Erster Schultag, die Kinder Zwillinge waren nervtötend aufgeregt.
Mein Plan für die erste Wochenhälfte fiel heute morgen in sich zusammen– mein Lead Entwickler ist krank, die für heute und morgen geplanten Termine mit ihm sowie die sich daraus ergebenden Todos kann ich erstmal knicken. Argh.
Mit den Kindern kamen diverse Zettel zum Ausfüllen und Bücher zum Einschlagen nach Hause. So verbrachten Jott und ich einen Teil unserer „freien“ Zeit damit, das Schuljahr dahingehend vorzubereiten.
Alle sehr k.o. am Abend.
Ab nächster Woche geht das Schwimmtraining der Kinder wieder. Wir haben Glück, an unseren Zeiten ändert sich nur minimal was. Somit sind Dienstag- und Donnerstagnachmittag schonmal geblockt.
Was uns ein bisschen stutzig macht: Alle drei sind in der selben Gruppe, obwohl sie leistungsmäßig erheblich auseinander liegen. Da mal den Trainer fragen am nächsten Dienstag.
Morgens wieder an der Wuhle joggen gewesen. Auf dem Rückweg drei andere Eltern getroffen– zwei ebenfalls laufend, einer auf’m Rennrad.
Bisschen am Taschengeld der Kinder abgemüht. Ich will ja einerseits, dass sie lernen damit umzugehen und nicht binnen 2 Wochen 30 EUR für irgendwas, vermutlich vor allem Süßkram, ausgeben. Als Plan hatte ich mir zurecht gelegt, das einfach per Excel zu tracken und dann viel mit ihnen zu sprechen.
Jetzt hinterfrage ich mich aber: Ist das nicht auch eine Form von Kontrolle? Mit ihrem Taschengeld sollen sie ja machen können was sie wollen, gerade und auch wenn es mir missfällt. Das ist ja auch ein Stück von Unabhängigkeit und Autonomität, das sie brauchen.
Andererseits: Wie groß ist der Lerneffekt, wenn ihnen gar nicht auffällt was mit dem Geld passiert?
Nachmittags-Plan: Baden fahren mit den Kindern, damit wir rauskommen und das Wetter auskosten (wer weiß, wie lange es noch warm bleibt– mit einem Mal ist Herbst). Als es soweit war, wollte aber nur G– die Jungs spielten lieber Fußball. Bin dann mit G losgeradelt und hab auch nur mit G Eis auf dem Weg gegessen.
Abends Last Kingdom mit Jott, wir näher uns weiterhin langsam dem Serienfinale an.
Zu 9:30 Uhr M bei einer Geburtstagsparty abgeliefert, anschließend G abholen gefahren, ein Paket bei DPD abgeholt, bei Rewe Reste eingekauft und dann zu Hause erstmal die Füße hochgelegt. In der Folge ein bisschen versackt– die Zwillinge spielten Mario Party, Jott Minecraft und ich dann auch ein bisschen Medieval 2 (kleinere Rückschlage beim englischen Großreich, an mehreren Enden meines Reiches griffen Dänemark, das Deutsche Reich und Spanien meine Siedlungen an). Gegen 12 Uhr aufgerafft und eine fixe Sporteinheit auf dem Hof eingelegt. Das Wetter ließ das gerade noch zu.
Nach dem Mittag war M abholbereit. Er hatte Spaß gehabt, die Geburtstagsgasteltern waren mit der Bande (neun Kinder!) in eine Indoor-Fußballhalle gefahren und hatten die Kinder ausgepowert. M war trotz Mittagessen (1 Teller Nudeln, Reste seiner Freunde, eine Pizza…) noch ziemlich hungrig und machte sich zu Hause erstmal über die Reste her. Das wird noch spannend wenn er noch größer wird… Immerhin kann er mir nicht mehr die Haare vom Kopf fressen, hehe.
Nachmittags die Kinder geschnappt und auf den Bolzi gegangen. Leider nur kurz, G konnte sich nicht beschäftigen, hatte beim Spielen mit mir keine Ausdauer, turnte dann am Tor herum an dem die Jungs Fußball spielten, verärgerte beide und dann gab es eine kleine Eskalation in Folge derer Ms Knie in Gs Gesicht landete, ich einen Schuh auf M schmiss und und dann sehr, sehr wütend mit den Kindern nach Hause stapfte.
Abends dann Eskapismus & in The War Within abgetaucht– weiter mittelalterliche Völker fertig machen schien mir nicht reizvoll.
Morgens wieder Joggen gewesen, das war schön in der Morgenfrische. Mit nur 15 Minuten Verspätung am Rechner gesessen, das fühlte sich dann doppelt gut an.
