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Freitag, 19.05.2023

Jott war Vormittags außer Haus zu einem Kosmetiktermin, die Kinder und ich beschäftigen uns zu Hause. Die drei spielten viel, sodass ich genügend Ruhe hatte um eine Sporteinheit einzuschieben.

Nachmittags war eigentlich ein Ausflug auf den Wuhlespielplatz geplant. Daraus wurde aber nichts, weil die Kinder lieber mit ihren Spielsachen spielen wollten. Ich war zwar ein bisschen angenervt– es war so schönes Wetter–, drängte aber nicht zu sehr. So oft haben sie ja im Alltag tatsächlich nicht die Möglichkeit, sich stundenlang in Lego-Aufbauten und Puppenspielen zu verlieren.
Das wir zu Hause blieben hatte auch etwas gutes: Jott war recht spontan nach dem Mittagessen zu IKEA gefahren um ein neues Balkonmöbel-Set zu kaufen. Als sie wiederkam, waren wir immer noch zu Hause– so konnte ich ihr beim Ausladen helfen und ein bisschen beim Aufbauen (bzw. eher um sie herum im Haushalt herumpusseln). Alles bauten wir/sie nicht auf, stattdessen organisierte Jott für morgen S herbei– der liebt es (solche Menschen gibt es offenbar), IKEA-Möbel aufzubauen.


Abends versank jeder vor seinem Endgerät. Sehr entspannter Tag.

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Donnerstag, 18.05.2023

Frisch und munter (… für meine Verhältnisse) gegen acht Uhr aufgestanden und in Ruhe gefrühstückt. Dabei alles, was mir so im Kopf mit Vorhaben und Ideen für die nächsten vier Tage rumschwirrt, runtergeschrieben. Nicht als Todo-Liste, sondern nur damit Ruhe im Kopf einkehren kann und ich mir ein paar Sachen rauspicken kann.

Anschließend ein bisschen durch Instagram gescrollt und mich dann ans Bekämpfen der Wäscheberge gemacht– drei Wäschekörbe wollten zusammengelegt und verräumt werden. Weil eine Fuhre 60°C-Wäsche (Unterwäsche, Strümpfe, Lappen, Handtücher; also viele kleine Teile) dabei war, dauerte es entsprechend lange. 30°C- bzw. 40°C-Wäsche legen ist befriedigender und geht schneller.


Zum Mittag eine Gustavo-Gusto-Pizza statt selbst kochen (lose waren Gochujang-Erdnussbutter-Nudeln eingeplant, ich hatte aber keine Lust auf Kochen), anschließend ein bisschen am Rechner spielen.


Am frühen Nachmittag fuhr ich eine Runde mit dem Rad. War trotz diverser angetrunkener Männergruppen recht entspannend und idyllisch, kein Vergleich zur Müggelseerunde vor zwei Jahren.


Nach der Rückkehr las ich mich ein bisschen in die BAIT ein. Ich hab am Montag einen Termin, in dem ich eventuell was dazu erzählen muss, dafür wollte ich mein Wissen auffrischen.

Mittendrin kamen Jott und die Kinder nach Hause– erste sehr bedient weil sie im Stau standen und die Kinder offenbar nonstop gequatscht hatten und letztere ziemlich aufgedreht. Die Stimmung war nur so semi und besserte sich dann, als die Kinder im Bett waren.


Abends „Ant-Man and the Wasp: Quantumania“ geschaut. Überraschend kurzweilig und unterhaltsam, aber meine Güte– die Marvel-Filme werden immer abgedrehter.

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Mittwoch, 17.05.2023

Ruhiger Tag im Home Office mit Jott.


Anlässlich der Geburtstagsfeier ihrer Schwester fuhr Jott nachmittags mit den Kindern nach Aschersleben. Ich blieb zu Hause, da der Ausflug nämlich nur einen Tag dauern sollte war mir das zu stressig.

Als alle aus dem Haus waren, räumte ich erstmal auf und saugte durch und schob dann eine sehr unmotivierte Sporteinheit ein– ich war den ganzen Nachmittag über aus nicht ganz ersichtlichen Gründen bleiern müde und k.o.. Das besserte sich zwar im Laufe des Nachmittags ein bisschen, Höchstleistungen erzielte ich beim Sport allerdings nicht.


