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Journal Montag, 6.3.2017

Am Mittwoch habe ich einen Termin bei einem Anwalt wegen der Mieterhöhungsgeschichte. Ich bin gespannt.

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Ganz schön krass, wie viele Anwälte so um einen herum tätig sind. Und wie schlecht Anwaltswebsites teilweise sind. Wobei: Gefunden werden sie trotzdem, und ihr Geld verdienen werden sie auch.

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M. ging heute freudestrahlend in die KiTa, ich atmete auf. Eigentlich dachte ich, dass er nach der Woche zu Hause klammert, aber dem war nicht so.

Beim Abholen den (derzeit) unterirdischen Betreuungsschlüssel bemerkt: Die Windel war mit Sicherheit seit dem Mittag nicht gewechselt worden, dementsprechend schwierig gestaltete sich die Säuberung (Hammer und Meißel waren noch nicht nötig, aber viel fehlte nicht).

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Frau Brüllen über Zucker. Kleiner Chemie- und Ernährungs-Exkurs, sehr lehrreich. Mich würde noch interessieren, ob unterschiedlich Zuckerarten tatsächlich besser aufgenommen/ verwertet werden können und ob das für den Körper eine Rolle spielt.

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Ein schöner Artikel in der Zeit über ein Gastronomen-Ehepaar, das seit 31 Jahren zusammen einen Imbiss betreibt.

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Was schön war: Mit M. in der Bahn Dr. Brumm lesen. Er kennt zumindest eines der Bücher auswendig und ahmt die Spezialgeräusche- beispielsweise ein „Aaaauuuuiooouu“ (als Dr. Brumm seine Bärentatze in einen heißen Milchtopf steckt)- supergut nacht. Totales Gold, wenn da so ein laufender Meter in der Bahn steht und sich vor Lachen über sein eigenes Geräusch kaum auf den Beinen halten kann.

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Journal Freitag, 3.3.2017

Eine halbe Stunde vor Weckerklingeln (lies: Kurz nach 5) aufgewacht und nicht wieder einschlafen können. Ich Anfänger.

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Am Morgen mit allen drei Kindern gekuschelt. Gerade M. ist ultraputzig, wenn er noch ganz verschlafen im Bett sitzt und verschlafen lächelt.

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Nicht mehr lange, und es ist morgens wieder hell beim Aufstehen! Früher hat mich das genervt, inzwischen freue ich mich über das Licht. Muss wohl das Alter sein.

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In der S-Bahn nebenbei gehört, dass Da Dalt in Friedrichshagen ab März wieder geöffnet hat. Ich weiß, wer am Wochenende an-eisen wird…

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Beim Musikhören im Büro entdeckt: Es gibt A Capella Metal. Hört sich ziemlich cool an, vor allem wenn man die gecoverten Lieder kennt.

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Abends trug ich J. zum Einschlafen umher und ärgerte mich, dass er nach einer Dreiviertelstunde immer noch unruhig war, hochschreckte und nicht in den Tiefschlaf abgleiten wollte konnte. Beim Zubereiten der Flaschen für die Nacht aber, oh Wunder, wurde er immer ruhiger und war danach tief und fest eingeschlafen. Weil das heute nicht zum ersten Mal passierte, überlegte ich etwas und habe, glaube ich, des Rätsels Lösung gefunden: Ich bereite zehn Flaschen zu, in jede kommen sechs Löffel Milchpulver. Ich mache also mindestens 60 Mal die selben Bewegungen und muss dabei konzentriert mitzählen. Dabei werde ich zwangsläufig irgendwann ruhiger als vorher- und das muss J. spüren. So wird er ebenfalls ruhiger und wird zusätzlich noch durch die Bewegungen hin- und her geschaukelt.

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M. sieht mit seinen kurzen Haaren wie ein kleiner, frecher Junge aus (ist er ja auch). Die neue Frisur macht ihn älter- das Riesenwuschelbaby, dass er noch vor einer Woche war, ist verschwunden.

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Auf dem Heimweg geriet ich in viele, viele Fußballfans, die alle zum Union-Spiel wollten. Das war so stressig, dass ich einen geplanten Jackenkauf verschob, direkt vom Bahnhof nach Hause lief und mir vornahm, in Zukunft zur Not am Bahnhof auf eine leerere Bahn zu warten.