G wurde nachmittags von S abgeholt und nach Hause mitgenommen. Sie wollte unbedingt bei E übernachten, den Wunsch konnten wir ihr heute erfüllen. So waren am Abend die Jungs und ich allein – Jott war auf dem Sommerfest ihrer Firma. Ich hatte eigentlich geplant, exzessiv (2 Stunden…) weiter The War Within spielen– hatte aber die Rechnung ohne die langsamen Update-Server gemacht. Als die Jungs mit reichlich Verspätung (die wöchentliche Rewe-Lieferung kam zu spät, dementsprechend verzögerte sich auch das Abendessen und das Zubettbringen) im Bett lagen, aktualisierte sich das Spiel nicht… Träumchen. Zur Überbrückung spielte ich dann Medieval 2 (oh man… das ist auch schon 18 Jahre alt!) und blieb dabei hängen, selbst als WoW dann endlich wieder spielbar war. Machte auch Spaß, ich eroberte als England halb Europa und wurde nur von der heimkehrenden Jott gestoppt.
Erneute Igelsichtung beim abendlichen Müllwegbringen. Der schnuffelte da am Zaun lang und verschwand, als ich einen Schritt auf ihn zumachte, erstaunlich schnell im Gebüsch.
Bürotag. Das Büro hat eine Klimaanlage, das war schön. Während es draußen einfach widerliche 34°C waren, hatte es im Büro angenehme 23°C. Das ist definitiv ein Grund, das Home Office zu verlassen.
Aufzugfoto muss sein
Nicht so schön war dann die Bahnfahrt nach Hause, auf der ich beinahe zerfloss. Beim Aussteigen in Köpenick freute ich mich über die frische, kühle Luft (die immer noch über 30°C warm war)– es ist alles eine Frage der Perspektive…
Jeden Gedanken an Sport am Abend verworfen, stattdessen weiter in das neue WoW-Addon abgetaucht.
Joggen am Morgen. Jott brachte die Kinder in den Ferienhort, ich nutzte die Zeit um meinen gestern ausgefallenen Lauf nachzuholen. Ich hatte Spaß und flog nur so dahin (letzteres ist gelogen, ich bin der langsamste Jogger von Köpenick), genoss aber bei den angenehmen Temperaturen draußen zu sein und an der Wuhle entlang zu laufen.
Mittags keine Lust auf Mittagessen in der Küche gehabt, stattdessen das Essen geschnappt (eingedoste Reste von gestern) und mich an der Wuhle auf eine Bank im Schatten gesetzt. Das war super schön, sollte ich viel öfter machen.
Nachmittags kamen Jotts Mama B und ihre Nichte mitsamt Nichtenhund vorbei. Es folgten ausgiebiges beknuddeln und „Wer ist ein feini Schnuffelwuffel“; die Kinder taten es mir nach Ankunft wohl nach (ich war im Termin und bekam es nicht mit).
Der Wetterbericht sagt, dass es die nächsten zwei Wochen so scheißheiß sein soll. Ich möchte das nicht! Ich bin bereit für maximal 20°C und auch mal Wolken.
In der Babbel-App gibt es endlich die Möglichkeit, selbsterstellte Vokabellisten mit den App-eigenen Lernmethoden (Sprechen, Hören, Karteikarten, Schreiben wiederholen zu können. Endlich, das macht das Vokabellernen viel einfacher :)
Abends den Schlauch aus dem Keller geholt und vom Balkon aus die Pflanzen darunter gegossen. So langsam wirds zu trocken, Regen ist erstmal nicht in Sicht.
Arg unfit gewesen, der letzte Limoncello Spritz war definitiv nicht in Ordnung. Der Tag war nicht so prickelnd.
Irgendwie den Arbeitstag überstanden (leicht verkatert, unmotiviert) und dem Abend entgegenfiebert. Joggen ließ ich heute ausfallen, das hätte ich nicht hinbekommen.
Nach dem Abendbrot noch ein kurzer Abstecher zu Rewe weil ich seit dem Morgen einen unfassbaren Jieper auf Mochi-Mango-Eis hatte, danach war dann endlich Luft für das neue WoW-Addon. Ich musste erstmal ein bisschen aufräumen– Inventar leeren, Kram aus der vergangenen Erweiterung zu Gold machen–, das hatte ich die letzten Tage nicht geschafft– und dann konnte ich mich in The War Within stürzen und mit meiner Druidin anfangen, die Insel Dorn in Khaz Algar zu erkunden :)
Morgens nach Abgabe der Kinder im Ferienhort ein „Nicer Hoodie“-Kompliment bekommen. Ich trug meinen Feine Sahne Fischfilet Pullover :) Und das in Köpenick!
„Papa, fotografier das, das sieht voll schön aus!“
Essen mit Jott am Abend anlässlich unseres Hochzeitstages. Ihre Mama hütete die Kinder. Wir trafen uns in der Alten Turnhalle am Ostkreuz. Ich war zu früh da und hatte noch Zeit für ein paar Runden Italienisch-Vokabeln wiederholen. Wir aßen, erzählten, tranken– ich musste Jotts Limoncello-Spritz trinken weil der ihr zu stark war und hatte danach ordentlich einen im Tee–, dann lachte ich mich über Jotts Comedy-Einlage kaputt und dann fuhren wir nach einem Abstecher bei Rewe (Limoncello, Prosecco und Bier kaufen) nach Hause, setzten uns zu Jotts Mama, ihrer Nichte und Jotts Bruder– full house bei uns– auf den Balkon, tranken noch einen Limoncello Spritz und quatschten.