Abends in Ruhe ein bisschen gespielt und recht früh schlafen gegangen.

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Dienstag, 16.05.2023

Cake Day – 36.

Das ist noch Mitte 30, oder?

Von Jott bekam ich ein Personal Training in Friedrichshagen geschenkt– ich bin begeistert. So kann ich mein aktuelles Trainingsprogramm mal mit jemandem mit Ahnung besprechen, meine Ausführungen anschauen lassen und mir Tipps und Tricks geben lassen.


Weil ich gestern Abend noch Stunden rausgearbeitet hatte, konnte ich den heutigen Arbeitstag etwas entspannter angehen lassen– lange frühstücken, lange Mittagspause. Nach hinten raus war ein früherer Schluss leider nicht möglich, weil ich von 15 bis 16 Uhr noch einen Kundentermin hatte.


Spontan Abends mit der Familie beim Griechen vor der Tür essen gegangen. Das war überraschend harmonisch; die Kinder malten erst aus und waren dann mit Essen beschäftigt. Gegen Ende wurde es etwas anstrengend, weil sie müde waren und hibbelig wurden– aber insgesamt war’s ein schönes Abendessen (auch wenn das griechische Essen an sie verschenkt war, weil sie Fischstäbchen und Pommes aßen und das „normale“ Essen ihnen nicht schmeckte).

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Montag, 15.05.2023

Beim Kinderarzt so gar nicht telefonisch durchgekommen. Ich wollte eigentlich nur einen Termin zur Tetanus-Auffrischung für G und J bzw. zur U10 für M vereinbaren, wurde aber immer nach einer automatischen Ansage mit Infos zu den Sprechzeiten aus der Leitung geworfen– obwohl ich genau zu den Sprechzeiten anrief (und auch davor und danach…). Mal schauen wie es morgen früh aussieht, denn zumindest von 7:30 Uhr bis 8 Uhr muss das Telefon ja geschaltet sein damit man (tagesaktuelle) Termine buchen kann.


Ich habe ein neues Projekt und arbeite, wenn nichts mehr dazwischen kommt, ab Juni Teilzeit als Scrum Master. Das wird spannend… Ich werd die nächsten paar Tage mal ein bisschen recherchieren und mich mit Kolleg:innen abstimmen, wie der Einstieg am besten gelingt und was es so für Tipps und Tricks gibt.


M hat ein neues Lieblingslied und singt das mehrfach täglich. Unnötig zu erwähnen, dass auch Jott und ich das nun ständig vor uns hinsummen… Und G auch. J widersteht noch.


Am Auto leuchtete die letzten Tage mehrfach eine Warnleuchte. Jott war schon zum Auslesen in der Werkstatt. Sinngemäß sagte der Werkstatt-Typi, wir sollen mal hoffen dass es nicht wieder vorkomme und kein wirklicher Fehler sei– ansonsten würde es sehr teuer werden (irgendwas mit Tank und Temperatur). Er hat die Fehlermeldung dann resettet, alles war gut.

Heute leuchtete die Leuchte wieder.

Jott hat nun Ende Mai einen Werkstatt-Termin, bei dem etwas genauer hingeschaut wird. Es gibt unterschiedliche Fehlerquellen, beim Googlen des Problems schwanke ich zwischen Schnappatmung und Erleichterung (hier z.B. beschreibt das jemand der selbst schraubt ganz schön).


Die Verkehrs-Lage um den S Köpenick ist momentan wirklich schlecht, bedingt durch die Bauarbeiten am Bahnhof. Alles staut sich, die Straßenbahnen stecken fest, die Busse stecken fest, die Autofahrer drehen alle frei und fahren vermutlich bald Menschen über den Haufen. Selbst mit dem Rad oder zu Fuß kommt man schlecht durch. Gestern beim Fußballspielen meinte unser Nachbar, dass das wohl die nächsten vier Jahre– so lange sollen die Baumaßnahmen andauern– so bleiben soll. Ich ging davon aus, dass das nur in der Anfangsphase so sein soll… Herrje, ich hoffe er hat Unrecht.

Dem Tagesspiegel ist das auch schon aufgefallen, für die Chronik zitiere ich das mal (11.05. und 15.05.).

