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Sonntag, 05.05.2024

Klassischer Sonntag im Hause herrpaul_ und Jott: Mittags kamen A, S und E vorbei, wir aßen gemeinsam und spielten mehrere Runden Rommé. Was für A gut begann (ein Handrommé, kommentiert mit „Ich mach euch heute alle fertig, ihr kleinen Bitches“) endete bitter– sie wurde mit Abstand Letzte.


Nachmittags schnitt mir Jott die Haare und sorgte dafür, dass ich mich wieder einigermaßen gepflegt fühlen kann. Die Seiten und hinten sind nun wieder kurz, der Nacken in Form gebracht. So kann ich mich unter die Leute begeben :)

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Samstag, 04.05.2024

Morgens mit dem Wecker aufgestanden, in Ruhe fertig gemacht und dann auf dem Balkon gesessen, gelesen und ein bisschen in Richtung „Karriere“planung (ich will keine Karriere, ich will einen einigermaßen interessanten Job mit Weiterentwicklungsmöglichkeiten und ordentlich Geld zu verdienen) gegrübelt/recherchiert.


Bombenidee von Jott: Wir zwei Süßis fahren im Herbst allein ein langes Wochenende weg. So richtig, mit der Bahn oder vielleicht sogar dem Flieger. Die Kinder organisieren wir weg und dann haben wir Erwachsenen-Urlaub. Ich war gehooked und hab direkt geschaut, was so alles im ca. 2h-Flugradius von Berlin ist, und da kommt man erstaunlich weit in den Süden (ich hab da kein Gespür für, daher war ich sehr überrascht das z.B. sogar Sizilien relativ nah mit dem Flieger ist). Das wird schön, allein das Überlegen und Planen macht Spaß :)


Nachmittags waren wir auf dem Wuhlespielplatz– wenn auch nur kurz. Nach gut 30 Minuten musste eines der Kinder aufs Klo… Also fix wieder zurück.


Die Jungs grenzen mal wieder G bei ihren Spielen aus, weil G die Spiele angeblich nicht gut kann (… was muss man beim Draußen rumrennen, mit Stöckern fuchteln und sich Pokemon-Kram ausdenken können?!). Abends kulminierte der Tag dann in Tränen und der geschluchzten Feststellung, ganz allein zu sein. Weder Empathie noch Reue bei J und M, ich hätt sie zum Mond schießen können.


Am Ende des Tages ein latentes Unzufriedenheitsgefühl; obwohl ich nicht komplett faul war (einkaufen, aufräumen, mit den Kindern draußen, das Berufs-Zukunfts-Zeug) fühlte sich der Tag verschenkt an.


Ich wünschte ich wäre nicht so genervt von dem ganzen Kram, den die Kinder momentan so abziehen, aber mir fehlt aktuell jegliche Geduld und Verständnis.

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Freitag, 03.05.2024

Wie die letzten Freitage auch (erkenne ich da ein Muster?) die Arbeit eher entspannt angehen lassen. Ich hatte ein paar Termine, bereitete sie jeweils vor und nach, und kümmerte mich in der Zwischenzeit um Kleinkram. Das war recht ruhig, der Tag verging darüber hinaus schnell.


Abends Last Kingdom mit Jott weitergeschaut und dabei fast eingeschlafen. Nicht weil es langweilig ist (ganz im Gegenteil!), sondern weil ich so unfassbar müde war.

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Donnerstag, 02.05.2024

Bürotag. Sehr unspektakulär, mit einer Ausnahme: Ich hatte heute einen Termin mit Leuten aus dem KI-Bereich der Firma, die mir den aktuellen Umsetzungsstand meines Vorschlags zur KI-gestützten Ausschreibungsrecherche zeigten. Ich war sehr neugierig und dann sehr geflashed– was die da zusammengebastelt haben, funktioniert schon richtig richtig richtig gut. Und es ist offenbar weniger komplex als angenommen: Sie schicken die Dokumente an eine lokale GPT4-Instanz, übergeben einen vergleichsweise einfachen Prompt, dann rödelt die KI ein bisschen und spuckt eine einwandfreie Zusammenfassung aus. Ich bin sehr beeindruckt und freu mich schon, wenn wir das nach einer Test- und Optimierungsphase dem Vertriebsteam vorstellen können.

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Mittwoch, 01.05.2024

Den Vormittag mit allerlei Kram und Rumgepussel rumgebracht, nachmittags mit den Kindern zum kleinen Müggelsee gefahren. Sie badeten an, während ich am Strand lag, las und die Kinder im Blick behielt.

Das machen wir wieder, sobald es das Wetter zulässt.

Jott machte derweil unsere Steuererklärung für 2023 fertig und schickte mir am späten Nachmittag stolz einen Screenshot mit der Übermittlungsnachricht.


