die Landschaft hügeliger und bergiger, was mich sehr freute– so ein paar Berge tun der Landschaft halt doch ganz gut. Weiter oben lag noch dick Schnee, die Berge um Innsbruck waren komplett eingeschneit und in Brennero hatte es -1°C und Schneetreiben.

Die Kinder spielten Tablet/schauten sich Serien & Filme an, Jott und ich beschäftigten uns ebenfalls gut– Jott mit Minecraft & Crossy Roads, ich mit meinem Roman und aus dem Fenster gucken. Mit dem Zug durch die Alpen zu fahren hatte etwas wirklich magisches (und unheimliches, teils gings neben uns tief nach unten).


Ab Bressanone wurde das Wetter besser, die Sonne kam raus und die Wolken verzogen sich. Je südlicher wir kamen, desto grüner wurde es, der Frühling schien mir ungefähr zwei Wochen vor Berliner Zeit zu sein.


Ankunft in Rovereto kurz nach 16 Uhr. Auch die zweite Zugfahrt machten die Kinder gut mit, lediglich gegen Ende gab es leichte Ermüdungserscheinungen (und Unleidlichkeit weil das WLAN nicht gut genug zum Streamen war und wir vergessen hatten vorher Inhalte runterzuladen).


Hotel: Top. Aussicht: Topper. Palmen vor dem Balkon, alte Gebäude gegenüber, Berge rundherum. Ich war (sehr) begeistert.


Nach Bezug des Zimmers machten wir Rovereto unsicher und schauten uns die Gegend an. Eine sehr pittoreske Kleinstadt, zumindest in den Straßenzügen rund ums Hotel. Zwischendurch ein Aperol- und Limostopp in einer kleinen Bar (when in Italy…), dann ein langer Halt am Spielplatz (mit Hüpfkissen!) für die Kinder und anschließend weiter– gucken, Eis essen, ins Restaurant zum Abendbrot… Als wir wieder im Hotel waren, hatten wir eine erstaunlich hohe Anzahl Schritte gesammelt. Dementsprechend war der Rest des Abends dann sehr ruhig und bestand im wesentlichen aus bettfertig machen und noch ein bisschen lesen.
Apropos: Es gibt eine große, gemeinsame Bettdecke für Jott und mich. Mal gucken wie das wird…


Jott und ich haben entschieden, den Aufenthalt in München auf der Rückfahrt zu canceln und stattdessen durchzufahren. Andere– bessere– Hotels sind aktuell ungefähr doppelt so teuer wie das letzte, das Geld sparen wir uns. Das wird am Mittwoch ein harter Tag, aber dafür schlafen wir dann zu Hause in bekannter Kulisse.
Müssen wir uns halt nur die Daumen drücken, dass zumindest der Zug von Rovereto nach München pünktlich ist und gut durchkommt– alles weitere ergibt sich dann.

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Samstag, 28.03.2026

Fahrt von Berlin nach München. Eine gute Erfahrung: Jott hatte uns ein Abteil gebucht, in dem wir entspannt, ruhig und ungestört reisten. Die Kinder malten, lasen und spielten, Jott und ich taten es ihnen (überwiegend) gleich.
Zwischendurch kurzzeitig Action weil ein Kind die Reiseübelkeit plagte und es sehr spontan sehr eilig auf die Toilette musste. Ansonsten verlief die Fahrt reibungslos, wir kamen sogar drei Minuten vor der geplanten Ankunftszeit an.


Nach Hotelbezug (eher Jugendherbergs-Vibes statt des erwarteten Familienzimmers, aber für eine Nacht okay, so dachten wir) fuhren wir im Großraumtaxi (Jotts Mobilitätsbudget regelt) mit nichtsahnenden Kindern, darunter anderthalb Bayernfans, zur Allianz-Arena und nahmen an einer Stadion-Führung teil. Beeindruckendes Bauwerk, beeindruckend durchmonetarisiert– der Guide erzählte eine Viertelstunde lang über Kosten und Preise der Plätze, Logen und Räume und hoffte damit wohl Eindruck zu schinden.
Ich fand die Alte Försterei– der Eindruck ist ja noch recht frisch– sympathischer und näher am Fußball und am Menschen.


Im Anschluss wieder in die Innenstadt. Wir wollten eigentlich in der L’Osteria essen, fanden dort aber keinen Platz mehr und gingen zu Burger King (lieber keine Experimente mit hungrigen und müden Kindern). Zurück im Hotel durften die Kinder noch eine Folge Netflix schauen, bevor es für alle ins Bett ging– inklusive Jott und mir (wenn auch nur zum Lesen).