Wer aus dem Berliner Südosten mit Bus und Bahn in die City will, fährt dafür meist via Bahnhof Köpenick. Nur ist der mit der BVG nur noch sporadisch erreichbar, weil der Bahnhof neu gebaut wird und Straßenbahnen und Busse mangels eigener Spur und Vorrangampeln im Autostau (verschärft durch verbotswidriges Abbiegen) vor dem Nadelöhr stecken. Von morgens bis abends werden Fahrten wegen übermäßiger Verspätungen gestrichen – spontan, also nicht planbar für die Kunden. Denen empfiehlt die BVG ernsthaft, knapp 2 km von der Köpenicker Altstadt zum Bahnhof zu laufen. Andere dürfen z.T. eine Dreiviertelstunde auf die nächste Bahn oder den Bus warten, die logischerweise auch auf der Rückfahrt fehlen. Für zusätzlichen Nervenkitzel werden ausfallende Fahrten an den Haltestellen einfach weiter angezeigt.

Die BVG, die beim Kollaps von sechs Linien eigentlich jeden Tag auf sämtliche Tische in der Verkehrsverwaltung hauen müsste, berichtet auf CP-Anfrage von „laufenden Abstimmungen“, was exakt dem Stand von März entspricht, als die Misere begonnen hatte. Die Verwaltung meldet leichte Verbesserung südwärts durch eine veränderte Ampelschaltung (die aber an den wegen extremer Verspätung in der Gegenrichtung schon abgebrochenen Touren der Busse und Bahnen nichts ändert) und von einer nachhaltigen Lösung – mittelfristig: Wenn nämlich 2027 der Bahnhof fertig wird und ca. 1-2 Jahre später auch eine geplante Umgehungsstraße, müsste es wieder flutschen.

Tagesspiegel Checkpoint vom Donnerstag, 11.05.2023

Die BVG versucht, etwas Ordnung in das Chaos zu bringen, das ihre Fahrgäste in Köpenick seit März erdulden müssen (CP vom 11.5.): Die Tramlinien 62 und 68 sollen bei Stau in der Bahnhofstraße künftig so filetiert werden, dass keine 40-Minuten-Lücken mehr zwischen Grünau und Schmöckwitz entstehen. Außerdem soll die Linie 63 auch bei großen Verspätungen nicht gekappt werden. Damit haben Kunden, die schlecht zu Fuß sind, eine Alternative zur bisherigen Empfehlung, die knapp 2 km zwischen Altstadt und S-Bahnhof zu laufen. Im Laufe des Jahres soll außerdem eine neue Software sicherstellen, dass die Ausfälle an den Haltestellen wenigstens angezeigt werden. Die CP-Frage, ob der Status Quo – ÖPNV-Kollaps, weil sich Busse und Bahnen im Autostau anstellen müssen – gegen das Mobilitätsgesetz verstößt („… sichert dabei den Vorrang des Umweltverbundes …“), hat die Verkehrsverwaltung bisher nicht beantwortet.

Tagesspiegel Checkpoint vom Montag, 15.05.2023
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Sonntag, 14.05.2023

Die Kinder ließen uns bis kurz vor 9 Uhr schlafen, das war sehr nett.


Nach dem Frühstück kamen unsere Nachbarn von oben runter, damit Jott ihrem Sohn die Haare schneidet. Die restlichen Kinder spielten unterdessen. Im Anschluss an das erste Kind war auch direkt M noch dran, der hatte mittlerweile frisurentechnisch Ähnlichkeit mit einem Hochland-Rind.

Die Kinder gingen dann gesammelt auf den Hof spielen, Jott legte die Füße hoch und ich schob meine sonntägliche Sportrunde ein.


Mittags spielten Jott (Switch) und ich (Laptop) ein bisschen, versuchten die bockende G zu ignorieren (klappte nicht so gut) und entspannten so gut es ging.


Für Nachmittags hatten wir uns mit Nachbarn auf dem Hof verabredet. Die Mütter quatschten, die Jungs und Männer spielten Fußball und die Mädels flitzten auf Inline Skates durch die Gegend bzw. spielten in der Wohnung eines anderen Kindes Mutter-Vater-Kind (aber ohne Vater und dafür mit zwei Schulkindern, wie G erzählte).