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Wer hätte das gedacht: Es fehlen KiTa-Plätze. Unsere und die angrenzenden Ortslagen sind mit „3+“ kennzeichnet, d.h. theoretisch gibt es noch einige wenige KiTa-Plätze. Insofern haben wir tatsächlich ganz großes Glück, dass M. und die Zwillinge einen KiTa-Platz in unserer Gegend erwischt haben.

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Heute Abend noch gewundert, dass ich lange nichts von ihm gelesen habe… Und dann beim Aufruf der Adresse die Meldung, dass das Blog gelöscht wurde. Man ey. Tschüß, Kiezneurotiker!

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Was schön war:

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Journal Donnerstag, 2.3.2017

Blöde Erkältung. Beide Zwillinge schniefen um die Wette und haben arge Schlafprobleme. Sowohl J. als auch G. schliefen nach Nachlassen der Wirkung vom Otriven nur mit Körperkontakt (leider soll man das Otriven bei Säuglingen nur drei Mal am Tag geben, eine erneute Verabreichung nach Nachlassen schied so aus), G. sogar nur wenn sie getragen wurde. Das war für Jott schwierig, sie musste sich nämlich um J. kümmern. Als ich zufällig beim Pinkeln gehen hörte, wie sich Jott abmühte, beendete ich gegen 4:30 Uhr meine Nacht, nahm ihr G. ab und trug sie im Wohnzimmer herum- immer darauf bedacht, dass sie nicht jammerte, denn sonst hätte sie eventuell M. geweckt, der die Nacht mit mir im Wohnzimmer verbrachte.
Diesmal legte ich mich nicht wieder hin, als sie schlief, sondern hielt mich wach bis zur regulären Fütterungszeit gegen 6 Uhr morgens. Als G. dann satt und zufrieden war, nahm ich sie zum Duschen mit- der warme Wasserdampf war gut für sie.

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Beim G.-Tragen und Wachhalten sehr über einen fehlenden Nachtmodus für Android geärgert. Es gibt zwar diverse Apps, die die Bildschirmhelligkeit senken oder die Farbtemperatur anpassen, aber das was ich suchte- ein dunkles Theme ohne Weiß- nicht. Zumindest nicht ohne andere Android-Launcher zu installieren. Und darauf habe ich nun absolut keine Lust, ich muss im Büro mit Technikkram rumfrickeln und wünsche mir beim Smartphone eine „Einmal klicken, alles geht“-Lösung (vielleicht doch ein iOS-Gerät als nächstes Smartphone?).

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Nachdem ich beide Zwillinge ins Bett brachte- okay okay, nacheinander, nicht gleichzeitig, das wäre nochmal einen Zacken schärfer- arbeitete ich Abends noch ein Stündchen im Home Office und verzweifelte an langsamen Diensten und ständigen Verbindungsabbrüchen. Ich muss morgen im Büro mal unseren Admin fragen, was da los ist.

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Am Nachmittag kam Jotts Mama wieder zu Besuch. Das ist aus mehreren Gründen toll, und unter anderem weil wir dadurch M. den Rest der Woche zu Hause lassen können. Die Bindehautentzündung haben wir offenbar im Entstehen geheilt, aber er hustet und schnieft furchtbar herum, so das ihm zwei zusätzliche Tage zu Hause sicher gut tun werden.

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Was schön war: Am Abend von allen drei Kindern angelacht worden sein.

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Journal Mittwoch, 1.3.2017

Die Ersatz-Hosen kamen an, diesmal in 33/32. Nun passen sie auch. Zwei hab ich behalten, eine geht zurück (die teuerste).

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Mein Smartphone gibt allmählich den Geist auf: Anrufer bekommen inzwischen in 2 von 3 Fällen die Meldung, dass ich nicht erreichbar bin, dabei ist das Smartphone angeschaltet, der Akku ist voll, die Signalstärke des Netzes ist ok… Das ist sehr ärgerlich und bedeutet, dass Ersatz her muss. Ich überlege nun, ob ich noch bis April warte- da würde ich Jotts derzeitiges Smartphone, ein Samsung Galaxy S6, bekommen- oder selbst Geld investiere und mir entweder das One Plus One 3T oder ein halbwegs aktuelles iPhone kaufe.