So ein freier Tag mitten in der Woche bockt schon. Daran könnt ich mich glatt gewöhnen.

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Dienstag, 30.04.2024

Home Office. Nachmittags die Kinder zum Schwimmen gebracht, von dort aus ins Büro gefahren um einen lieben Kollegen zu verabschieden.


Beim vormittäglichen Termin mit einem französischen Kollegen die einfachsten englischen Wörter nicht anwenden können. Es ist zum Mäusemelken: Ich versteh ihn wunderbar, kriege aber nur Gestammel raus. Ich muss dringend mein aktives Sprachwissen verbessern, ansonsten könnte der Support für unser Projekt- und Zeitmanagementtool schwierig werden– denn das wird auch von tchechischen, französischen und us-amerikanischen Kolleg:innen genutzt, mit denen ich eben auch mal sprechen muss.


Felt cute, might delete later

Bisschen depri auf dem Heimweg. Ich hab meine pers. Schwächen heute wieder sehr genau wahrgenommen und mich zuviel mit anderen verglichen, das ist nicht gut.

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Montag, 29.04.2024

Viel in Terminen rumgehangen und zwischen meinen verschiedenen Hüten (Projektleiter, Scrum Master, Anwendungsbetreuer) umhergeswitcht.


Nachmittags verkauften die Kinder auf ihrem Hof-Flohmarkt wieder Kram. Als ich es, lesend auf dem Balkon, klappern hörte, wurde ich hellhörig und konnte gerad noch intervenieren: Die Jungs hatten allen Ernstes vor, eine Perplexus-Kugel (Beispiel) für einen Euro zu verkaufen! Das war dann auch Thema beim Abendessen: Was kosten Dinge eigentlich, was ist ihr Wert, sollte man Geschenke seiner Großeltern zu Cash machen…

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Sonntag, 28.04.2024

Beim Blick in den Spiegel einen Stiez entdeckt– so lang sind die Haare schon wieder. Nicht mehr lange und ich muss Jott um eine Frisur bitten.

Als ich aus dem Bad kam, war die ganze Familie schon wach. Ich verkrümelte mich mit meinem Buch auf den Balkon und genoss dort die Ruhe.


Die Fahrradbesichtigung lief super, nach ungefähr 10 Minuten waren wir Ms alte Möhre los und 80 EUR reicher. Jetzt fehlen nur noch die beiden Puky Räder von J und G, dann ist der Keller wieder ein bisschen leerer.


Jott hat sich ja schon vor einer Weile von den Jungs mit dem Minecraft-Virus infizieren lassen und spielt seitdem. Im Gegensatz zu den Kindern kombiniert sie das ganze mit ihrer Sims-Leidenschaft und baut die schönsten Häuser. Sobald eines fertig ist, wird das nächste gebaut. Ich find das ziemlich cool, bewundere ihre Kreativität und ihre Geduld– mir wär da nichts, das ist mir alles zu offen und zu pfriemelig.


Vormittags Auto „gefahren“, einen Meter vor und einen Meter zurück– ich musste Kleidersäcke in den Kofferraum packen und daher von der Wand wegfahren. Das war ein großes Abenteuer, mit unserem Sharan fuhr ich bislang noch nie. Ich musste daher erstmal googlen wie man den Rückwärtsgang einlegt (Schaltknüppel runterdrücken) und weshalb das Auto nicht losfährt obwohl ich drin sitze (ich war nicht angeschnallt). Bevor ich wirklich fahre, sind wohl ein paar Auffrischungsstunden nötig.

Wo wir dann beim Thema sind: Eigentlich möchte ich auch fahren können damit Jott das nicht immer machen muss, andererseits müsste ich mir im Alltag aktiv und extra Gelegenheiten schaffen um Auto zu fahren und in Übung zu bleiben. In der Stadt will ich aber gar nicht fahren, das ist viel zu stressig. Lauter Ampeln, Zebrastreifen, irgendwelche Tempo-Irgendwas-Zonen, die anderen Verkehrsteilnehmer… Die Mehrwerte sind mir auf meinen persönlichen Wegen auch viel zu gering bzw. nicht vorhanden. Ich fahr gern mit den Öffentlichen, da kann ich in Ruhe lesen und Podcast hören, im Auto ginge das nicht. Außerdem müsste ich ständig Parkplätze suchen und auch noch dafür bezahlen, das wäre viel zu teuer.

Einzig die Fahrt zum Schwimmen mit den Kindern fällt mir ein, wo das hilfreich wäre, und vielleicht mal bei Ausflügen bzw. im Urlaub. Aber so oft machen wir das auch nicht.
Schwieriges Thema.


Mittags kamen S und E zum Essen, A war unpässlich– sie hatte eine Nachtschicht und musste sich ausruhen. Die Rommérunde nach dem Essen war dann auch nicht übermäßig spannend, zu dritt machts nicht ganz so viel Spaß.


