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Sonntag, 13.11.2022 – Mittwoch, 16.11.2022

M ist seit heute wieder negativ und darf raus.

Gestern morgen testeten wir ihn zu Hause negativ, gingen frohen Mutes zur Teststation und bekamen 15 Minuten später die deprimierende Nachricht, dass er weiterhin positiv ist.


Die vergangenen paar Tage waren weiterhin ziemlich anstrengend. Gestern Abend gingen Jott und ich gegen 21 Uhr schlafen, weil wir einfach furchtbar k.o. waren.

Die Doppel- bzw. Dreifachbelastung aus Arbeit, Beschulung und Haushalt ist irre, ich bin heilfroh, dass das ab morgen vorbei ist und wieder Alltag einkehrt.


M ist bereits heute mit seinen Wochenaufgaben für die aktuelle Woche fertig geworden, ohne das er übertrieben lange an den Aufgaben saß. Gestern zwei, drei Stündchen, heute auch nochmal. Auch wenn das vermutlich daran lag das ich ihn teils ganz schön angetrieben habe– er brauchte teilweise bei jeder einzelnen Aufgabe Zuspruch und Ermunterung, weil er keine Lust hatte und die Aufgaben langweilig fand. Das er’s kann, zeigte sich dann als die Antworten beim Durchrattern wie aus der Pistole geschossen kamen. Ich glaube, es täte ihm ganz gut wenn er ein paar anspruchsvollere Sachen machen würde. Aber wie und wo und überhaupt…


In der KiTa fand heute das Laternenfest statt. Ein Glück also, das M negativ war und mitlaufen konnte– wie auch die Zwillinge hatte er sich unfassbar darauf gefreut, seine Laterne auszuführen.


Schöne Momente heute: Wie M beim Einkaufen im Rewe die regaleinräumende Rewe-Mitarbeiterin fragt, ob er ihr helfen könne. Und wie J inbrünstig „St. Martin“ mitsingt, mit großen Augen und aus vollem Herzen.

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Mittwoch, 09.11.2022 – Samstag, 12.11.2022

Die vergangene halbe Woche war sehr intensiv: Kinderbetreuung, Homeschooling, Arbeiten und dann natürlich der normale Alltag. Da war Abends regelmäßig die Luft raus.


M gings am Dienstagabend/Mittwochvormittag nicht so prall, er klagte über Kopfschmerzen und allgemeines Unwohlsein. G hingegen sprang fröhlich durch die Wohnung und war fit wie ein (hustender) Turnschuh.


Von Donnerstag bis heute musste M den Stoff der vergangenen Schulwoche nacharbeiten. Seine Lehrerin lädt regelmäßig Wochenpläne mit den Unterrichtsinhalten ins IServ, so wussten wir was zu erledigen war. Ich hatte am Mittwoch/Donnerstag Ms Schulkram abgeholt (am Mittwoch hatte ich die unter seiner Bank liegenden Bücher vergessen und musste daher Donnerstag nochmal hin), sodass er ab Donnerstag fit genug war und wir auch alles vor Ort hatten.

Das war eine sehr interessante Erfahrung: M saß über den Tag verteilt sicherlich 3 bis 4 Stunden an seinen Aufgaben und benötigte Zuspruch, Motivation, Erklärung und Antrieb– er hatte nämlich ziemlich oft keien Lust, schluderte, maulte, machte Flüchtigkeitsfehler… Jott und ich sind sehr froh, dass wir in den bisherigen Lockdowns keine Kinder beschulen mussten, da wären wir wahnsinnig geworden.

Abgesehen von der ungewohnten Aufgabe war das auch ein unfassbarer Zeitfresser: Am Donnerstag konnte ich dank Community Day der Firma, bei dem ich nur per Teams zuhörte, relativ viel nebenbei raufschauen. Aber am Freitag musste ich normal arbeiten und da zeigte sich dann, dass Arbeit und Schularbeiten vorantreiben zusammen nicht funktioniert. Letzteres beansprucht einfach zuviel Aufmerksamkeit/Kapazität, um sinnvoll Arbeiten zu können.