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M. bunkert Nuckel in seiner Schatzkiste. Sobald wir einen der Nuckel der Zwillinge liegen lassen, reißt ihn sich M. unter seine Nägel. Wenn uns also die Nuckel ausgehen, wissen wir inzwischen, wo wir nachgucken können. 3 oder 4 Nuckel finden sich immer in der Kiste.

Und das, obwohl er seinen eigenen Nuckel hat…

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Nach dem verunglückten Frisier-Besuch vor ein paar Tagen war Jott heute mit M. beim Friseur. Es war ein ziemlicher Reinfall. Die Friseurin hat es zwar geschafft, eine einigermaßen okaye Frisur zu zaubern, aber M. hat sich mit Händen und Füßen gewehrt, so dass an gleichmäßiges Kürzen nicht zu denken war. Auch Jott scheiterte beim Versuch, noch etwas auszubessern- zu stark wehrte sich das Kind.

Aber immerhin hängen ihm nun keine Haare mehr in die Augen und der (mit viel guten Willen als solcher zu identifizierende) Sidecut ist auch Geschichte.

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Was passiert, wenn man mit Kind in der Trage Abendbrot ist und nicht ganz aufpasst? Man findet ’ne Stunde später Schnittlauch in den Haaren des entsprechenden Trage-Kindes. G.s Kopf riecht nun etwas würzig…

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Was schön war: Alle Kinder schliefen ~20:15 Uhr, ich konnte noch zu erledigenden Kram erledigen und kann nun früh ins Bett gehen. Das ist auch bitter nötig, die vergangenen 3 Tage mit allen 3 Kindern und der Erkältung waren unglaublich anstrengend.

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Journal Dienstag, 28.2.2017

Liebe Internetmenschen, vor einigen Tagen erreichte uns dann doch ein Care-Paket. Ohne zu viele Worte zu verlieren: Haben Sie vielen, vielen Dank- wir haben uns sehr gefreut.

Und machen Sie das bitte nicht noch einmal (warum, steht hier).

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So ein Tag mit drei Kindern ist ganz schön fordernd… Die Zwillinge waren heute noch am einfachsten zu handhaben, sie sind ja inzwischen recht berechenbar. Stattdessen war M. ziemlich anstrengend. Er wird durch die Bindehautentzündung nicht beeinträchtigt und ist einerseits höchst aktiv und wetzt durch die Gegend, andererseits aber auch sehr nähebedürftig nach Jott (ich bin derzeit abgeschrieben, er klebt an seiner Mamma). Dazu kommt, dass er seinen eigenen Kopf hat und den auch unbedingt durchsetzen möchte- was aber der Umstände wegen nicht immer funktioniert. Und dann ist er bockig oder er weint und greint.

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Wir haben am Wochenende die Ernährung der Zwillinge geändert: Statt Milasan-Pulver nutzen wir nun Humana-Pulver für die Flaschenmilch (weil 1, 2). Die Zwillinge haben es gut vertragen, sie pupsten lediglich etwas mehr. Das hat sich aber inzwischen auch gelegt.

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Die Verabreichung der Augentropfen gegen die Bindehautentzündung an M. ist weiterhin ein Drama. Mittlerweile habe ich alle Überredungsversuche aufgegeben, schnappe mir das Kind, halte es fest, verabreiche die Tropfen und gebe ihm danach ein paar Gummibärchen, um das Gebrüll schneller zu beenden.

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Die Zwillinge haben seit ein paar Tagen einen neuen Rhythmus: Nach der letzten Mahlzeit des Tages (zwischen 17:30 Uhr und 18:00 Uhr) schlafen beide mindestens vier (J.), teilweise sogar sechs bis sieben Stunden (G.. Jott füttert also nachts nur noch ein einziges Mal und dann am nächsten Morgen gegen 6 Uhr wieder. Tagsüber behalten wir einen ungefähren 4-Stunden-Abstand bei, d.h. gefüttert wird 6 Uhr, 10 Uhr, 14 Uhr, 18 Uhr und dann halt irgendwann zwischen 0 Uhr und 3 Uhr.
Inzwischen hat sich auch ihr Stoffwechsel angepasst: Ihr großes Geschäft verrichten sie nachts so gut wie gar nicht mehr, und sie pullern auch weniger als noch vor zwei Wochen.