Nachmittags Js Fahrrad repariert. Das Vorderrad war ständig platt, ich vermutete ein kleines Löchlein.

Eigentlich wollte ich den Schlauch mit ihm gemeinsam flicken, unvergessliche Vater-Sohn-Momente schaffen und ihm beibringen wie man Sachen repariert (und das man auf YouTube für alles Anleitungen findet), aber er wollte dann doch lieber mit M spielen. So saß ich allein vor dem Haus und werkelte vor mich hin.

Das war alles langwieriger als gedacht. Den Schlauch einfach komplett auswechseln wäre einfacher und schneller gewesen, aber es fühlte sich tatsächlich besser an den Flicken raufzubappen.


Die Kinder flohmarkten währenddessen wieder vor sich hin (Déjà-vu Moment), G verkaufte mehrere Schleich-Tiere für 1 Euro, herrje. Offenbar müssen wir mal drüber reden was bestimmte Sachen wert sind.


Abends ein längeres Gespräch mit Jott, es ging um Arbeit und Hobbies und Zeitplanung. Meine Feststellung, dass ich mich wunderbar allein beschäftigen könnte auch ohne Verpflichtungen wie Arbeit und Familie, wurde mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Is‘ aber halt so– allein mit regelmäßigen Sport könnte ich mindestens 1/4 Viertel meines Tages füllen. Dann noch Sachen ausprobieren/lernen (Sprachen, Ukulele, beruflicher Kram), in der Gegend rumlaufen und -fahren, Medienkonsum… Langweilig würde mir so schnell nicht werden. Und falls doch, könnt ich mich auch ehrenamtlich beschäftigen, z.B. zu Open Source Projekten o.ä. beitragen.


Knuspr hat direkt verkackt, die Hälfte der Artikel konnte nicht in den Warenkorb gelegt werden. Das ist für den Einkauf mit Kindern, die nur bestimmte Sachen essen, sehr uncool. Wir bestellten daher erneut bei Rewe.

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Samstag, 27.04.2024

Kurz nach 7 Uhr aufgestanden, in Ruhe im Bad frischgemacht ohne reinwuselnde Kinder und dann auf den Balkon lesen gegangen. Ich mag diese Ruhe am Morgen. Auch wenn mir das Herz beim frühen Aufstehen blutet.


Am Vormittag das alte Fahrrad von M flottgemacht und bei Kleinanzeigen reingestellt. Kurz danach kam die erste Anfrage, wir vereinbarten für morgen Vormittag eine Besichtigung. So muss das :)


Die Rosen vor der Haustür blühen und duften vor sich hin. Heute tummelten sich Hummeln und Bienen, für die es endlich wieder warm genug ist.


Während ich das Rad flott machte, veranstalteten die Kinder auf dem Hof einen eigenen Flohmarkt. Sie hatten wohl gestern in der Schule Blut geleckt. Am Ende des Tages kamen 7,50 EUR durch den Verkauf von nicht mehr benötigten Kram zusammen. Sie wollen das Geld nun in neue Beyblades investieren, staunten jedoch nicht schlecht als Jott ihnen eröffnete das die im Laden so um die 20 Euro kosten…


Die wöchentliche Lebensmittellieferung brachte uns heute Rewe. Nächste Woche wollen wir dann Knuspr ausprobieren. Wobei Rewe tatsächlich ziemlich cool ist, denn da kann ich noch bis einen Tag vor Liefertermin die Lieferung anpassen– ein Feature, das wir die Woche direkt nutzten.


Nachmittags wollte ich eigentlich mit allen Kindern ins FEZ. Die Jungs wollten aber partout nicht, also fuhren G und ich letztendlich allein. Nach dem obligatorischen Softeis spielte und kletterte sie herum, während ich in der Sonne saß und las– keine schlechte Arbeitsteilung.

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Freitag, 26.04.2024

Heute kein Büro, sondern wie geplant Home Office. Viele gestückelte kleine Termine und keine sonderliche Motivation.


Die Kinder deckten sich heute auf dem Schulflohmarkt mit neuen Spielsachen ein. G kaufte sich ein Pferdekuscheltier, dass sie sich schon immer gewünscht hatte, die Jungs mehrere Beyblades (die sind gerad der heiße Scheiß). Damit waren sie den Nachmittag über beschäftigt.


Zur Feier des Freitags Pizza zum Abendessen. Wir aßen gemeinsam auf dem Balkon und genossen die Wärme und die Sonne.


Abends von Jotts frühzeitiger Rückkehr überrascht gewesen. Eigentlich hatte ich sie auf Grund des Ausstands ihrer Lieblingskollegin erst spät/morgen sehr früh erwartet.