G wollte natürlich parallel auch unsere Aufmerksamkeit und Schulaufgaben machen, sodass hier teils zwei Kinder vor Aufgaben saßen und Unterstützung benötigten:

Das war wirklich nicht ohne.

Zugleich ist mir bewusst, wieviel Glück wir haben: M versteht seine Aufgaben sehr gut und kann sie eigentlich ohne Hilfe bewältigen. D.h. wir mussten nur wenig inhaltlich erklären, er konnte viel allein machen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie das wäre wenn er Probleme mit dem Stoff hätte (gibt es auf YouTube Erklär-Videos für Klasse 2?).


Großer Lichtblick: J konnte von Mittwoch bis Freitag in die KiTa gehen, auch wenn von dort täglich Hiobsbotschaften auf Grund von Personalknappheit kamen. Wir hatten ein recht schlechtes Gewissen, weil wir ihn trotzdem in seine Gruppe schickten, ignorierten das aber zumindest Mittwoch und Donnerstag… am Freitag war er dann Mittagskind weil in seiner Gruppe nur eine Erzieherin für 15 Kinder oder so da war.


G konnten wir am heutigen Samstag erfolgreich freitesten. Wir gingen dann auch direkt einkaufen, am Nachmittag war sie außerdem mit J beim Schwimmen– so fit war sie schon wieder.


Jott und ich schmissen uns die letzten Tage Abends regelmäßig auf die Couch und bewegten uns nicht mehr. Gestern zur Feier der erfolgreich rumgebrachten Woche mit selbstgemachten Caiprinhas. Ab ungefähr 22 Uhr hörte ich dann gelegentlich ein leises Schnarchen lauteres Atmen neben mir… Ich konnte auch nur mit Mühe die Augen offen halten.


Unseren für dieses Wochenende geplanten Magdeburg-Trip anlässlich der Geburtstagsfeier von Jotts Mama modelten wir um: Jott fuhr am Nachmittag allein runter und wird im Laufe des morgigen Tages wiederkommen. Das ist so am einfachsten.

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Dienstag, 08.11.2022 – 🦠⁴

Beim Routine-Test (sicher ist sicher) war M auch positiv. Obwohl er keine Anzeichen von irgendwelchen Symptomen hatte/hat.

Erster Gedanke „Och nö“, zweiter Gedanke „Naja, dann sind wir damit auch durch“.

Den Tag über gings ihm ein bisschen schlechter, er klagte über Kopfschmerzen und Schwindel. Nachdem er am Abend eine Ibuprofen bekam, gings ihm besser– so gut, dass er wieder herumtoben konnte.


J ging heute wieder in die KiTa. Wir hatten somit nur zwei Kinder zu Hause.

Jott und ich hatten beschlossen, erstmal zu versuchen normal zu arbeiten. Da die Dynamik bei nur zwei Kindern eine ganz andere ist und M und G eigentlich ganz gut klarkommen, ließen wir es drauf ankommen. Bis auf wenige Momente funktionierte es auch ganz gut, die beiden spielten viel miteinander sodass Jott und ich tatsächlich relativ gut durch den Arbeitstag kamen. Natürlich durften die beiden auch Tablet spielen/netflixen, das war der Fallback wenn Jott und ich gemeinsame Termine hatten– aber es hielt sich im Rahmen.

Turbulenter/lauter/chaotischer wurde es erst, als dann auch J wieder zu Hause war.


Mit meinem Team Lead habe ich abgestimmt, dass ich so gut es geht arbeite und dann für eventuelle Fehlzeiten einfach Urlaub nehme, damit ich nicht Abends/am Wochenende was nacharbeiten muss. Mit nur einem Kind geht das, aber wenn wir alle hier sind, sind weder Motivation noch Konzentration in ausreichendem Maß vorhanden.