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Zusammen mit M.s Schlafenszeit (zwischen 19:45 Uhr und 20:45 Uhr) waren die letzten paar Abende recht entspannt. Während Jott M. ins Bett bringt, kann ich mich um die Befüllung der Flaschen für die Nacht kümmern und alle möglichen Vorbereitungen treffen, so dass wir mitunter tatsächlich bereits 21 Uhr ins Bett gehen können.

Wer hätte das noch vor vier Wochen gedacht.

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Was schön war: Jott aus dem neuen „Dr. Brumm„-Buch (danke, Care-Paket-Menschen!) vorlesen hören.

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Journal Montag, 27.2.2017

Aus purer Angst lagen Jott und ich gestern Abend 21 Uhr im Bett. Alle drei Kinder wirkten nicht so, als ob sie sonderlich gut schlafen würden. Daher hatten wir beschlossen, jede Sekunde Schlaf mitzunehmen und eben so früh wie möglich schlafen zu gehen.
Heute morgen dann die Überraschung: Sowohl die Zwillinge als auch M. schliefen bis auf kleinere Aussetzer sehr gut, Jott und ich waren recht erholt (für Eltern von 3 Kindern unter 2 Jahren).

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M. hat eine beginnende Bindehautentzündung. Wir haben antibiotische Tropfen verschrieben bekommen, die wir über 5 Tage hinweg 5 Mal täglich verabreichen sollen. Eigentlich ist das ein riesiges Problem: In die KiTa darf M. nicht gehen, solange er Antibiotika bekommt, und die Erzieherinnen dürfen ihm auch keine Medikamente geben. Er muss also fünf Tage lang zu Hause bleiben. Theoretisch ich auch, denn Jott kann sich schwer bis gar nicht um so viele Kinder kümmern. Wir haben aber Glück: Diese Woche kommt Jotts Mama wieder zu Besuch, und aus einer glücklichen Fügung heraus bereits am Donnerstag. Ich bin also bis Mittwoch auf M. krank geschrieben (das sind die Kind-Krank-Tage 5, 6 und 7 in diesem Jahr, und es sind gerade mal 2 Monate um…). Am Donnerstag kommt die Mütterpflegerin etwas früher und ich fahre etwas später ins Büro, sodass Jott nur ungefähr eine Stunde lang mit drei Kindern zu Hause ist. Und Freitag ist Jotts Mama da, sodass sich die beiden um die drei Mausketiere kümmern können.

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Zusätzlich zur Bindehautentzündung ist M. verrotzt, hustet stark und bekommt Zähne (eigentlich müsste er bald alle haben, ich muss mal einen Blick in seinen Mund werfen). Das volle Programm mal wieder.

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Ansonsten war der Tag so turbulent, wie er mit zwei Säuglingen und einem Kleinkind eben sein kann. So ab 16 Uhr haben Jott und ich die Minuten bis zum Abendbrot gezählt, und jetzt könnten wir beide schon wieder früh ins Bett gehen.

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Jott war mit den Zwillingen beim 2. Ostheopathie-Termin. G. schlief während der Behandlung ein (ist das gut oder schlecht?), J. war etwas angespannt. Weil G.s Behandlung heute etwas intensiver war, wurde Jott vorgewarnt dass G. nach der Behandlung etwas anstrengend sein könnte, aber bislang haben wir davon noch nichts gemerkt.

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Überhaupt: Die Zwillinge sind inzwischen etwas pflegeleichter. Wir wissen nicht, woran genau es liegt, aber seit ungefähr einer Woche ist die Lage nicht mehr komplett trostlos. Sie schlafen besser, schreien weniger, lassen sich einfacher beruhigen, sind aktiver, nehmen ihre Umwelt besser wahr und lachen uns teilweise richtig schön an.