Das war mal ein wirklich schöner Abend, ich hatte schon lange nicht mehr soviel Spaß.
Große Vorfreude auf The War Within– die morgen erscheinende nächste Erweiterung für WoW. Ich hab Jott schon angekündigt, dass ich morgen Abend spielen werde :)
Ausschlafen bis 9, Frühsport wollte ich mir nach dem Tag gestern nicht geben.
Zum Essen kam heute neben A und S (Tochter E hatte bei uns übernachtet) wieder Jotts Mama B vorbei. Ich hatte nach den letzten Tagen und Wochen keinen Nerv mehr auf Menschen, Rommé und Geselligkeit und setzte mich nach dem Mittag ins Schlafzimmer zum Lesen ab. Nachmittags schnappte ich mir die Kinder und ging zum Bolzi, da war in der Küche Stimmung bei Rommé und Weinschorle.
G entwickelt so langsam eine Spinnenphobie. Sie entdeckte nachmittags eine Spinne im Zimmer, es folgten Schreien, Heulen, Weigerungen ins Zimmer zu gehen… Sie steigert sich da ganz schön rein.
Am Abend holte ich die Jogging-Runde vom Morgen nach und lief wieder 50 Minuten am Stück. Lief (hehe) besser als letztes Mal, ich fühlte mich wesentlich fitter. Die Strecke betrug 5,5 km. Da ist noch viel Luft nach oben um zumindest annähernd an meine bisherige Zeit heranzukommen (meine aktuelle Pace beträgt 8:20 min/km)…
Die Kinder schmeißen aktuell ohne Ende mit Geld um sich. Die Krönung ist G, die in den letzen zwei Wochen 30 EUR für irgendwas rausgeballert hat– sie weiß nicht genau, wofür. Das ist ein Vierteljahr Taschengeld!
Sie müssen jetzt allesamt ihre Ausgaben dokumentieren und dann sprechen sie und ich regelmäßig drüber, ob sich das für sie gelohnt hat oder nicht.
Abends weiter Last Kingdom geschaut. Wir sind mittlerweile in der 5. Staffel angelangt und werden weiterhin gut unterhalten. Fast ein bisschen schade, dass das Ende mittlerweile in Sicht ist.
Früh aufgestanden und auf dem Hof eine Sporteinheit eingeschoben.
Jott entdeckte nach dem Frühstück bei G ein Lausähnliches Tier auf dem Kopf. Mit dem von mir gewünschten ruhigen Vormittag wars dann aus– Jott schnitt erst den Jungs die Haare damit eine Läusesuche einfacher wird, anschließend wurden die Kinder einshampooniert mit Läusemittel, die Betten abgezogen und gewaschen, die Kinder gewaschen, dann musste ich nochmal zu Rewe und dann wars auch schon Zeit fürs Mittagessen. Es ist ein Kreuz…
Nachmittags mit A und S nach Tempelhof DÄmpelhof gefahren und uns das Ärztekonzert angeschaut und angehört. Wir zerflossen auf dem Weg beinah und suchten uns nach Ankunft erstmal ein schattiges Plätzchen. Viel Auswahl gabs nicht, wir saßen dann mit ’ner Menge anderer Leute im Schatten eines Videoscreens und wanderten von Zeit zu Zeit mit. Zum Glück verschwand die Sonne nach den Vorbands hinter dem Flughafen-Gebäude und zum eigentlichen Konzert war es dann wenigstens unter 30°C.
Wir standen lächerlich weit hinten– als vorne eine Laola begann, dauerte es gute 30 Sekunden bis sie uns erreichte. Dementsprechend war die einzige Quelle, um die drei zu sehen, eine Videoleinwand. War aber an sich okay, es ging entspannt zu und wir hatten Platz.
Bisschen ambivalente Gefühle gehabt bei den eher punkigen Liedern (so ein paar hatten sie ja dann doch). Ich mein… Ich bin Mitte/Ende 30, hab einen Spießervollzeitjob, drei Kinder, bin verheiratet, hatte Gehörschutz auf dem Konzert drin– solider und systemnaher geht ja schon kaum noch, die Zahl der Menschen die weniger Punk sind ist vermutlich sehr überschaubar. Kam mir beim Mitsingen ein bisschen heuchlerisch vor, aber gut– ich hatte trotzdem meinen Spaß und war überrascht, wieviele Texte ich trotzdem noch ganz gut hinbekam :)
Nach dem Konzerz in der Bahn andere abfahrende Fans belauscht, wie sie noch Abendpläne schmieden. „Wir fahren jetzt bis Schönhauser und gucken was da geht!“ – Andere Leben. Ich war sehr froh, in der Bahn nach Hause zu sitzen und dort ins Bett zu können.
Kurz nach 23 Uhr wieder zu Hause gewesen und erstmal kalt geduscht.