Abends Jurassic World: Das gefallene Königreich angeschaut. Nicht ganz so gut wie Jurassic World, aber immer noch sehr unterhaltsam.

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Samstag, 13.05.2023

Party-Nachbericht: Die Firma hat Mr. President und Dr. Alban für die 90er-Party eingekauft. Die sorgten für ordentlich Stimmung und bei mir für die Erkenntnis, dass ich für die 90er zu jung bin. Meine Musikhörzeit begann ab Anfang der 2000er mit MTV und Viva und da liefen dann andere Sachen.

Mit den Kollegen trotzdem ein bisschen mitgewippt, eventuell halfen die Mojitos. Trotzdem gegen halb 12 abgehauen und sehr erleichtert gewesen, dass mein Zimmermitbewohner kurz nach mir kam– so musste ich nachts nicht aufstehen und ihn reinlassen (wir hatten nur einen Türchip, ein zweite war verschollen). Ich glaub, er war genauso froh wie ich, dass wir uns relativ pünktlich hinlegen konnten.


Morgens einigermaßen erholt aufgewacht, gefrühstückt und wieder alles zusammengepackt. 10:46 Uhr fuhr unser Regio leicht verspätet nach München ab, die Fahrt war einigermaßen vergnügt und unterbrechungssfrei. Wir hatten Sitzplätze, es war nicht zu voll, nicht zu warm und nicht zu kalt– alles in Ordnung also. Von einer Kollegin die Eisenbahnologie Verkehrswirtschaft studiert hatte, lernte ich, dass es „Neigungstechnik“ bei Bahnen gibt, die dafür sorgen das in Kurven der Wagen ein bisschen geneigt wird. Was es nicht alles gibt– ich dachte, dass passiert bei entsprechender Geschwindigkeit automatisch.

In München stiegen wir in den ICE nach Berlin um. Auch diese Fahrt war unterbrechungsfrei, wir unterhielten uns ein wenig, guckten auf unsere Endgeräte– ich erstellte den Speiseplan für übernächste Woche und packte schonmal alles in den Bringmeister-Warenkorb– und spielten anschließend noch ein paar Runden Skyjo und UNO.


In Berlin dann ungefähr 10°C mehr als in Sonthofen, mir war mit Pullover und Jacke direkt sehr warm.


Am Hauptbahnhof pöbelte der S-Bahn-Fahrer erstmal ein paar Reisende mit Fahrrad an, weil die nicht so fix im Wagen waren wie er wollte. Fühlte mich einerseits zu Hause, andererseits wollte ich schnell wieder weg. Das Personal in den Zügen in Bayern war unfassbar freundlich und gutgelaunt (kann auch eine Momentaufnahme gewesen sein), da war der Kontrast direkt sehr stark.


Union spielte heute zu Hause. Als ich in Köpenick ankam, musste ich mich durch Fans, Polizei und das Baustellenchaos am Bahnhof kämpfen und war sehr erleichtert, als ich zu Hause die Tür hinter mir schließen konnte.


Bisschen k.o. gewesen nach der Fahrerei. Nichts gemacht außer mir den Hintern x Stunden platt zu sitzen und trotzdem erschöpft.


Abends mit Jott Jurassic World (den kannten wir noch nicht) geschaut, Schirmchendrinks ohne Schirmchen getrunken und sehr gut unterhalten worden. Saurier und ordentlich Action– perfekte Mischung.

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Freitag, 12.05.2023

Überraschend gut geschlafen.


Der Kollege, mit dem ich Zimmer und Doppelbett teile, ist ein Frühaufsteher und wachte irgendwann zwischen 6 und halb 7 von allein auf und war dann munter– obwohl wir beide am Vorabend erst gegen 23:30 Uhr im Bett lagen. Er meint, er sei halt dran gewöhnt weil er zu Hause familienbedingt auch gegen 6 Uhr aufstehen muss. Wie unterschiedlich die Menschen sind– ich werd mich da nie dran gewöhnen. Alles vor 8 Uhr ist furchtbar; und wenn ich könnte wie ich wollte würde ich von ca. 2 – 3 Uhr bis 10, 11 Uhr schlafen.
Vielleicht irgendwann mal.