Es ist trotzdem noch furchtbar anstrengend, gerade wenn dann doch mal wieder alle beide Schreien oder Aufmerksamkeit benötigen. Aber daran gewöhnen wir uns sicherlich über kurz oder lang.

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Was schön war: Mit M. Bagger gucken und sich über die Freude und Faszination des Kindes freuen.

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Journal Freitag, 24.2.2017

Ganz kurz, ich will ins Bett (eine Erkältung ist im Anmarsch + ich will im Gewünschtestes-Wunschkind-Buch lesen): Heute Home Office, daher keine Pendelei (wohoo!). Mittags hatte ich einen Einzeltermin bei der Schrei-Ambulanz (das ist wohl für Väter sehr selten, sagte die Schrei-Ambulanz-Frau, normalerweise kommen nur die Mütter oder aber beide Eltern zusammen), das war interessant und lehrreich und ich gucke mal, wie ich das gelernte (in erster Linie: Mehr mit Jott kommunizieren, Kontrollverlust akzeptieren, Routinen festigen, auf Entspannungsmomente hinarbeiten) anwenden kann. Mit der Post kam heute das Gewünschtestes-Wunschkind-Buch, in dem ich schon nach den ersten Seiten etwas lernte, was mir hoffentlich bei Trotzanfällen von M. helfen kann.

Abends so ungefähr nach der Ivy-Lee-Methode Wochenendpläne gemacht.

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Was schön war: Abends ’ne Folge Gotham mit Jott gucken, als die Zwillinge schliefen.

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Journal Donnerstag, 23.2.2017

Am Mittwoch war übrigens eine Sozialpädagogin bei uns. Sie wird uns bei diversen Anträgen helfen, die zu bearbeiten und auszufüllen Jott die Zeit fehlt. Dadurch kann Jott Aufgaben delegieren und hat den Kopf hoffentlich für andere Sachen frei.

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Seit ein paar Tagen werden die Zwillinge etwas pflegeleichter. Sie weinen nicht mehr soviel, sind wacher und nehmen ihre Umgebung und uns besser wahr. Das geht soweit, dass sie uns beide anlachen, wenn wir sie beispielsweise im Gesicht streicheln. Sie können sich zwar immer noch nicht selbst beruhigen und brauchen dazu weiterhin Hilfe von uns, aber (gefühlt) inzwischen weniger als noch vor drei Wochen. Auch Jott, die die beiden ja nun weitaus länger sieht als ich, bestätigt eine Tendenz zum Besseren.

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🎊 Ab der kommenden Woche wird uns an fünf Tagen die Woche eine Mütterpflegerin unterstützen. 🎉

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M. wird die nächsten Tage wieder bei meinen Eltern im Brandenburgischen verbringen. Der heutige Abend war dadurch wesentlich entspannter- es sind eben nur zwei Kinder zu versorgen (außerdem haben wir beim Inder bestellt, Abendessen zubereiten und alle damit verbundenen Aufbau- und Aufräumarbeiten entfielen also).

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J. war auf Grund seiner Erkältung die vergangene Nacht offenbar fast stündlich wach. Arme Jott. Mein Angebot, ihn heute Nacht zu mir zu nehmen, winkte sie nur müde (ja, doppeldeutig) ab- ich muss morgen halbwegs fit für die Arbeit sein. Gerade weil ich aus dem Home Office arbeiten werde, muss ich was schaffen- es soll ja niemand Grund zum Klagen haben.

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Weil ich beim Arbeiten die Zeit vergaß und zu allem Überfluss kurz vor knapp noch dachte „Ach, das machste noch fix“, kam ich später als vereinbart nach Hause. Normalerweise kein Problem, aber gerade heute dann doch: Am Abend stand die wöchentliche Lebensmittellieferung an, und Jott war mit den Zwillingen mehr als ausreichend beschäftigt. Und wie es so kommt, stand der Lieferwagen natürlich diesmal überpünktlich- also 5 vor 6- vor der Tür… Zu dem Zeitpunkt fuhr meine Bahn gerade in den Bahnhof ein. Jott musste also mit vor Hunger brüllenden Kindern im Wohnzimmer die Lebensmittel in Empfang nehmen.