Der weitere Verlauf des ersten Urlaubstages war dann eher anstrengend: Ein Kind konnte wie gewohnt nicht schlafen, konnte aber auch nicht kommunizieren was er dann von uns wollte. Ein anderes Kind bekam einen Hüttenkoller nach den vielen Eindrücken des Tages und benötigte ausgiebiges Bekuscheln und Kümmern. Als es dann bei uns ruhiger wurde, Jott und ich uns schlaffertig gemacht hatten und nur noch schlafen wollten, ging es auf dem Gang rund: Die anderen Gäste, eine Schulklasse aus England/USA, kehrte zurück. Inklusive Türenknallen, auf dem Gang rennen, laut sein… Da die Wände der Zimmer offenbar aus Pappe bestanden, schreckten wir jedes Mal hoch. Zum Glück schliefen die Kinder mittlerweile alle und wachten auch nicht mehr auf.
Gegen 23 Uhr wurde es mir zu bunt und ich bat, nachdem ich das richtige Zimmer fand, den Lehrer der Klasse für Ruhe zu sorgen. Danach wurde es tatsächlich ruhiger, Glück gehabt. Zwischendrin war das Hüttenkoller-Kind auch nochmal wach geworden und bat Jott, im selben Zimmer zu schlafen. Weil in Jotts und meinem Zimmer die Heizung defekt war und vor sich hinbollerte und es somit zu warm war, sich das Fenster auf Grund der Lautstärke der Straße vor dem Hotel aber auch nicht öffnen ließ, zog Jott also ins (kältere) Zimmer mit den drei Kindern…
Ich konnte dann immerhin die Fenster öffnen, mich störte der Lärm dank Ohrnupsies nicht.

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Montag, 23.03.2026 – Freitag, 27.03.2026

Unter der Woche viel und lange gearbeitet, die letzten Aufgaben erledige ich Freitagvormittag– trotz Urlaub.
Im von mir eskalierten Projekt gibt es nun Bewegung durch zusätzliche Entwickler, in den nächsten Wochen wird sich zeigen ob die Bewegung in die richtige Richtung geht oder wir auf der Stelle treten.


Ich habe meinem Team Lead mitgeteilt, dass die aktuelle Projektsituation weder für mich noch die Kolleg:innen noch die Kunden so weitergehen kann. Ich reibe mich zwischen den beiden Projekten auf und stecke in beide weder die Zeit noch die Aufmerksamkeit, die sie benötigen. Auch der zeitliche Mehraufwand, den ich einbringe– mein Gleitzeitkonto ist weit jenseits des roten Plus-Bereichs, ich könnte damit locker zwei Wochen frei nehmen– reicht nicht aus. Es geht dann doch nicht, mit ~15 – 20 Stunden die Woche eine Vollzeitkraft im zweiten Projekt zu ersetzen.
Es wurde kurzfristige Änderung angekündigt. Ich bin sehr gespannt.


Ansonsten, und das ist der Punkt der mir am meisten Sorgen bereitet und Kummer macht, rauben mir die Kinder den letzten Nerv. Ich habe keine Energie und Reserven mehr, um dem zu begegnen. Ich ertrage die ständigen Sticheleien untereinander, das gegenseitige Schlechtmachen und verpetzen, das Rumgemuffel, den schnippischen Tonfall und ihr Aufbrausen bei jeder Kleinigkeit schlicht nicht mehr.
Beste Voraussetzungen für einen experimentellen Familienurlaub, wie er uns ab dem Wochenende bevorsteht.

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Sonntag, 22.03.2026

Schwimmwettkampf für M und G. Jott und ihre Mama begleiteten die beiden, J und ich blieben zu Hause (nachdem wir Gs vergessene Schwimmbrille und Haarbürste zur Schwimmhalle gebracht hatten).
J spielte Vormittags mit einem Freund auf dem Hof, ich nutzte die Zeit um sauber zu machen & zwischendrin die Geralt-Saga zu Ende zu lesen. Sehr ambivalente Gefühle auf den letzten Seiten gehabt– das Ende passte sehr gut zur restlichen Handlung, nichtsdestotrotz bzw. gerade darum hätte ich mir einen Bruch (und den damit verbundenen positiven Ausgang) gewünscht.


Rückkehr der Schwimmer am Nachmittag. Beide brachten Gold- und Bronzemedaillen nach Hause und waren sehr stolz auf sich.


Abends Kinder baden mit mehreren Töpfen kochenden Wasser + Wasserkocher. Sehr nervig, es ist ein ziemlicher Akt.


Geschaut: „The Immortal Man“ auf Netflix. Im Auftrag der Peaky Blinders! Würdiges Ende für die Serie, sehr gute Unterhaltung auf den Sonntagabend.

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Samstag, 21.03.2026

Mit M und G zum Berliner Fahrradmarkt am Cantianplatz gefahren und einfach mal Räder geschaut. Das war sehr erhellend– zum einen realisierte ich, was für unfassbare Schnäppchen unsere aktuellen Kinderräder waren, zum anderen lernte ich, welche Räder sich M und G wünschten (G: Hollandrad, M: Downhill Mountainbike). Wir fuhren ohne neues Rad zurück nach Hause und werden weiterhin auf Kleinanzeigen die Augen offenhalten.


Nachmittags mit G zum Tischtennisspielen auf den Wuhlespielplatz gefahren. Nach ungefähr drei Minuten wurde sie von einem anderen Kind zum Spielen wegrekrutiert, ich nutzte die Zeit für ein bisschen Hangeln und Dehnen.


Abends „My Lady Jane“ zu Ende geschaut. Schade das es keine zweite Staffel gibt, wir fanden die Serie ganz gut.