Der Vormittag stand im Zeichen unseres Firmen-Kickoffs, bzw. „Spring Up“-Events. Aufsichtsrat und Geschäftsführung führten durch den Vormittag, sprachen von der Vision für die nächsten Jahre und erklärten, wie wir die (sehr ambitionierten) Ziele erreichen können. Ich fand zum ersten Mal seit Jahren sowohl die Art und Weise als auch den Inhalt ansprechend und überzeugend und fühlte mich gut abgeholt.

Am frühen Nachmittag fuhren wir zum Söllereck. Dort gab es verschiedene Angebote für uns, z.B. Fahren mit dem Alpine Coaster, einer Wanderung durch die Breitach-Klamm, Gondelfahren usw. Ich entschied mich für einen Spaziergang durch die Breitachklamm und war mittendrin hin und weg. Total beeindruckend wie das Wasser durchschießt, bzw. sich über die Zeit den Weg durchs Gestein gegraben hat. Zwischendrin überquerten wir die österreichisch-deutsche Grenze, ich musste natürlich– ganz Touri– ein Foto machen wie ich mit dem einen Fuß auf deutschen Boden und dem anderen Fuß auf österreichischen Boden stehe.

When in a Touri Place, do as the Touris do

Nach der Breitachklamm fuhren wir noch mit der Seilbahn zum Berghaus am Söller. Während die Kollegen einkehrten, ging ich ein bisschen den Panoramawanderweg nach Riezlern entlang, immer in der Hoffnung vielleicht noch ein paar Meter Höher zu kommen um durch die heute sehr tief hängenden Wolken zu laufen. Leider kam es nicht dazu, und querfeldein den Berg hochstapfen wollt ich auch nicht. Lauf ich halt ein andermal durch die Wolken (ich bin einfach neugierig wie das ist– vermutlich wie dichter Nebel?). Unterwegs bestaunte ich die Landschaft und freute mich wie Bolle, in Ruhe durch die Natur zu stapfen. Nach einer guten halben Stunde drehte ich aber doch wieder um, fuhr mit der Seilbahn den Berg runter und setzte mich in den Shuttlebus zurück ins Hotel.

Schneeballschlacht!
Krokanten
Wolke
Paul vor Wolke
Paul vor Österreich
Achtung!


Die Zeit bis zum Abendessen nutzte ich für eine kleine Sporteinheit– wer rastet, der rostet oder so.
Das Abendessen war dann auch wieder sehr gut und reichhaltig. Anders als gestern hielt sich die Lautstärke in Grenzen, da noch nicht alle Kolleg:innen anwesend waren. Das war wesentlich besser für mich.

Später am Abend soll noch eine große „Back to the 90s“ stattfinden. Ich schaus mir mal an.

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Donnerstag, 11.05.2023

In aller Herrgottsfrühe (sprich: 4:45 Uhr) aufgestanden, um pünktlich 6:29 Uhr mit dem ICE vom Berliner Hauptbahnhof nach München zu fahren. „Pünktlich“ hieß, mit ca. 20 Minuten Verspätung– es befanden sich nicht authorisierte Personen auf der Strecke, was immer das heißen mag.
Die Fahrt nach München war völlig unspektakulär, wir saßen zu viert in einem Abteil hinterm Fahrerstand, erzählten und spielten auch zwei, drei Runden UNO. Ich klickte mich noch durch meine Ausschreibungen (ansonsten muss ich das Montag mit der x-fachen Menge machen) und beantwortete ein paar Mails, ließ das aber auch nicht ausarten.

In München Abklatsch mit den Kollegen der Münchner Niederlassung, gemeinsame Fahrt nach Sonthofen. Dankenswerterweise hatten die Münchner uns Fresspakete mitgebracht (hatten wir auch angeleiert, wir denken ja mit), das wäre sonst eine sehr hungrige Fahrt geworden. Bisschen im Bus eingenickert, ansonsten durch Insta gescrollt und ein bisschen mit der Sitznachbarin geschnackt.

Sonthofen: Die Firma hat einen großen Hotelkomplex für uns gemietet, damit die Kollegen aus allen Niederlassungen– USA, Japan, Tschechien, Frankreich, Deutschland– zusammenkommen können. Eigentlich findet das Event immer Anfang des Jahres statt, da aber immer noch das Damokles-Schwert Corona über uns hing wurde entschieden, das in einer Jahreszeit zu veranstalten in der nach den Erfahrungen der letzten paar Jahre das Gröbste vorbei ist.