Zum Glück hat sie meine Entschuldigung fürs Zuspätkommen und sie im Stich lassen akzeptiert und sich mit einer Einladung für Essen bestellen beim Stamm-Inder besänftigen lassen.

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Ich habs ihr bereits gesagt, und ich sags auch öffentlich: Ich habe eine Hochachtung vor Jott, ihrer Arbeit mit den Zwillingen, und ziehe meinen Hut. Ich habe derzeit eindeutig den einfacheren Job.

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Im Büro fällt mein Lieblingsprojekt, auf dem ich die letzten Monate und Jahre hauptsächlich arbeitete, hinten runter. Es begann mit meiner Abwesenheit vor und nach Weihnachten und verschlimmerte sich während der Kind- und Paul-krank-Tage ab Mitte Januar bis Anfang Februar. Das ärgert mich, ich habe viel Energie, Gehirnschmalz und Zeit reingesteckt und möchte natürlich nicht, dass diese Arbeit leidet. Mal gucken, was da gemacht werden kann- zur Not muss ich, wenn ich wieder fehle, irgendwie Zeit zu Hause freischaufeln, damit keine Arbeit mehr liegen bleibt.

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Morgen habe ich einen Einzeltermin bei der Schrei-Ambulanz. Ich in gespannt, wie das wird.

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Ein langer, sehr erhellender Artikel über junge Trump-Wähler, über ein sehr bekanntes Imageboard, über eine verlorene Generation, über Gender… Der Artikel deckt unglaublich viel ab.

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Was schön war: In der Bahn die Zeit haben, besagten Artikel lesen zu können.

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Journal Mittwoch, 22.2.2017

Die Ohropax-Ohrstöpsel haben sich heute auch im Büro bewährt. Mir war die letzten Tage aufgefallen, dass ich mich leicht durch Geräusche ablenken lasse- eine im Großraumbüro sehr unpassende Eigenheit. Als Gegenmittel stöpselte ich mir daher heute Ohropax ein, stellte noisli auf weißes Rauschen und arbeitete tatsächlich konzentrierter als in den vergangenen Tagen.

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Als zusätzliches Mittel zur Produktivitätssteigerung teste ich derzeit die Ivy-Lee-Methode. Ich bin ja furchtbar unorganisiert und verpeilt und glaube daher, dass das Definieren von sechs Aufgaben für den nächsten Tag sowie das Setzen von Prioritäten gut helfen kann. Für die Zeit der Bearbeitung nutze ich weiterhin die Pomodoro-Technik, die hat sich bewährt für mich.

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M. hatte heute Nacht wohl einen Nachtschreck. Das war keine schöne halbe Stunde.

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Meine Hosen-Bestellung vom Wochenende kam an. Offenbar habe ich tatsächlich inzwischen eine Hosengröße abgenommen- die Hosen sind alle zu weit.
Zum Glück sind Rückversand und Neu-Bestellung kostenlos, so kann ich mir die Hosen einfach ’ne Nummer kleiner bestellen, anprobieren und dann hoffentlich behalten.

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J. ist ordentlich verrotzt und kriegt schwer Luft durch die Nase. Wir haben also ein hypernervöses Baby, das zusätzlich röchelt und schnarcht und noch leichter schläft. Meh.

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Seit dieser Woche bringt Jott Abends M. zu Bett, ich übernehme in dieser Zeit die Zwillinge. Wenn ich Glück habe- so wie gestern- schlafen sie beide schnell ein und ich kann mich frei (d.h. ohne Trage) bewegen.
Heute hatte ich nicht ganz so viel Glück: G. schlief schnell ein und ließ sich gut ablegen, aber J. brauchte eine gute Dreiviertelstunde in der Trage, bevor er sich soweit beruhigt hatte, dass ich ihn ins Bett legen konnte.