M kann nun Schleifen binden. Das hatten wir bislang mangels Interesse bei ihm nicht aktiv vorangetrieben. Heute jedoch wollte er es unbedingt probieren– vielleicht auch, weil G ihn etwas getrietzt hatte (sie kanns ja schon ’ne Weile). Nachdem sein erster Versuch nicht sofort gelang, wollte er direkt aufgeben, aber mit ein bisschen guten Zuredens blieb er am Ball. Der Knoten platzte, als er sich neben mir ein YouTube-Video auf halber Geschwindigkeit anschaute und ich ihm das „Schleifen-Konstrukt“ nochmal erklärte (welcher Schnürsenkel schlängelt sich wie, wo muss er rum). Vom einen auf den anderen Versuch hatte er es raus und zeigte es dann sehr stolz G.


Meine Erkältung wird langsam besser. Heute ist der erste Tag seit vergangenen Donnerstag, an dem es ohne Ibus ging. Nasenspray muss aber noch, ansonsten röchle ich wie Darth Vader (Aussage Jott).

Meine In-Person-Teilnahme am für Donnerstag angesetzten Community Day der Firma habe ich trotzdem sicherheitshalber abgesagt. Ich bin weiterhin negativ, ich bin vermutlich auch immun, aber drauf ankommen lassen möchte ich es dann trotzdem nicht.

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Montag, 07.11.2022

Gestern Abend noch meinen Team Lead über die aktuelle Situation informiert und für den heutigen Montag einen Tag Urlaub eingereicht. Ist zwar doof, aber dafür gibts im Gegensatz zu einem Kind-Krank-Tag keine Gehaltseinbußen. Also dann eig. doch nicht so doof.


Nachdem wir M (negativ getestet) auf den Weg geschickt hatten, gingen J, G und ich ins Testzentrum im Forum Köpenick. J zum Freitesten, G zum PCR-Test. Kurz nach Ankunft zu Hause kam das Ergebnis: J ist negativ, seine Isolation darf verkürzt werden. Wir ließen ihn heute aber nochmal zu Hause, um einen Tag Puffer zu haben. Außerdem hatte G so jemanden zum Spielen.

Mit J fuhr ich am Nachmittag M abholen, der hatte heute sein erstes Schwimmtraining nach den Herbstferien. Auf dem Rückweg kasperten die Jungs in der Straßenbahn, die Fahrt (ca. 15 Minuten) wurde mir seeeehr lang.


Abends kam Gs PCR-Ergebnis: Positiv mit einem CT von 19,46.


Beim Blick ins Haushaltsbuch festgestellt: Wir haben in diesem Jahr bislang 545,06 EUR für Schnelltests ausgegeben. Hier mal 50 Stück, da mal 50 Stück… Das läppert sich.

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Sonntag, 06.11.2022 – 🦠³

Morgens nach dem Aufstehen als erstes eine Nachricht von der Ostsee. Inhalt:

Jackpot. Aber gut, das war das Risiko. Dementsprechend entspannt war die Lage auch bei allen Beteiligten vor Ort.

M ist weiterhin negativ. Mal gucken wie lange noch. Am blödsten wäre es, wenn das bei ihm nun auch wieder fünf Tage oder mehr dauert.


Js Test heute war eindeutig positiv. Dann war das gestern also nur ein Ausreißer.


Auf Grund von Gs Infektion änderte Jott ihre Pläne und kam etwas früher nach Hause. Pünktlich zum Mittagessen waren die drei wieder hier. Statt der geplanten Buletten für J und mich gabs Nudeln mit Bolognese-Sauce.


G war, als sie ankam, munter wie eh und je. Sie hatte offenbar gestern Abend erhöhte Temperatur und viel gehustet. Heute war das schon wieder vorbei.