Wir kamen jedenfalls an, wurden verköstigt und dann warteten wir, dass etwas passiert. 15 Uhr sollte eigentlich das reguläre Programm starten, das war in punkto Zeitplan ggf. ein wenig sehr ambitioniert. Die Anreise einiger Reisegruppen verzögerte sich, und so verschob sich alles nach hinten. Wir machten uns trotzdem gegen 15 Uhr auf zu einer Almhütte, an der unser Geschäftsbereich gemeinsam zusammenkommen und workshoppen sollte.

Gegen 16 Uhr gings dann los mit einem etwas zusammengestrafften Programm, das uns die nächsten zwei Stunden beschäftigen sollten. Wir beschäftigen uns in Grüppchen mit den Corporate Values der Firma, besprachen diese, ergänzten sie mit Beispielen und gaben Anregungen zur weiteren Ausgestaltung.
Anschließend gings wieder zurück zum Hotel; kurzes Zimmerbeziehen und dann ab zum Essen. Ich war zu dem Zeitpunkt schon ziemlich durch, das Abendbrot war dann nicht mehr ganz so schön– obwohl das Essen super war. Alle x-hundert Kollegen fanden sich gemeinsam in einem großen Saal ein– es war unfassbar laut, wuselig und warm. Ich verstand nichtmal meine Banknachbarin im Gespräch mit ihrer Gegenüber; alle Geräusche verschmolzen zu einem großen lauten Rauschen. Als ich hinreichend satt war, schmiss ich also das Handtuch, unterhielt mich vor dem Hoteleingang noch kurz mit ein paar rauchenden Kollegen und zog mich aufs Zimmer zurück.


Die Landschaft hier ist wunderschön. Ich bin unfassbar begeistert von den Bergen, Hügeln und den vielen kleinen und großen Bächen. Auf dem Rückweg von der Almhütte sahen wir wieder Bergkühe mit ihren charakteristischen Glocken- sehr pittoresk.

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Mittwoch, 10.05.2023

Sehr munter und energiegeladen aufgewacht. Das hielt sich bis in den Nachmittag, das kenne ich so gar nicht. Ich war mir selbst unheimlich.


Vormittags eine Reise zum Hauptsitz der Firma gebucht. Ich hab dort vor Ort Anfang Juni eine Weiterbildung, zu der ich von Magdeburg anreisen werde– wir sind nämlich am Wochenende zuvor dort, um einen runden Geburtstag von Jotts Mama nachzufeiern. Weil ich nicht Montagmorgen um 4 Uhr oder so aufstehen will, fahre ich bereits Sonntagmittag mit der Bahn nach Stuttgart und übernachte eine Nacht extra. Zurück gehts dann am Dienstag per Flugzeug– ansonsten käme ich erst irgendwann weit nach Mitternacht nach Hause.


Morgen geht es nach Sonthofen zum Kickoff bzw. „Spring Up“ der Firma. Donnerstag hin, Samstag zurück, dazwischen ein paar offizielle Programmpunkte sowie Freizeitaktivitäten in den Bergen. Ich freu mich.


M hat im Unterricht eine gruselige Gespenstergeschichte geschrieben, die er mich heute sehr stolz lesen ließ. Er hatte das richtig gut gemacht– Einstieg, Anstieg der Spannungskurve, Auf- bzw. Erlösung. Gefiel mir gut; seine vielen Schreibfehler bereiteten mir allerdings ein paar Bauchschmerzen. Ich sagte nichts weil ich seine Freude nicht dämpfen wollte, frage mich aber wie ich das konsruktiv anbringen kann– er muss ja letzten Endes auch die richtige Schreibweise lernen.


Wegen des schmerzenden Daumens habe ich seit Montag eine Daumenschiene (einfach schnell bei Amazon geklickt, wird nicht perfekt sein aber ihren Zweck erfüllen) an der Hand. Ich bilde mir ein, dass sie tatsächlich hilft– die Schmerzen sind mittlerweile wieder erträglich. Hoffe, es wird recht schnell weiter besser; die letzten Tage bemerkte ich sehr eindrücklich bei wievielen Dingen so ein funktionierender Daumen eigentlich gebraucht wird.