Mir fällt es derzeit sehr schwer, in solchen Momenten ruhig zu bleiben. J. zappelte und schnaufte und zuckte ständig zusammen und kam einfach nicht zur Ruhe, und ich hatte nur vor Augen was noch alles erledigt werden musste und das ich mich ja auch ganz gern ’ne halbe Stunde hinsetzen würde, und sah das alles vor meinem inneren Auge zerplatzen.
Da muss ich noch Mittel und Wege finden, um gelassener zu werden und mich selbst zu beruhigen.

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Was schön war: Beide Zwillinge lächeln uns inzwischen an, wenn wir mit ihnen reden oder sie streicheln. Das war heute morgen sehr schön, im Doppelpack angestrahlt zu werden.

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Journal Dienstag, 21.2.2017

Mit drei Kindern lernt man jeden Tag dazu. Beispiel heute: Die Nacht endete halb Fünf, als G. Bauchschmerzen hatte. Um Jott ein bisschen Ruhe zu gönnen, schnappte ich mir das Kind, packte sie in die Trage, stapfte durch die Wohnung und konnte G. nach einer halben Stunde wieder ablegen. Dann machte ich den entscheidenden Fehler: Anstatt mich einfach schon in aller Ruhe fertig zu machen- bis zu meiner normalen Aufstehzeit waren es nur noch 20 Minuten- legte ich mich nochmal auf die Couch und drusselte ein bisschen vor mich hin. Das führte dann dazu, dass kurz nach Sechs viele Sachen gleichzeitig gemacht werden mussten und das ein bisschen stressig war.
Beim nächsten Mal bin ich schlauer.

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Ein Learning aus dem Wochenende ist auch: Weniger vornehmen/ die eigenen Ansprüche senken. Mit allen drei Kindern rauszugehen war zu viel. Als M. schlief, hätte ich in aller Ruhe allein mit den Zwillingen spazieren gehen sollen.

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Eigentlich wollte ich den heutigen Beitrag in feinstem märkisch/ berlinerisch schreiben- immerhin ist heute Tag der Muttersprache/ des Dialekts. Ich schaff’s aber nicht tatsächlich so zu schreiben wie ich spreche. Es ist kein Hochdeutsch, aber auch kein Berlinerisch- es ist ein wilder Mix, der mal mehr, mal weniger in die eine oder andere Richtung schwappt. Und immer, wenn ich es aufschreibe, sieht es falsch aus und klingt beim lauten Vorlesen sehr unauthentisch. Also lass ichs lieber.

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Eingtlich wollt ich den heutjn Beitrag in feinstn märkisch/ berlinerisch schrei’m- immahin ist heut Tach der Muttasprache/ des Dialekts. Ich schaffs aba nich tatsächlich so zu schrei’m wie ich spreche. Es is kein Hochdeutsch, aba auch kein Berlinerisch- es is ein wilder Mix, der mal mehr, mal wenjer in die ein oda andre Richtung schwappt. Und imma, wenn ichs aufschreibe, siehts falsch aus und klingt beim lauten Vorlesen sehr unauthentisch. Als lassichs lieber.

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Nee, klappt nicht. Liegt vielleicht auch daran, dass ich beim Schreiben anders formuliere als beim Sprechen und alle Versuche deswegen unecht klingen.

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M. trug am Wochenende erstmals Boxershorts ohne Windeln. Und natürlich funktionierte das Bescheid geben vor dem Pullern genau an diesem Wochenende schlecht bis gar nicht. Die Boxershorts waren jedenfalls im Nu nass (und Omas Jeans auch…).
Wir probieren das an den Wochenenden weiter. Mal gucken, wann der Groschen bei M. fällt.

In der KiTa kann auf Grund von Personalmangel gerade nicht darauf eingegangen werden, wenn die Kinder angeben aufs Klo zu müssen. Sehr ärgerlich…

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M. gibt uns seit ein paar Tagen einen schönen Ausblick auf die Trotzphase: Sobald etwas nicht nach seinem Willen geschieht, krakeelt er los. Teilweise greint er mehr rum, als das er erzählt, und das will was heißen.
Es ist etwas anstrengend.

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Was schön war: ALLE Kinder schliefen ab ~20:15 Uhr. Ich konnte in aller Ruhe M.s Brotbüchse und mein Müsli vorbereiten, Chicorée-Salat zubereiten und die Küche aufräumen.