Die Zwillinge waren den Nachmittag über unfassbar hibbelig und aufgedreht. Das war wohl die Wiedersehensfreude. Die Lautstärke und der Aktivtätspegel nahmen minütlich zu, also schnappte ich mir die Jungs und ging Nachmittags mit ihnen raus. Isolation hin oder her, aber es war drinnen nicht zum Aushalten. Jott musste zudem noch was für die Arbeit fertig machen, zu dem sie in den letzten Tagen nicht gekommen war. Eigentlich wollte sie das erledigen, wenn wir alle an der Ostsee sind und ich mit den Kindern draußen bin, aber dazu kam es ja leider nicht.


Eigentlich wollte ich am Dienstag mit L, die bislang „nur“ M zum Schwimmen bringt, die Zwillinge von der KiTa abholen. Der Plan ist, dass sie irgendwann mit allen Kindern vertraut ist, sie abholen und vielleicht auch mal einen Abend betreuen kann.

Das Zwillings-Abholen planen wir seit Oktober. Wir hatten bislang vier oder fünf Termine ausgemacht– und immer kam was dazwischen. Meine Covid-Erkrankung, Termine bei ihr und mir, nun die Covid-Erkrankung der Zwillinge… Das wird allmählich zum Running Gag.


Heute Abend planen Jott und ich die kommende Woche. Ich hab so die Vermutung, dass die zwei herausgearbeiteten Urlaubstage aus der Vorwoche nun sehr hilfreich sein werden– lieber Urlaub als Kinderkrankengeld.


Am kommenden Wochenende wollen wir eigentlich nach Magdeburg fahren und den Geburtstag von Jotts Mama feiern. Damit wir das guten Gewissens tun können, müssen ab inklusive Donnerstag alle negativ sein und vor allem bleiben. Daumendrücken ist angebracht.

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Samstag, 05.11.2022

J stand heute gegen halb Acht auf, ging ins Wohnzimmer und spielte dort Tablet/schaute Ninjago. Ich konnte bis halb Zehn schlafen. Gutes Kind.


Unser beider Covid-Test war negativ. Das überraschte mich etwas– ich bin so erkältet, dass ich dachte es hat mich doch erwischt. Scheint aber nur eine normale Erkältung zu sein, die gibts ja auch noch (yay). Jott berichtete von der Ostsee ähnliches– sie hat es auch erwischt.


J und ich mussten am Vormittag die Isolation unterbrechen. Wir brauchten noch ein paar Medikamente aus der Apotheke und schlossen einen kurzen Einkauf bei Rewe an– ich hatte bei der Bringmeister-Lieferung leider vergessen, an mein Frühstück zu denken. Danach sehr k.o. erstmal die Füße hochgelegt.


Als wir wiederkamen, war Js Schnelltest dann doch positiv. Bin unsicher, ob ich dem Bedeutung beimessen sollte– das hört man ja öfter, dass Tests nach längerer Zeit falschpositiv sind.


Nachmittags war J unfassbar unausgelastet und wusste nichts mit sich anzufangen, ich war aber auch zu k.o. zum spielen. In der Dämmerung gingen wir daher noch eine Runde an der Wuhle spazieren. Das half uns beiden ein bisschen.


Abends an den Rechner gesetzt und die noch fehlenden zwie Stunden für diese Woche nachgearbeitet. Die herausgearbeiteten Urlaubstage habe ich mir redlich verdient.

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Freitag, 04.11.2022

Lachflash bei der Ausschreibungsrecherche. Ich recherchierte „Shibboleth“. Von der Technik (gefordert war Anwendungswissen) kam ich zur Sprache und dann zu… Rødgrød med fløde. Ich bin ja ein Paul von geringem Verstand und hatte die nächsten paar Minuten viel Spaß dabei, das nachzusprechen (klappte nicht, es ist mir schleierhaft wie die Laute gebildet werden).

War dann, unabhängig von Shibboleth-Wissen, keine geeignete Ausschreibung.


J schnieft noch ein bisschen rum, ist aber ansonsten fit. Er hat das Wohnzimmer mittlerweile umgebaut: Aus diversen Decken, Stühlen, dem Wohnzimmertisch und unserem Sessel hat er ein ausgeprägtes Höhlensystem gebaut, in dem er es lange aushält.

Sein Schnelltest hatte heut nur noch einen sehr blassen zweiten Strich, mal schauen wie es morgen aussieht.

Mein Schnelltest war auch negativ. Das darf gern so bleiben– ich hab mittlerweile auch (leichte) Erkältungssymptome und hab tatsächlich Angst, mich erneut angesteckt zu haben und wieder für 10 Tage ins Schlafzimmer umziehen zu müssen.


Vor zwei Wochen oder so bin ich auf pandasakha_official auf Insta gestoßen. Sehr faszinierend. Ein so ganz anderes Leben irgendwo in Yakutien, auf dem Dorf, bei teils -60°C im Winter, als offenbar größtenteils Selbstversorger.

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Donnerstag, 03.11.2022

J ist putzmunter. Ein bisschen verrotzt, aber ansonsten sehr fit. Wenns kein Covid wäre, würde ich mir keinerlei Gedanken machen und ihn normal am Leben teilhaben lassen.


Noch ein bisschen über meine Wortwahl von gestern nachgedacht. Ich schrieb:

Jott und ich sind ja mittlerweile ganz gut darin, Lösungen für Krisen zu finden.

Ich dachte auf dem Wort „Krise“ rum und wie gut es uns eigentlich geht, dass ich das Nichtantreten eines Urlaubs schon so bezeichnen kann. Dabei ist’s ja eigentlich gar keine Krise, sondern lediglich eine Unannehmlichkeit.


Über den Tag verteilt immer mal wieder gearbeitet. Am Ende standen sechs Stunden auf der Uhr, ohne das ich krampfthaft versucht hatte jede freie Minute zu arbeiten. Morgen mach ichs nochmal so und die restliche Zeit schieb ich Samstag ein. So sollte ich es locker schaffen, zwei Urlaubstage rauszuarbeiten.

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Mittwoch, 02.11.2022 – 🦠²

Idee: Wir packen heute alle restlichen Sachen zusammen und fahren gemeinsam für ein verlängertes Wochenende nach Heringsdorf an die Ostsee.

Realität:

J war gestern Abend einigermaßen warm und ziemlich verrotzt. Sein heute morgen durchgeführter Covid-Test war dann direkt positiv.

M, G und Jott sind negativ. Ich hab mich nicht gestetet, kam mir unnötig vor weil ich schon direkt eine Idee zur Reaktion hatte.


Jott und ich sind ja mittlerweile ganz gut darin, Lösungen für Krisen zu finden. Da Jott einen Urlaub definitiv nötiger hat als ich & ich, dank kürzlich überwundener Covid-Erkrankung ein vermutlich minimal geringeres Ansteckungsrisiko als der Rest der Familie habe, fassten wir folgenden Entschluss:

J und ich bleiben zu Hause.

Jott fährt mit G und M an die Ostsee und trifft sich dort mit ihrem Papa, seiner Frau und ihrem Bruder, der spontan einspringt und das freigewordene Zimmer belegt (wir telefonierten morgens mit allen Beteiligten und erklärten die Situation).

Und so passierte es dann auch.

Das ist keine schöne Lösung, aber die pragmatischste.


J war unterdessen verrotzt und ein bisschen kuscheliger als normal, aber ansonsten fit und munter. Außerdem redete er den ganzen Tag ohne Punkt und Komma. Alles, was M sonst durch sein ständiges Erzählen abblockt, kommt nun bei J raus.

Vormittags spielten wir Lego, nachmittags Gesellschaftsspiele. Außerdem trieb ich ihn mehrmals an, gefälligst allein zu spielen und sich selbst mit den ungefähr tausend Möglichkeiten die wir abseits von Netflix und Tablet haben zu beschäftigen. Das funktionierte dann auch– als ich z.B. Nachmittags Sport machte, saß er erst eine halbe Stunde auf der Couch und schaute mir zu, bevor die Langeweile offenbar doch zu groß wurde und er in sein Zimmer ging (zum Zocken und Fernsehgucken kam er heut trotzdem ausgiebig).


Vormittags trug ich noch eine Maske, nachmittags dann schon nicht mehr. Da ich J nicht isolieren werde, sind wir eh ständig zusammen– also auch beim Essen (und wir essen echt oft…). Ist vermutlich nicht sonderlich schlau, aber ich hab keinen Nerv für das Ding.


Js CT-Wert ist 19,16– wir waren am morgen zum PCR-Test im Forum. Das wird jetzt jeden Tag weniger. Sonntag wird sein Schnelltest negativ sein, Montag testen wir ihn frei und dann kann er direkt wieder in die KiTa gehen.


Meinen Urlaub hab ich teilweise storniert, ich werd hier und da einfach ein oder zwei Stündchen Arbeit einschieben und die dadurch freigewordenen Urlaubstage an anderen Tagen (… wenn die Kinder allesamt außer Haus sind) sinnvoller nutzen.

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Dienstag, 01.11.2022

Den Monatsabschluss gut gewuppt, wenn ich nichts übersehen habe (hab doppelt und dreifach geprüft) ist er durch und ich hab Ruhe.


Zwischen 15 und 16 Uhr waren Handwerker angekündigt, die unsere Lüfter warten wollten/sollten. Weil ich nicht wusste, wie pünktlich sie sein würden, holte ich davor noch fix die Kinder ab. Es war wirklich fix– 25 Minuten brauchte ich für das Abklappern von Schule und KiTa. Punkt 15 Uhr fielen wir alle wieder in die Wohnung.

Die Handwerker, bzw. der Lüfterwartungsmensch, kam gegen 15:30 Uhr. Die „Wartung“ war etwas unterwältigend: Ich hatte mir werweißwas vorgestellt, in der Realität schaute er sich die frisch gereinigten Filter (hatte ich am Wochenende gemacht) an und das wars.

Unseren Mangel (?) in der Kammer/dem HWR nahm er auf. Wir gingen davon aus, dass der Lüfter dort nicht funktioniert, weil es immer mal wieder nach Abgasen riecht und wir vermuten, dass das aus der unter uns liegenden Garage kommt. Das konnte er aber ausschließen. Der Lüfter funktioniert wohl ordungsgemäß. Der Geruch kann aber durch einen undichten Schacht o.ä. erzeugt werden. Er nahms jedenfalls auf und will einen Bericht für die Hausverwaltung schreiben.


Die Kinder tauschten derweil im Wohnzimmer ihre gestern Abend erbeuteten Süßigkeiten hin und her und verhandelten sehr zivilisiert miteinander.


M hat im Schulhort neue Musik kennen gelernt, die er am Nachmittag über Alexa hörte. Kurz darauf sangen drei Kinder „Wildberry Lillet“.

… Teil der (unbekannten) Amazon Music Playlist war dann auch Layla. Als das begann, war aber zum Glück kein Kind im Wohnzimmer.

Wobei: Wer sagt denn, dass sie das nicht schon kennen?


Da wir morgen für ein paar Tage an die Ostsee fahren und ich ein großer Fan davon bin, wenn sich die Kinder im Haushalt betätigen, „durften“ sie ihre Sachen mit einer Packliste selber raussuchen. Das kam super an bei ihnen. Ich hatte mit Protest gerechnet, aber sie waren mit Feuer und Flamme dabei und suchten sich alles zusammen.


Abends Koffer packen, Wäsche legen (vier Maschinen, uffz) und die Wohnung noch ein bisschen aufräumen.